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Reden wir mal über Sex

„In der Woche zwier, schaden weder ihm noch ihr, macht im Jahre hundertvier“, soll Martin Luther gesagt haben. Und das ist inzwischen das Maß für viele geworden. Und im Zeitalter der Entmannung des Mannes scheitern viele an diesem Maßstab. Da bleibt manchen nur der Rat aus diesem Witz:

Ein alter Bauer ist beim Urologen wegen Sexproblemen:
„Mein gleich alter Nachbar schläft zweimal pro Woche mit seiner Frau und bei mir geht nix. Was soll ich tun?“
Darauf der Arzt: „Ganz einfach: Sagen Sie doch dasselbe auch von sich.“

Ja, heute hat sich die Sexualität total verändert. Daran ist die Pllle schuld, die den jungen Leuten ein scheinbar risikoloses Sexualleben ermöglicht. In meiner Jugend war das anders. Es gab zwar auch schon Verhütungsmittel, aber die hatten ihre Versagerquoten. Also musste man vorsichtig sein. Und so gab es das Petting, von dem viele gar nicht mehr wissen, was das ist. Und irgendwie erinnert mich das Petting an Schillers Weisheit:
„O daß sie ewig grünen bliebe,
Die schöne Zeit der jungen Liebe!“
Wenn man nicht gleich nach Erlangung der Geschlechtsreife Sexualverkehr hatte, wie es inzwischen weitgehend üblich ist, dann genoss man eben noch länger die Zeit der jungen Liebe. Es stimmt als nicht, wenn wir hier lesen müssen:
„Noch vor 50 bis 70 Jahren hatte man wenig Wissen über Sex und einige seltsame Vorstellungen im Kopf. Heute weiß man zu viel und davon das Falsche.“


Ist Bahnfahren gar nicht umweltfreundlich?

 

Wir leben in einer Welt, in der uns der Überblick verloren gegangen ist. Ein Beispiel ist die Verkehrspolitik. Da meinen wir, genau zu wissen, was gut für die Umwelt ist und was nicht. Nicht wenige nehmen die Umstände einer Bahnfahrt im Vergleich zum Auto in Kauf, weil sie etwas Gutes für die Umwelt tun wollen. Aber ist das wirklich so?
Plötzlich kommt einer und durchdenkt das Verkehrswesen von Grund auf und da reibt man sich verwundert die Augen, wenn man das hier liest:
https://de.linkedin.com/pulse/ganzheitliche-%C3%B6kologische-bilanzierung-von-klaus-radermacher

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Ein Moment kann wichtiger sein als Jahrzehnte eines Lebens: beispielsweise ein Moment der Unaufmerksamkeit im Verkehr.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Die gefährlichen Alten am Steuer


Immer wenn ein alter Autofahrer einen Unfall verursacht, wird sein Alter im Zeitungsbericht angegeben, und dann sagen die Leute: „Wieder so einer! Die gehören weg von der Straße!“
Tatsächlich sieht es aber so aus: Im Jahr 2015 hatten die18- bis 24.jährigen 41.300 Unfälle, die Menschen ab 75 aber nur 15.700. Außerdem muss man die Unfälle differenziert betrachten: Ältere Pkw-Fahrer, die einen Unfall verursachen, gefährden sich dabei eher selbst sehr stark: Knapp 60 % der Unfalltoten, die durch Fehler von Pkw-Fahrern ab 75 Jahren verursacht wurden, waren die Unfallfahrer selbst. Völlig anders ist es bei den Jungen.
Trotzdem wird immer wieder gefordert, dass eine Altersgrenze für die Fahrerlaubnis eingeführt wird. Da wird aber nie etwas daraus;
Wenn man zynisch ist, wird man sagen: eine Industrie, deren Produkte bewirken, dass jährlich in der EU 400.000 Menschen durch Luftverschmutzung sterben, wird mit ihrer starken Lobby immer durchsetzen, dass „die paar Toten“, die durch Unfälle von Alten verursacht werden, keine Konsequenzen für die Fahrerlaubnis haben.

Altersdiskriminierung

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Wenn sich Verkehrsunfälle ereignen, wird normalerweise nicht das Alter der Beteiligten mitgeteilt. Eine Ausnahme bilden zwei Gruppen von Unglücken: Da sind zum einen die Disco-Unfälle junger Leute. Und zum anderen wird uns auch immer mitgeteilt, wenn ein älterer Fahrer am Unfall beteiligt war. Dadurch wird suggeriert, dass die Alten eigentlich aus dem Verkehr gezogen werden müssten.
Ich meine: Entweder schreibt man bei allen Unfallbeteiligten das Alter dazu oder gar nicht. Sonst laufen die Verkehrsunfallberichte auf eine Diskriminierung der Alten hinaus, denn was denkt wohl jeder, wenn er von einem Autofahrer, dessen Alter nicht angegeben ist, lesen muss, der habe ein anderes Fahrzeug übersehen? Er wird einen solchen Unfall natürlich auch einem Alten zuschreiben und finden, dass die Alten nicht mehr ans Steuer dürfen.