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Natürlich wieder wir Deutschen

Amnesty International hatte berichtet, dass die Ukraine Kriegsverbrechen begehe, indem sie von Schulen, Wohnhäusern, Krankenhäusern… aus schieße:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/08/08/ukraine-das-kann-man-so-nicht-stehen-lassen/
Natürlich hat die Ukraine gegen den Bericht protestiert, aber Amnesty steht weiter dazu.

Typisch ist, wie wir Deutschen darauf reagiert haben: Der deutsche Ableger von Amnesty teilte mit, die Ergebnisse seien »nicht mit der Sensibilität und der Präzision kommuniziert« worden, die von der Organisation erwartet werden müsse. Na, so was! Muss bei uns die harte Wahrheit sensibel verpackt werden?
Weiter erfahren wir vom deutschen Ableger, bei der Aufarbeitung müssten auch Machtverhältnisse berücksichtigt werden. Was haben die Machtverhältnisse mit der Wahrheit zu tun? Anscheinend viel:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/10/03/tag-wahrheit-19501572/
Und schließlich lesen wir: »Wir wollen verstehen, was genau falsch gelaufen ist und warum, um die Lehren daraus zu ziehen und unsere Menschenrechtsarbeit zu verbessern.«
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-amnesty-will-entstehung-des-ukraineberichts-aufarbeiten-_arid,724513.html
Das ist ein vorschnelles einseitiges Urteil: Wie kann man ohne genaue Untersuchung behaupten, dass etwas falsch gelaufen sei? Es spricht doch einiges für den Bericht, wenn Amnesty International weiter zu ihm steht.
Soll uns Deutschen wieder mal Sand in die Augen gestreut werden? Es könnte ja sein, dass die deutsche Bevölkerung nicht mehr voll hinter der Regierungspolitik steht, wenn die Ukraine nicht mehr mit der ganz weißen Weste da steht. Schließlich fragen sich nicht wenige, ob unsere Sanktionspolitik nicht ein Schuss ins eigene Knie sind, indem Putin nun bestimmen kann, ob wir im Winter womöglich frieren müssen.