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Lindner startet mit üblem Fauxpas in den Wahlkampf

Wir sind es ja gewohnt, dass Politiker den Mund zu voll nehmen. So ist es auch bei dem Wahlkampfslogan der FDP: „Nie gab es mehr zu tun!“
Doch, Herr Lindner, es gab schon mehr zu tun: Unsere alte Generation hat das am Boden liegende Deutschland wieder aufbaut. Verglichen damit stehen wir heute vor „Problemchen“.
Mit Ihrem Slogan desavourieren Sie die gewaltigen Aufbauleistungen der alten Generation. Sie haben allen Grund sich dafür zu entschuldigen!

„Raus aus der Scheiße!“

Wenn nun der Wahlkampf beginnt, werden wir mit nichts sagenden Schlagworten bedient, wobei die Parteien austauschbar sind: Wer ist nicht für „Aufbruch“, mehr UImweltschutz, usw. Ich sehe schon die großkopfigen Aufnahmen von Politikern mit Floskeln, die uns langweilen.
Manchmal wäre ich gerne Wahlkampfmanager. Dann würde ich eher auf das setzen, mit dem die Menschen von heute ansprechbar sind: auf Provokation.

Als Beispiel würde ich für eine Oppositionspartei ein Plakat machen mit der Aufschrift:
„Endlich raus aus der Scheiße!“ (Die Lage, in der wir uns befinden, erfordert einen drastischen Weckruf und keinen harmlosen Wakeup-Call à la Söder)) Und darunter würde ich schreiben, dass die Regierung unfähig war, die Pandemie zu bekämpfen: Während Portugal durch einen kurzen harten totalen Lockdown den Inzidenzwert von 900 auf 30 gesenkt hat und nun zu einem normalen Leben zurück gekehrt ist und die Chinesen auch schon wieder tanzen, leiden wir seit über einem Jahr an der verschlafenen Politik. An allen Ecken und Kanten hat es gehapert: am harten Lockdown, an der Beschaffung von Impfstoffen, von Schutzkleidung, von Masken…

Wenn man in seinem Leben viel erlebt hat, staunt man auch über die Veränderung der Sprache, der ich hier mehrere Beiträge gewidmet habe.
Dabei bemerke ich einen Trend zur Fäkalsprache. Es fing ja ganz harmlos an, indem man das frühere Unwort „geil“ als Modewort für „toll“ benutzte. Und nun hört man Redensarten wie „Fick dich ins Knie!“ usw.
Selbst unter Politikern ist es üblich, dem Gegner (und sogar der Gegnerin!) vorzuwerfen, er habe „keine Eier“. Greift man damit die Entmannung des Mannes auf?

Das Wort „Scheiße“ ist zur normalen Bezeichnung für „schlecht“ geworden. Und so deutlich muss man es auf den Wahlplakaten der Opposition auch ausdrücken. Da werden die Leute kurz stutzen und dann finden: Eigentlich haben die Recht.

Angst vor der AfD?


Die beiden großen Parteien scheinen das „Muffensausen“ zu bekommen, wenn man die letzten Äußerungen aus Kreisen der CDU und SPD hört: Gemeinsam stellen sie die AfD als verfassungswidrige Partei hin.
Ja, wenn das so sein soll: Warum stellen sie dann keinen Verbotsantrag? Weil sie genau wissen, dass sie wissentlich Falsches verbreiten. Schade nur, dass die öffentlich-rechtlichen Sender die Feststellung der beiden Volksparteien in den Nachrichten übernahmen, ohne darzustellen, worin denn die Verfassungswidrigkeit der AfD liegen soll.
Da gibt es doch einiges zurecht zu rücken. Zunnächst einmal: Die beiden großen Parteien sind die größten Verfassungsfeinde:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Völlig daneben mit seinem Urteil über die Verfassungswidrigkeit der AfD liegt ausgerechnet Justizminister Maas. Er gibt dazu viel Nebulöses von sich. Aber um einen Punkt herauszugreifen, in dem er konkreter wird: Er meint, dass mehrere der anti-europäischen Ziele der AfD gegen Artikel 23 des Grundgesetzes, der sich ausdrücklich zur europäischen Integration bekenne, verstoßen würden.
Also, Herr Maas: Muss man Ihnen wirklich erklären, dass es in einer Demokratie erlaubt sein muss, über eine Änderung des Grundgesetzes zu debattieren, ohne als Verfassungsfeind hingestellt zu werden?
Abschließend eine Bemerkung: Ich bin kein Freund der AfD, aber ich bin für einen fairen Wahlkampf. Und Sie, Herr Maas, sollten es als Justizminister auch sein..

Dreckschleuderwahlkampf

Es ist schon merkwürdig, was nun kurz vor der Wahl alles ausgegraben wird. Da liest man, was die Kanzlerin bei der FDJ getrieben haben soll oder in einem Betriebsrat. Es fehlen nur noch Äußerungen ihrer früheren Mitschülerinnen darüber, was sie einmal vielleicht gesagt haben könnte. Was soll das? Selbst wenn sie in ihrer Jugend eine Kommunistin gewesen wäre, wäre sie doch heute die Persönlichkeit, die sie heute ist. Irgendein bekannter Politiker (leider weiß ich nicht mehr, wer) hat früher einmal etwas sehr Treffendes gesagt: Es sei normal, dass sich junge Leute, die sich politisch engagieren, vom Sozialismus angezogen fühlten, aber das würde sich mit zunehmendem Alter schnell geben. Was soll also das Wühlen in der Vergangenheit?
Auch bei den Grünen gräbt man die Vergangenheit wieder aus: Es gab in ihren Reihen Leute mit pädophilen Neigungen. Warum hören wir jetzt, ein halbes Jahr vor der Wahl, auf einmal wieder davon? Ganz einfach. Es sind wieder die Dreckschleudern am Werk, die offenbar kein anderes Thema gefunden haben wie beispielsweise ein uneheliches Kind von Seehofer oder einen Spruch von Brüderle.