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Zitat zum Tag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Das Leben ist so einfach geworden: Mit Fernsehen, Shoppen und Reisen kriegt man die paar Jahre schon rum.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

 

Eheregel für Männer

Seit meiner goldenen Hochzeit denke ich darüber nach, warum meine Ehe eigentlich immer noch funktioniert . Und da bin ich auf diese Weisheit gestoßen:
„Unbedingter Gehorsam des Ehemannes ist die Grundlage einer guten Ehe.“
Als ich mir gerade etwas auf die Entdeckung dieser Weisheit einbilden wollte, las ich, dass die Franzosen dies schon seit langem in einem Sprichwort viel besser ausgedrückt haben, indem sie sagen:
«Que femme veut, Dieu le veut.» (Was die Frau will, das will Gott)
Und dann habe ich mich hingesetzt und diese grundlegende Erkenntnis in einem Gedicht nieder geschrieben:

Hochzeitsgedicht
(Von einer kleinen Brautjungfer mit unschuldigem Augenaufschlag nach der Trauung aufzusagen)
Beugt sich ein Mann dem Ehejoch
Dann hat er eine Chance noch:
Er tue stets, was ihm befohlen,
Sonst wird ihn gleich der Teufel holen.

Weil leider viele Männer diese Weisheit nicht begreifen wollen, und nach dem Motto leben wollen: „Der Herr im Haus bin ich!“, habe ich zusätzlich noch einen kostenlosen Eheratgeber für Männer geschrieben. Schauen Sie doch mal rein, wenn Sie ein Mann sind und Fragen oder Probleme haben.
Auf keinen Fall sollte ein Mann heiraten, bevor er sich diesen Ratgeber zu Gemüte geführt hat.
Übrigens: der Eheratgeber ist keine für Frauen geeignete Lektüre und daher mit eine speziellen Sicherung gegen Leserinnen ausgestattet.

Gedicht zum Thema „Weisheiten und Wahrheiten“

        

       Das Werk

Es war nicht nur so hingeschmiert,
Du hast dich gründlich konzentriert
Und lange vorher nachgedacht,
Eh’ du es zu Papier gebracht.
Dann ließt du es zunächst noch ruh’n –
Du hattest anderes zu tun.
Nach ein, zwei Wochen denkst du dran
Und schaust dir dein Geschreibsel an:
Dann fragst du dich beim Wieder-Lesen:
Bin ich denn wirklich der gewesen,
Der alles das geschrieben hat?
Dir bleibt die Luft weg – du bist platt.
Doch hast du Grund, dass du dich freust,
Weil es nichts gibt, was du bereust:
Alles das, was du geschrieben,
Ist – Gott sei Dank – bei dir geblieben.
Dort wirst du sorgsam es verwahren.
Dann wirfst du’s weg – nach ein paar Jahren.

(Mehr Gedichte in der „Fundgrube„)

 

Weisheit

„Ist es nicht merkwürdig, dass wir diejenigen als Weise ansehen, deren Leben sich aber kaum einer zum Vorbild nimmt: Laotse, Konfuzius, Diogenes…“
H. Pöll, Autor

 

  Weisheit

Jesus und Konfuzius
Lehrten, wie man leben muss.
Es hat auch andere gegeben,
Die zeigten uns mit ihrem Leben:
Glücklich lebt man auf der Welt
Keinesfalls mit sehr viel Geld.
In Armut haben sie gelebt
Und keinen Reichtum angestrebt.
Doch konnten sie mit solchen Lehren
Nur ganz wenige bekehren.
Vorbild von heute sind heute die Reichen.
Luxus will das Volk erreichen.

 

Voltaire und ich

Gerade lese ich bei Voltaire:
„Wir leben in einer Welt, in der wie nie zuvor das Wissen die Weisheit verdrängt hat.“
Und da fällt mir ein, dass ich ganz unabhängig von dem berühmten Philosophen eine ähnliche Weisheit entdeckt habe:
In meinem Buch „Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt“ habe ich geschrieben::
„Zwar hat das Wissen der Menschheit gewaltig zugenommen, aber proportional dazu hat offenbar das Grundwissen darüber, was man zur Bewältigung seines Lebens braucht, abgenommen.“
Es ist schön, wenn man sich mit so einem großartigen Geist wie Voltaire einig ist. Ich habe ja noch mehr Weisheiten aufgeschrieben, aber auch wenn diese auch noch beherzigenswert wären, würde ich nie die Bekanntheit eines Voltaire erreichen, denn die Menschen schauen weniger auf das, was einer sagt als vielmehr auf das, wer es gesagt hat.