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Die hässlichen Rechtspopulisten – auch bei der CDU

Die hässlichen Rechtspopulisten: Ich rede hier mal nicht von der AfD, sondern von der CDU. Sie schimpft zwar dauernd über den Rechtspopulismus, betreibt ihn aber selbst in unwürdiger Weise:
Gerade hat man den Linken Ritzinger im Visier. Der Mann hat auf die Äußerung einer Frau, man solle Reiche erschießen, doch tatsächlich gesagt, man solle sie lieber arbeiten lassen. Das war eine sarkastische Bemerkung, die in unserer „Gutmenschen-Republik“ unerträglich ist. Ritzinger hat sich deshalb auch sofort entschuldigt. Das genügt aber den Gutmenschen nicht, sondern im Bundestag verlangte dann ein Abgeordneter, dass Ritzinger sich nochmals in „diesem Hohen Hause“ zu entschuldigen habe. Schon das ist in meinen Augen Populismus pur. Der gipfelte dann noch darin, dass man den Linken vorwarf, sie wollten Arbeitslager à la Gulag einführen.
Beim Stichwort „Entschuldigung“ fällt mir
auch noch Gauland ein. Der hat sich für seinen Fehltritt mit dem Vogelschiss ja auch genau so wie Ritzinger entschuldigt. Gerade in der CDU wird aber immer noch so getan, als sei dieser „Vogelschiss“ die offizielle Linie der AfD.
Was mich an diesem widerlichen Geplänkel so stört, ist die Tatsache, dass in der politischen Diskussion solche Widerlichkeiten im Vordergrund stehen und nicht die sachlichen Argumente. So überzeugt man das Volk nicht vom Parteiprogramm, sondern man hetzt einen Teil des Volkes gegen den anderen auf.

Schade, Herr Gauland…


Schade, Herr Gauland, dass Sie nicht zu meinen Followern gehören, sonst hätten Sie sich vielleicht nach dem gerichtet, was ich hier geschrieben habe:

Die moderne Form der Lüge, die vor allem in der Politik üblich ist, besteht darin, dass man einen Satz oder Halbsatz aus einer Rede des Gegners zitiert, aus dem sich etwas anderes ergibt, als wirklich gesagt wurde.

*
Ein guter Politiker redet so vorsichtig, dass sein Gegner nicht einmal einen Nebensatz zum Zitieren finden kann, mit dem er das wirklich Gesagte entstellen kann.

H. Pöll, Autor

Das passt zwar nicht ganz auf ihre Rede, aber die Regeln sind doch eine brauchbare Handlungsanweisung.
Es musste so kommen, wie es gekommen ist. Sie sagten, Hitler und die Nazis seien nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte. Und wenn Sie das Echo auf diesen Satz hören, ist es so, als hätten Sie die Vergasung der Juden als Vogelschiss hingestellt. Und dass Sie sich zur Verantwortung für die 12 „verdammten Jahre“ bekannt haben, geht im Medienecho völlig unter.
Eigentlich hätten Sie ja von ihrem Parteigenossen Höcke lernen können. Als der von einem „Denkmal der Schande“ sprach,
wurde ihm dies vielfach so ausgelegt, als hätte er gesagt, die Aufstellung des Denkmals sei eine Schande (und nicht eine Erinnerung an die Schande).
Es läge im Interesse der Demokratie, wenn Sie Ausdrucksweisen vermeiden würden, die andere Parteien begierig aufgreifen, um vom „braunen Sumpf“ zu reden. Es schadet dem Ansehen Deutschlands, wenn Sie in einer Weise reden, die dann im Ausland als Wiedererstarken des Nationalsozialismus verstanden wird. Und ich glaube nicht, dass Sie auf diese Weise Wähler für die AfD gewinnen.