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Der Mensch is a Sau

Unter dem obigen Titel habe ich schon zahlreiche Beiträge verfasst.
Müll und Verschmutzung von Natur und Städten nehmen immer mehr zu und die Kosten für die Beseitigung auch:
Die Städte und Gemeinden in Deutschland zahlen jährlich rund 700 Millionen Euro, um Parks und Straßen von Zigarettenkippen, To-Go-Bechern und anderen Einwegplastik-Produkten zu reinigen sowie öffentliche Abfallbehälter zu leeren und die Abfälle zu entsorgen. Davon entfallen allein auf die Entsorgung von Zigarettenkippen rund 225 Millionen Euro. Für die Entsorgung von To-go-Bechern aus Plastik fallen rund 120 Millionen Euro pro Jahr an.(https://www.bmu.de/pressemitteilung/einwegplastik-und-zigarettenkippen-in-der-umwelt-kosten-kommunen-jaehrlich-700-millionen-euro)
Ich habe ja hier schon öfter darüber geschrieben, wie alles immer schlechter wird. Das sieht man auch am Beispiel des Mülls. In meinen Altersweisheiten ist zu lesen:

Der Unterschied zwischen den Generationen: Ein altes Mütterchen steigt aus dem Bus und versucht, ihren Fahrschein in den Papierkorb zu werfen. Sie verfehlt ihn jedoch. Dann hält sie sich am Abfalleimer fest, bückt sich mühsam und hebt das winzige Papierstück auf. In diesem Augenblick fährt ein offenes Auto mit jungen Leuten vorbei. Einer wirft eine leere Bierdose hinaus, die genau an der Stelle landet, wo eben noch der Fahrschein lag.

Ja, es ist schon so: Wir Alten wurden zur peinlichen Einhaltung der Gesetze erzogen und so blieben Natur und Städte sauber. Heute sieht man das „locker“. Die Menschen merken nicht mehr, wie sehr sie andere entwürdigen, wenn sie ihnen zumuten, ihren Müll zu beseitigen. Jemand, der zur Rede gestellt wurde, sagte, er schaffe damit Arbeitsplätze.
Aber es ist eine harte Arbeit, die anderen zumutet, wie ich am Kölner Dom gesehen habe: Da beseitigten Arbeiter mit Schweißbrennern die schäbigen Kaugummiflecken vom teuren Granitpflaster.

 

Der Mensch is a Sau! Frau Schulze: Greifen Sie durch!

Ich fasse nun noch mal zusammen:

  • Was die Zigarettenkippen anbetrifft, sollte die Tabakindustrie verpflichtet werden, den Packungen kleine brandsichere Beutel oder Boxen anzuhängen, in denen die Kippen entsorgt werden können mit dem Appell: „Bitte halten auch sie die Umwelt sauber!“
  • Auch die Kaugummiproduzenten sollten zur Beifügung von solchen Entsorgungsmöglichkeiten verpflichtet werden. Überall kleben ja die hässlichen ausgespuckten Kaugummis und müssen derzeit noch mühevoll von Reinigungskräften mit Schweißbrennern entfernt werden. Auch hier wäre eine Abwälzung der Kosten auf die Kaugummiproduzenten notwendig. Die Ministerin sollte auch mal ein paar offene Worte an die „Saubären“ richten, die Kippen und Kaugummis in die Gegend werfen. Sie sollte diesen Menschen einmal klar machen, wie sehr sie jene entwürdigen, die ihre Hinterlassenschaften beseitigen müssen.
  • Und noch etwas sollte die Umweltministerin in ihre Bemühungen um mehr Sauberkeit einbeziehen: Eine Unsitte greift immer mehr um sich. Bei uns wird alles Mögliche mit irgendwelchen Reklameetiketten oder sonstigen Botschaften beklebt. Kein Laternenpfahl steht mehr bei uns ohne solche hässlichen Aufkleber. Hier sollte die Umweltschutzministerin auch endlich (!) eingreifen mit zwei Maßnahmen: Wer solche Aufkleber herstellt, hat für die geschätzten Beseitigungskosten zu haften. Und für die Aufkleber müsste gesetzlich bestimmt werden, dass deren Klebstoffe so hergestellt werden müssen, dass man diese Verunzierungen ganz einfach wieder abziehen kann.

Es wäre doch so einfach, gegen diese Umweltsünder etwas zu tun, und es kostet nichts. Warum tun Sie es dann nicht, Frau Schulze?
                                         

Der Mensch is a Sau!

So verschmutzt sieht es neben der Autobahn aus. Da kann man nur sagen: Der „Mensch is a Sau!“
So sang einst der Kabarettist Qualtinger. Und auch ich habe mich dieses Themas schon öfter angenommen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/07/01/der-mensch-is-a-sau-2/
https://autorenseite.wordpress.com/2016/03/30/der-mensch-ist-a-sau/
Neulich war ich in Köln und sah, wie Arbeiter mit Schweißbrennern die Kaugummis vom noblen Pflaster des Domplatzes entfernten. Was sind das eigentlich für Menschen, die andere so entwürdigen, dass sie diese auf den Knien ihren Dreck entfernen lassen?
In einer Stadt hat man zu Demonstrationszwecken alle Kaugummis markiert. Dabei hat man auf einer Strecke von 30 m 1500 Kaugummis gezählt.
Was man dagegen auf jeden Fall machen sollte, wäre die Einführung einer Kaugummisteuer. Es kann doch nicht angehen, dass der Steuerzahler die Beseitigung der ausgespuckten Kaugummis zu bezahlen hat. Man sollte die erforderlichen Kosten großzügig schätzen und als Steuer auf den Preis aufschlagen.
Dasselbe ist es übrigens mit den Zigarettenkippen. Wie sehen manche Strände aus: Da liegt man – wenn man nicht erst mal sauber macht – unappetitlicherweise auf Kippen, die andere im Mund gehabt haben, Pfui Teufel!
Alles wird immer schlimmer, weil die Menschen immer weniger Benehmen gelernt haben. Daher ist die Politik gefordert: Sie sollte die Zigaretten- und Kaugummihersteller zwingen, an ihre Packungen kleine Boxen anzuhängen, in die alte Kaugummis und Zigarettenkippen entsorgt werden sollen. Und wenn diese Boxen ein ansehnliches Pfand kosten, werden sie wohl auch benutzt und der Umwelt ginge es ein wenig besser.