Schlagwort-Archive: Upskirting

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wie verschieden doch die Völker sind: In Frankreich ist es verboten, dass der Handel noch genießbare Lebensmittel entsorgt: Bei uns dagegen verfolgt eine unnachsichtige Justiz das „Containern“.

 

Noch ein Zitat zu diesem Thema:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/10/17/zitat-zum-tag-561/
Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Wie der Anstand, der Kitt der Gesellschaft, schwindet

Mein Senf dazu:

Das tut man nicht!“ Diesen Satz bekamen wir als Kinder meiner Generation häufig zu hören. Und dann tat man es halt auch nicht. Das war eine allgemeine Übereinkunft der Bevölkerung und die war stärker als die Gesetze, die nun immer mehr das regulieren müssen, was früher einmal allgemeine Anstandsregeln waren.
Upskirting und Downblousing oder das Fotografieren von Verkehrsopfern – all das sind Erscheinungen, die es früher nie gegeben hätte. Aber heute bedarf es gesetzlicher Regelungen.
Oder nehmen wir als Beispiel den Abfall. Heute werfen viele Menschen ihren Abfall einfach auf die Straße. Das beginnt mit den kleinen Zigarettenkippen (früher war es verpönt, auf der Straße zu rauchen, weil es als Zeichen von mangelnder Beherrschung galt) und es endet mit dem Wegwerfen von Coffee-to-go-Bechern. Wenn Ordnungskräfte die Leute zur Rede stellen, ernten sie nur Beschimpfungen oder die Betroffenen meinen, sie würden Arbeitsplätze bei der Stadtreinigung schaffen.
Einst hieß es: „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände.“ Heute werden Wände mit Graffiti besprüht und Verkehrsschilder mit Aufklebern verunziert. Der Vandalismus nimmt zu.
Die Polizei, einst „Dein Freund und Helfer“, ist für viele zum Gegener geworden, der mit Steinen beworfen wird.

Der moralische Verfall betrifft sogar für die „Creme der Gesellschft“, die Regierungsmitglieder.
Früher besaß man so viel Anstand, dass man als Regierungsmitglied nicht in eine Spitzenposition bei einem Konzern wechselte. „Wie sieht das aus?“ oder: „Wie stehe ich dann da?“, so hätte man sich gefragt. Aber inzwischen zählt das Geld mehr als eine Frage nach der Ehre. Nun, nach immer dreisteren „Seitenwechseln“, bedurfte es der Einführung einer Karenzzeit.