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Die Unverschämtheiten der Banken

Gerade erhalte ich von der Postbank 100 Seiten der neuen Geschäftsbedingungen, denen ich auch rückwirkend zustimmen soll.
Das Ganze ist eine Zumutung: Schon die Textgröße ist ein „Augenpulver“ nach dem Motto: Das liest ja sowieso keiner.  Was aber schlimmer ist: Vieles ist unverständlich. So soll eine „Echtzeitüberweisung“ 50 Cent kosten. Fällt darunter auch die normale Überweisung?
Anständig wäre es, wenn die Bank dem Kunden schreibt: „Folgendes ändert sich für Sie.“  So ging es doch auch früher. Da waren die AGB nur 75 Seiten lang und die Kunden wurden genau darüber informiert, was auf sie zu kam:

Aber der Kunde soll ja nicht mit der Nase auf die Nachteile gestoßen werden, sondern die soll der Kunde halt selbst aus den teilweise unverständlichen Geschäftsbedingungen selbst heraussuchen, sprich kapitulieren.
Das sollte den Verbraucherschutz auf den Plan rufen, damit er vom BGH klären lässt, ob so etwas zulässig ist. Der BGH steht ja den AGB immer sehr skeptisch gegenüber.

Was das Üble ist: Diese Geschäftsbedingungen einer Bank sind ja nicht das Einzige, womit der Normalmensch sich zu befassen hat. Auch andere wie beispielsweise die Krankenkasse beschäftigen einen mit so Zeugs. Wenn das so weiter geht, artet das zu einer Feierabendbeschäftigung aus.
Dem muss Einhalt geboten werden.

 

 

 

YouTube: So was gehört verboten

Mein Senf dazu:

Ich habe mich ja schon einmal dem Thema Cookies und Datenschutz gewidmet:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/24/cookies-und-datenschutz-wer-kann-mir-das-erklaeren/
Am Schlimmsten ist es bei YouTube. Ich bin ein Mensch, der nicht mit allem einverstanden ist, was einem vorgesetzt wird. So habe ich bei YouTube nicht einfach auf die vorab erscheinende Einverständniserklärung geklickt, sondern auf „Mehr anzeigen“. Tun Sie das mal! Dann stehen Sie „im Wald“. Es ist unglaublich, was einem da vorgesetzt wird, wenn man keine Cookies setzen lassen oder keine Reklame präsentiert bekommen will. Ich glaube da gibt jeder auf. Oder hat sich da einer meiner Leser schon mal „durchgewurstelt“?
Ich finde, es gehört verboten, die Einverständniserklärung mit solchen Komplikationen praktisch zu erzwingen. Da sollte sich mal der Datenschutzbeauftragte oder der Verbraucherschutz darum kümmern.