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Glück: Auf die Perspektive kommt es an

Sie kennen das Beispiel vom halb geleerten Bierglas: Für den einen ist es noch halbvoll, für den anderen schon halb leer. Der eine ist zufrieden, der andere nicht. Die beiden haben eine unterschiedliche Sichtweise für die selbe Situation.

Ein anderes Beispiel über verschiedene Sichtweisen lesen Sie in meinen Anekdoten:

Ein deutscher Tourist liegt in Jamaika am Strand. Ein Einheimischer holt sich eine Kokosnuss von einer Palme und isst ein paar Feigen dazu. Darauf nickt der Deutsche dem Einheimischen freundlich zu und sagt:
„This is paradise!“
„Oh no“, antwortet der, „Germany is paradise!“

Schließlich noch ein Zitat aus meinen Aphorismen:

Man kann die Menschen in zwei Gruppen einteilen: Die einen sind zufrieden mit dem, was sie haben; die anderen sind unzufrieden, weil sie daran denken, was sie nicht haben.

Glück kann so einfach sein, manchmal muss man es nur sehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/28/gluck-kann-so-einfach-sein/


Die Lüge über das Glück der Deutschen

So glücklich sollte angeblich jeder Deutsche aussehen. Deshalb werden wir ständig darüber belehrt, wie glücklich oder zufrieden wir normalerweise sein müssen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/23/die-deutschen-glueckliche-jammerlappen/
Die Post, das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) und die ARD mit ihrem „Deutschlandtrend“ hämmern den Bürgern ein, dass sie gefälligst glücklich zu sein haben, wenn sie keine Mieslinge sein wollen. Von DIW und ARD war ja nichts anderes zu erwarten, aber dass die Post ins selbe (Post-)Horn stößt, verwundert doch sehr. Hat die Post nichts anderes zu tun, als einen Glücksatlas zu erstellen?

Die Frage nach dem Glück hat ihre zwei Seiten. Man sagt: „Jeder ist seines Glückes Schmied.“ Und so haben sich auch viele ihr persönliches Glück geschaffen. Und wer das nicht zu Wege gebracht hat, wird das vielleicht nicht gerne zugeben. So gesehen sollte eine Frage nach dem Glück bzw. nach der Zufriedenheit ein positives Ergebnis bringen.
Etwas ganz anderes ist es aber, wenn es um die Zufriedenheit mit den politischen Verhältnissen geht. Die ist ja gemeint, wenn man solche Umfragen veranstaltet. Und da muss man sagen: Es gibt einen Spruch: „Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.Der bewahrheitet sich gerade bei diesen Umfragen.
Wie können die Deutschen zufrieden sein, wenn 73 % Angst um ihren Arbeitsplatz haben? Und wenn sie schon im Ruhestand sind: Wie können Rentner zufrieden sein, wenn sie ebenfalls Angst haben, nicht mehr genug zum Leben zu haben? Sie gehen auf die Straße, um zu protestieren:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/26/fridays-gegen-altersarmut/
Nach dem aktuellen »Trust Barometer« der Beratungsagentur Edelman stellen 61 % der Bundesbürger das bestehende System in Frage – auch ein Zeichen für ihre Unzufriedenheit.

Heute ist der Weltglückstag

Natürlich hat der heutige Tag einen englischen Namen: Happiness Happens Day. Ins Leben gerufen wurde der HHD von der US-amerikanischen Secret Society of Happy People (SOHP). Und da sollte man sich fragen: Wie sieht es denn in meinem Leben mit dem Glück aus? Hier ein paar Denkanstöße aus meinen Aphorismen, die ich hier Tag für Tag veröffentliche:

Wie sehr sich doch die Frauen verändert haben: Früher war es für sie das höchste Glück, ihr neugeborenes Kind im Arm zu halten. Heute bekommen sie eine „postnatale Depression“.

Die Frau ist für den Mann das größte Abenteuer: Hat er ein Glückslos gezogen oder hat er sich den größten Ärger eingehandelt?

Willst du einen Tag glücklich sein, betrinke dich. Willst du drei Tage glücklich sein, nimm dir ein Weib. Willst du ein Leben lang glücklich sein, pflanze dir einen Garten.
(Chinesisches Sprichwort)

Glücklich ist, wer, obwohl benebelt von Hormonen, doch noch einen so kühlen Kopf behält, dass er den richtigen Partner findet.

Im Leben gibt es zwei ganz einfache Wege, unglücklich zu werden: Entweder du heiratest oder du bleibst ledig.

In der Kriegs- und Nachkriegszeit waren die Kinder wunschlos glücklich. Heute werden ihnen alle Wünsche erfüllt und sie nicht trotzdem nicht glücklich.

Das menschliche Glück besteht oft nur in etwas ganz Einfachem: Sich intensiv mit etwas beschäftigen, was Freude macht.

In einer Hinsicht ist das Leben jedenfalls gerecht: Das Glück ist ziemlich unabhängig davon, wie viel Geld jemand hat.

Das Traurige am Leben ist, dass fast alle Menschen echtes Glück nur kurz empfinden und es dann als Normalzustand betrachten, ohne dass sie sich es immer wieder bewusst machen würden.

Zufriedenheit in gutem Sinne ist Alltag gewordenes Glück, in schlechtem Sinne bedeutet das Wort Ergebenheit in einen Zustand, mit dem man sich nicht abfinden sollte.

Das Glücklichsein beruht auf zwei Faktoren: Man muss Glück haben und auch in der Lage sein, es auch zu empfinden.

Glücklich sind die Menschen, deren Paradies nicht immer irgendwo anders ist, sondern zu Hause.

Interessant wäre eine Studie darüber, wie viele Menschen wirklich glücklich sind und wie viele es sich nur einreden.Und genau so interessant wäre es, statistisch festzustellen, wie viele Menschen allen Grund hätten, glücklich zu sein, aber unfähig sind, dies auch zu empfinden.

Dass Geld nicht glücklich macht, kann man am besten auf Urlaubsreisen beobachten: Je ärmer ein Land ist, desto fröhlicher sind die Menschen.

Tagore sagt: Glücklich ist, wer keine Wünsche hat.
Ich meine: Glücklich ist, wer nur den einen Wunsch hat, dass alles so bleibt wie es ist.

Mach dir das bewusst, wenn du „nur“ zufrieden bist: Zufriedenheit ist langfristiges Glück.

Glücklich sein bedeutet nicht nur, Glück zu haben, sondern auch, dass man es sich immer wieder bewusst macht.

Viele Menschen sehen das Glück nur im „Glück haben“, übersehen dabei aber oft, dass das „glücklich sein“ wichtiger ist.

Du kannst noch so gescheit sein: Damit hast du keine Chance, glücklicher zu werden.

Manche merken erst, was Glück ist, wenn es vorüber ist.

Fühlst du dich wohl, so wie’s jetzt ist?
Dann freu dich, weil du glücklich bist.

Hast du schon mal probiert, wie glücklich es machen kann, andere glücklich zu machen?

Glück – Zufriedenheit (Weisheiten und Wahrheiten)

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Heute zum Thema Glück Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Fühlst du dich wohl, so wie’s jetzt ist?
Dann freu dich, weil du glücklich bist.
*
Hast du schon mal probiert, wie glücklich es machen kann, andere glücklich zu machen?
                                                                     H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Zufrieden sein ist große Kunst
Zufrieden scheinen bloßer Dunst,
Zufrieden werden großes Glück
Zufrieden bleiben Meisterstück
                                                             (Unbekannt)

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Die Deutschen: glückliche Jammerlappen?


Es ist ganz merkwürdig: Eine Zeit lang sprach man von „
German Angst“ und warf uns vor, wir seien zu pessimistisch, was nicht gut für die Wirtschaft sei. Dann hieß es, die Deutschen seien dauernd grundlos unzufrieden, obwohl es ihnen doch gut gehe: Sie fänden immer etwas zum Meckern.

Doch nun, kurz vor der Wahl, erfahren wir ständig, wie zufrieden, ja sogar glücklich die Deutschen sein sollen. Nach dem Glücksatlas der Deutschen Post (haben die Leute nicht anderes zu tun?) sind die Deutschen so glücklich wie seit 10 Jahren nicht mehr. Zum selben Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaft: Dank der robusten Konjunktur sind die Deutschen einer Studie zufolge so zufrieden wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Und weil die Konjunktur der Kanzlerin zugute kommt, erreicht sie im jüngsten ARD-Deutschlandtrend 55 Prozent Zustimmung. Soweit der Mainstream.

Jetzt macht allerdings der Weltglücksbericht Schluss mit dem Glück der Deutschen. Obwohl Deutschland wirtschaftlich gut da steht, stagniert es auf Platz 16 – hinter unter anderem den USA, den Israel und Costa Rica.

Nach Statistika sind zwar 62 % der Deutschen mit ihrem Leben zufrieden. Das sind nicht viele. Man fragt sich aber: Was ist mit dem Rest? 

Was das Glück anbetrifft, so muss man unterscheiden zwischen dem persönlichen Glück und der Zufriedenheit mit den politischen Verhältnissen. Beim Thema „Glück“ erinnere ich mich immer an einen Türkeiurlaub. Damals fand in unserem Hotel eine Tagung deutscher Managerinnen statt. Und diese fanden es völlig unerklärlich, dass die Türkinnen, die auf dem Weg zum Strand ihre Stände mit Handarbeiten aufgestellt hatten, dauernd so fröhlich lachten, während sie selbst keinen Grund fanden, etwas fröhlicher drein zu schauen. Man kann also in ganz bescheidenen Verhältnissen glücklich sein. Trotzdem kann man aber mit der politischen Situation ganz unzufrieden sein.
Und wer mit wachen Augen die Verhältnisse in unserem Land anschaut, muss völlig unzufrieden sein:

  • Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich immer mehr.
  • Die Einkünfte aus Vermögen werden geringer besteuert als die aus Arbeit.
  • Das hat es in Deutschland noch nicht gegeben, nämlich dass viele Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können.
  • Die prekären Arbeitsverhältnisse (Leiharbeit, Zeitarbeit…) werden immer mehr.
  • Immer mehr Menschen brauchen 2 Jobs, um über die Runden zu kommen.
  • Die Armut steigt, sogar bei den Kindern.
  • Der Mindestlohn ist nur ein Almosen und wird nur in der Hälfte aller Fälle auch tatsächlich beahlt.
  • Unsere Asylpolitik ist völlig verlogen, wie hier schon öfter beschrieben.
  • Die Menschen werden von der Politik bestohlen. Jeder Haushalt hat in den letzten 10 Jahren durch die Niedrigzinspolitik 20.000 Euro verloren.
  • Es gäbe noch vieles, was wir nicht hinnehmen wollen…

Sind Sie zufrieden?

Kann das sein, dass Bayern bei den Zufriedenheitswerten nicht an der Spitze liegt, sondern dass Hamburg mit 7,38 Punkten die glücklichste Region Deutschlands ist? Wo doch Ganghofer gesagt hat: „Wen Gott liebt, den lässt er fallen in dieses Land“? Damit hat er natürlich Bayern gemeint. Und schon die alten Römer haben festgestellt: „Extra Bavariam non est vita, et si est vita, non est ita!“ („Außerhalb Bayerns gibt es kein Leben, und wenn doch, dann ist es kein solches“). Und gerade hat auch unser Ministerpräsident amtlich festgestellt: „Bayern ist die Vorstufe zum Paradies.“
Wie erklären sich dann diese Zufriedenheitswerte? Ganz einfach: Sie stammen aus einer Umfrage der Post. Man fragt sich, wieso die ausgerechnet die Post solche Umfragen veranstaltet, obwohl sie von diesem Metier gar nichts versteht. Und da wundert uns nicht, wenn Bayern bei einer solchen Umfrage schlecht abschneidet, denn schließlich hat man uns einen Haufen Postämter gestohlen.