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Der Mensch is a Sau

Dies ist nun schon der 14. Beitrag zu diesem Thema:
Eigentlich bin ich bei meinen Bergwanderungen immer überrascht, wie sauber die Natur ist. Es kommt kaum vor, dass man ein weg geworfenes Bonbonpapier oder Taschentuch findet. Aber bei meiner letzten Almwanderung über die Rachl- und Hefter-Alm war ich entsetzt, was ich da sehen musste: Der ganze Weg war mit so scheußlichen Pfeilen besprüht, und zwar nicht nur an den Abzweigungen, sondern auch dauernd unterwegs, wo man den Weg sowieso nicht verlassen konnte.
Und was das Unglaubliche war: Man hat nicht nur den Weg besprüht, sondern auch noch an den Bäumen Plastikstreifen aufgehängt:

Mir ist rätselhaft, was das soll, wenn man schon den Weg mit Pfeilen verunziert hat. Ich habe mich bei den Gemeinden bemüht, heraus zu bringen, wer für so etwas verantwortlich ist. Seltsamerweise wusste man das nicht.

Aber das sind nicht die einzigen Verschandler der Berge. Auch die EU unterstützt so einen Unsinn, indem markierte Wege mit hässlichen gelben Bemalungen zusätzlich gekennzeichnet werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/11/30/verunstaltung-der-alpen/

 

Schlimm sieht’s aus in unseren Wäldern

Über dieses Thema habe ich ja schon berichtet: Schlimm sieht’s aus in unseren Wäldern

Und jetzt, wo das Pfingstfest naht, ist man in Inzell noch nicht einmal dazu gekommen, die beliebtesten Wanderwege frei zu bekommen:

So sieht ein beliebter Zugang zu den Almen aus: gesperrt.
Und am Inzeller Kienberg sind turnerische Fähigkeiten gefragt – kein Weg für Normaltouristen.

Und schauen Sie auch hier;
https://www.pnp.de/lokales/berchtesgadener_land/3291026_Gefahr-an-beiden-Hausbergen.html

Der Unsinn der Weitwanderwege

Ich steige gern auf meinen Hausberg, den Hochfelln, der direkt vor meinem Fenster steht. Über diesen schönsten Aussichtsberg des Chiemgaus verlaufen etliche Weitwanderwege Der europäische Weitwanderweg, dessen deutscher Teil von Bad Reichenhall ins Oberallgäu führt, der Maximiliansweg, die Via alpina und wohl noch einige, die ich nicht kenne.

Warum zu diesen schon zu zahlreichen Wegenetz noch der SalzAlpensteig dazu kommen musste, vermag ich nicht recht einzusehen. Noch weniger einsehen kann ich, was es dem hiesigen Tourismus bringt, wenn wirklich sich einige wenige Wanderer entschließen sollten, diesen Weg zu gehen. Dass die EU die Einrichtung dieses Weges auch noch unterstützt hat, lässt einem die Zornesader anschwellen: Reine Verschwendung von Steuergeld, denn so ein Weg ist in der Zeit von Smartphone und Apps überflüssig.

Das Schlimmste am Salzalpensteig ist aber dies: Auf den Hochfelln führt ein gut angelegter Bergsteig. Markierungen sind also überflüssig, denn man kann sich nicht verlaufen. Weder der Alpenverein noch diejenigen, die die bisherigen Wanderwege eingerichtet haben, sahen einen Anlass, ihre Wege zu markieren. Nur an Abzweigungen zeigen Schilder den richtigen Wegverlauf an. So gibt es schon einen Schilderwald:

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Anders ist es beim SalzAlpensteig: Da hat man nun plötzlich die Steine und Felsen am Wegesrand mit scheußlichem Gelb beschmiert. Haben die Leute denn überhaupt keinen Respekt vor der Natur? Da man sich, wie gesagt, auf dem Anstieg zum Hochfelln nicht verlaufen kann, war dieses Beschmieren des Gesteins völlig überflüssig. Anscheinend soll das ja auch nicht der Orientierung, sondern der Werbung dienen. Oder rechnet man mit so blöden Wanderern, denen man dauernd wieder versichern muss, dass sie auf dem rechten Wege sind?
Lesen Sie bitte auch „Bayern kaputt„.