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Weg aus der VW-Krise?

Man sollte das eigene Wirken vom Ende her denken, riet einst Steven Covey. Auch die Kanzlerin zitierte diese Weisheit in Ihrer Rede zu Schäubles Geburtstag: „Respice finem“. Denken wir also so, wie die Kanzlerin meint:

Zur Zeit befinden sich die immer gehätschelten Kinder der deutschen Wirtschaft, nämlich die Autohersteller, in der Krise:
https://web.de/magazine/wirtschaft/vw-informiert-belegschaft-lage-wolfsburg-krach-diess-36314840
Diese Gefahr war voraus zu sehen, denn Leuten wie Musk haben wir nichts entgegen zu setzen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/27/deutsche-autoindustrie-in-gefahr/
Was also ist zu tun? Legen wir das Denken vom Ende her Merkels  Politik zu Grunde, so bedeutet das: Immer mehr Prämien für Autokäufe, immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse, bei denen der Staat einen Teil des Lohns übernimmt, und immer mehr  Geld für die Forschung über Weiterentwicklungen. Vom Ende her gedacht würde das bedeuten, dass der Staat schließlich alles bezahlt.
Und es muss auch in der neuen Regierung jemand genau so wie Merkel die schützende Hand über unsere Vorzeigeindustrie halten: Es darf auf keinen Fall geschehen, was auch nach Auffassung des Bundesumweltamts unbedingt geschehen muss: Streichung der Pendlerpauschale und Tempolimit. Hier tritt Lindner auf die Bremse – insoweit ein „würdiger“ Nachfolger der Kanzlerin.
Klimaschutz ade! Es lebe die deutsche Autoindustrie! Aber wie lange noch? Wird sie das Schicksal unserer Foto- und Bekleidungsindustrie sowie vieler deutscher Werften teilen?

Deutsche Autoindustrie in Gefahr?

Der freche Ami Musk hat die Dreistigkeit besessen, mitten im Autoland Deutschland ein Werk zu errichten. Obwohl die Baugenehmigung noch gar nicht erteilt ist, wird dort schon eifrig produziert. Das ist amerikanisches Tempo und da reiben sich unsere von der Regierung gehätschelten Autohersteller verwundert die Augen. Da kommt einer daher in kürzester Zeit von 0 auf 100!

Unglaublich, aber wahr: Tesla ist bereits jetzt schon mehr wert als VW, Daimler, BMW, GM, Ford, Renault, Peugeot, Fiat, Hyundai, Honda und Nissan zusammen! Die Aktie hat in einem Fahr um 770% zugelegt.
https://www.automotive.at/kfz-wirtschaft/unglaublich-tesla-ist-bereits-mehr-wert-als-vw-daimler-bmw-204004
In den drei Monaten bis Ende September stieg der Gewinn im Jahresvergleich um 389 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro)
Und während unsere Autohersteller wegen mangelnder Chips teilweise ihre Produktion zeitweise einstellen mussten, kannte Tesla solche Probleme nicht.

So sieht es also aus mit unserer Vorzeigeindustrie: Wird sie das Schicksal der deutschen Fotobranche, Textilindustrie, Fernseherproduzenten … teilen?  Wie wird es sein, wenn China die notwendigen Rohstoffe (seltene Erden, Magnesium…) nicht mehr liefert, sondern selbst verbraucht? 

 

 

 

Kein Problem mit der Lieferung von Chips.

Was ist nur aus der Autoindustrie geworden?


Einst war die Autoindustrie die stolze Vorzeigebranche der deutschen Wirtschaft. Inzwischen sind ihre Bosse zu bettelnden Jammerlappen herunter gekommen. Sie fordern vom Staat Unterstützung in Form von Kaufprämien und haben dabei einen Trumpf in der Hand: Es geht um Arbeitsplätze.
Erfreulicherweise hat die Bundesregierung beim letzten Autogipfel noch keine Zusagen gegeben, doch rechnen Experten damit, dass sich die sehr starke Autolobby unter ihrem Schutzpatron Andi Scheuer durchsetzen wird.
Wieso eigentlich? So schlecht geht es der Autoindustrie ja gar nicht, Beispielsweise lesen wir in der Zeitung über VW; „Finanzvorstand Frank Witter rechnet für das laufende zweite Quartal mit einem Verlust im Tagesgeschäft. Im Gesamtjahr 2020 dürfte es noch ein positives operatives Ergebnis geben – jedoch wohl »gravierend« unter dem Vorjahreswert.“
Sollen also auch noch unsere Enkel dafür zahlen, dass VW nicht nur ein positives Ergebnis erzielt, sondern das Vorjahresergebnis übertrifft?
Haben Sie nicht auch den Eindruck, dass wir langsam ein anderes Wirtschaftssystem brauchen? Schauen Sie auch mal hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/11/die-blutsauger-sind-unter-uns-plaedoyer-fuer-ein-anderes-wirtschaftssystem/

Bricht unsere Wirtschaft ein?

Bei jedem Plus, das unser Aktienindex anzeigt, frage ich mich: Sind die Leute verrückt? Wäre es nicht besser, wenn sie statt der Aktien Toilettenpapier kaufen würden?
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/13/klopapier-als-wertpapier/
Unsere Wirtschaft ist gefährdet wie nie: Sie muss dauernd „angekurbelt“ werden. Sie befindet sich also in einem Stadium wie ein Schwerkranker in der Klinik, der dauernd mit Infusionen am Leben erhalten werden muss.
Trotzdem geht es bergab: VW muss 7000 Stellen streichen, weil für die Herstellung von Elektroautos weniger Personal erforderlich ist. BMW streicht 8100 Stellen. Auch bei Audi sieht es ähnlich aus. Und von Ford hört man gerade, dass die Firma in Deutschland Tausende von Stellen abbaut… Entsprechendes gilt für die Autowerkstätten, denn Elektrofahrzeuge sind wartungsarm.
Gefährlich ist auch, wie andere Autohersteller uns den Rang ablaufen: Wer hätte gedacht, dass die Amis es besser können als wir? Die Firma Tesla verkauft in den USA mehr Fahrzeuge als die dortigen Autowerke unserer großen Firmen zusammen. Und was das Tolle an Tesla ist: Das Werk verkauft seine Autos nur übers Internet, während unsere Autofirmen dazu ein großes Händlernetz benötigen.
Bei den Elektroautos sind wir ins Hintertreffen geraten und schicken uns nun gerade an, hinterher zu strampeln. Entsprechendes gilt für das autonome Fahren. Da haben die Amis die Nase vorn.
Und die Chinesen werden das alles noch billiger machen.

Merken Sie nicht auch, wie der Hauptpfeiler unserer Wirtschaft und damit auch unseres Wohlstands zu wackeln beginnt? Und da wollen Sie mit Aktien spekulieren?

 

VW: Wenn das Volk Charakter hätte

Die Gehälter des Top-Managements von VW sind gerade von 39,5 Millionen Euro im Jahr 2017 auf zusammen 50,3 Millionen Euro gestiegen. Mich erinnert das an den unverschämten Ausspruch eines Vorstandsmitglieds einer Bank, die vom Staat gerettet werden musste: „In schweren Zeiten wird die Arbeit schwieriger und da müssen natürlich auch die Bezüge der Vorstandsmitglieder steigen.“
Was ich nicht begreife ist dies: Da werden Autos mit einer Schummelsoftware als umweltfreundlich verkauft. Und als der Skandal auffliegt und die Kunden das verlangen, was ihnen vorgegaukelt wurde, nämlich gereinigte Abgase, wird ihnen eine Nachbesserung verweigert.

Wenn nun die Kunden solidarisch wären, würden sie sagen, bei so einer Firma kaufen wir so lange nichts mehr, bis der Schaden behoben ist. Aber weit gefehlt: VW verzeichnet Rekordumsätze.
Was waren das noch für Zeiten in meiner Jugend: Wenn ein Metzger unsauber arbeitete, stand das in der Zeitung und er konnte seinen Laden schließen. Wenn aber heute lebensgefährliche Listerien im Käse festgestellt werden und Menschen daran sterben oder wenn gefährliche Salmonellen in anderen Produkten ihre Opfer fordern, sagen die Kunden anscheinend: „Das kann halt mal vorkommen!“
Und so ist es kein Wunder, dass auch der Abgasskandal keine sonderlichen Auswirkungen hat. Die Autoindustrie ist ja auch dank der GroKo vor Sammelklagen geschützt. Und die Prozesse einzelner kann man mit guten Anwälten bis in die letzte Instanz treiben und wenn sich eine Niederlage abzeichnet, kann man sich immer noch herab lassen und einen Vergleich schließen – möglichst mit Verschwiegenheitsverpflichtung.

Uns fehlt die Solidarität

Gerade lesen wir: Ein Jahr nach der Inhaftierung des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel erneut die Freilassung des Journalisten verlangt. Wie schön von ihm! Wahrscheinlich ist es auch das beste für Erdogan, wenn er Yücel ohne Prozess alsbald frei lässt, denn womöglich würde sich in einem Prozess herausstellen, dass die Tatvorwürfe nicht recht nachvollziehbar sind.
Yücel wäre sofort frei gekommen, wenn sich die Deutschen solidarisch verhalten hätten und wenn alle im Urlaub der Türkei ferngeblieben wären.
Ein anderes Beispiel für mangelnde Solidarität ist das Verhalten der VW-Kunden. Die VW-Werke weigern sich ja, ihre Schadstoff ausstoßenden Autos nachzurüsten. Wie schnell hätte das funktioniert, wenn die Deutschen in einen Käuferstreik eingetreten wären.
Da könnte man noch viele Beispiele bilden, aber es würde nichts nützen. Die Menschen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass sie noch mit anderen solidarisch sein könnten. Schade!

VW oder die Arroganz der Macht


VW wehrt sich durch alle Instanzen dagegen, dass ein Sonderermittler untersucht, ob sich das Werk gegenüber seinen Aktionären schadensersatzpflichtig gemacht hat. Die heutigen Pressekommentare zu diesem Thema lassen den wichtigsten Aspekt außer Betracht:
Der VW-Vorstand hat offenbar in seiner Arroganz völlig übersehen, dass die Aktionäre Eigentümer des Unternehmens sind, bei dem sie angestellt sind. Sie verhalten sich damit so ähnlich, wie der Geschäftsführer einer Firma, der dem Unternehmer verwehrt, nach dem Rechten zu sehen.
Wie abgehoben die Führungskräfte von VW sind, wurde auch offenbar, als einer ihrer Manager nach Florida in Urlaub flog und dort zu 7 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Hatte der Mann überhaupt kein Unrechtsbewusstsein oder meinte er, dass er als „hohes Tier“ quasi wie ein Diplomat Immunität genießen würde? Vielleicht hatte er aber ein typisch deutsches Rechtsbewusstsein: Beim ersten Mal gibt’s sowieso Bewährung.

Menschenopfer in der BRD erlaubt!

Abgas
Manchmal, wenn ich Bilder über die alten Inkas oder Mayas sehe, dann stelle ich mir vor, wie es wohl bei der Opferung eines Menschen zugegangen sein muss. Es muss ziemlich grausam gewesen sein:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/menschenopfer-der-maya-fuenf-tode-fuer-den-regengott-mit-dem-langen-ruessel-a-531502.html
Sie werden sagen: Wie gut, dass wir heute eine Zivilisation haben und diese Zeiten überwunden sind. Aber Sie täuschen sich, wenn Sie so denken. Wir sind noch viel schlimmer. Früher wurden die Menschen jedenfalls für eine Gottheit geopfert, aber heute für die Autos:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/04/mord-in-deutschland-legal/
Infolge der Abgasmanipulationen von VW müssen 1200 Menschen sterben, weil ihre Lungen das Dreckzeug in der Luft nicht vertragen. Eigentlich müssten diese manipulierten Dieselfahrzeuge ja sofort stillgelegt werden. Aber sie verpesten weiter die Luft, bis sie repariert werden, denn Autos haben anscheinend Vorfahrt vor dem Menschen.
Das ist nur möglich, weil das Strafrecht diese Art von Morden privilegiert. Wegen Mordes kann nur bestraft werden, wenn nachweisbar ist, dass das Opfer durch eine Handlung des Täters ums Leben gekommen ist. Aber wie soll man beweisen, dass ein tödliches Lungenkarzinom ausgerechnet durch die Abgasmanipulation und nicht durch die allgemeine Luftverschmutzung ausgelöst wurde?
Deshalb muss unbedingt ins Strafgesetz ein Tatbestand aufgenommen werden, der die rein statistische Erhöhung der Sterberate unter Strafe stellt, denn auch das ist Mord! Aber warum sollen die Politiker aktiv werden, wenn keiner sich aufregt?

Dies meint ein einsamer Rufer in der Wüste.

Absahner überall

stop

Erinnern Sie sich noch an die frühere sozial-demokratische Ministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul? Von ihr ist mir ein typisch sozial-demokratischer Ausspruch in Erinnerung. Sie hatte einmal gefordert, die Einkommen auf 5000 DM zu begrenzen; alles andere sei unmoralisch. Aber man hat nichts davon gehört, dass sie sich selbst an dieses Prinzip gehalten hätte, als sie Ministerin geworden war. Ihr Ministergehalt war jedoch ein nur ein kleines Trinkgeld im Vergleich zu dem, was ihre Genossin Christine Hohmann-Dennhardt abgezockt hat: Sie erhält als Abschiedsgeschenk eine Zahlung von über 12 Millionen Euro nach nur gut einem Jahr Arbeit als VW-Vorstand für Integrität und Recht. Wie der Abgasskandal zeigt, erhält sie das Geld für Versagen im Amt. Wäre da nicht ein Parteiausschlussvefahren fällig?

Auch so kann man richtig Geld verdienen: Man privatisiert die städtischen Wasserwerke und wechselt vom Posten des Stadtchefs zum Boss der Wasserwerke. Dort lässt man sich dann ein fürstliches Gehalt bezahlen, wo früher vielleicht ein Amtmann mit einem bescheidenen Beamtensalär arbeitete. Nach der Privatisierung sind die Wasserwerke zum Wirtschaftsunternehmen geworden und deren Manager lässt sich nun so hoch bezahlen, wie andere Chefs von Unternehmen auch. So bekommt er ein Vielfaches im Verhältnis zum „kümmerlichen“ Gehalt eines Stadtchefs.

Auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist eine gute Möglichkeit, sich an der normalen Gehaltsstruktur des öffentlichen Dienst vorbei zu schmuggeln. Freilich muss man gute Künstler mit marktgerechten Gagen bezahlen. Aber muss das auch für den Rest gelten? Manchmal erfährt man ja, was man beim Fernsehen so verdienen kann: Nehmen Sie nur den Fall Lierhaus; die Frau hat für ein bisschen Fernsehreklame 450.000 Euro bekommen.

Es gibt überall zu viele Absahner, die den Staat als Sprungbrett zum Absahnen benutzen. Ein Beispiel ist der Friseur des französischen Staatspräsidenten Hollande. Er verdient rund 10.000 Euro im Monat. Gibt‘s bei uns nicht, meinen Sie? War nicht Lafontaine einmal in der Kritik, weil er seinen Koch besser bezahlen wollte als einen Ministerialrat („Sesselfurzer“)?

Herrlich absahnen können auch Minister, die nach ihrem Ausscheiden aus dem Kabinett zur Industrie wechseln und dort gegen ein horrendes Gehalt als Lobbyist arbeiten.
Auch gemeinnützige Unternehmen wie das Rote Kreuz bieten gute Austragsposten für Politiker. (Das waren noch Zeiten als mein Großvater als Chef selbstverständlich umsonst dafür arbeitete. Auch ich habe als Bergwachtmann natürlich kein Geld bekommen.)
Ach, es ließen sich so viele Beispiele aufzählen, die zeigen, dass der normale Arbeitnehmer immer mehr zum Sklaven der Absahner wird. Und keiner wehrt sich wirklich dagegen anstatt dass das deutsche Volk aufsteht mal bei denen da oben richtig abkassiert. Und wenn die Regierungsparteien in solchen Fällen gleich von „Neiddebatte“ sprechen, sei ihnen gesagt: Es geht um Gerechtigkeit! Es darf doch einfach nicht sein, dass der Boss eines Unternehmens das 170-fache des Durchschnitts der Einkünfte seiner Arbeitnehmer verdient:

https://autorenseite.wordpress.com/2017/02/21/das-darf-doch-wohl-nicht-wahr-sein/

Die Blutsauger sind unter uns!

 

 

Sorgen um VW

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Ich habe mir ja schon früher Sorgen um VW gemacht und befürchtet, dass auch andere Staaten bi den Strafen so zulangen könnten wie die USA. Und nun sehen wir, wie recht ich hatte:

Der deutsche Autoriese Volkswagen bekommt in der Abgasaffäre nun auch Druck aus Luxemburg. Das dortige Verkehrsministerium stellte Anzeige wegen des Verdachts auf Betrug