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Schlimme Nachricht: Darf so etwas ein?

Das ist ja ganz unglaublich, was man gestern in den Nachrichten hörte: Die Corona-Pandemie hat viele New Yorker so arm gemacht, dass jeder 4. von den Tafeln ernährt werden muss. Und immer mehr Menschen werden aus ihren Wohnungen hinaus geworfen, weil sie die Miete nicht mehr aufbringen können.
Manchmal frage ich mich, ob uns die USA nur voraus gegangen sind und wir auch dort landen. Auch bei uns steigt die Zahl der Tafelbesucher ständig: Derzeit werden 1,65 Menschen dort ernährt:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/08/deutschland-stuerzt-ab-11/
Was für eine Misswirtschaft! Da fliegen die Menschen zum Mond, sind aber unfähig, den Bürgern ein Einkommen zuzubilligen, das ihnen eine ausreichende Ernährung sichert. Und keiner regt sich auf, solange er nicht dazu gehört.

Das darf doch nicht wahr sein

In den Salzburger Nachrichten las ich, dass es im Land Salzburg Orte gibt, in denen 40% der Wohnungen unbewohnt sind. Wie sieht es da wohl bei uns aus? Natürlich gibt es auch bei uns vor allem im Osten Orte, die von der Landflucht betroffen sind.
Aber wie sieht es in den Städten aus? In Zeiten wie diesen, in denen es für Erspartes keine Zinsen gibt, investieren viele in Immobilien. Manche davon werden vermietet, andere stehen als bloße Spekulationsobjekte leer. Sollte da nicht neben der Zweitwohnungssteuer eine erhöhte Steuer für Leute eingeführt werden, die noch mehr unvermietete Wohnungen besitzen? Und bräuchten wir nicht eine saftige Leerstandssteuer für Orte, wo Mietwohnungen Mangelware sind?
Die Wohnungsbesetzungen der letzten Zeit zeigen doch deutlich. dass hier Handlungsbedarf besteht-

Die Demokratie geht kaputt: Am Volk vorbei regiert. – Alarmzeichen: Das Volk geht auf die Straße

Im Staat ist etwas nicht in Ordnung, wenn das Volk auf die Straße geht wie nun wegen der Wohnungssituation. Nicht nur dies ist ein Alarmzeichen für die Demokratie, sondern insbesondere das Erstarken der AfD. Es ist nicht so, dass Deutschland nach rechts rücken will, sondern zwei Drittel der AfD-Wähler geben dieser Partei nur aus reinem Protest ihre Stimme.
Was die Mietpreise angeht, die das Volk auf die Straße getrieben haben, fragt man sich, ob wir blöder sind als die Österreicher, wo nicht nur die Renten um 400 Euro höher sind als bei uns, sondern der Wohnraum sogar in Wien bezahlbar ist, weil es dort viele Sozialwohnungen gibt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Bei uns hat man die Sozialwohnungen den Kapitalisten zum Fraß vorgeworfen – als unerschöpfliche Geldquelle, denn bei uns hat sich ein Krebsgeschwür ausgebreitet: die hemmungslose Geldgier gepaart mit einem Lobbyismus, der die Fäden der Marionetten in der Hand hält. Mit diesen fast mafiösen Strukturen hat man den Staat fest im Griff und kann die Bürger schröpfen.

Ein treffendes Beispiel ist die Post: Die guten alten beamteten Postboten wurden durch billige Zusteller ersetzt, deren Löhne immer weiter gedrückt werden:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Trotz-Boom-im-Onlinehandel-Paketzusteller-verdienen-weniger-4365659.html
Für die Bürger haben sich keine Vorteile ergeben, nur für die Leute, die ihr Kapital mehren wollen.
Wenige Kapitalanlagen haben mehr abgeworfen als dieser „Postraub“. Und nun fahren statt einem Postauto bei uns 6 Paketzusteller herum, die die Umwelt belasten und den Verkehr verstopfen. Was für ein Wahnsinn!

Noch sind die Deutschen Gutmenschen, aber…

… bald wird die Stimmung umschlagen. Die Ministerpräsidenten haben gerade darüber gesprochen, dass leerstehender Wohnraum beschlagnahmt werden müsse, um die Flüchtlinge unterzubringen. Da gab es natürlich sofort energischen Protest. Noch weiter ging der Bürgermeister von Kühlungsborn: Er drohte, Ferienwohnungen zu beschlagnahmen.
Und es gibt ja noch die vielen Zweitwohnungen, die man den Flüchtlingen zur Verfügung stellen könnte. Im Focus von 2009 stand: In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Zweitwohnungen um 30 Prozent auf 1,1 Millionen gestiegen. Nun aber haben wir wegen der Grundstücksspekulation noch viel mehr. Da hätten wir im Nu alle Flüchtlinge untergebracht, abgesehen davon, dass wir fast eine Million Ferienwohnungen haben.
Bald wird es wahrscheinlich viel Streit geben. Provisorische Unterbringungen in Turnhallen und Zelten werden die Flüchtlinge auf die Dauer nicht hinnehmen. Und wenn erst ein harter Winter kommt, dann wird die Politik die Notbremse ziehen müssen und wir fragen uns, wie die wohl aussehen wird.