Schlagwort-Archive: Zölibat

Mein überraschender Topbeitrag

Ich finde es ja bei WP interessant, was den Besuchern meiner Seiten am besten gefällt. Und da wird mir gemeldet, dass ein fast 10 Jahre alter Blogbeitrag am meisten gelesen wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2012/06/25/kirche-stoert-13936228/
Und was Sie sonst hier noch lesen können:

Heute ist der Weltknuddeltag


Gut, das es diesen Tag gibt, denn bisher hatte ich noch nie etwas vom Knuddeln gehört. Mein Rechtschreibprogramm kennt es auch nicht, sondern unterringelt das Wort rot. Aber wir können uns schon vorstellen, was gemeint ist, nämlich dasselbe, was uns gerade vor kurzem schon näher gebracht wurde:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/06/machen-sie-mit-heute-ist-der-tag-des-kuschelns/
Ist es ein Zeichen unserer Zeit, dass immer wieder daran erinnert werden muss?

Na, wie sieht es bei Ihnen aus? Heute schon geknuddelt? Der Knuddeltag wurde erfunden, weil die menschliche Wärme und Zuneigung sogar in den Familien immer mehr abnehmen sollt. Und daher gibt es noch weitere Tage, die der Liebe gewidmet sind:
den Tag des Kuschelns (engl. Cuddle Up Day) am 6. Januar,
den Tag des Orgasmus am 9. Mai oder
den Internationalen Tag des Kusses (engl. International Kissing Day) am 6. Juli.

Wir leben heute in einer Bussi-Bussi-Gesellschaft. Seit die Luft bei der Erotik heraus ist, hat sich die Begrüßung mit Bussi links und Bussi rechts wie ein Virus in der ganzen Welt ausgebreitet. Brauchen wir da also wirklich noch einen Knuddeltag? Ich glaube: schon! Denn Knuddeln ist schon etwas mehr als ein bloßes Ritual. Ein bisschen menschliche Wärme soll doch mindestens dabei rüber kommen.

Wie sehr die Liebe abnimmt, zeigte schon einst die Mahnung des früheren Kardinals Wendel, der sich wegen der zunehmenden Zahl von Scheidungen Sorgen machte. Er forderte daher die Gläubigen auf, doch öfter vom „göttlichen Geschenk der Sexualität Gebrauch zu machen“. (Klingt doch gut?)
Was es doch in den Augen der Kirche für göttliche Geschenke gibt! Nach Benedikt XVI ist der Zölibat auch eines.

 

Unglaublich: 114.000 Missbrauchsfälle – Katholische Kirche: eine einzige Baustelle

In den Jahren !946-2014 hat es in der Katholischen Kirche die unglaubliche Anzahl von 114.000 Missbrauchsfällen gegeben. Und die Leute, die im Zölibat die Ursache für dieses Fehlverhalten sehen, müssen nun zur Kenntnis nehmen, dass es in der protestantischen Kirche genau so viele Missbrauchsfälle gegeben hat.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/114000-Missbrauchsopfer-in-katholischer-Kirche,missbrauch1718.html
Da fragt sich doch: Macht Kirche geil?
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/03/macht-kirche-geil/
Vielleicht hatte der Papst dies im Auge, als er von „Situationen der Anfälligkeit“ sprach und forderte, hier den Schutz von Minderjährigen und von Erwachsenen zu gewährleisten.
Aber dies ist nicht die einzige Baustelle für die Kirche:
https://autorenseite.wordpress.com/2012/06/25/kirche-stoert-13936228/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/12/wenn-nicht-die-juden-die-bibel-geschrieben-haetten-sondern-die-deutschen/

Nicht schon wieder! Missbrauch in der Kirche

Die chilenische Justiz ermittelt gegen 158 Geistliche und Laien, die in kirchlichen Einrichtungen arbeiten. Der Verdacht richtet sich auch gegen Bischöfe, die dutzendweise geschlossen zurück traten.
Was ich bei all den erschreckend vielen Missbrauchsfällen nicht verstehe, ist dies: Warum ist ausgerechnet die Kirche davon so betroffen? Es ist ja geradezu so, als ob eine Negativauslese ins Priesteramt kommt. Schuld an der Misere ist sicherlich auch der Zölibat, aber der muss ja nicht unbedingt zum Missbrauch führen. So weiß ich von einem Kloster, dass die Mönche es dort mit der Keuschheit nicht so genau nehmen, sondern ihre Freundinnen haben. Auch von vielen Priestern weiß man so etwas.
Es hat den Anschein, als ob das Priesteramt eine Anziehungskraft auf Pädophile und Homosexuelle ausübt. Das ist vielleicht damit zu erklären, dass sich Christen mit derartigen Neigungen als Sünder fühlen und dass sie ihren Drang mit dem Keuschheitsgelübde des Priesteramts in den Griff bekommen wollen. Dabei versagen sie dann aber oft.
Es wirft ein ganz schlechtes Licht auf die Kirche, dass sie in aller Welt von Massen an Missbrauchsfällen betroffen ist, während man von anderen Institutionen mit vergleichbaren Verhältnissen dergleichen nicht hört. So gibt es beispielsweise Jugendvollzugsanstalten, in denen ein Missbrauch sehr einfach wäre, jedoch ist hierzulande kein Fall bekannt geworden. Um so schlimmer steht die Kirche da. Wie sagte Jesus? „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“
Lesen Sie bitte auch hier das Wort zum Sonntag.

Unorthodoxe Gedanken

 

Verboten neu
Gerade hörte ich im Radio, die Fastenzeit sei die Zeit des Nachdenkens. Aber wenn ich nachdenke, kommen mir immer ganz unorthodoxe Gedanken:
Warum soll denn Gott eigentlich die Menschen erschaffen haben? Als Spielzeug gegen Langeweile? Und warum schuf er sie als Sünder, wenn er sich dann so darüber aufregen musste, dass er die ganze Menschheit mit der Sintflut vernichten musste und später sogar seinen Sohn opfern musste? Diesen Ärger hätte er doch als Allwissender voraus sehen müssen. Und warum ist er bei den Sünden überhaupt so übertrieben streng? Wegen eines läppischen Apfels hat er Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben. Das ist doch eine ganz unverhältnismäßige Strafe gewesen. Das sagten ihm nach den lesenswerten Apokryphen auch seine Engel, aber wollte halt nicht auf sie hören.
Übrigens fällt mir zum Stichwort „Fastenzeit“ ein, wie es früher einmal war: Da galt natürlich in diesen harten Wochen auch ein striktes Sexverbot. Wie hat sich doch die Kirche gewandelt! Kardinal Wetter forderte demgegenüber einmal die Eheleute auf, „doch öfter von dem göttlichen Geschenke der Sexualität“ Gebrauch zu machen. Er wollte damit der hohen Scheidungsquote entgegen wirken.
Anders sah das Papst Benedikt, der den Zölibat als göttliches Geschenk bezeichnete. Wiederum anders sehe ich das in dem Buch „Verbotene Zone“: Weil die Bibel darüber schweigt, lesen Sie u.v.a in einer Kurzgeschichte, wer den Menschen die Hormone eingegeben hat: Natürlich war es Luzifer persönlich!

Tipp für den Papst

Papst
Neulich habe ich mit Staunen festgestellt, dass die Scheidung in der Katholischen Kirche immer mehr durch die Hintertür eingeführt wird.
https://autorenseite.wordpress.com/2014/11/29/endlich-klammheimlich-scheidung-katholisch-19774364/
Und da ist mir eingefallen, dass die Kirche doch genauso beim Zölibat verfahren könnte. Sie befindet sich da ja in einem Dilemma: Wenn man liest, was führende Persönlichkeiten der Katholischen Kirche dazu gesagt haben, dann ist man nicht sicher, wie der Zölibat zu bewerten ist. Die einen bezeichnen ihn als Opfer, die anderen als Gottesgeschenk.
Ich bezeichne ihn als Missachtung von Gottes Gebot: „Seid fruchtbar und mehret euch!“ Und ich betrachte ihn als unmenschlich, weil einem jungen Menschen ein Gelübde abverlangt wird, dessen Folgen er für sein späteres Lebensalter gar nicht einzuschätzen vermag.
Der Papst könnte nun ein Zeichen der Menschlichkeit seiner Kirche setzen und den Zölibat etwas lockern, indem er sagt, dass in besonderen Fällen das Keuschheitsgelübde aufgehoben und die Eheschließung eines Priesters genehmigt werden kann. Und auf diese Weise könnte man den Zölibat so langsam aufheben wie viele andere strenge Gebote, die die Kirche außer Kraft gesetzt hat.
Wäre es nicht vernünftig, jeden Priester nach seiner Fasson selig werden zu lassen?
(Ursprungsnachweis: Das Wappen des Papstes stammt von Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Papstwappen)