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Wollust und Sex

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Die Sprache ändert sich laufend und die neuen Begriffe bezeichnen etwas anderes als das frühere deutsche Wort: Aus Kindern sind Kids geworden, aus Backfischen Teenager und auch das Wort „Wollust“ klingt heute mehr nach Literatur als nach dem wirklichen Leben. Laut Duden wird es nicht mehr häufig gebraucht und gehört der gehobenen Sprache an. Heute redet man von Sex. Die „Wohllust“, wie sie ursprünglich hieß, bezeichnete also eine Lust, die einem wohl tut. Das ist ganz etwas anderes als Sex, der wohl eher den Abbau aufgestauter Energien in den unteren Körperregionen meint. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Wollust zu den sieben Todsünden gehört, die nach der Kirche zur ewigen Verdammnis führen sollen, während der Sex einen biologischen Vorgang bezeichnet – frei von Moral und Religion. „“Eigentlich schade!““ sagte neulich eine ältere Dame: „Da macht es doch heute nur halb so viel Spaß, wenn der Reiz des Verbotenen fehlt.“
Übrigens hatte man schon in der Antike über den Zusammenhang zwischen Wollust und Tugend nachgedacht: Beispielsweise erhob Plinius der Ältere den Elefanten zum Symbol der Tugendhaftigkeit, weil er höchstens alle zwei Jahre ganz ohne Freude im Verborgenen Sex hatte, allerdings nur, um Nachwuchs zu zeugen. Mann und Frau sollten den edlen Tieren nacheifern, wünschte sich Plinius. Auch Seneca forderte, der Wollust dürfe nur zur Zeugung nachgegeben werden. Der Hl. Augustinus, der Frau und Kind sitzen ließ, hatte dann offenbar Gewissensbisse und griff diese Ideen für die Religion wieder auf.
Um die gute alte Wollust, noch dazu in einem Nonnenkloster geht es hier.
Auf dieser Seite gibt es eine Leseecke, auf der gelegentlich ein neuer Text eingestellt wird. Auch dort gobt es Geschichten mit Sex.

Krimi oder Kochbuch: Und was lesen Sie?

Die „Salzburger Nachrichten“ schreiben, dass in Österreich Tag für Tag hundert Kochbücher und Krimis heraus kommen und fügen hinzu:
„Betritt man heutzutage eine Buchhandlung, gibt es eigentlich nur noch zwei große Regale: Kochen und Krimi. K. u. k. Im einen Regal geht es um die Menage, im anderen um Mord. Dazwischen gibt es nichts mehr.“ Zu ergänzen wäre noch, dass „Sciencefiction“ auch noch einen breiten Raum einnimmt.
Mich stimmt das traurig. Ich habe zwar nichts gegen diese Bücher. Ich finde es verständlich, wenn jemand sich vom Tagesstress erholt, indem er abends mit einem Krimi die Themen aus seinem Kopf vertreibt, die ihn belasten. Nur: Wenn die erwähnten Arten von Büchern überhand nehmen, wird es bedenklich. Die Seele eines Menschen funktioniert so ähnlich wie der Magen: Man sollte nichts hineinstopfen, was schadet.
Wie wäre es denn, wenn Sie es einmal mit einem Lesestoff völlig anderer Art versuchen? Klicken Sie doch bitte mal hier herein. Vielleicht finden Sie hier die richtige Anregung.

Kein Buch für jeden

Verbotene Zone
http://www.neobooks.com/werk/37110-verbotene-zone.html

Ich habe ja hier vor einiger Zeit mein eBook angekündigt:
Daraufhin fragten mich etliche Besucher, wann es denn endlich erscheint. Also, Leute, am 25.10.2014 ist es so weit. Dann startet der Verkauf bei Neobooks ganz unspektakulär – also ohne Brimborium, aber mit einer Aktionsphase.
Ich habe mich bemüht, ein Buch zu schreiben, dem das Schicksal vieler Bestseller oder vieler Werke von Nobelpreisträgern erspart bleiben möge: Die werden zwar oft gekauft, aber nicht oder nicht ganz gelesen:
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/shades-of-grey-nach-donna-tartt-was-amazon-kindle-nutzer-lesen-a-981336.html
Auch ich habe zu meinem Geburtstag einen Bestseller bekommen: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Klingt lustig, aber vielleicht habe ich ja keinen Humor. Ich habe mich durch die 431 Seiten gequält eingedenk des Spruchs meiner Mutter: „Was auf den Tisch kommt, wird aufgegessen“. Nun erhole ich mich bei Stefan Zweig.
Und jetzt frage ich mich: Wie wird so ein Geschreibsel ein Bestseller? Mein Buch wird sicher keiner, denn es wendet sich an Menschen, die sich beim Lesen nicht nur unterhalten wollen, sondern auch etwas zum Nachdenken wünschen.