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Eine neue Art der Verschwendung greift um sich

Gerade brauchte ich Tesafilm und Uhu. Ich ging also in einen Supermarkt und konnte dort nur Klebefilm in einer Achterpackung kaufen. Was soll ich damit? Und Uhu gab es auch nur in einer Riesentube. Auch hier frage ich mich: Was soll ich damit?
Und dann kaufte ich mir bisher immer Kaffeesahne in einer 10-er-Packung bestehend aus kleinen Döschen für den Fall, dass ich Besuch bekomme, der Sahne im Kaffee möchte. Nun allerdings muss ich eine Packung mit 20 Stück kaufen, die ich kaum brauche. Immerhin kostete die nur 59 Cent.

Wer heute eine Schraube oder einen Dichtungsring braucht, muss immer ganze Packungen kaufen mit einer Menge, die er nicht braucht. Waren das noch Zeiten, als ich jung war: Früher konnte man alles einzeln kaufen. Schrauben konnte man in einer Packung kaufen oder einzeln mit einem Zuschlag von 50 Pfg fürs Abzählen. Das waren noch Zeiten!

 

Da muss ich mich wieder aufregen: Corona-Hilfen – Rausgeschmissenes Geld

Geldspritze gefällig?

Ich habe mich hier ja schon oft für die Gastronomie stark gemacht und mich gewundert, dass sie sich so wenig gegen die Schließung ihrer Unternehmen gewehrt hat. Ich habe ja schon früher den Verdacht geäußert, dass die Gastronomie durch die Corona-Hilfen womöglich mehr verdient, als wenn sie geöffnet hätte, denn sie erspart sich ja durch die Schließung viele Ausgaben. Wie Recht ich mit meiner Vermutung hatte, zeigen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft. Demnach zahlt der Staat 10 Milliarden Euro mehr an Corona-Hilfen, als eigentlich notwendig wäre. Vor allem die Gastronomie sei eine der Hauptnutzerinnen dieser Verschwendung von Steuergeld.

Die Autoindustrie war natürlich wie immer beim Kassieren auch mit vorne dabei.

Ebenso haben andere Branchen wie die Lufthansa und die TUI einen wahren Geldsegen erhalten, bei dem ich mich frage, wie es denn gewesen wäre, wenn diese Unternehmen pleite gegangen wären: Dann hätten sie wieder klein anfangen müssen. Jetzt aber müssen sie sich „gesund schrumpfen“ und das kostet uns viel Geld und das Ergebnis ist dasselbe. Der Arbeitsminister behauptet zwar immer, dass der von der Regierung eingeschlagene Weg finanziell günstiger sei, aber konkrete Berechnungen dazu hat er nicht bekannt gegeben.

Weg mit GEZ, ZDF und ARD!

Die GEZ hatte ja noch ihre Daseinsberechtigung, als festgestellt werden musste, wer einen Fernseher besaß. Aber nachdem nun sowieso jeder Fernsehgebühren zahlen muss, sind sie doch nur eine Art zusätzlicher Steuer. Gleichgültig, ob sie nun wirklich Steuern im Rechtssinne sind, brauchen wir jedenfalls die GEZ nicht mehr. Die Fernsehgebühren könnten ganz einfach von den Finanzämtern mit eingezogen werden.
Das wird wohl aber leider nie so kommen, denn wenn man in unserer verkrusteten Demokratie eine so lukrative Institution wie die GEZ geschaffen hat, die so viele zu hoch dotierte Posten bietet, dann ist ihr ein ewiges Leben beschert. Das ist so ähnlich wie bei den vielen Zusatzprogrammen des ZDF, die kaum einer anschaut. Aber dort gibt es halt auch so viele Leute mit Beziehungen und hohem Einkommen. Das ist eine Kombination, bei der jede Programmbeschränkung scheitern muss.

Aber nicht nur die GEZ muss weg. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender selbst haben keine Daseinsberechtigung mehr und kosten die Bürger nur unnütz viel Geld. Griechenland könnte uns als Vorbild dienen. Dort hat man im Zuge der Einsparmaßnahmen das staatliche Fernsehen abgeschaltet. Auch in Österreich diskutiert man darüber, diesem Beispiel zu folgen. Nur bei uns nicht.
Wozu brauchen wir überhaupt ZDF und ARD? Bringen die nicht praktisch dasselbe wie die privaten Sender? Immer mehr bekommt man sogar den Eindruck, als würden sogar die öffentlich-rechtlichen Sender die privaten nachahmen. Da könnte man viele Beispiele bringen.
Die öffentlich-rechtlichen Sender wurden einmal zu einer Zeit gegründet, als nur wenige Fernsehkanäle zur Verfügung standen. Und da hatte man natürlich Angst um die Meinungsvielfalt. Aber heute ist das völlig anders. Genauso wenig, wie wir eine Staatszeitung brauchen, brauchen wir einen öffentlich-rechtlichen Sender.
ARD und ZDF sind eine einzige Geldvernichtungsmaschinerie. Gelegentlich wird einem das bewusst, am eindrucksvollsten bei der Papstwahl. Sowohl in der ARD, wie auch im ZDF und auch noch im BR konnte man eigene Übertragungen des Ereignisses sehen. Wenn man bedenkt, was für einen riesigen Aufwand allein eine einzige dieser Übertragungen gekostet hat, kann man nur den Kopf schütteln.
Geben Sie bitte ja nicht bei Google siw Suchbegriffe „„ZDF, Verschwendung““ ein. Was Sie da zu lesen bekommen, wird Sie nur ärgern, z.B.:
http://www.focus.de/kultur/medien/rundfunkbeitrag-fuer-medien-moloch-so-verschleudern-ard-und-zdf-7-5-milliarden-euro_aid_890515.html
http://www.bild.de/politik/inland/gez/und-so-verschwenden-sie-unsere-gebuehren-28047748.bild.html
Sie erinnern sich doch sicher noch an Frau Lierhaus, die für ein paar gestammelte Sätze zugunsten „“Ein Platz an der Sonne““ 450.000 Euro erhielt?
Nur mit großem Zorn verfolgen wir, was mit unseren Gebühren gemacht wird. Wir sind auch hier völlig entmündigt worden. Ein vernünftiges demokratisches Fernsehen sähe so aus: Wir zahlen für die Sendungen, die wir anschauen, wie wir ja auch bei Zeitungen und Büchern nicht das kaufen müssen, was wir gar nicht haben wollen.
Aber das Traurige an unserer Demokratie ist, dass das Volk hier gar nichts zu sagen hat.

 

 

Blödsinn: Die EU verschwendet Geld

Es ist schlimm, seit es die EU gibt: Wo ich bei uns herum schaue: Überall steckt Geld von der EU drin. Ja es gibt sogar ein eigenes Büro, das besonders die Gemeinden berät, wie man „Mittel abgreift“. Und jeder Bürgermeister, der nicht dabei ist, hat das Gefühl, dass er Geld verschenkt. Jüngstes Beispiel: Gerade wurde in Chieming ein Trimm-dich-Pfad für 92.000 Euro gebaut. Darin stecken Gelder der EU zur Förderung des ländlichen Raums und wohl auch Mittel des Landwirtschaftsministeriums. So hat man den Wald mit teuren Trimm-dich-Geräten aus Edelstahl möbliert:

Chieming

Ein schlichter Wald tut es ja heute nicht mehr. Gerade wurde das Ganze mit einem Mords-Tamtam eingeweiht:
Alles ist rausgeschmissenes Geld. Ich war die vielen schönen Tage am Chiemsee und bin immer wieder dort vorbei gegangen: Noch nie habe ich auch nur einen einzigen Menschen an den Geräten gesehen. Das ist ja auch nicht der Zweck der Übung. Das Geld wurde ja nur ausgegeben, damit man hinterher sagen kann: Man hat wieder mal etwas getan.
http://www.suedost-news.de/region+lokal/landkreis-traunstein/chieming_artikel,-Trimmparcours-und-Kneippanlage-eroeffnet-_arid,216649.html

Was sind wir doch für blöde Verschwender

In letzter Zeit fielen bei mir drei Geräte aus: Der Garagentüröffner, die Kontrollleuchte für den Öltank in der Erde und die WLAN-Box. In allen drei Fällen wird wohl eine Platine infolge einer Überspannung im Stromnetz ausgefallen sein. Wie schön wäre es, wenn man nur diese Platine kaufen und einsetzen könnte. Stattdessen muss ich nun einen neuen Garagentoröffner mit Motor kaufen und ich habe eine neue WLAN-Box mit dem gesamten Zubehör bekommen, das ich überhaupt nicht brauche. Wie einfach war es einmal früher: Da habe ich sogar meinen Fernseher selbst repariert, weil der aus Modulen bestand, bei denen der Laie selbst feststellen konnte, welches davon auszutauschen war. Freilich ist inzwischen der technische Fortschritt so schnell geworden, dass jeder sich lieber einen neuen Fernseher kaufen würde. Aber bei Geräten wie einem Garagentüröffner oder einer Öltankkontrollanlage müsste es doch mit einem Austausch der Platinen klappen können. Aber leider wollen ja die Hersteller solcher Geräte lieber am Verkauf neuer Apparate verdienen.
Deshalb sollte der Gesetzgeber vorschreiben, dass solche einfachen Geräte so hergestellt werden müssen, dass sie durch Platinentausch selbst repariert werden können und dass man diese Ersatzteile auch mindestens 10 Jahre lang nachkaufen kann.
Der Trend verläuft derzeit allerdings anders herum: Während man früher am Autoscheinwerfer ganz einfach eine ausgefallene Birne selbst auswechseln konnte, braucht man heute bei vielen Typen einen Fachmann oder sogar einen neuen Scheinwerfer, bei einem Modell sogar auch noch den Kotflügel mit dazu. Und bei einem Getriebeschaden muss man bei einem Auto auch den ganzen Antrieb mit Motor erneuern. So wird der Abfall immer mehr und unser Leben immer teurer.

Drei Weiber sind einfach zu viel für mich

Mein Tag beginnt normalerweise so: Kurz vor 6.00 Uhr schalte ich das Radio ein und höre bei Bayern 1 den Spruch zum Tag (meist nicht so gut wie meiner hier im Blog). Dann höre ich noch etwa 3 Minuten lang die Nachrichten, und anschließend treten drei Weiber vors Mikrofon. (Der Ausdruck „Weiber“ ist in diesem Fall angebracht, denn er bezeichnet nicht nur die positiven Erscheinungen jenes anderen Geschlechts, das ich normalerweise bewundere, sondern auch die unerträglichen.)
Erst kommt also nach den Nachrichten eine Sprecherin mit den Meldungen aus Oberbayern, die in der Regel aus einem Satz bestehen. Ist denn in Oberbayern nichts los? Dann meldet sich die Wetterfee und sagt auch wieder nur einen Satz. Und schließlich hören wir einen dritten Satz von einer weiteren Sprecherin über den Straßenzustand, der normalerweise nur lautet: „Noch nichts los auf Bayerns Straßen.“
Warum ich mich darüber aufrege, und das schon am frühen Morgen? Erstens finde ich, dass es eine Personalverschwendung ist, wenn drei Personen schon morgens um 6.00 Uhr Dienst tun, indem sie je einen Satz vorlesen, den der Nachrichtensprecher ohne weiteres auch noch mit vorlesen könnte. Früher hat es so etwas nicht gegeben, aber jetzt zahlen wir anscheinend zu viel Gebühren, die ja irgendwie ausgegeben werden müssen.
Was aber ganz schrecklich an dieser neuen Form von ergänzten Nachrichten ist: Die drei Weiber säuseln das, was sie rüber bringen sollen, in einem Ton, den sie für charmant halten, den ich aber unerträglich finde. Anscheinend haben sie das Bedürfnis, den einen läppischen Satz, den sie sagen dürfen, zu einem echten Ereignis zu machen. Solche Süßholzraspelei passt einfach nicht zu schlichten Meldungen. Und so werde ich mich halt von Bayern 1 verabschieden.

Anzeige erstatten gegen Politiker?

Der Spiegel kritisiert die Talkshows: Maybrit Illner sei wie eine Winterdepression. Vorher stand in
Spiegel-online: „Nach ein paar Folgen „Stuckrad-Barre“ wirken die Talker im Ersten und Zweiten im Vergleich wie wandelnde Morphium-Spritzen mit ihren nichts sagenden Meinungsstammeleien. Man möchte alle Macher dieser „Shows“ sofort wegen des Straftatbestands der schweren Zuschauer-Beleidigung bei der nächsten Polizeidienststelle anzeigen.“
Erst dachte ich, dass der Spiegel da eine tolle Idee gehabt hätte, aber dann habe ich noch einmal nachgedacht: Wer sich die Talker im Ersten und Zweiten anschaut – noch dazu zu so später Stunde, ist selbst schuld und ist also einverstanden mit dem, was ihm dort widerfährt, nämlich dass er beleidigt wird. Da kann man keine Anzeige erstatten, denn seit altersher gilt der Grundsatz: Volenti non fit iniuria – wer es so will, dem geschieht kein Unrecht.
Aber etwas anderes sollte man anzeigen: Wie die Politik mit Steuergeldern umgeht – das ist Anstiftung zur Steuerhinterziehung. Man braucht dazu gar nicht die Schwarzbücher der Rechnungshöfe zu lesen, sondern nur das Alltagsgeschehen zu verfolgen: Wenn man sieht, wer alles Subventionen vom Staat erhält, und sich vorstellt, wie hart man dieses Geld, das einem als Steuer abgezogen wird, erarbeitet hat, dann kann man eigentlich nur auf eine Idee kommen: Geldhahn zudrehen – sprich Steuern „sparen!“