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Sind Frauen die besseren Führungskräfte?

Frau, Person, Geschäft, Professional

Männer sind auf dem absteigenden Ast. Das habe ich hier schon öfter beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
Sie sind für Führungsaufgaben offenbar auch nicht besonders geeignet:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/06/die-unfaehigkeit-der-maenner/
Wir sehen das gerade auch bei den unglaublichen Skandalen, von denen die C-Parteien heimgesucht werden. Könnten Sie sich vorstellen, dass eine Frau, etwa die Kanzlerin oder die Ministerin Schulze bestechlich sein könnten? Na, sehen Sie!
Noch sind die Frauen in den Vorständen großer Unternehmen in der Minderzahl. Aber das ändert sich. Frauen für solche Positionen sind gesuchter als Männer und werden deshalb besser bezahlt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/19/heute-ist-ein-ganz-trauriger-tag-der-weltmaennertag-2/
Wo man hinschaut, sind die Frauen auf dem Vormarsch:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/10/16/brauchen-bald-maennerquote-19571841/
Ein alter Anwalt kam einmal etwas verwirrt aus der Staatsanwaltschaft und sagte: „Da hat man ja eher den Eindruck, dass man nicht bei der Staatsanwaltschaft, sondern bei einem Catwalk ist.
Ja, Männer, die Zeiten sind vorbei, als es für euch so einfach war, von den Frauen bewundert zu werden. Heute muss ich darüber lachen, dass in meiner Jugend einmal hörte, wie sich Frauen beeindruckt darüber unterhielten, wie toll ein Mann Auto fahren konnte „und mit 80 (!) Sachen um die Kurven fuhr“.

Die Selbstzerfleischung der SPD

Die SPD macht m.E. zu viele Fehler und hat dadurch die AfD als Alternative stark gemacht:
> Die Partei hat mit der Agenda 2010 ihre Stammwähler verraten. Was nun nötig wäre, wäre eine junge unverbrauchte Kraft, die dazu ihr tiefes Bedauern ausspricht, um eine Umkehr glaubhaft zu machen.
> Die Partei hat in  der Zeit ihrer Regierungsbeteiligung verschuldet, dass schlimme Missstände eingetreten sind:  z.B.: Zunahme der Armut und des Reichtums, Zulauf bei den Tafeln … Ich habe daher hier schon oft die Gründung einer radikal-sozialen Partei gefordert, z.B.: https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/
> Die SPD hat den Fehler begangen, sich von Steinmeier zur Bildung der GroKo überreden lassen. Sie hätte mehr durchsetzen können, wenn es zu einer Minderheitsregierung gekommen wäre und wenn sie dabei mit wechselnden Mehrheiten hätte arbeiten können.
> Die SPD hätte immer klarer ihr eigenes Programm im Gegensatz zum Handeln der Regierung heraus stellen müssen, sozusagen als  Opposition innerhalb der Regierung. Und sie hätte dann klarer machen müssen, dass sie sich auf schmerzhafte Entscheidungen der Regierung eingelassen hat, um im Tausch etwas anderes durchsetzen zu können.
> Die Wahl des neuen Vorstandsduos ist denkbar unglücklich. Die beiden wurden gewählt, weil die Mehrheit der SPD-Genossen raus aus der GroKo wollte. Aber daraus wird nun erst einmal nichts. Ehrlicherweise hätten die beiden Vorstände schon bei ihrer Kandidatur sagen sollen, dass es anders laufen wird.
> Vielleicht beurteile ich ja das neue Vorstandsduo falsch, aber ich fürchte, dass den beiden das Charisma abgeht, das Führungspersonen haben sollten. Sie werden womöglich zu wenig Zugkraft vermitteln können, um Wähler zu gewinnen. Sie wurden wohl zu sehr unter dem Gesichtspunkt „Raus aus der GroKo“ gewählt und wohl zu wenig nach ihrer Eignung als Parteibosse.

VW oder die Arroganz der Macht


VW wehrt sich durch alle Instanzen dagegen, dass ein Sonderermittler untersucht, ob sich das Werk gegenüber seinen Aktionären schadensersatzpflichtig gemacht hat. Die heutigen Pressekommentare zu diesem Thema lassen den wichtigsten Aspekt außer Betracht:
Der VW-Vorstand hat offenbar in seiner Arroganz völlig übersehen, dass die Aktionäre Eigentümer des Unternehmens sind, bei dem sie angestellt sind. Sie verhalten sich damit so ähnlich, wie der Geschäftsführer einer Firma, der dem Unternehmer verwehrt, nach dem Rechten zu sehen.
Wie abgehoben die Führungskräfte von VW sind, wurde auch offenbar, als einer ihrer Manager nach Florida in Urlaub flog und dort zu 7 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Hatte der Mann überhaupt kein Unrechtsbewusstsein oder meinte er, dass er als „hohes Tier“ quasi wie ein Diplomat Immunität genießen würde? Vielleicht hatte er aber ein typisch deutsches Rechtsbewusstsein: Beim ersten Mal gibt’s sowieso Bewährung.

Die fortschreitende Versklavung der Menschen

2015 standen 665.000 von rund vier Millionen der 65- bis 70-Jährigen im Arbeitsleben. Das sind ca. 300.000 mehr als im Jahr 2000. Wie ich hier schon öfter geschrieben habe, nimmt die Altersarmut zu, so dass sich immer weniger Menschen einen ruhigen Lebensabend gönnen können. Die Regierung bräuchte eigentlich die Lebensarbeitszeit gar nicht zu verlängern, sondern es genügt, die bisherige Politik der Verarmung im Alter weiter zu betreiben: Dann müssen die Menschen im Alter arbeiten, um leben zu können.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander: Laut ARD-Magazin Monitor sind die Einkommen der Geschäftsführer von Unternehmen von 1997 bis 2014 um 42 % gestiegen. Die ohnehin schon sehr hohen Einkommen von DAX-Vorständen nahmen sogar um 186 % (!) zu. Demgegenüber stiegen die Einkommen der Durchschnittsverdiener nur um 15 %. Und das Volk nimmt so etwas nicht nur klaglos hin, sondern wählt auch noch die Verantwortlichen wieder!

Fies ist, dass die offizielle Statistik die Einkommen der Spitzenverdiener viel zu niedrig ansetzt. Das mittlere Einkommen der Geschäftsführer und Vorstände lag 2013 bei 500.000, während offiziell nur von 200.000 Euro ausgegangen wird.

Wenn die Linken eine Vermögenssteuer fordern, haben sie keinen Erfolg, denn dann spricht man gleich von einer „Neidkampagne“ oder man verwirft das mit dem Argument, man wolle keine neuen Steuererhöhungen. Da frage ich mich doch: Ist es nicht ein Gebot der Gerechtigkeit, dass denjenigen, die sich das Plus des Aufschwungs unter den Nagel reißen, wieder etwas davon weggenommen wird?