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Corona-Beschluss der Bundesregierung zu pauschal: FN sollte Nachjustierung fordern

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Dieses Prachtmädel ist meine Tochter. Sie ist Berufsreiterin und lebt vom Training der Pferde und der Unterrichtserteilung. Nun auf einmal wird sie arbeitslos gemacht, weil die Ausübung ihres Berufs als Sportbetrieb angesehen wird. Wieso eigentlich?
Soweit sie Pferde trainiert, ist dies zwar eine sportliche Tätigkeit, aber kein doch kein Betrieb. Dies scheint also noch zulässig zu sein. Aber dasselbe gilt doch auch für die Erteilung von Einzelunterricht, mindestens für eine selbständig tätige Reitlehrerin, weil so eine Tätigkeit – wie gesagt – keinen Betrieb darstellt.
Aber warum sollen auch die in einem Reitstall angestellten Reitlehrer keinen Unterricht erteilen dürfen? Es besteht doch keine Ansteckungsgefahr, wenn sie in einer Halle Kunden Einzelunterricht erteilen. Ein enger Kontakt findet ja nicht statt.
Hier sollte die FN für eine Klarstellung bzw. Nachjustierung sorgen:
Bevor also all diese Berufsreiter arbeitslos gemacht werden, sollte ihnen durch klar stellende Regeln die weitere Berufsausübung ermöglicht werden.

Auch das noch: Schlafunterricht!


Immer mehr Menschen leiden darunter, das sie nicht richtig schlafen können. Bei Erwachsenen nehmen Patienten, die unter Schlafmangel leiden, immer mehr zu. Und auch die Jugend ist immer mehr davon betroffen. Und nun diskutiert man ernsthaft darüber, was dagegen zu tun ist: Die einen plädieren dafür, den Schulunterricht erst um 10.00 Uhr beginnen zu lassen. Das wäre eine schlechte Vorbereitung auf das Berufsleben und auch eine Benachteiligung all jener Schüler, die morgens schon in der Frühe etwas tun wollen. Daher denkt man nun ernsthaft über einen Schlafunterricht in der Schule nach.
Dafür fehlt mir jedes Verständnis. Ich habe mehr als 8 Jahrzehnte hinter mir und nie Probleme mit dem Schlaf gehabt. In meiner Jugendzeit war es üblich, dass man um 20.00 Uhr nach Schwabing zum Tanzen ging und sich dann austobte. Man kam dann nach Hause und ins Bett zu einer Zeit, in der die heutige Jugend in die Disco geht. Wie kommt die Verschiebung des Ausgehens auf eine immer spätere Stunde? Die Jugend will halt auf jeden Fall erst dann unterwegs sein, wenn was los ist. Und gegen die aufkommende Müdigkeit müssen viele Drogen nehmen.
Bevor man aber über Schlafunterricht oder einen späten Schulbeginn nachdenkt, sollte man das Problem ganz einfach bei der Wurzel anpacken: Der Mensch ist darauf programmiert, dass er mit der herein brechenden Dunkelheit müde wird. Man muss also schauen, dass in den Discotheken schon früher als bisher etwas los ist: Ich erinnere mich an meine Jugendzeit, als ich einmal in der Bar „Badewanne“ hinein schaute. Dort war als Attraktion eine junge Frau in einem Schaumbad zu sehen. Der Barbesitzer lud uns zu einem kostenlosen Glas Sekt ein und sagte erklärend dazu: „So lange niemand hier sitzt, schauen die Leute nur rein und finden, dass nichts los ist.“
Eine Frau im Schaumbad passt allerdings nicht mehr in unser prüder werdendes Zeitalter.
Aber so ginge es doch auch: Man lädt einen Tanztrainer ein, ab 20.00 Uhr Übungsstunden zu geben. Oder man lädt eine Mädchenklasse für 20.00 Uhr zu einem Getränk ein. Dann kommen auch die jungen Männer gleich dazu. Ich glaube, wenn man die Disco-Betreiber zu einer gemeinsamen Aktion aufrufen würde, würde wohl niemand abseits stehen wollen.
Wir waren früher glücklich beim Tanz ab 20.00 Uhr. Warum sollen es die heutigen Jugendlichen nicht auch sein?

Wie geht’s euren Kindern?

Wenn man Bekannte oder Verwandte trifft, ist es üblich zu fragen: „Wie geht’s?“ Da will man natürlich keinen unerträglich langen Bericht über die allgemeine Gesundheitssituation hören, sondern es genügt (mindestens in Bayern) ein kurzes: „Passt!“ oder: „“Geht scho!“ oder: „Nimmer so oft wie früher!“
Und die nächste Frage lautet in der Regel indiskreterweise bei vielen: „Und was machen die Kinder?“ Meine Frau ist zwar nicht abergläubisch, aber sie hält es mit den Japanern, die – wie man hört – keinesfalls zu positiv antworten, um die Götter nicht neidisch zu machen. Die Japaner sollen in der Regel dem Sinne nach antworten: „Schlechter Reis, schlechter Reis!“ Nicht, dass meine Frau unsere Kinder nun schlecht machen würde, aber ihre Antwort läuft halt auf ein schlichtes „zufriedenstellend“ hinaus. Für andere ist es nämlich schwer, mit ansehen zu müssen, dass das, was bei ihren Kindern nicht funktioniert, anderswo besser läuft.
Eine Frau aus unserem Blickfeld schien ein Wunderkind zu haben: Ihr Sohn hatte in seinem Zeugnis lauter Einser. Nur im Turnen war er ein Versager. Die schlechte Note im Turnen konnte die gute Mutter dadurch aus dem Notenschnitt heraus halten, dass sie ihren Sohn wegen eines angeblichen Leidens vom Turnunterricht befreien ließ. So hatte er also schließlich auch ein glattes Einser-Abitur. Sie hatte immer eine Ablichtung des Zeugnisses dabei, um es stolz herzuzeigen. Das war aber auch seine letzte berichtenswerte Leistung. Was er dann machte, war undurchsichtig. Seine Mutter antwortete auf Fragen: „Der braucht nicht zu arbeiten. Der lässt sein Geld arbeiten.“ Wie man daraus ersieht, ist die Familie stinkreich.
Was mich nun veranlasst hat, hierüber zu schreiben, ist der Wahnsinn in unserem Abgabensystem:
Wer hart arbeitet, muss Sozialabgaben bezahlen. Wer sich aber zu fein für die Arbeit ist und stattdessen sein Geld arbeiten lässt, zahlt insoweit nichts und auch bei den Steuern fährt er günstiger.
Und was hören wir zu dieser Situation aus Kreisen der CDU/CSU? „Man kann doch nicht die Leistungsträger stärker besteuern!“ Und: man will keine „Neiddebatte“. So gesehen bin und bleibe ich ein „Neidhammel“ – nicht wirklich, denn Neid ist mir fremd. Aber ich bin für Gerechtigkeit, besonders wegen meiner Tochter. Sie ist Bereiterin und wohl wenige Menschen arbeiten so hart wie sie als Bereiterin. Aber sie ist glücklich dabei, wie man auf obigem Bild sieht. Ein solches Glück wird jemand, der sein Geld für sich arbeiten lässt wohl kaum finden:
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Endlich: eine Sexschule!

In unserer Aphorismen-Sammlung findet sich auch diese Weisheit:

„Die Dirnen im Aphroditetempel von Kanopos wurden sieben Jahre lang in allen Finessen erotischer Liebeskunst unterrichtet, bevor sie ihren Dienst aufnahmen. Die Frauen von heute dagegen halten sich für Naturtalente, die sowieso alles besser wissen.“

Für einen Autor wie mich ist es immer wieder beglückend, wenn das, was er schreibt, etwas bewirkt. Nun lesen wir in der Zeitung:
„Bei Wien öffnet in den nächsten Monaten die „Austrian International School of Sex“ (AISOS) ihre Pforten, die alles rund um die Sexualität lehrt.“
Was wir allerdings bemängeln müssen, ist, dass nur 200 Unterrichtsstunden geplant sind. Da waren die alten Ägypter schon wesentlich weiter: Die hatten Unterrichtsstoff für 7 Jahre!
Was wir nun fordern, ist dies: Die vielen Kochshows sind auf die Dauer langweilig und sollten nun durch „Schools of Sex“ abgelöst werden. Als Psychologe rate ich, die deutsche Bezeichnung „Sexschule“ nicht zu verwenden, da dies alte Schulängste wieder erwecken könnte, was im Zusammenhang mit Sex zu Impotenz oder Frigidität führen könnte.