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Deutschland stürzt ab

Unter diesem Titel habe ich hier schon viele Beiträge geschrieben. Googeln Sie mal!
Nun können wir wieder einmal lesen, wo Deutschland Schlusslicht ist: Wissenschaftler haben bei einer Untersuchung in 160 verschiedenen Ländern festgestellt, dass die Menschen nirgendwo so lustlos zur Arbeit gehen wie in Deutschland.
Was haben wir nur für eine Unternehmenskultur, wenn die Arbeiter und Angestellten so wenig motiviert sind. Da kommt dann auch bei deren Leistung weniger heraus: Manche betreiben innerliche Opposition, was zu Fehlern führt.
Andere lustlose Berufstätige werden viel öfter krank bis hin zum völligen Burnout.
Aber es könnte alles noch schlimmer werden. Ein Psychiater behauptet nämlich, dass die Kinder von heute nicht mehr arbeitsfähig sein werden. Dann kann man nur sagen: Gute Nacht Deutschland!

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Eigentlich sind Maschinen dazu da, uns das Leben zu erleichtern. Nun ist aber das Gegenteil eingetreten: Sie diktieren den Arbeitstakt und machen immer mehr Menschen kaputt.

Und eigentlich sind Unternehmen dazu da, die Menschen zu bedienen. Und nun sind sie dabei, die Menschen immer mehr zu versklaven, indem sie ihnen oft nicht einmal einen Mindestlohn gönnen.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Schlimme Nachricht

Mein Senf dazu:

Gerade lesen wir: Bayern will die für den Freistaat wichtige Automobilindustrie mit zusätzlichen 225 Millionen Euro fördern.
Da denke ich an früher zurück: Damals war die Industrie die finanzielle Stütze des Staates. Von ihr flossen die meisten Steuereinnahmen. Inzwischen ist aber längst der Bürger zur „Melkkuh“ geworden. Gerade schreien die Unternehmer wieder nach einer Steuerermäßigung, um konkurrenzfähig zu bleiben. Und die wird wohl bei der GroKo nicht lange auf sich warten lassen.
Ja, es stimmt schon: Die deutsche Wirtschaft ist nicht mehr so konkurrenzfähig durch Qualität ihrer Produkte oder durch Innovation, sondern sie muss sich mehr und mehr auf dem Markt der Billigproduzenten behaupten. Deshalb steigt die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse, insbesondere diejenige der  „Aufstocker“, also Menschen, die vom Staat unterstützt werden müssen. Und Trump hat deshalb nicht Unrecht, wenn er uns Dumpinglöhne vorwirft.
Wenn die derzeitige Entwicklung so weiter gehen würde, würde am Ende der Staat die Autowerke bauen, die Unternehmen ganz von der Steuer befreien und die Arbeitnehmer bezahlen.  Der Gewinn stünde dann den Bossen und Aktionären zu.
Langsam wachen manche auf und merken, was ich hier schon oft beschrieben habe:
Deutschland stürzt ab!
Und wenn nun über den Haushalt beraten wird, wird man so tun, als sei die Welt bei uns noch in Ordnung.

Deutschland stürzt ab: Gelbwesten, Fridays for Future: Wo bleiben die grauen Panther?

Gestern habe ich schon wie so oft über dieses Thema geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/17/deutschland-stuerzt-ab-9/
Gerade hat das ZDF die von mir aufgegriffene Rentenproblematik mit erschreckenden Zahlen verdeutlicht, die die Unfähigkeit unserer Regierung verdeutlicht:
Wie schon früher hier dargestellt, erhalten die Rentner anderer Staaten eine viel höhere Rente: Die Österreicher bekommen beispielsweise 50% mehr und die Niederländer sogar 100%. Aber das eigentliche Problem ist bei uns in die Zukunft verlagert worden: Wenn wir unser derzeitiges Rentensystem in dieser Form beibehalten, sinkt das Rentenniveau auf 41%, die Beiträge steigen auf 26% und der Steuerzuschuss muss verdoppelt werden. Schon das kann nicht klappen.
Man fragt sich, warum die Rentner bei uns nicht auch auf die Straße gehen. Einst haben sie ja als graue Panther die Regierung das Fürchten gelehrt. Aber hier bewährt sich wieder einmal die von der Kanzlerin betriebene Politik des Aussitzens. Die Rentner sehen die düstere Zukunft und wissen, dass sie froh sein können mit dem, was sie bekommen, denn die Zukunft ist auch aus anderen Gründen bedroht:
Deutschlands Innovationskraft lässt nach. Diese Kraft hat sich mehr nach China, Taiwan und Indien verlagert. Wie ich schon beschrieben habe, arbeiten bei uns  viel weniger Ingenieure an einem Problem als in China: Dort sind es 10-mal so viele. Wir werden also eine wirtschaftliche Abschwächung erleben, und wir können nur beten, dass diese gnädig ausfallen möge.
Wir konnten ja bisher unseren derzeitigen Lebensstandard nur halten, weil wir unser Tafelsilber verscherbelt haben:  Die öffentliche Hand hat einen großen Teil des gewaltigen Vermögens, das frühere Generationen geschaffen haben, verkauft: Grundstücke, Postämter in bester Lage, ja sogar die ganze Post, Kasernen, Krankenhäuser, Versicherungen…
Hinzu kommt, dass wir die fälligen Investitionen zur Erhaltung des öffentlichen Vermögens in nicht tragbarer Weise in die Zukunft verschoben haben: Straßen, Brücken, Schulen…  sind bei uns in einem desolaten Zustand. So haben wir Milliardenausgaben, die wir längst hätten zahlen müssen, auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertagt. Die „schwarze Null“ ist also nur eine Scheinlösung, mit der dem Volk Sand in die Augen gestreut wird.
Unsere Wirtschaft befindet sich in der Lage eines Patienten auf der Intensivstation, der mit Infusionen am Leben gehalten wird: Die Industrie, die einmal die Forschung für ihre Produktion selbst bezahlte, wird insoweit von den Hochschulen unterstützt. Die Unternehmen erhalten auch sonst Subventionen in gewaltigem Ausmaß: direkt oder über die Abwrack- und E-Auto-Kaufprämien. Und die Löhne, die sie eigentlich zahlen müssten, werden teilweise vom Staat übernommen („Aufstocker“). Kein Wunder, dass Trump uns Dumpinglöhne vorwirft und mit Strafzöllen droht.
Zieht euch warm an!

Deutschland stürzt ab

Über dieses Thema habe ich schon oft geschrieben;
https://autorenseite.wordpress.com/2019/11/12/deutschland-stuerzt-ab-8/
Und es geht so weiter, wo man auch hinschaut:
> Die Regale der Apotheken werden immer leerer. weil es bei vielen Medikamenten Lieferengpässe gibt.
> In Deutschland hat der Hausarzt nur 103 Sekunden Zeit für das Anhören des Patienten. Nirgendwo ist es noch weniger.
>
Beim Mobilfunk erreicht Deutschland flächenmäßig gesehen eine Netzabdeckung von gerade mal 65,5 Prozent. Damit belegt Deutschland im internationalen Vergleich lediglich Rang 70. Werden wir zum Entwicklungsland?
> Die Industrie, die mit ihren Steuerzahlungen einst der hauptsächliche Finanzier des Staates war, ist zur Bettlerin geworden: Kaum debattiert man in Deutschland oder in der EU über den Haushalt, schon verbreitet der BDI eine Untergangsstimmung: Es werden Steuersenkungen verlangt und natürlich auch noch Subventionen für die verschiedensten Objekte.
Denkt man die ständig wiederholten Ansprüche der Unternehmen zu Ende, sieht die Zukunft so aus: Die Arbeitnehmer
bekommen so niedrige Mindestlöhne, dass sie zu Aufstockern werden und Überstunden werden gar nicht bezahlt. Schon jetzt leisten die Arbeitnehmer fast 1 Milliarde unbezahlte Überstunden. Am besten werden die Unternehmen nach den Vorstellungen des BDI ganz von der Steuer befreit, erhalten dafür aber Subventionen.
> Bei den Cum-Ex-Geschäften entstanden Steuerausfälle in Höhe von sage und schreibe mehr als 55 Milliarden Euro. Diejenigen, die nun zur Rechenschaft gezogen werden sollen, berufen sich darauf, dass der Staat ja solche Geschäfte erlaubt habe. Hektisch, wie es bei uns üblich geworden ist, hat der Finanzminister reagiert und will nun eine Truppe etablieren, die solche Steuerhinterziehungen aufspürt. Völlig überflüssig! Für das Aufspüren der Cum-Ex-Geschäfte bräuchte man keine Steuerpolizei, sondern nur einen funktionierenden Beamtenapparat. Den Finanzämtern können ja solche Geschäfte nicht verborgen geblieben sein. Man bräuchte halt nur eine Behördenstruktur, wo unten und oben gut zusammen arbeiten. Aber das funktioniert nicht. Als ich einmal im Staatsdienst mit einem älteren Kollegen darüber sprach, dass ein Zustand geändert werden müsse und ich mich an das Ministerium wenden wolle, sagte er mir: „Herr Kollege, Vorsicht! Sie können beim Ministerium nur in einer Hinsicht auffallen, nämlich unangenehm!“ Wenn jemand „wider den Stachel löckt“, kann es ihm so ergehen wie jenem Steuerfahnder, an dessen Geisteszustand gezweifelt wurde. Für „die da oben“ gilt halt in besonderem Maße das, was ich in meinen täglichen Aphorismen geschrieben habe:

Manche Menschen halten den guten Einfall eines anderen allein schon deshalb für schlecht, weil sie finden, sonst müsste er ihnen selbst schon längst gekommen sein.

Die armen deutschen Mlliardäre

Deutschland hat nach den USA und China die meisten Milliardären der Welt. Sie verdienen unser Mitleid, denn es verkleinerte sich der Kreis der Superreichen um neun Mitglieder auf nun 114. Auch schrumpfte ihr Gesamtvermögen stärker als im internationalen Vergleich und betrug rund 501 Milliarden US-Dollar. Traurig, traurig!

Maximilian Kunkel, UBS-Chefanlagestratege erklärte, dass 2018 »aufgrund der fehlenden Innovationskraft und Risikobereitschaft« nur vier deutsche Unternehmer in den Club der Milliardäre aufgestiegen seien. Ja, meine Leser wissen es: Deutschland stürzt ab. Trotzdem sind wir, wie die Deutsche Post heraus gefunden hat, glücklich – vielleicht deshalb, weil wir normalen Bürger keine Milliardenverluste erlitten haben und weil nur unsere bescheidenen Ersparnisse dahin schmelzen wie der Schnee in der Frühlingssonne..

Unternehmensführung

Mein Senf dazu:

Wenn ich ein Unternehmen, ein Krankenhaus oder eine Behörde betrete, so meine ich manchmal, ich könnte es schon riechen, wie dort gearbeitet wird. Das ist natürlich Unsinn. Aber man spürt an der Atmosphäre, was da drinnen los ist. Da kann man drei verschiedene Verhaltensmuster beobachten:
Beginnen wir mit den positiven Beobachtungen: Da gehen die Beschäftigten gezielt durch die Gänge. Sie grüßen den Besucher freundlich und fragen, ob sie ihm vielleicht behilflich sein könnten. Das sind Anzeichen dafür, dass in dem Haus alles in Ordnung ist.
Das Gegenteil sieht so aus. Man sieht Beschäftigte, die auf den Gängen stehen und sich unterhalten. Von Besuchern nehmen sie keine Notiz, denn sie sind ja „beschäftigt“.
Und noch ein Verhaltensmuster gibt es: die totale Hektik – keine Zeit für einen Blick auf einen Besucher.
Und wenn man hinter die Kulissen der betreffenden Unternehmen schaut, spürt man, dass das äußere Erscheinungsbild den inneren Zustand der Institution wieder spiegelt. Gibt es hier einen kompetenten freundlichen Chef, für den die Angestellten gerne arbeiten? Man weiß sofort, ob eine straffe Organisation vorhanden ist, die alles im Griff hat, oder ob da oben eine gewisse Wurstigkeit herrscht. Nur ist immer wieder erstaunlich, wie sich diese Wurstigkeit durch alle Etagen eines Unternehmens bis in den finstersten Winkel ausbreitet.

Deutschland stürzt ab

Über dieses Thema habe ich ja schon öfter geschrieben:

https://autorenseite.wordpress.com/2019/06/07/deutschland-stuerzt-ab-3/

Gestern kam in den Nachrichten wieder eine Meldung, die uns aufwecken müsste: Es ist zwar schon nicht gerade großartig, dass unter den 1000 umsatzstärksten, börsennotierten Unternehmen immerhin noch 44 deutsche sind. Aber diese Unternehmen sind die Schlusslichter beim Wachstum: sie erzielen nur 1,2 % (bei hohen Verlusten hinsichtlich des EBIT), während die USA und Asien je auf über 10 % kommen. Es wird also nicht mehr lange dauern, bis wieder als „unter ferner liefen“ registriert werden.
Und wenn Sie mal anschauen, wie wir unser Wachstum erzielen, nämlich mit prekären Arbeitsverhältnissen und Subventionen, dann kann man sich ausrechnen, wie finster die Zukunft aussieht. Trump hat ja recht, wenn er unserer Autoindustrie mit Strafzöllen droht, weil er uns Sozialdumping vorwirft, abgesehen davon, dass wir auf die Autos aus den USA höhere Zölle erheben als umgekehrt. Ich habe ja hier schon früh davor gewarnt, dass wir einen zu hohen Handelsüberschuss erzielen, anstatt ihn durch höhere Löhne entsprechend zu dämpfen. Wenn wir nun vielleicht von Trump die Quittung bekommen, dann gute Nacht Autoindustrie!  Sie steht ja ohnehin mit dem Rücken zur Wand, weil sie unter dem Trend zu E-Autos leidet, die ja so einfach herzustellen sind, dass die Post dies in Eigenregie übernommen hat.
Die Probleme, vor denen wir stehen, werden von den Politikern unter den Teppich gekehrt, weil die ein Eingeständnis ihres bisherigen Versagens bedeuten würde. Gerade deshalb müsste die CDU nun einen Kanzlerkandidaten aufstellen, dem der raue Wind der Wirtschaft ins Gesicht geweht hat und der seine Stimme schon oft gegen den alten Trott erhoben hat: Friedrich Merz.

Warum kommt TTIP?

Zunächst einmal ist die Taktik, mit der TTIP durchgesetzt wird, so, wie ich es hier schon mal empfohlen habe: Man wirft dem Volk wie einem giftigen Köter einen Knochen hin und dann beißt er sich fest. Bei TTIP ist es das Chlorhühnchen, das im Vergleich zu dem, was uns sonst an Lebensmitteln angeboten wird, durchaus im Rahmen des Üblichen wäre. Aber das Volk will solche Hühnchen nicht und protestiert, sogar auf der Straße. Und dann nehmen die Verantwortlichen die Chlorhühnchen aus dem Programm. Das Volk meint, es habe gesiegt. Der Rest von TTIP geht dann durch, besonders, wenn man in der letzten Phase mit ein wenig Bla-Bla öffentlich verhandelt.
Warum brauchen wir TTIP? Mir hat das noch keiner richtig erklärt. Es wird uns nur gesagt, dass dadurch Zehntausende von Arbeitsplätzen entstehen würden. Ich habe solche Versprechen schon öfter gehört und dabei immer wieder festgestellt, dass anderswo mehr Arbeitsplätze kaputt gemacht wurden als durch das neue Projekt gewonnen wurden. Schauen Sie sich dazu mal ein Beispiel an, nämlich Traunstein in „Bayern kaputt“: Die Innenstadt stirbt, weil auf der grünen Wiese neue Einkaufsmöglichkeiten geschaffen wurden.
Bei TTIP sehe ich das so: Nehmen wir die Landwirtschaft: Die USA können billiger produzieren, da sie Farmen mit größeren Flächen haben, während unsere Bauern mit ihren kleinen Höfen und ihren strengeren Auflagen da nicht mithalten können. Entweder wird sich die Landflucht verstärken oder wir müssen noch mehr für die Unterstützung der Bauern bezahlen. Wir werden also voraussichtlich für TTIP zur Kasse gebeten. Und wir werden uns darauf einstellen müssen, dass wir statt der Bauernhöfe noch mehr und noch größere Agrarfabriken bekommen, denn das ist wie wir schon oft gehört haben „alternativlos“.
Oder nehmen wir als Beispiel die Autoindustrie: Es kann durchaus sein, dass deutsche Unternehmen mehr Autos verkaufen könnten, aber die würden dann wohl in den USA hergestellt.
Ich sehe schon jetzt eine Entwicklung mit Entsetzen: Wir liefern aus unseren Großmastbetrieben Hähnchen bis nach China und ebenso Milchprodukte aller Art. Warum muss das Zeug um die halbe Welt geflogen werden, wo doch die Chinesen Agrarprodukte auch selbst herstellen könnten? Gerade sah ich einen Film über ein afrikanisches Land: Dort werden von den Hähnchen die Teile billig verkauft, die wir nicht haben wollen. Das macht die einheimischen Bauern kaputt. Und auch unsere Kleiderspenden landeten dort in den Geschäften und trieben die einheimischen Bekleidungshersteller in die Pleite. Also auch hier das System wie überall: Die großen Unternehmen setzen sich durch und die neuen Arbeitsplätze vernichten zahlreiche andere anderswo.
TTIP ist also nichts anderes als dass die großen Unternehmen die gesamte Wirtschaft in ihren Würgegriff nehmen wollen.