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Skifahren in Corona-Zeiten?

Pistenfahren ist wie Alkoholgenuss: Es macht Spaß, ist aber ungesund.“

Die italienische Regierung will auf europäischer Ebene Skiurlaub verbieten, um so die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie zu verhindern. Ob sie damit Erfolg hat, ist zweifelhaft. Es steckt zu viel Geld dahinter. Nach Ischgl werden sich aber viele sowieso fragen, ob es sinnvoll ist, sich an Liften oder sich in Kabinen von Seilbahnen einem Infektionsrisiko auszusetzen.
Die Corona-Pandemie hat ja einen Vorteil: Die Menschen beginnen, manches neu zu durchdenken. Und das ist auch beim Skilaufen angebracht.
Das Skifahren auf Pisten ist ja zu einem Massensport geworden. Es macht Spaß, ist aber ungesund: Man steht dauernd im Knie und empfängt dort je nach Fahrweise harte Schläge von den Unebenheiten der Piste. Es ist eine verkrampfte Haltung, die die Knie schädigt. Entsprechendes gilt für das Kreuz: Auch dort wirken sich die  Schläge auf die Bandscheiben aus und weil man leicht vorgebeugt steht, verkrampft sich die Rückenmuskulatur.
Und jetzt denken Sie mal ans Alter: Wie viele Menschen haben Kniebeschwerden und Rückenleiden! Wäre es da nicht vernünftiger, den Skisport anders zu betreiben – abseits der Pisten in der freien Natur? Es ist doch viel befriedigender, zu Fuß einen Gipfel zu „erringen“ und dann abzufahren, als auf einer Piste herum zu rutschen: Man hat dann einen erlebnisreichen Tag hinter sich. Man kann sich freuen, dass man einen Gipfel geschafft hat.
Manche meinen, sie kennen sich damit nicht aus und könnten nicht Tiefschneefahren. Also, das wäre falsch: Es gibt viele Anstiege, die man ohne Felle machen kann und wo man dann auf eingefahrenen Pisten abfahren kann. Im übrigen ist das Gehen mit Fellen ja auch kein Problem und die viel besuchten Skiberge sind lawinensicher und gut zu befahren. Probieren Sie es doch einmal. Sie können sicher sein: Sie kommen abends angenehm erschöpft, aber zufrieden über Ihre Leistung nach Hause.
Und wenn Sie dann auch mal so alt sind wie ich, können Sie auf viele erlebnisreiche Tage am Berg zurück blicken. Und sie haben auch weder Gelenkschmerzen noch Rückenprobleme.
Wohlgemerkt: Ich habe nichts gegen den Pistenskilauf. Auch ich habe herrliche Urlaube in Zermatt, Val-d’Isère, Cortina. St. Moritz… verbracht. Aber großartiger waren meine Skitouren durch die Ötztaler, Stubaier …

Gutmenschen gegen Nazis

Wir haben so viele Gutmenschen in Deutschland, die darauf achten, dass die „political correctness“ eingehalten wird oder besser gesagt: die Regeln, die sie aufgestellt haben. So fürchte ich, dass wir von diesen Hysterikern bald diese Forderung hören:
„Verbietet das Wort „und“! Ersetzt es durch das Wort „plus“! Denn das Wort „und“ wurde im Nazi- Sprachgebrauch vieltausendfach verwendet und sollte deshalb entsorgt werden.“
Die Gutmenschen sind bei uns ja ständig am Werk, um für Sauberkeit im Sprachgebrauch zu sorgen. Sie haben bisher – Gott sei Dank! – das Wort „und“ noch nicht entdeckt. Wie schnell so etwas geht, haben wir beim Wort „Neger“ gesehen. Den Gutmenschen verdanken wir den Verlust dieses liebenswerten Zeitgenossen.
Man sieht daran, welche Macht die Gutmenschen ausüben. Die Angst vor ihnen ist so groß, dass sich Politiker kaum noch trauen, gewisse Worte zu gebrauchen. Daher wurde das Wort „Vaterland“ weitgehend durch „Heimat“ ersetzt. Und auch das Wort „Volk“ erscheint als gefährlich, denn es wurde in dem Satz „Für Führer, Volk und Vaterland“ von den Nazis verwendet. Die Politiker reden daher lieber von „den Menschen draußen im Lande“ (was ihre Abgehobenheit offenbart). Auch der „Nationalstolz“ wurde abgeschafft, weil ein Volk, das einen Krieg angefangen hat, demütig zu sein hat. Nur die AfD ist bei uns noch stolz. Stolz sind auch die Franzosen auf ihren machtgeilen Napoleon und nennen sich „la Grande Nation“.
Nun haben die Gutmenschen wieder einen lächerlichen Stein des Anstoßes gefunden: die Sitze des Polizeifahrzeugs “Survivor R”. Diese sind mit einem Lorbeerkranz und Frakturschrift bestickt. Das ist für die Gutmenschen unerträglich, denn beides wurde von den Nazis verwendet.
Nun ist allerdings der Lorbeerkranz seit der ersten griechischen Olympiade im Gebrauch und auch die Frakturschrift wurde nicht von den Nazis erfunden, sondern ist altdeutsch. Solche altdeutschen Schriften prangen überall, wo Tradition, Heimatverbundenheit und Solidität ausgestrahlt werden soll. Bei uns lesen wir die Namen von Gasthäusern, Bäckereien usw. bevorzugt in dieser alten Schrift. Sogar in unserem CSU-regierten Ort sehen wir diese typisch deutschen Buchstaben:

Anscheinend leben bei uns keine Gutmenschen.
Ich habe gerade auf meinem PC entdeckt, wie weit die „Entnazifizierung“ fortgeschritten ist. Ich habe mein OpenOffice-Programm immer aktuell upgedatet. Und manchmal habe ich mich gefragt, was denn da wohl geändert werden musste. Jedenfalls stelle ich nun auf einmal fest, dass es in den Fonts die Frakturschrift nicht mehr gibt. Anscheinend hat es auch da eine Säuberungsaktion gegeben. Bei Windows wird es genau so sein. Und so könnte die ausdrucksvolle typisch deutsche Frakturschrift bald ebenso verschwinden wie die Sütterlin-Schrift.
Wenn ich die vielen Veränderungen in unserem Lande sehe, denke ich manchmal, dass man mich so langsam neu integrieren muss.

 

Wie kann man nur auf so eine Idee kommen!

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen den Terrorverdächtigen den Personalausweis abknöpfen, damit diese Leute nicht nach Syrien können, um sich dem IS anzuschließen.
Die Idee kann man nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen, und zwar aus zwei Gründen:
Zunächst einmal braucht man keinen Ausweis, um Grenzen zu überwinden, in der EU sowieso nicht. Und sonst muss man ja nicht unbedingt dort die Grenze überschreiten, wo kontrolliert wird. (Ich erinnere mich an die Zeit nach dem Krieg, als wir in Österreich Einreiseverbot hatten. Da sind wir halt nachts strumpfsockig am Zollhaus vorbei geschlichen).
Wenn man jedoch mit den Innenministern fälschlich davon ausgeht, dass die Ausreisesperre wirkt und die Terroristen im Lande bleiben, dann kämpfen sie halt hier. Wir lesen, dass sich die Selbstmordattentate von Deutschen im Irak häufen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/islamischer-staat-das-treibt-selbstmordattentaeter-aus-deutschland-a-988008.html
Vielleicht könnte ja das Ausreiseverbot bewirken, dass die Terroristen ihr Betätigungsfeld bei uns suchen.

Witzig war, dass gerade Frauen in einem Lokal über dieses Thema diskutierten. Der Tenor lautete: „Spinnen die? Die sollen den leuten noch Reisegeld geben, damit sie abhauen.“