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Laschet – ein Mann mit Fortune

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es für einen schweren Fehler hielt, dass die Union Laschet zum Kanzlerkandidaten gewählt hat und nicht den „.Kandidaten der Herzen“.

Aber nun im Laufe der Zeit denke ich anders. Mir fällt da ein Ausspruch von Friedrich den Großen ein, der sagte: „Ich brauche Generäle, die nicht nur tüchtig sind, sondern auch Fortune haben.“ Laschet ist ein Mann mit Fortune. Das zeigte sich schon darin, dass die Wahl auf ihn fiel.
Ein weiterer Glücksfall für ihn ist, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt vor der Bundestagswahl stattgefunden hat und dass dort die CDU hoch gewonnen hat – weniger auf Grund ihres Parteiprogramms, sondern wegen ihres beliebten Ministerpräsidenten.
Ein bisschen vom Glanz der gewonnen Wahl fällt auch auf Laschet ab. Auch hier hat er wieder Fortune gehabt. Nun können er und seine Partei mit dem Wahlsieg im Rücken zuversichtlich der Bundestagswahl entgegen sehen.
Ein weiterer Glücksfall für Laschet besteht darin, dass seine Gegenkandidatin Fehler macht und die Grünen dadurch in der Wählergunst absinken.
So werden wir also wohl mit einem Kanzler Laschet rechnen müssen.

 

Wahlbeeinflussung: Deutsche Presse schlimmer als die Russen

Putin ist schlau. Er soll ja die Wahl Trumps durchgesetzt haben, indem er Hillary Clintons nachlässigen Umgang mit ihren geheimen Mails publik machte.
Auch anlässlich der Bundestagswahl behaupten viele, dass er sich einmischen soll. Schlimmer, als es die deutschen Medien tun, kann es aber wohl auch kaum werden:
Sie haben nun die Kanzlerkandidatin Baerbock „am Wickel“. Ihr läppisches Versehen wird aufgebauscht, als wäre sie heimlich mit Millionen von der Autoindustrie bestochen worden.
Es ist nicht anzunehmen, dass Frau Baerbock den Betrag vorsätzlich verschwiegen hat, denn sie wollte sich mit Sicherheit als saubere Kandidatin präsentieren. Es handelt sich also wohl um eine Nachlässigkeit. Außerdem geht es im Vergleich zu den Unionsskandalen um ein Taschengeld, wenn man auch die sonstigen Nebeneinkünfte der Abgeordneten im Auge hat.
Nicht nur die gewaltige Aufbauschung von Baerbocks Fehler zeigt die mangelnde Objektivität des Mainstreams, sondern etwas anderes ist viel schlimmer:
Bei den unglaublichen Maskenskandalen der Unionsparteien hat man den Eindruck, die Mainstream-Medien handeln nach dem Muster: Schwamm drüber und vergessen. Dabei vergessen sie ihre wichtigste Aufgabe, nämlich als Interessenvertreter der Bürger für Sauberkeit im Staat zu sorgen.
Wir Bürger gewinnen den Eindruck, als ob Geschäfte mit dem Staat so ablaufen: Man braucht Verbindungen zu einem Parteimitglied, verspricht dem eine Millionenprovision und schon setzt der Abgeordnete das Geschäft durch.
Dem Eindruck nach ist hier ein völlig korruptes System am Werk. Die Presse müsste hier mit Nachdruck Licht ins Dunkel bringen. Wieso kann die Verbindung zu einem Parteimitglied die Tür zu einem Millionengewinn öffnen? Müsste bei der Maskenbeschaffung nicht eigentlich ein korrekt arbeitender Beamtenapparat feststellen, welche Masken am besten und preiswertesten sind und dann kaufen? Oder wenn der Minister selbst kaufen will: müssten ihm dann nicht seine Beamten Vorschläge machen und wenn er davon abzuweichen will, müsste er das nicht gut begründen können?
Aber es läuft anscheinend anders: Wäre das nicht eine Korruption, die von den Medien an die große Glocke gehängt werden müsste? Wäre das nicht eigentlich wieder eine „Amigo-Affäre“. wie sie früher dem Ministerpräsidenten Streibl das Genick gebrochen hat?
Aber Schweigen herrscht hierzu im Blätterwald. Kein Wunder: Die brave Presse wird vom Staat unterstützt und die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender sind sowieso in staatlicher Hand. Insgesamt also scheint das Sprichwort zu gelten:
„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“ Armes Deutschland!

Ich bin nur ein lästiger Bürger – auch für die Grünen

Mein Senf dazu:

Leide ich eigentlich an Selbstüberschätzung, wenn ich finde, dass ich hier manchmal ganz vernünftige Vorschläge mache? Aber wenn ich dann mal ganz selten an Politiker schreibe, werden die Vorschläge nicht aufgegriffen. Was aber noch schlimmer ist, man bekommt in solchen Fällen nicht einmal eine höfliche Formblattantwort mit Floskeln wie: „Vielen Dank! Mit Interesse gelesen… fließt in unsere Arbeit ein…“.
Jetzt vor der Wahl überschlagen sich die Parteien wieder, um den Bürgern vor zu machen, dass sie „näher am Menschen“ sind. Wenn nicht Corona herrschen würde, wären die Sozis wohl wieder wie die Bibelforscher von Haustür zu Haustür unterwegs. Aber nach der Wahl…

Der einzige Politiker, von dem ich eine Antwort (sogar detailliert) erhielt, war Söder als Finanzminister. Längst, bevor Elster so funktioniert wie heute, habtte ich ihm vorgeschlagen, ein Computerprogramm ins Netz zu stellen, auf dem man eine vorgefertigte Steuererklärung abrufen und mit upgedateten Daten wieder einsenden kann.

Anders sieht es bei den anderen Politikern aus. Ich habe hier beispielsweise öfter über das Thema „Der Mensch is a Sau“ geschrieben. Den folgenden Vorschlag habe ich auch an Frau Schulze gesandt.:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/12/der-mensch-is-a-sau-aufkleber-ueberall/
Aber nichts hat sich gerührt. Keine Antwort, keine Änderung!

Oder: gerade habe ich die Grünen darauf aufmerksam gemacht, dass ich für sie gearbeitet habe. indem ich die Union hart angegriffen habe:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/13/armer-laschet-wer-wird-denn-eigentlich-noch-die-cdu-csu-waehlen/
Frau Baerbock bräuchte also bei dem künftigen „Triell“ der Kanzlerkandidaten nur diese Fehlerliste her nehmen und schon wäre sie Punktsiegerin. Aber leider habe ich nicht einmal eine Antwort erhalten. Jeder Käfer ist den Grünen ein Anliegen, aber dem Bürger gegenüber wahrt man nicht einmal die normalen Umgangsformen, indem man sich mit einem Mausklick bedankt. Wie blöde ist das denn? Vernünftigerweise müsste man doch versuchen, solche Schreiberlinge wie mich als Parteimitglied zu gewinnen.

 

Zitat zum Tag (Baerbock oder Laschet?)

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Lieber von einer Frau regiert werden, die keine Erfahrung hat, als von einer Regierung, mit der man schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Armer Laschet: Wer wird denn eigentlich noch die CDU/CSU wählen?

Die Unionsparteien dümpeln bei den derzeitigen Meinungsumfragen bei Werten von immerhin noch erstaunlichen 24 %. Und da frage ich mich, wer sind diese Bürger, die noch die C-Parteien wählen?
Das sind natürlich in erster Linie die Profiteure des Merkelismus, der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht und dem ich etliche Beiträge gewidmet habe.
Aber sonst? Diejenigen, die die C-Parteien allein schon wegen des „C“ gewählt haben, sind ausgestorben oder durch die Missbrauchsfälle abtrünnig geworden.
Sonst fällt mir keiner mehr ein, der motiviert sein könnte, die Union zu wählen.

Aber ich sehe eine wachsende Mehrheit, die auf keinen Fall die Union wählen wird:

> Das sind zunächst einmal diejenigen, die den Dilettantismus der Regierung bei der Bekämpfung der Coronakrise im Gedächtnis behalten haben. Überall hat es gehapert: bei der Beschaffung der Impfstoffe, der Schutzkleidung, der Masken… Wir waren auf dem falschen Weg, wie ich hier in vielen Beiträgen beschrieben habe, denn beispielsweise  Portugal hat es geschafft, binnen Kürze von einer Inzidenz in Höhe von 900 auf 30 herunter zu kommen und nun normal zu leben. Und wir laborieren seit über einem Jahr an viel niedrigeren Ausgangswerten herum. Auch die üblen Maskendeals etlicher Abgeordneter müssen nach Ansicht vieler Wähler so richtig abgestraft werden.

> Keinesfalls Unionswähler werden wohl viele Rentner sein, die neidisch nach Österreich blicken, wo die Renten um 400 Euro höher sind bei 14 Auszahlungen pro Jahr.

> Den Mietern wird es nicht anders gehen, wenn sie sehen, dass in Österreichs Hauptstadt die Mieten auf bezahlbarem Niveau gehalten werden, während sie bei uns explodieren.

> Abwenden von den C-Parteien werden sich auch viele Geschäftsinhaber, die zu Recht einen ungenügenden  Schutz vor Amazon & Co beklagen. Warum kann dieses Unternehmen seine Steuern dort zahlen, wo es am billigsten ist, während die deutschen Unternehmer hier besteuert werden? Warum unterwirft man nicht diese Unternehmen, die hier Umsätze machen, mit diesen Umsätzen insgesamt dem deutschen Steuerrecht?

> Zornig sind auch die vielen Selbständigen, die in dieser Krisenzeit kaum unterstützt wurden, während die Lufthansa 9 Milliarden erhielt. So ist das in unserer Schreihalsdemokratie, in der man auf die größten, also lautesten hört.

> Die Folgen einer solchen Politik sind die Verödungen der Innenstädte. Immer mehr Läden machen zu:

Die Wähler wollen eine Abwendung von einer solchen Politik der Zerstörung ihrer Städte.

> Die Wähler wollen auch nicht mehr, dass der Profit vor der Umwelt rangiert. Nur ein Beispiel: Früher beförderte nur ein einziges Unternehmen, nämlich die Post die Pakete. Nun fahren stattdessen bei uns 6 Auslieferungsfirmen herum mit 6-facher Umweltbelastung – alles nur, weil die Kanzlerin Unternehmern in der Nullzinsphase Anlagemöglichkeiten bieten wollte. Eines dieser Unternehmen hat sein Verteilungszentrum hier völlig abseitig in einem Wald errichten dürfen: Naturzerstörung pur!

> Naturliebhaber wenden sich sowieso von der Union ab wegen der Bevorzugung der Massentierkaltung mit der Folge der Überdüngung der Wiesen, die Grundwasser und Seen belastet. (Zwei Schiffe mit riesigen Mähmaschinen müssen dauernd über den Chiemsee fahren, damit er wegen der Düngerbelastung nicht zu wächst. Einst war er so klar, dass man auch an der tiefsten Stelle bis auf den Grund schauen konnte.)

> Für die arme Jugend gilt nicht mehr Blüms Satz: „Die Rente ist sicher.“ Sie muss selbst fürs Alter vorsorgen, weil die Rente nicht reicht. Und wenn die Jüngeren so den Risiken des Kapitalmarkts ausgesetzt sind, kann es den Leuten so ergehen wie Sylvia. Sie arbeitete hart und sparte eisern, um es sich im Alter so richtig gut gehen zu lassen. Sie zahlte für eine Rente von 3000 Euro ein und bekommt aber nun leider nur noch 750.
https://autorenseite.wordpress.com/2012/05/29/sylvias-rente-wirtschaftssystem-funktioniert-13771220/
Ein ähnlich trauriges Beispiel ist auch der Schauspieler Hannes Jaenicke, der nur 600 Euro Rente bekommt, weil er bei den Rücklagen fürs Alter auf „Experten“ hörte..
Die Menschen wollen Sicherheit fürs Alter, aber doch nicht so was! Also werden sie ihr Kreuz in der Wahlkabine woanders machen.

> Die Leute wollen sich nicht mehr krumm und buckelig arbeiten dafür, dass die Industrie großzügig subventioniert wird und dann Milliarden Gewinne einstreicht, die eigentlich zum Teil für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden müssten.

> Kein Mindestlohnbezieher wird die Union wählen, weil er nicht versteht, warum die Wirtschaft zu Grunde gehen soll, wenn er bescheidene 12 Euro Stundenlohn erhält.

> Die vielen Tafelgänger werden sicher auch nicht zu Laschet-Fans. Die Menschen, die von der derzeitigen Politik an den Abgrund gedrängt wurden, haben meist aufgegeben und gehen überhaupt nicht mehr zur Wahl.

>  Dasselbe gilt für die Aufstocker und Mindestlohnbezieher. So etwas hat es in der Bundesrepublik noch nie gegeben und es ist der Union zu „verdanken“ nämlich, dass man mit seiner Hände Arbeit nicht mehr genügend verdienen kann, um leben zu können.

>  Keine Unionswähler sind auch die vielen, die dauernd das Gefühl haben, der Regierung zurufen zu müssen: Deutschland erwache!

> Diese Regierung muss weg, denn sie hat den Absturz Deutschlands eingeleitet, wie Sie in diesen Beiträgen lesen können.

Vielleicht meldet sich ja mal jemand von der Union und schreibt einen kritischen Beitrag hierzu. Aber das ist wohl kaum zu erwarten, denn die Parteimitglieder befinden sich im Schlafwagenabteil der Politik. Bei einer lebendigen CDU/CSU müsste doch ein Beitrag wie dieser sofort die junge Union auf den Plan rufen.

Mir tut Herr Laschet jetzt schon leid, wenn er sich beim künftigen „Triell“ im Fernsehen mit den beiden anderen Kanzlerkandidaten auseinander setzen muss.

 

Wichtige Entdeckung der Politiker

Jetzt vor den Wahlen machen die Politiker eine wichtige Entdeckung: „die Menschen draußen im Lande“.  Normalerweise sind diese ja  nicht von besonderem Interesse:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/13/wie-ich-mir-die-politik-vorstelle/
Schreiben Sie mal an einen Politiker: Sie werden staunen, dass Sie vielleicht nicht einmal eine Antwort erhalten, obwohl die Abgeordneten und Minister doch Leute haben, die sich mindestens einen nichts sagenden Dank abringen könnten mit dem Hinweis, dass man die mitgeteilten Anregungen bei der weiteren Arbeit bedenken werde.
Aber nun vor den Wahlen würden die Politiker am liebsten von Haus zu Haus gehen, um mit den Leuten zu reden, wovor uns allerdings die Pandemie bewahrt.
So werden wir Bürger also wohl nur mit Schlagworten abgespeist wie „Näher am Menschen“ oder „Aufbruch“; letzteres macht sich allerdings nicht gut für eine Partei, die an der Regierung ist.
Wie wäre es denn, wenn die Politiker die Bürger als mündige Menschen ansehen würden und auf den Plakaten unter ihren Schlagworten wie beispielsweise „Mehr Klimaschutz“ im Kleingedruckten unter den Floskeln detailliert beschreiben würden, was sie anders machen wollen als die anderen? Aber sie bleiben lieber im Vagen, vor allem bei der Finanzierung ihrer „tollen Ideen“, denn sonst würden sie sich angreifbar machen und das würde eine Diskussion auslösen, die man nicht will.

 

Die Stunde der Opposition (und der CSU)

Ich bin immer noch erschüttert über die CDU:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/04/21/ist-die-cdu-eine-verfassungsfeindliche-partei/
Die Partei sollte ab jetzt als „Club der Undemokraten“ umgetauft werden oder sich ehrlich umbenennen in MEV (Machterhaltungsverein). Es freut mich, dass ich mit meiner Prognose recht hatte und die Strafe auf dem Fuße folgte: Die CDU wird nun bei Umfragen von den Grünen überholt – das Ende einer Volkspartei.
Die Praktiken bei der Wahl Laschets sollten nun von der Opposition so richtig ausgenutzt werden, um die CDU im Bundestag vorzuführen.
Wie bringt man aber eine Diskussion über die Vorgänge bei der Kandidatenwahl in den Bundestag und stellt diese so an den Pranger? Ich kenne mich da nicht so aus. Vielleicht wäre es gut wenn man diesen Gesetzesvorschlag einbringt:
„Wenn eine Partei einen Kanzlerkandidaten aufstellen will, hat seine Wahl durch die Parteibasis zu erfolgen.“
Da gäbe es genügend Gelegenheit, die CDU so richtig bloß zu stellen, wie sie es verdient hat. Was ist nur aus der Partei Adenauers geworden?

Ist die CDU eine verfassungsfeindliche Partei?


Ist die CDU eine verfassungsfeindliche Partei? Die Frage ist eindeutig zu bejahen:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Auch bei der Wahl des Kanzlerkandidaten haben wir das wieder gesehen: Das Volk wollte ganz klar den „Kanzler der Herzen“: Bei der gestrigen Umfrage von RTL hielten 88 % Söder besser für das Kanzleramt geeignet und nur 6 % Laschet. Schon vorher kam Laschet bei einer Erhebung von Statistika auf einen Beliebtheitswert von 0,1, während Söder mehr als zehnmal so gut war mit einem Wert von 1,3.  Einen so eindeutigen Vokswillen dürfen die Parteien nicht ignorieren, denn es heißt im Grundgesetz:
„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Nach Art 21 (1) wirken die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes nur mit.
Aber was haben die Parteien statt dessen getan? Sie haben sich den Staat „unter den Nagel gerissen“. Sie haben nicht mehr das Volk im Blick, sondern den eigenen Machterhalt.

Damals zu Anfang der Pandemie, als die Ministerpräsidentenrunde mit der Kanzlerin regierte, meldete sich erst ein einziger Rechtsgelehrter zu Wort und sagte: „So nicht!“ Und dann sahen es auch andere ein.
Wo bleiben nun die Stimmen der Verfassungsrechtler und sagen: „So nicht!“? Es muss doch darüber diskutiert werden, ob man so am Willen des Volkes vorbei regieren kann.
Deshalb sollte geregelt werden, wie die Wahl der Führungskraft in Deutschland stattzufinden hat. Dazu gehört auch die Kandidatenwahl. Darf es sein, dass zwei Männer dies „im Hinterzimmer“ entscheiden können?  Darf ein Parteivorstand darüber entscheiden oder muss die Wahl nicht auf eine breitere Basis gestellt werden?
Das müsste im Parlament einer funktionierenden Demokratie klar geregelt werden, damit die Wahl nicht zur Machterhaltung einzelner entartet.

Söder oder Laschet? Eine absurde Diskussion

Eigentlich sollte es ja bei der Wahl des Kanzlerkandidaten ganz einfach sein wie beim Pferderennen: Man geht mit dem Pferd an den Start, das am meisten Siegeschancen verspricht. So sollte es auch eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Union mit dem Kandidaten in den Wahlkampf zieht, der am meisten Zugkraft hat – und das ist nun mal unbestrittenermaßen mit weitem Abstand Söder.
Das Lamento der CDU, ihr Parteivorsitzender Laschet würde dadurch beschädigt, ist doch völlig unsachlich. Wenn man dem folgen würde, könnte es niemals einen CSU-Kanzlerkandidaten geben, denn der würde ja immer so gesehen den CDU-Parteivorsitzenden beschädigen.
Am besten und demokratischten wäre es ja, wenn man sämtliche Unionsparteimitglieder abstimmen ließe.
Nobel von Laschet wäre es übrigens, wenn er sagen würde, er sehe ein, dass er nicht der Typ des Volkkstribuns ist, sondern andere Qualitäten habe; er lasse daher Söder den Vortritt. Und wenn er Humor hat, könnte er unter Anspielung darauf, dass er die größere Partei führt, sagen:
„Ich kann mir keinen Besseren vorstellen, der unter mir Kanzler wird.“

Ihr Grünen: so geht’s!

Nicht nur mir liegt etwas daran, dass sich in Deutschland etwas ändert. Deshalb hört man von den Parteien unisono das Wort „Aufbruch“. „Unisono“ – das stimmt nicht ganz, denn Söder „brät natürlich seine Extrawurst“. Er gibt sich pseudo-fortschrittlich und spricht von einem „Wakeup-Call“. Ich glaube, das bringt genau so wenig, wie es gebracht hat, dass man gerade eine Versager-Mannschaft „Task-Force“ genannt hat. Ich habe hier ja schon öfter Beiträge unter dem Titel „Deutschland erwache“ geschrieben, aber so etwas trauen sich Politiker nicht zu sagen, weil es nach Nazis klingt, obwohl der Ausruf von Tucholsky stammt.
Kurzum: „Aufbruch“ in allen Variationen bringt nichts, sondern muss mit Inhalt gefüllt werden. Und da unterscheiden sich die Parteien wenig: Alle sind natürlich für den Schutz von Klima und Umwelt, für Fortschritt bei der Bildung und Digitalisierung, …
Da muss also ein Einfall her, bzw. ein einprägsames Schlagwort. Ich würde wählen:

„Schluss mit dem Merkelismus!“

Es ist gut, wenn man die Missstände in diesem Staat an einem Schlagwort fest macht. Was das Wort Merkelismus bedeutet, können Sie hier googeln oder mal beispielsweise hier schauen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/

Und dann würde ich die Antworten auf brennende Fragen geben, die Laschet nicht gegeben hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/15/cdu-csu-nur-so-gehts-aus-dem-tal-der-traenen/
Für die Mehrheit der Bürger ist ja das, was die Politiker so erzählen, ganz nett, aber es trifft zu wenig das, was der Mehrheit unter den Nägeln brennt: Eine Allein-Erziehende, einen Leih- oder Zeitarbeiter oder einen Aufstocker, eine Tafelbesucherin, überforderte Mieter und viele andere interessiert das übliche Blabla wenig. Sie wollen wissen, wie die schwer gestörte Sozialstruktur in Deutschland wieder hergestellt werden kann. Sie ist eine viel größere Gefahr für die Demokratie als die von rechts und links, denn sie ist die Ursache dafür, dass immer mehr Menschen immer aufsässiger demonstrieren. Und diese Demonstrationen könnten einmal unbeherrschbar werden wie kürzlich beinahe in den USA am Capitol. Das ist die eine Seite der Gefahr. Die andere ist die ständig wachsende Vermögensanhäufung in den Händen weniger. Immer öfter bestimmen diese Leute und nicht die Regierung, was zu geschehen hat.