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Wie die Blödheit zunimmt: Web.de

Ich bin beim Provider Web. de. Dort schaue ich mir jeden Morgen an, was es Neues gibt. Ich habe hier schon mal dagegen protestiert, dass die Textbeiträge immer mehr abnehmen und durch Videos ersetzt werden. Das führt dazu, dass die Zahl der Analphabeten immer mehr zunimmt:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/11/02/wie-uns-die-medien-verbloeden/ 
Heute interessierte mich bei Web.de dieser Beitrag darüber, warum man ein Gesetz über gefälschte Impfpässe plant, obwohl es ja im Strafgesetzbuch den Tatbestand der Urkundenfälschung gibt. Der Beitrag besteht allerdings auch wieder aus einem Video. Dazu kann ich nur sagen: Blöder geht’s nimmer: Natürlich muss man erst eine Reklame über sich ergehen lassen und dann kommt erst der Beitrag. Der besteht allerdings nur aus einem langsam eingeblendeten Text mit musikalischer Untermalung. Hätte man nur den Text gedruckt, hätte ich dazu nur eine halbe Minute gebraucht.
So aber tut Web.de alles, um meine Lebenszeit zu vergeuden, weil man mit so einem langweiligen Video die User länger auf der Webseite halten will.
Ärgerlich bei Web.de finde ich auch, dass sich am Seitenrand nun dauernd Nervöslinge von der Bauhaus-Reklame austoben, die man anklicken soll, um seine Ruhe zu haben.
Auch wenn es nur  Kleinigkeiten sind, aber sie zeigen, wie alles immer schlechter wird.


 

Das ist der Gipfel!

Nun also wird bei uns eifrig mir AstraZenca geimpft, weil wir nichts Besseres haben. Aber die Widersprüchlichkeiten und Nebenwirkungen, die hier schon öfter behandelt wurden, werden unter den Teppich gekehrt. Nun fordert der Hausärzte-Chef endlich Klarheit:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/hausaerzte-chef-weigeldt-klarheit-astrazeneca-35693704
Das ist schlimm genug. Sollte die Klarheit nicht schon vorher herrschen?

Aber genauso schlimm ist das verlinkte Video selbst. Es gibt nämlich nichts zu sehen, sondern es werden „tröpfchenweise“ ein paar Worte vorgelesen. Was soll der Unsinn? Die drei Sätze hätte man ohne Reklamevorspann in einer Sekunde lesen können. Aber der Besucher soll möglichst lange auf der Seite gehalten werden. Das ist gut für die Platzierung in der Rangliste.
Und weil das Volk immer weniger zu lesen bekommt und stattdessen mit Videos gefüttert wird, sind wir auf dem Weg, ein Volk von Analphabeten zu werden.

Nüßlein: Gesundheit nach hinten schieben?

Nüßleins Kollege Löbel hatte immerhin noch so viel restlichen Anstand, dass er auch sein Mandat nieder legte. Wenn Nüßlein sich nicht dazu aufraffen konnte, so liegt das wohl daran, dass er seine üppigen Bezüge als Angeordneter weiter kassieren will. Aber es ist ja wohl kaum zu erwarten, dass er sich wieder in den Bundestag traut, um dort zu arbeiten.

Wir sind ein Volk von entmündigten Nicht-Lesern geworden


Die Zeiten haben sich geändert. Als ich in den Staatsdienst eintrat, bekam ich eine schlichte Gehaltsabrechnung mit leerer Rückseite. Heute ist sie hinten eng bedruckt und auf der nächsten Seite geht es weiter. Da fragt man sich: Wie konnte das früher anders funktionieren?
Das war aber nicht das Einzige, was ich heute hätte lesen sollen: Auch meine Krankenkasse schickte mir 10 DIN-A-4-Blätter mit einer Prämienanpassung (sprich:: Erhöhung).
Wer soll all das Zeug lesen, besonders die Geschäftsbedingungen im Internet? Kaum einer macht so was. Eine Firma hat das einmal mit einem kuriosen Experiment bewiesen: Sie hat in ihren AGB demjenigen 3000 Euro versprochen, der das liest. Es hat sehr lange gedauert, bis jemand das Geld abgerufen hat.
Weil wir uns nicht mehr die Zeit zum Lesen nehmen, werden wir praktisch entmündigt. Und wir werden quasi erpresst, indem wir das schlucken, was und vorgesetzt wird: Ein Beispiel bietet Google: Wenn Sie dort mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, werden Sie auf eine Auswahlseite verwiesen, bei der Sie schnell aufgeben: so verwirrend und umfangreich ist das Zeug, was dann kommt. Ich glaube sowieso, dass die meisten Leute im Internet einfach immer auf den „Einverstanden-Button“ klicken.
Merkwürdig ist, dass den Menschen so viel zum Lesen vorgesetzt wird, obwohl 12% Analphabeten sind:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/03/wie-immer-mehr-menschen-analphabeten-werden-12/
Das Internet hat sich auf die Nicht-Leser eingestellt. Gebrauchsanleitungen braucht man heute nicht mehr zu lesen. YouTube erklärt fast alles.
Und auch die Print-Medien gehen immer auch mehr dazu über, ihre Botschaften per Video zu verbreiten. Ich hasse das: Wenn ich nur kurz etwas wissen will, was ich beim Lesen durch Überfliegen des Textes erfahren würde, muss ich mir dann zunächst eine Werbung anschauen und dann einen Film, bei dem es dauert, bis man dort zur Sache kommt: Was für eine Zeitverschwendung.

 

 

Videos von Rezo & Co

Heutzutage ist es weniger wichtig, was gesagt wird als wie es gesagt wird und von wem.“
(H. Pöll)

Nehmen wir einmal an, jemand würde in seinem Blog das schreiben, was ein blauhaariger Protestler in einem Video von sich gegeben hat, dann käme er höchstens auf 100 Besucher. Ich finde, die vielen „Youtuber“ sind eine traurige Zeiterscheinung, denn so verblöden die Menschen immer mehr:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/09/09/wie-wir-verbloeden/
Videos sind zwar eine feine Sache, wenn es wirklich etwas zu sehen gibt: Theater, Kabarett, Natur …
Aber wenn uns jemand etwas erklären will, wäre es viel besser, er täte dies schriftlich: Dann kann man sich aufs Wesentliche konzentrieren und braucht für das Lesen nur einen Bruchteil der Zeit, die man zum Ansehen eines ganzen Videos benötigt. Und man kann Zitate kopieren, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Aber so etwas wollen die „Youtuber“ in der Regel gar nicht. Sie wollen nur einen Haufen Besucher und ein Pauschalurteil wie: „Geil!“
So geht die differenzierte Diskussion immer mehr verloren, die ein wichtiger Bestandteil der Demokratie ist. Die notwendige Sachlichkeit wird durch Emotionen ersetzt und die werden auch von den Parteien geschürt. So kommt es, dass immer mehr Menschen auf die Straße gehen und Polizisten mit Steinen bewerfen. All das hat es früher nicht gegeben.

Rezo und die CDU

Manchmal bilde ich mir ein, ich sollte mich als Berater beruflich etablieren. Wenn ich sehe, wie die Parteien mit dem Video von Rezo umgehen, greife ich mich an den Kopf und frage mich: Was haben die denn für Ratgeber?
Vielleicht fehlt da ein Bayer, der das „Derblecken“ beherrscht, eine Kunst, die es nur unterhalb des Weißwurstäquators gibt und für die es kein hochdeutsches Synonym gibt. Vielleicht umschreibt man es am besten, wenn man es mit „lächerlich machen“ übersetzt.
Wie sähe das aus? Da gäbe es verschiedene Möglichkeiten: Man setzt eine skurrile alte Frau vor die Kamera, die sich als Rezos Mutter ausgibt und über seine „Entgleisung“ lamentiert nach dem Motto: Er war immer schon ein schwieriges Kind.
Oder man filmt eine „schräge“ Frau mit grünen Haaren und Schirmmütze, die Rezos „Gelaber“ Stück für Stück auseinander nimmt.
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber so, wie es jetzt läuft, sieht es so aus, als ob ein junger Mann mit Ideen gegen ein verknöchertes System steht.

Aber nun im Ernst: Ich finde es gut, wenn über Menschen wie Rezo etwas funktioniert, für das ich hier ständig eintrete mit dem Ruf „Deutschland erwache!

 

Wie Merkel der Bundesrepublik schadet


Was für ein entsetzliches Drama hat es um ein verschwommenes Video aus Chemnitz gegeben. Hysterie und fast schon Wahnsinn war über uns hereingebrochen. So sah es von der neutralen Schweiz betrachtet aus:
https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2018-38/artikel/merkels-treibjagd-die-weltwoche-ausgabe-38-2018.html
Jetzt stellen wir uns einmal vor, das Ganze wäre unter Kanzler Schröder passiert. Der hätte Autorität genug gehabt, das giftige Geschreibsel über ddas Video auszubremsen, das dem Ansehen Deutschlands geschadet und die Regierungsarbeit beeinträchtigt hat.
Die Kanzlerin hat sich als Partei in die Auseinandersetzungen eingemischt, während Schröder sich wohl nicht darauf eingelassen hätte, sondern darüber gestanden wäre, indem er wohl ein Machtwort gesprochen hätte: „Kinder, nun beruhigt euch mal. Die Polizei wird aufklären, ob es Hetzjagden gegeben hat. Und sie wird auch das verschwommene Video untersuchen: Ist es echt? Ist die Szene gestellt? Was ist voraus gegangen, als es zu dieser Szene kam? Und bis die Polizei diese Umstände geklärt hat, verschont uns mit Mutmaßungen und Rücktrittsforderungen.“
So in etwa hätte ein souveräner Regierungschef gehandelt.

Wie wir verblöden

Kürzlich las ich: „Pistazien auf den Ernährungsplan zu setzen ist eine richtig gute Idee. Im Video sehen Sie die Erklärung.“ Ich hasse so etwas. Warum kann man nicht schreiben, was an den Pistazien so gesund sein soll? Dann könnte man den Artikel kurz überfliegen und prüfen, ob man so etwas braucht. Aber nicht einmal im Hinweis auf das Video findet man eine Andeutung, welche positiven Auswirkungen man erwarten kann. Man soll also unbedingt neugierig werden und das Video über sich ergehen lassen. Das Schlimme an solchen Videos ist meistens, dass man erst einmal eine minutenlange Reklame ertragen muss, bis es endlich zur Sache geht.
Ich frage mich oft, was so ein Blödsinn soll. Wahrscheinlich will man die User möglichst lange auf der Seite halten.
Daher kommen immer mehr Videos ins Netz. Sogar Zeitschriften wie der „Spiegel“ folgen diesem Trend und die Folge davon ist, dass die Menschen immer weniger lesen. Leider ist es beim Lesen anders als beim Schwimmen und Rad fahren: Lesen kann man verlernen. Wer nicht mehr liest, kennt zwar noch die Buchstaben, ist aber nicht mehr in der Lage, den Sinn von Texten zu erfassen. Zwölf Prozent (!) der Berufstätigen in Deutschland können nicht mehr richtig lesen und schreiben. Betroffen sind vor allem Menschen, die einfachen Hilfstätigkeiten nachgehen.
Entwickeln wir uns zu einem Volk von Analphabeten?
Immer mehr Geräte funktionieren über eine Sprachsteuerung. Bald muss man gar nicht mehr lesen und schreiben können.

 

Ein großes Lob für die ARD

ARD
Wir leben in einem Zeitalter der Analphabetisierung:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/07/31/werden-wir-alle-analphabeten/
Wie dort zu lesen ist, nimmt sogar bei den Print-Medien der Trend zu, anstatt von Artikeln Videos zu veröffentlichen. Spiegelgründer Augstein würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde, dass auch sein Blatt zunehmend mit dabei ist.
Nun ist allerdings auch ein umgekehrter Trend zu beobachten. Während man früher Sendungen wie Monitor, Plusminus usw. von vorn bis hinten anschauen musste, wenn man nur an einem Beitrag interessiert war, half zunächst schon die Videothek dabei, dass man hinterher speziell diesen Beitrag heraus suchen und anschauen konnte.
Noch besser ist es inzwischen bei der ARD geworden. Da kann man in einem kurzen Artikel lesen, um was es in einem Beitrag geht:
Beispiel: Mich interessierte bei Plusminus ein Filmbeitrag über das Thema „Kriselnde Banken und Sparer“. Früher hätte ich eine Dreiviertelstunde vor dem Fernseher sitzen müssen, bis der Beitrag gekommen wäre, jetzt konnte ich ihn gezielt in der Videothek anschauen und was nun noch besser ist: Ich konnte in einer Minute den Artikel über dieses Thema überfliegen.

Da muss ich mich schon wieder aufregen!

Was? Regt sich der schon wieder auf? Das ist nicht gut für die Gesundheit, meinen Sie? Im Gegenteil: Ich brauche das und bin damit bisher 81 Jahre alt geworden. Ich finde, die Menschen sollten sich viel mehr aufregen, aber sie sind dem „Deadening“ zum Opfer gefallen .
Heute überfliege ich mal auf meinem Browser kurz die Nachrichten. „Hagelkörner, so groß wie Tennisbälle!“ lese ich da. Mich würde ja nur schnell interessieren, ob es so etwas in Deutschland gegeben hat oder anderswo. Aber dazu muss ich mir ein Video anschauen, bei dem ich erst einmal mit einer unerträglichen Melodie bedudelt wird, mit der sich die Bayerische Versicherungskammer empfehlen will. Und dann lese ich noch, dass Allofs die Bayern scharf kritisiert hat. Ich würde ja nur kurz seine Sätze überfliegen wollen. Geht nicht! Da muss ich mir auch wieder in einem Video anschauen, was er gesagt hat. Aber vorher soll ich noch eine Reklame über mich ergehen lassen.
Regen Sie sich nicht auch über so einen Blödsinn auf?