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Der finsterste Landkreis Deutschlands: Traunstein

Schauen Sie sich mal diese Karte über die Inzidenzzahlen in Deutschland an:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/coronavirus-deutschland-lage-landkreis-34719184
Da gibt es nur noch einen Landkreis, der am dunkelsten gefärbt ist, während die anderen immer heller werden: In Traunstein ist es am finstersten. Wie kann es denn so was geben, wo doch in den Städten die Kontakt- und damit auch die Ansteckungsmöglichkeiten viel größer sind?
Ich habe versucht, das zu erklären in dem Beitrag:
Müssen sich die Traunsteiner schämen?

Corona: Das muss man unbedingt anschauen anschauen

Ich habe hier ja schon öfter geschrieben, dass wir bei Corona auf dem falschen Weg sind.
Wenn nun die Inzidenzzahlem steigen, so bedeutet das nicht unbedingt eine stärkere Ausbreitung von Covid 19, sondern das kann auch dadurch verursacht werden, dass der Druck zum Testen durch die Verschärfung der 3-G-Regel steigt, also mehr Menschen getestet werden. Richtig wäre es, wenn man aus den Tests die Prozentzahlen der Infektionen vergleichen würde.
Was ich bei der Diskussion über Corona vermisse, ist ein Vergleich mit der Hongkong-Grippe. Auch damals waren die Krankenhäuser voll, aber einen Lockdown oder eine 3-G-Regel gab es nicht.
Und was die Zahlen angeht, mit denen immer wieder argumentiert wird, schauen Sie sich bitte unbedingt dieses etwas längere, aber interessante Video an:
 

Corona: Trendwende?

Ich schaue mir jeden Tag die Landkarte mit der Verbreitung der Neuinfektionen an und schaue dabei insbesondere auf den Landkreis Traunstein, in dem ich wohne, den Landkreis Weilheim- Schongau und die Stadt München, wo die Kinder wohnen. Dass München doppelt so viele Neuinfektionen hat wie Weilheim-Schongau, leuchtet ein. Dass wir aber dreimal so viele haben, verstehe ich nicht: Wir müssten doch weniger haben als München, denn bei uns fahren die Menschen meist mit dem Auto zur Arbeit und nicht mit der U-bahn.
Jeden Tag habe ich mich gefreut, dass die Infektionszahlen überall nach unten gingen und ein Ende des Lockdowns absehbar war.

Aber heute bin ich entsetzt: In allen drei Regionen sind die Zahlen wieder gestiegen. Sind wir am Ende der Wirksamkeit des Lockdowns angekommen? Werden die Leute sorgloser und schlagen sie deshalb über die Stränge? Oder bewirken die Mutanten eine Umkehr des Abwärtstrends? Aber warum ist im Süden der Trend anders als im restlichen Deutschland? Liegt das vielleicht am Frühlingswetter?
Gerade hörte ich ein bezeichnendes Gespräch zwischen zwei Bauern: Der eine sagte besorgt: „Bei dem Winter, der bei uns ein Frühling war, in dem es keinen Bodenfrost gab, da werden die Schädlinge alle überleben.“
„Welche Schädlinge? Die sind doch alle vom Artensterben betroffen.“
„Aber Corona nicht!“

 

Corona: Da bin ich doch erschrocken

Hier wurde ja schon lange gefordert, dass die Gesundheitsämter aus Gründen der Transparenz nähere Zahlen darüber veröffentlichen, wo sich Corona wie stark verbreitet hat. Das hat man bisher offenbar aus Datenschutzgründen nicht getan, was ein großer Fehler war. Menschen wie ich dachten, dass man in einem Gebirgsdorf wie hier Bergen in klarer Gebirgsluft mit wenigen Menschen auf den Straßen ungefährdet einigermaßen coronafrei leben kann. Das erweist sich jedoch auf Grund der nun endlich veröffentlichten Zahlen als Irrtum: Wir haben im kleinen Bergen 29 Coronafälle und die nahe Stadt Traunstein ist nun sogar zum Rekordhalter in Deutschland geworden:
https://www.suedost-news.de/region-und-lokal/regionales-traunstein/traunstein_artikel,-59-neuinfektionen-und-weiterer-coronatodesfall-im-kreis-traunstein-inzidenz-steigt-auf-bundesweiten-_arid,599209.html

Corona: Falsche Zahlen?


Wir haben ja schon bei uns schon zwei Rechenfehler im Zusammenhang mit der Corona-Krise erlebt, einen davon von unserem Gesundheitsminister.
Aber auch aus China hörten wir unterschiedliche Zahlen: Mal gab es weniger Tote in Wuhan und dann doch mehr.
Und so fragen wir uns, ob es eine „kreativer Buchführung“ geben wird, wenn es von der Zahl der N
euinfektionen abhängt, ob ein Land oder eine Stadt sich abschotten muss.
Wie sieht so eine kreative Buchführung im Gesundheitswesen aus? Ich kann mich an zwei Fälle erinnern:
Die Kliniken sind natürlich bestrebt, bei Krebsbehandlungen eine schöne Erfolgsstatistik vorweisen zu können, und so starben die Patienten früher eben nicht an Krebs, sondern an Lungenversagen oder Kreislaufkollaps
usw., bis dann geregelt wurde, dass als Krebs verstorben jeder gilt, der innerhalb von 5 Jahren gestorben ist.
Ein anderer Fall ist mir von einem verseuchten See bekannt, dessen Ruf man nicht schädigen wollte. Daher entnahm das Gesundheitsamt
die Wasserproben in aller Frühe, als der See noch nicht von Badenden aufgewühlt war. Bei späteren Probeentnahmen hätte das Baden verboten werden müssen.

Um nun auf Corona zu kommen: Da kann man gründlich sein und viel testen. Dann hat man natürlich mehr Fälle, als wenn man nicht so genau hin schaut.
Wie kreativ man zählen kann, sehen wir gerade am Beispiel Russland. Die dort veröffentlichten Zahlen glaubt im Westen kein Mensch.

Corona: Auch Sie kommen dran!

Zur Zeit leben wir mit zwei Illusionen:
Wir glauben, dass bei uns die Corona-Grippe nur halb so schlimm ist wie anderswo, weil wir viel weniger Opfer haben. Aber vielleicht stimmen ja unsere Zahlen nicht wie so vieles andere auch:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/03/28/corona-virus-werden-wir-bei-der-zahl-der-toten-belogen/
Wir glauben weiter, dass die Corona-Grippe so wie andere Grippen auch demnächst wieder verschwindet. Wir wissen aus Erfahrung zwar, dass es eine Grippezeit gibt und dass diese mit den warmen Frühlingstagen endet. Richtigerweise sollte man aber statt Corona besser sagen: COVID-19, denn diese Krankheit ist anders als die normalen Grippen. Wir sehen am Beispiel Australien, dass sich Corona dort trotz sommerlicher Temperaturen genauso ausbreitet wie auf der nördlichen Halbkugel in der „Grippezeit“.
Corona wird bei uns also weiter wüten und deshalb sprechen vorsichtige Virologen auch nur davon, dass man die Ansteckungsprozesse verlangsamen müsse, damit die Krankenhäuser nicht überlastet werden.
Wir müssen also weiter darauf warten, dass ein Impfstoff gegen diese Krankheit gefunden wird. Nach Meinung der Experten ist dies nicht vor Jahresende zu erwarten. So könnte sich also Corona weiter ausbreiten, bis genügend Menschen infiziert und dann immunisiert sind, d.h.: Es müssten wohl mindestens 60-70% der Bevölkerung erkranken.
So gesehen hat jeder von uns eine „Chance“, dabei zu sein. Das wird die Politik am 20.4. merken, wenn sie über weitere Maßnahmen beschließen will.

Sind die Skandinavier und Briten gescheiter als wir Deutschen?

Diese Länder haben ja beim Euro nicht mitgemacht und das aus gutem Grund. Der Euro kommt uns nämlich teuer zu stehen, wie wir gerade sehen. Wenn wir den Euro nicht hätten, hätten wir nicht ein Rettungsprogramm nach dem anderen starten und und keinen Rettungsschirm aufspannen müssen. Die Griechen hätten alleine schauen müssen, wie sie zurecht kommen, und das wäre heilsam für sie gewesen. Sie hätten dann ihre Krisenherde beherzt angehen müssen.
Nun aber sind sie böse auf uns, weil wir nicht genügend hergegeben haben. Kein Wort des Dankes dafür, dass jeder Deutsche nun rechnerisch Schulden von 1000 Euro hat, die jedoch von den besser verdienenden Berufstätigen bezahlt werden müssen, so dass diese also tatsächlich in etwa das Fünffache dieser Summe trifft (s. den Beitrag unten).
Und dazu fällt mir halt auch gleich noch ein Spruch zum Tag ein: Wer etwas geschenkt bekommt, denkt selten darüber nach, dass das Geschenk für den Spender vielleicht ein großes Opfer bedeuten könnte. Er glaubt vielmehr meistens: der hat genug und kann ruhig ein bisschen hergeben.

Wie sich die Großen um die Strafe herumdrücken

Zwar hat es die Deutsche Bank kürzlich hart getroffen. Sie muss wegen Zinsmanipulationen auf Grund eines Vergleichs mit den amerikanischen und britischen Behörden 2,5 Mrd. Dollar Strafe zahlen. Ich frage mich nur: Warum haben nicht auch deutsche Ermittler zugeschlagen und warum muss Die Bank nicht auch an uns zahlen? Auch Deutschland wäre ja zuständig für eine Bestrafung, denn die Zinsmanipulationen dürften sich auch hier ausgewirkt haben. Deutschland dürfte also auch ein Tatort sein, der unser Eingreifen rechtfertigen würde. Aber die deutschen Behörden sagen vielleicht: Wenn die Amis schon so hart zugelangt haben, brauchen wir es nicht auch noch zu tun. Vielleicht ist da ja auch hinter den Kulissen ein wenig nachgeholfen worden. Leider sehen wir also von der hohen Geldstrafe keinen Cent.
Ähnlich verhält es sich bei den hohen Bußgeldern, die das Kartellamt verhängt. Wenn wir uns freuen, dass diejenigen mal hart bestraft werden, die die Preise manipulieren, dann haben wir uns zu früh gefreut. Bei hohen Geldbußen wird wird ganz einfach die betroffene Firma umstrukturiert und unser Staat „schaut mit dem Ofenrohr ins Gebirge“, bekommt also nichts. Wie heißt es so schön? Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen.“

Gratisessen im Bundestag?

Ich sah gerade Bilder von der letzten Bundestagsdebatte. Dabei wurde auch ein üppiges Buffet gezeigt, bei dem die Abgeordneten kräftig zugriffen. Auch sieht man bei den Kabinettssitzungen immer wieder ganze Batterien von Getränkeflaschen vor den Ministern stehen. Wie ich die Verhältnisse bei uns einschätze, ist das alles für die Mitglieder des „Hohen Hauses“ umsonst. Wenn ja, wieso eigentlich? Warum müssen die meisten Schulkinder für ihr Essen und ihre Getränke bezahlen, die Abgeordneten mit ihrem hohen Einkommen aber nicht? Wahrscheinlich würde eingewandt, der Aufwand fürs Kassieren wäre zu hoch. Aber was kostet schon ein Sparschwein, in das der überwiegende anständige Teil der Abgeordneten sein Scherflein einwerfen könnte. Nur Leute wie Özdemir würden wie beim Hasch und den Bonusmeilen einen Weg finden, sich auch hier um ihre Pflichten herum zu drücken.
(Mir ist der Mann inzwischen so zuwider, dass ich in ein anderes Programm zappen muss, wenn er auf dem Fernsehschirm erscheint. Ich bin halt leider so sensibel.)
Wie schön wäre es, wenn ein Abgeordneter einen giftigen Kommentar zu diesem Blog schreiben würde nach dem Motto: „Was denkst du eigentlich von uns? Natürlich zahlen wir!“

Missbrauch und Papstwahl

Während Kardinal Mahony aus Los Angeles im Konklave in Rom sitzt, zahlen er selbst, seine Erzdiözese und ein früherer Priester insgesamt zehn Millionen Dollar – im Gegenzug werden Vorwürfe in einer Missbrauchsaffäre nicht weiter verfolgt. Haben die denn nicht vorher schon 500 Millionen Dollar bezahlt? Sogar bei der Papstwahl wird also die Kirche von ihren Verfehlungen verfolgt.
Und was tut sich bei uns? Uns wurde die baldige Aufarbeitung der Missbrauchsfälle versprochen. Aber stattdessen hatte man den Aufklärer Pfeiffer entlassen. Seitdem warten wir, aber wohl vergeblich, denn eines Tages ist das Problem in Vergessenheit geraten.
Was ich bei den Missbrauchsfällen vermisst habe, ist eine echte Reue der Kirche. Was geschieht denn schon? Sie zahlt mit dem Geld, dass fromme alte Mütterchen in den Klingelbeutel geworfen haben. Das tut nicht weh.
Aber stellen Sie mal vor, der Orden, der für die Missbrauchsfälle im Canisius-Gymnasium verantwortlich ist, würde eine spektakuläre Bußaktion starten, indem er sich an der Straßenreinigung beteiligt, eine Armenküche eröffnet… Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Aber so bietet die Kirche, die nur aufschiebt und zögernd wenig zahlt, ein trauriges Bild. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“, hat Jesus einmal gesagt. Ob man nicht diese Stelle beim dauernden Soften der Bibel („Teufel, Teufel! Das Buch der unfrommen Geschichten“) auch noch streicht?