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Corona: Respekt, liebe Münchner, wie macht ihr das?


Wir wohnen hier im Südostzipfel Deutschlands in einem Bereich, der auf der Coronakarte am finstersten dargestellt ist: Wir haben im Landkreis Traunstein eine Inzidenz von 260. Bei euch in München liegt diese Zahl bei 89. Wie macht ihr das?
Ich habe ja schon versucht zu erklären, warum wir trotz geringerer Kontaktmöglichkeiten Inzidenzzahlen aufweisen, die dreimal so hoch sind wie in München:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/09/26/der-finsterste-landkreis-deutschlands-traunstein/
Was ich vermisse, ist eine wissenschaftliche Untersuchung über die Ursache dieser Unterschiede: Wenn man weiß, woran es liegt, kann man etwas tun, um die Werte zu senken.

Alte Autofahrer zum TÜV?

Irgendein weiser Mensch hat einmal festgestellt, was sich immer wieder bewahrheitet: Das Auto ist kein menschliches Fortbewegungsmittel. Deshalb mache ich mir jedes Mal, wenn ich in mein Auto einsteige, bewusst, dass ich ein Mensch bin, in dessen Natur es liegt, Fehler zu machen und dass ich mich deshalb beim Fahren besonders konzentrieren muss. Ich glaube, dass eine solche demütige Einstellung zum Auto hilfreicher ist als eine quasi sportliche.
Ich bin 78 Jahre alt und fahre unfallfrei.
Nun hat man in Hamburg mit einer Studie festgestellt, dass alte Menschen überdurchschnittlich an Verkehrsunfällen beteiligt sind. Der ADAC hat schon darauf hingewiesen, dass diese Studie grob fehlerhaft ist, weil sie nicht zwischen Autofahrern und Fußgängern unterscheidet. Wenn man konsequent wäre, müsste man dann alle Alten auf ihre Verkehrstauglichkeit untersuchen und wenn die nicht gegeben ist, müsste man alte Fußgänger mit Helm und Styropor-Wirbelsäulenschutz ausstatten.
Im übrigen ist es natürlicherweise so, dass eine Großstadt mit viel Verkehr gerade alten Autofahrern etliche Fallstricke bietet, die zwar zu Unfällen führen, die jedoch meist harmlos sind, z.B. beim Ein- und Ausparken, weil manche Alte sich beim Umschauen schwer tun.
Wenn man die Gefährlichkeit alter und junger Kraftfahrer vergleichen will, sollte man in erster Linie einmal die tödlichen Unfälle analysieren: Welche Altersklassen sind mit wie viel Prozent beteiligt?
Im übrigen habe ich nichts gegen einen Verkehrstauglichkeits-TÜV. Das wäre allerdings ein gewaltiges Subventionsprogramm für die Augenärzte: Ich habe gerade mal nach vielen Jahren gefunden, dass ich meine Augen überprüfen lassen sollte. Ergebnis: Ich sehe gut, bin gesund und brauche nicht einmal eine Brille. Kostenpunkt: 153 Euro!
Übrigens müsste der Verkehrstauglichkeitstest natürlich auch die Reaktionsfähigkeit prüfen. Da wäre vielleicht der TÜV zuständig und würde absahnen. Und schließlich müsste auch das Herzinfarkt und Schlaganfall-Risiko minimiert werden, indem der Blutdruck kontrolliert wird. Also müsste auch der Hausarzt an der Untersuchung beteiligt werden.
Und unseren Bürokraten würde noch einiges einfallen, was uns insgesamt mindestens 3 Vormittage Zeitaufwand kostet und annähernd 500 Euro! Und das vielleicht auch noch alle 2 Jahre bei den sehr Alten?