Schlagwort-Archive: Verantwortung

Wahltipp für Unionswähler (Bitte vor der Wahl unbedingt lesen!)

Sind Sie Unionswähler aus Tradition? Oder weil Sie „christlich“ wählen wollen? Oder haben Sie Angst vor einem Linksrutsch? Dann sollten Sie das vielleicht doch noch mal durchdenken. Wie wäre es denn, sich die Stimmabgabe unter dem Gesichtspunkt der sozialen Verantwortung nochmals zu überlegen? Bekennen Sie sich auch zu dieser Politik:

Wir Unionswähler wollen weiter so mit dem „bewährten“ Merkelismus. Und der sieht so aus:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/07/wollt-ihr-das-so-deutschland-stuerzt-ab/

Hier nochmals in Kürze, was diejenigen wollen, die die Union wählen:
>  Wir sind für ständig steigende Kinderarmut, denn Geld verdirbt den Charakter
> Wir wollen steigende Mieten. Uns reicht das Existenzminimum oder weniger. Wir sind ja so bescheiden und daher gegen österreichische Verhältnisse (Miete in Wien ∅ 13 Euro pro qm, in München 22).
> Wir finden es gut, dass immer mehr Menschen von den Tafeln ernährt werden müssen. Dann kriegen die Leute jedenfalls ein gesundes Essen.
> Wir sind keine Neidhammel und gönnen den Reichen, dass sie immer reicher werden. Wer ärmer wird, ist selber schuld.
> Wir sind für prekäre Arbeitsverhältnisse: Aufstocker, Zeit- und Leiharbeiter… So kreiert man Aufschwung und eine Steigerung der Unternehmergewinne.
> Wenn Rentner bis ans Lebensende arbeiten müssen und immer mehr einen Zweitjob brauchen, ist das gut so: Arbeit erhält jung.
> Bescheidenheit ist die Zierde des Alters: Wir wollen keine so hohen Renten wie die Österreicher, die 400 Euro mehr bekommen als Deutsche bei14-maliger Auszahlung.
> Wir Deutschen sind fleißig und arbeiten gerne bis 67 und heben uns damit von den faulen Österreichern ab, die mit 60 in den Ruhestand gehen können.
> Es ist gut, dass die Printmedien über Subventionen vom Staat an die Kandare genommen werden. Es geht doch nicht an, dass jeder schreiben kann, was er will.
> Armut schändet nicht. Deshalb gönnen wir den Bürgern der Nachbarstaaten, dass sie mehr Grundbesitz und viel mehr Vermögen haben.
> Wenn bei uns die Armut ständig steigt, so ist das ein Ansporn für das Volk. noch mehr zu leisten.
> Wir zahlen gerne Steuern. Deshalb finanzieren wir nun den Staat anstatt es wie früher von den Unternehmern zu verlangen.
> Die Maskendeals zeigen die menschliche Seite der Partei. Schwamm drüber und keine weitere Aufklärung! Wir müssen nach vorne schauen!
> Wir geben wenig für Bildung aus, denn wir Deutschen sind sowieso gescheit.
> Wir lieben dynamische Männer, denen auch bei traurigen Ansprachen des Bundespräsidenten der Humor nicht vergeht. Deshalb muss Laschet Kanzler werden, auch wenn ihn das Volk nicht mag.
> Wir haben keine Skrupel, Schulden zu machen „auf Teufel komm raus“. Sollen die Kinder und Enkel nur dafür zahlen, dass wir ihnen das Leben geschenkt haben.
> Wir haben Verständnis dafür, dass die Partei laufend die Verfassung bricht. Zu Recht sagte ein Minister, er könne ja nicht dauernd mit dem Grundgesetz unterm Arm rum laufen.

Ach, wie gut haben wir es doch in Deutschland. Das wird uns durch Umfragen immer wieder eingebläut. Darum weiter so!

Lesen Sie eingehender über den Merkelismus:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/

Die neuen Modewörter der Politiker

Politiker haben Ihre eigene Sprache:
https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/
Zur Zeit ist man besonders schöpferisch mit der Erfindung neuer Modeworte:
Aus Bürgern sind auf einmal Menschen geworden, weil das menschlicher klingt.
Und man ist sich einig, wie man über Thüringen redet: Das war ein „Dammbruch“. Man verwendet bewusst einen Begriff, mit dem bisher eine Naturkatastrophe bezeichnet wurde, die meist Menschenleben gekostet hat.
Ganz neu ist, dass man sich heutzutage nicht mehr um ein Amt bewirbt, sondern dass man „Verantwortung übernehmen“ will. Es klingt halt viel demütiger, wenn man die Last der Verantwortung auf sich nehmen will. Die Verantwortung ist aber nur ein Teilaspekt der Aufgabe, die auf die Bewerber zukommt.  Aber wenn man von einer Aufgabe sprechen würde, würde das zu sehr nach Schularbeit klingen.
Übrigens ist es ja ganz interessant, wie verschieden die Menschen an eine neue Aufgabe heran gehen wollen. Das wurde mir bewusst, als ich hörte, was Bischöfe bei ihrem Amtsantritt sagten. Für den einen war das „ein Kreuz, das er demütig auf sich nahm“. Für einen anderen war es eine große Freude, das Amt übernehmen zu dürfen.

Schlimme Nachricht

Mein Senf dazu:


In den gestrigen Nachrichten kam eine schockierende Meldung: Die Intensivstationen für Kinder haben zu wenig Personal. Es wurde ein Arzt gezeigt, der vor der Entscheidung stand, von vier todkranken Kindern nur zwei aufnehmen zu können mit der Folge, dass die anderen beiden sterben müssen.
Wie kann es so etwas in einem so reichen Staat wie Deutschland geben? Fallen wir langsam auf das Niveau von Entwicklungsländern zurück?
Eine andere Frage bewegt mich: Es wird überhaupt nicht die Frage nach der Verantwortung gestellt. Die Verantwortlichkeit pulverisiert sich offenbar, je weiter oben sie zu suchen ist. Dort fangen auch die Staatsanwälte erst gar nicht mit der Suche an.

Haben Sie auch den kleinen Chinesen im Fernsehen gesehen?

Eine kurze Meldung aus den gestrigen Nachrichten geht mir nicht aus dem Kopf. Da sah man einen dreijährigen chinesischen Jungen mitten im mehrspurig rauschenden Verkehr schräg über eine Kreuzung in einer Großstadt fahren. Ein Wunder, dass er das überlebt hat! Was mich aber so erschüttert hat, ist die Tatsache, dass keiner angehalten hat, um den Buben aus der Gefahrenzone zu bringen. Sogar 3 Busse fuhren an ihm vorbei. Deren Fahrer mussten sich dessen bewusst sein, dass sie den Buben für den nachfolgenden Verkehr verdeckt haben und dass sie dadurch die Unfallgefahr vergrößert haben. Trotzdem fuhren sie vorbei. Dabei dachte ich, dass sich die Chinesen noch ein bisschen von dem Gefühl bewahrt hätten, dass der Mensch auch für andere verantwortlich ist. Aber auch dort scheint es so zu sein, dass jeder im Stress ist und sich nur auf sich selbst konzentriert. Ganz wie bei uns!