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Der Merkelismus oder das Reichtumsförderungsprinzip („Raubtierkapitalismus“)

Mit dem Merkelismus habe ich mich hier schon öfter befasst:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/
Nun hat das DIW in einem Bericht beschrieben, wie die Vermögensverteilung in Deutschland aussieht:
„Die reichsten zehn Prozent besitzen den aktuellen Zahlen zufolge mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens (56 Prozent), während die ärmere Hälfte der Bevölkerung über 17 Jahren nur 1,3 Prozent des Gesamtvermögens hält. Das oberste eine Prozent besitzt 18 Prozent des Gesamtnettovermögens – so viel wie die unteren 75 Prozent zusammen.“
In kaum einem anderen Land bestehen so krasse Unterschiede. Das sind die Folgen einer Reichtumsförderungspolitik, die ihre Wurzeln schon in der Währungsreform hatte, als die einen ihre Vermögenswerte 1:1 hinüber retten konnten und den anderen nur ein Zehntel davon übrig blieb. Das hat man damals aber als „alternativlos“ hingenommen, denn dann gab es das Wirtschaftswunder. Aber seitdem geht die Schere zwischen arm und reich ständig weiter auseinander.
Die ständige Regierungspolitik, die im Merkelismus gipfelt, hat den „Baubtierkapitalismus“ als Wirtschaftsform eingeführt: Die hemmungslose Geldgier, die unter dem Schutz der Politik um sich greift, ist die Ursache dafür, dass die Reichen immer reicher wurden und die Armen immer ärmer. Müssen Topmanager wirklich durchschnittlich das 53-fache ihrer Angestellten verdienen? Das Missverhältnis der Einkommen reicht bis zum 432-fachen.
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/10/der-andere-gefaehrlichere-klimawandel-der-gesellschaftliche/
In den 60-er Jahren verdienten die Manager „nur“ das 16-fache ihrer Angestellten und Arbeiter. War das nicht mehr als genug?
Wäre es nicht endlich Zeit, diese Entwicklung umzukehren?
Ja, wir brauchen etwas, was die CDU als „Neiddebatte“ diffamiert.
„Die da oben“ wundern sich, dass das Protestpotenzial immer größer wird und sogar zum Sturm auf die Parlamente ansetzt. Sie verstehen  nicht, dass das die Früchte ihrer Politik sind. Das Schlimme ist ja, dass der derzeitige Zustand nur ein vorübergehender in einem schlimmen Gesamttrend ist, der im Extrem zur völligen Versklavung führt. Die Zunahme der prekären Arbeitsverhältnisse zeigt, wohin die Reise geht.

Gewaltige Verteilungskämpfe stehen uns bevor

Die gesamten Ausgaben für die Flüchtlingsbewegung im Bundeshaushalt waren 2018 so hoch wie noch nie. Die Kosten stiegen auf 23 Milliarden Euro. Teilweise handelt es sich um Ausgaben im Ausland zur Bekämpfung der Flüchtlingsbewegung, Im Inland hat der Bund die Länder und Kommunen vergangenes Jahr mit zusammen 7,5 Milliarden Euro im Bereich der Flüchtlings- und Integrationskosten unterstützt. Das sind nur die Ausgaben des Bundes, Hinzu kommen diejenigen der Länder und Gemeinden.
Im Vergleich dazu sind die Kosten für die Grundrente, die wir uns angeblich nicht leisten konnten, gering: Nach Angabe von CSU-Chef Markus Söder ist mit Kosten von bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu rechnen.
Da wird es wohl irgendwann gewaltige Verteilungskämpfe geben, wenn das Volk das mit bekommt und wenn beim künftigen Schwächeln der Konjunktur weniger Geld zum Verteilen vorhanden ist. Ob es dann zu Ereignissen kommt, wie sie in der Kurzgeschichte „Bartholomäusnacht“ in der „Leseecke“ geschildert wurden?

Deutschland erwache!

Entschuldigung! Ich glaube, so etwas darf man vielleicht heute nicht mehr sagen, weil die beiden Worte von den Nazis in Beschlag genommen worden waren. Aber nachdem Kurt Tucholsky ein Gedicht so überschrieben hat, darf ich wohl auch diese Überschrift verwenden. Jedoch für die Gutmenschen, die vielleicht Anstoß nehmen könnten, sagen wir also lieber:

„Deutscher Michl, wach auf!“

Ich glaube, es hat schon seinen Grund, wenn Deutschland durch einen Mann mit Schlafmütze symbolisiert wird, eben durch den Michl.
Gerade zeigt eine Studie der OECD, dass der normale Bürger eigentlich aufwachen müsste, denn bei uns sammelt sich immer mehr sozialer Sprengstoff an: 60 % des Vermögens befindet sich in der Hand von 10 % der Bevölkerung. Das reichste Prozent der Bevölkerung hält Schätzungen zufolge rund ein Drittel des gesamten Privatvermögens, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit. Damit ist die Vermögenskonzentration bei uns stärker ausgeprägt als in vielen anderen Staaten. Und auf diesem Weg gehen wir weiter, denn die oberen 10 % verdienen 6,6 mal so viel wie die unteren 10 %. Vor 30 Jahren bekamen sie „nur“ 5 mal so viel.
Die Fixgehälter der Vorstandsvorsitzenden stiegen im Jahr 2013 durchschnittlich um 17 Prozent, während die Reallöhne um 0,1 % sanken. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Vorstandsvorsitzender 53 Mal so viel verdient wie ein Angestellter eines Dax-Unternehmens. Wir können also ausrechnen, wann den Reichen alles gehört. Und sehen Sie etwa, dass die Politik gegensteuert? Nicht einmal die Sozis tun etwas dagegen. Sie sind zu Erfüllungsgehilfen der Kapitalisten verkommen.
Abschließend noch eine interessante Zahl, die ich irgendwo gelesen habe: 96 % der Reichsten auf der Welt haben ihr Vermögen durch Spekulation erworben und nur 4 % durch Arbeit. Was ist das nur für eine verkehrte Welt, in der so etwas möglich ist.