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Warum die Baerbock so absackt und die Grünen mitreißt

Viele glauben, der Absturz von Frau Baerbock sei auf ihre Fehler zurück zu führen. Und weil wir indirekt bei der Bundestagswahl eine Kanzlerwahl haben („Auf den Kanzler kommt es an!“), stürzen die Grünen mit ihr ab. Das ist so ähnlich wie bei der Union.
Sicherlich sind Baerbocks Fehler ein Grund für ihren Absturz. Aber ich meine, die wahre Ursache ist eine andere: Die Frau ist unsympathisch. Ich glaube, das geht nicht nur mir so.

Ihre Stimme geht mir auf die Nerven. Sie weckt bei mir Erinnerungen an meinen Vater, der bei Plädoyers einer bestimmten Verteidigerin immer Ohropax in die Ohren steckte, weil er ihre Stimme nicht ertragen konnte.
Und an noch etwas musste ich beim Sommerinterview mit Frau Baerbock denken: Im Tivoli in Kopenhagen wird man von einem täuschend echten Männerkopf begrüßt, aber das Gesicht ist halt emotionslos und die Stimme computermäßig. So ähnlich plappert auch Frau Baerbock dahin.

Was uns offenbar fehlt, ist eine Wissenschaft, die ähnlich wie die Graphologie aus der Art der Stimme Schlüsse auf den Charakter zieht. Und da würde ich als „Stimmwissenschaftler“ sagen: Sie redet wie die Streberin von der ersten Schulbank – Emotionen oder Freundlichkeit: Fehlanzeige.
Nehmen wir als Gegenbeispiele die Kanzlerin oder Söder: Wenn die reden, merkt man, welcher Mensch dahinter steht.

Das christliche Menschenbild der Union

Beim Wahlkampfauftakt der Union sagte die Kanzlerin, ihr Nachfolge-Kandidat stehe für das christliche Menschenbild der Union.
Das steht allerdings auf wackeligen Füßen, denn die Kanzlerin sagte zu Beginn ihrer Karriere etwas, was sie heute sicherlich nicht mehr wahr haben will, nämlich sie könne sich schon vorstellen, dass die CDU das „C“ aufgeben könnte, wenn die Christen einmal nicht mehr die Mehrheit in Deutschland wären. Davon würde sie sich heute sicherlich angesichts der Ausbreitung des Islams distanzieren.

Aber wie sieht denn das christliche Menschenbild der Union aus?
Zunehmendes Armutsrisiko,
zunehmende Kinderarmut und Altersarmut,
zunehmende Tafelbesucher,
zunehmende prekäre Arbeitsverhältnisse und Zweitjobs,
schuften bis ans Grab,
Mieten, die vielen weniger als das Existenzminimum belassen…
mehr hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/

Übrigens zieht das christliche Menschenbild auch nicht mehr so recht seit den Missbrauchsfällen oder seit der Aufdeckung, dass der für die Armen gesammelte Peterspfennig in britische Immobilien gesteckt wurde. Und wie die Kirche mit ihrem Geld umgeht, ist auch nicht gerade vorbildlich:

Kirchensteuer

Was Union-Wähler wollen

Wir Unionswähler wollen weiter so mit dem „bewährten“ Merkelismus. Und der sieht so aus:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/07/wollt-ihr-das-so-deutschland-stuerzt-ab/

Hier nochmals in Kürze, was diejenigen wollen, die die Union wählen:
>  Wir sind für ständig steigende Kinderarmut, denn Geld verdirbt den Charakter
> Wir wollen steigende Mieten. Uns reicht das Existenzminimum oder weniger. Wir sind ja so bescheiden und daher gegen österreichische Verhältnisse (Miete in Wien ∅ 13 Euro pro qm, in München 22).
> Wir finden es gut, dass immer mehr Menschen von den Tafeln ernährt werden müssen. Dann kriegen die Leute jedenfalls ein gesundes Essen.
> Wir sind keine Neidhammel und gönnen den Reichen, dass sie immer reicher werden. Wer ärmer wird, ist selber schuld.
> Wir sind für prekäre Arbeitsverhältnisse: Aufstocker, Zeit- und Leiharbeiter… So kreiert man Aufschwung und eine Steigerung der Unternehmergewinne.
> Wenn Rentner bis ans Lebensende arbeiten müssen und immer mehr einen Zweitjob brauchen, ist das gut so: Arbeit erhält jung.
> Bescheidenheit ist die Zierde des Alters: Wir wollen keine so hohen Renten wie die Österreicher, die 400 Euro mehr bekommen als Deutsche bei14-maliger Auszahlung.
> Wir Deutschen sind fleißig und arbeiten gerne bis 67 und heben uns damit von den faulen Österreichern ab, die mit 60 in den Ruhestand gehen können.
> Es ist gut, dass die Printmedien über Subventionen vom Staat an die Kandare genommen werden. Es geht doch nicht an, dass jeder schreiben kann, was er will.
> Armut schändet nicht. Deshalb gönnen wir den Bürgern der Nachbarstaaten, dass sie mehr Grundbesitz und viel mehr Vermögen haben.
> Wenn bei uns die Armut ständig steigt, so ist das ein Ansporn für das Volk. noch mehr zu leisten.
> Wir zahlen gerne Steuern. Deshalb finanzieren wir nun den Staat anstatt es wie früher von den Unternehmern zu verlangen.
> Die Maskendeals zeigen die menschliche Seite der Partei. Schwamm drüber und keine weitere Aufklärung! Wir müssen nach vorne schauen!
> Wir geben wenig für Bildung aus, denn wir Deutschen sind sowieso gescheit.
> Wir lieben dynamische Männer, denen auch bei traurigen Ansprachen des Bundespräsidenten der Humor nicht vergeht. Deshalb muss Laschet Kanzler werden, auch wenn ihn das Volk nicht mag.
> Wir haben keine Skrupel, Schulden zu machen „auf Teufel komm raus“. Sollen die Kinder und Enkel nur dafür zahlen, dass wir ihnen das Leben geschenkt haben.
> Wir haben Verständnis dafür, dass die Partei laufend die Verfassung bricht. Zu Recht sagte ein Minister, er könne ja nicht dauernd mit dem Grundgesetz unterm Arm rum laufen.

Ach, wie gut haben wir es doch in Deutschland. Das wird uns durch Umfragen immer wieder eingebläut. Darum weiter so!

Lesen Sie eingehender über den Merkelismus:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/

Feuer frei auf Baerbock – Gegenwehr: Null

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, dass die Parteien schlechte Berater haben, besonders die Grünen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/05/manchmal-waere-ich-gern-parteiberater/
So ist es auch jetzt:
Die Unionsparteien eröffnen geradezu ein Sperrfeuer auf Frau Baerbock. Und die Antwort der Grünen ist, dass sie mit einem Anwalt drohen. Das wirkt geradezu kindisch. Das Ganze ist ja kein Rechtsproblem, sondern eher eines des Anstands: Müsste man nicht, wenn man die Ideen anderer aufgreift, ehrlichkeitshalber hinzufügen, von wem die Ideen stammen?

Vergleicht man die Verfehlungen der Parteien miteinander, so sind die Maskenaffären der Union ungleich schwerwiegender. Und die Grünen haben verschlafen, die Union mit diesen Vorwürfen so richtig dauerhaft zu grillen: Obwohl die Union rückhaltlose Aufklärung versprochen hat, wissen wir immer noch nicht, wie es in einem geordneten Staatswesen zu solchen Entgleisungen kommen kann. Das ZDF, dass hier für Klarheit sorgen wollte, lieferte nur das übliche Blabla:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/28/verschweigen-uns-die-medien-eine-amigo-affaere-in-bayern-zdf-blabla/
Und auch die übrigen (subventionierten) Printmedien waren nicht besser.

Kein Wunder, dass die Grünen ins Hintertreffen geraten, denn die Wahlkampfstrategie der Union ist einfach genial:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/02/die-genialen-unionsparteien/
Der Wahlkampf ist halt wie ein Fußballspiel: Wer seine Chancen nicht verwertet, verliert.

 

 

Die genialen Unionsparteien

Wie kriegen es die Unionsparteien nur wieder hin, dass sie in der Wählergunst wieder ganz oben stehen? Eigentlich müsste sich ja das Volk abwenden von Parteien, die nicht nur Masken- und Amigoaffären zu verantworten haben, sondern die mit ihrem „Merkelismus“ das Volk ausbluten lassen, wie ich ich hier öfter beschrieben habe.

> Die geniale Wahlkampftaktik der Unionsparteien besteht zunächst einmal in einer Diversionsstrategie. So, wie man einem Hund einen Knochen vorwirft, um ihn abzulenken, rückt man Themen in den Vordergrund, die gewichtigere Probleme in den Hintergrund treten lassen. Gewiss ist es beispielsweise richtig, über Toleranz gegenüber Schwulen zu reden, aber muss dies das zur Zeit vorherrschende Thema sein und darf man darüber vergessen, dass die Zahl der Menschen an den Tafeln immer mehr werden?

> Die Union hat nicht nur das Staatsfernsehen in der Hand, sondern es hängen auch die vom Internet geschädigten Printmedien am Subventionstopf des Staates, allerdings nur, wenn sie brav sind.

> Die Kanzlerin hat die SPD, die eigentlich gegen den Merkelismus kämpfen müsste, an ihrem Busen platt gedrückt. Warum sollen die Menschen die SPD wählen, wenn sich sowieso im Wesentlichen nichts ändert, abgesehen von marginalen Erfolgen der Sozis.

> Durch den andauernden Merkelismus wurden die Abgehängten der Gesellschaft müde gemacht. Sie gehen gar nicht mehr zur Wahl. Nur ein paar von ihnen wählen aus Protest die AfD. So hat die Union die Masse der Menschen, die sich eigentlich von der bisherigen Politik abwenden wollen, weitgehend ausgeschaltet.

> Man redet dauernd über den Aufschwung und erweckt dadurch beim Volk die Illusion, dass es den Menschen immer besser geht. Dabei geht es immer mehr bergab: Als wir jung waren, konnte eine normale Familie vom Einkommen des Mannes leben, in der Stadt wohnen und sich den Bau eines Hauses leisten. Heute müssen beide Eheleute arbeiten, können sich nur eine Wohnung am Stadtrand leisten und vom eigenen Heim können sie nur träumen.

> Man verlagert die Probleme in die Zukunft. Das Geld wird mit vollen Händen ausgegeben, als gäbe es kein Morgen und als ob sicher wäre , dass keine neuen Krisen kommen. An den Schulden, die jetzt gemacht werden, haben noch die Enkel zu tragen.

> Die Kanzlerin redet dauernd von „alternativlos“. So klingt es einleuchtend, wenn die Absenkung der Renten und längere Lebensarbeitszeiten „alternativlos“ sind. Aber ein Blick über den Grenzzaun zeigt, dass es auch anders geht:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/06/03/sind-deutsche-duemmer-als-andere-voelker/ 

Sind die Deutschen also dümmer als andere Völker, wenn sie sich den Merkelismus als alternativlos einreden lassen?

Da muss ich mich schon wieder aufregen: Schlimme Zustände in Deutschland

Gerade lese ich: „Hierzulande leben demnach 2.900 Superreiche mit einem Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar, so viel wie in kaum einem anderen Land.“
https://web.de/magazine/politik/interessiert-cdu-wahlkampf-aermeren-35903152
Und die Reichen sind in der Pandemie noch reicher geworden. Schauen Sie mal hier:
https://www.dw.com/de/reiche-werden-dank-corona-reicher/a-55184720
Natürlich sind umgekehrt die Armen entsprechend ärmer geworden. So ist das eben im Zeitalter des Merkelismus, mit dem ich mich hier öfter beschäftigt habe.
Die Union ist die Schutzpatronin der Reichen und das Volk ist so dumm und glaubt, dass das „alternativlos“ ist. Ihm wird gesagt, dass eine stärkere Besteuerung der Reichen die Konjunktur abwürge. Wieso eigentlich? Die Erklärung bleiben die Politiker schuldig, denn das Volk glaubt es auch so.
Weder Plasberg, noch Will oder Illner hinterfragen das Thema, denn das gehört sich nicht im Staatsfernsehen.
Aber es sollte sich doch ein Wissenschaftler einmal mit folgenden Fragen beschäftigen: Wo investieren die Reichen ihr Geld? In Gold in ausländische Währungen, Rohstoffe, Bitcoins, Aktien… Und ist das wirklich für die deutsche Wirtschaft förderlich?
Wie wäre es vergleichsweise denn damit, dass man den Ärmeren mehr Geld belässt? Würden die nicht ihr Geld auf jeden Fall in Deutschland ausgeben und wäre das nicht eine tolle Konjunkturspritze, die womöglich besser wirkt als die Investitionen der Reichen?
Auf jeden Fall steht eines fest: So wie bisher kann es nicht weiter gehen. Der soziale Sprengstoff wird immer größer, wie man am zunehmenden Radikalismus sieht, der vielleicht irgendwann nicht mehr beherrschbar werden könnte.
Das Traurige ist ja, dass die linken Parteien zersplittert sind und die SPD in eine Koalition eingebunden ist. Da kann sich ja nicht viel ändern. Wir bräuchten halt endlich eine starke Radikal-soziale Partei Deutschlands (RPD). Es wird auf die Dauer nichts bringen, wenn viele Bürger meinen, sie könnten als Protestwähler der AfD etwas ändern.

Armer Laschet: Wer wird denn eigentlich noch die CDU/CSU wählen?

Die Unionsparteien dümpeln bei den derzeitigen Meinungsumfragen bei Werten von immerhin noch erstaunlichen 24 %. Und da frage ich mich, wer sind diese Bürger, die noch die C-Parteien wählen?
Das sind natürlich in erster Linie die Profiteure des Merkelismus, der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht und dem ich etliche Beiträge gewidmet habe.
Aber sonst? Diejenigen, die die C-Parteien allein schon wegen des „C“ gewählt haben, sind ausgestorben oder durch die Missbrauchsfälle abtrünnig geworden.
Sonst fällt mir keiner mehr ein, der motiviert sein könnte, die Union zu wählen.

Aber ich sehe eine wachsende Mehrheit, die auf keinen Fall die Union wählen wird:

> Das sind zunächst einmal diejenigen, die den Dilettantismus der Regierung bei der Bekämpfung der Coronakrise im Gedächtnis behalten haben. Überall hat es gehapert: bei der Beschaffung der Impfstoffe, der Schutzkleidung, der Masken… Wir waren auf dem falschen Weg, wie ich hier in vielen Beiträgen beschrieben habe, denn beispielsweise  Portugal hat es geschafft, binnen Kürze von einer Inzidenz in Höhe von 900 auf 30 herunter zu kommen und nun normal zu leben. Und wir laborieren seit über einem Jahr an viel niedrigeren Ausgangswerten herum. Auch die üblen Maskendeals etlicher Abgeordneter müssen nach Ansicht vieler Wähler so richtig abgestraft werden.

> Keinesfalls Unionswähler werden wohl viele Rentner sein, die neidisch nach Österreich blicken, wo die Renten um 400 Euro höher sind bei 14 Auszahlungen pro Jahr.

> Den Mietern wird es nicht anders gehen, wenn sie sehen, dass in Österreichs Hauptstadt die Mieten auf bezahlbarem Niveau gehalten werden, während sie bei uns explodieren.

> Abwenden von den C-Parteien werden sich auch viele Geschäftsinhaber, die zu Recht einen ungenügenden  Schutz vor Amazon & Co beklagen. Warum kann dieses Unternehmen seine Steuern dort zahlen, wo es am billigsten ist, während die deutschen Unternehmer hier besteuert werden? Warum unterwirft man nicht diese Unternehmen, die hier Umsätze machen, mit diesen Umsätzen insgesamt dem deutschen Steuerrecht?

> Zornig sind auch die vielen Selbständigen, die in dieser Krisenzeit kaum unterstützt wurden, während die Lufthansa 9 Milliarden erhielt. So ist das in unserer Schreihalsdemokratie, in der man auf die größten, also lautesten hört.

> Die Folgen einer solchen Politik sind die Verödungen der Innenstädte. Immer mehr Läden machen zu:

Die Wähler wollen eine Abwendung von einer solchen Politik der Zerstörung ihrer Städte.

> Die Wähler wollen auch nicht mehr, dass der Profit vor der Umwelt rangiert. Nur ein Beispiel: Früher beförderte nur ein einziges Unternehmen, nämlich die Post die Pakete. Nun fahren stattdessen bei uns 6 Auslieferungsfirmen herum mit 6-facher Umweltbelastung – alles nur, weil die Kanzlerin Unternehmern in der Nullzinsphase Anlagemöglichkeiten bieten wollte. Eines dieser Unternehmen hat sein Verteilungszentrum hier völlig abseitig in einem Wald errichten dürfen: Naturzerstörung pur!

> Naturliebhaber wenden sich sowieso von der Union ab wegen der Bevorzugung der Massentierkaltung mit der Folge der Überdüngung der Wiesen, die Grundwasser und Seen belastet. (Zwei Schiffe mit riesigen Mähmaschinen müssen dauernd über den Chiemsee fahren, damit er wegen der Düngerbelastung nicht zu wächst. Einst war er so klar, dass man auch an der tiefsten Stelle bis auf den Grund schauen konnte.)

> Für die arme Jugend gilt nicht mehr Blüms Satz: „Die Rente ist sicher.“ Sie muss selbst fürs Alter vorsorgen, weil die Rente nicht reicht. Und wenn die Jüngeren so den Risiken des Kapitalmarkts ausgesetzt sind, kann es den Leuten so ergehen wie Sylvia. Sie arbeitete hart und sparte eisern, um es sich im Alter so richtig gut gehen zu lassen. Sie zahlte für eine Rente von 3000 Euro ein und bekommt aber nun leider nur noch 750.
https://autorenseite.wordpress.com/2012/05/29/sylvias-rente-wirtschaftssystem-funktioniert-13771220/
Ein ähnlich trauriges Beispiel ist auch der Schauspieler Hannes Jaenicke, der nur 600 Euro Rente bekommt, weil er bei den Rücklagen fürs Alter auf „Experten“ hörte..
Die Menschen wollen Sicherheit fürs Alter, aber doch nicht so was! Also werden sie ihr Kreuz in der Wahlkabine woanders machen.

> Die Leute wollen sich nicht mehr krumm und buckelig arbeiten dafür, dass die Industrie großzügig subventioniert wird und dann Milliarden Gewinne einstreicht, die eigentlich zum Teil für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden müssten.

> Kein Mindestlohnbezieher wird die Union wählen, weil er nicht versteht, warum die Wirtschaft zu Grunde gehen soll, wenn er bescheidene 12 Euro Stundenlohn erhält.

> Die vielen Tafelgänger werden sicher auch nicht zu Laschet-Fans. Die Menschen, die von der derzeitigen Politik an den Abgrund gedrängt wurden, haben meist aufgegeben und gehen überhaupt nicht mehr zur Wahl.

>  Dasselbe gilt für die Aufstocker und Mindestlohnbezieher. So etwas hat es in der Bundesrepublik noch nie gegeben und es ist der Union zu „verdanken“ nämlich, dass man mit seiner Hände Arbeit nicht mehr genügend verdienen kann, um leben zu können.

>  Keine Unionswähler sind auch die vielen, die dauernd das Gefühl haben, der Regierung zurufen zu müssen: Deutschland erwache!

> Diese Regierung muss weg, denn sie hat den Absturz Deutschlands eingeleitet, wie Sie in diesen Beiträgen lesen können.

Vielleicht meldet sich ja mal jemand von der Union und schreibt einen kritischen Beitrag hierzu. Aber das ist wohl kaum zu erwarten, denn die Parteimitglieder befinden sich im Schlafwagenabteil der Politik. Bei einer lebendigen CDU/CSU müsste doch ein Beitrag wie dieser sofort die junge Union auf den Plan rufen.

Mir tut Herr Laschet jetzt schon leid, wenn er sich beim künftigen „Triell“ im Fernsehen mit den beiden anderen Kanzlerkandidaten auseinander setzen muss.

 

CSU: Schon wieder ein Masken-Deal. Herr Spahn, wir verlangen Aufklärung!

Jetzt gab es schon wieder einen Masken-Deal mit einer Millionenprovision für die Tochter des Ex-CSU-Ministers Tandler:
https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/corona-masken-gewinn-101.html
Die Union scheint auf die Vergesslichkeit der Wähler zu hoffen, denn schon bei den früheren Maskendeal wurden wir nicht darüber aufgeklärt, wie so etwas überhaupt bei einer korrekten Verwaltung möglich ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/12/wahldesaster-fuer-cdu-csu-wegen-des-maskenhandels/
Nun ist es wieder dasselbe. Es kann ja durchaus in Ordnung sein, dass Frau Tandler die Millionen verdient hat, nämlich dann, wenn sich Herr Spahn bei allen Masken- und Schutzkleidungsherstellern umgesehen und nichts besser gefunden hätte als die von Frau Tandler ins Spiel gebrachte Firma. Dann hätte Frau Tandler die Provision verdient. Das müsste uns Herr Spahn aber erst mal detailliert dar tun.
Es geht nicht dauernd nach der bisherigen Methode: „Schwamm drüber und nach vorne blicken.“  Wie wär’s denn, Frau Anne Will, wenn Sie die Maskendeals mal zur Sprache bringen würden?  Es ist doch interessant, wie so etwas bei und möglich sein kann. Oder ist das Thema doch zu heiß?

Wie leicht man übrigens korrekt eine Millionenprovision verdienen kann, erfuhr ich von einem Bekannten. Der hatte einem Handwerker empfohlen, etwas zu tun, was ihm selbst nie eingefallen wäre, nämlich sich um einen Großauftrag bei einer deutschen Großbaustelle zu bewerben. Der Handwerker erhielt den Zuschlag und zahlte dem Bekannten die übliche Vermittlungsprovision von 3 %.

Der Ruf nach dem „Ausnahmetalent“

Arme CSU – oder soll man sagen: armes Deutschland? Immer lauter wird der Ruf nach einer Rückkehr Guttenbergs:
„Jeder hat eine zweite Chance verdient. Er ist immer noch ein Ausnahmetalent der Union“, sagte CDU-Präsidiumsmitglied Philipp Mißfelder der „Hamburger Morgenpost“ (Freitag). Ähnlich äußerten sich die CSU-Bundestagsabgeordneten Florian Hahn und Hans-Peter Uhl.
Wieso sind wir auf Leute wie Guttenberg angewiesen? Was, bitte schön, hat er denn eigentlich geleistet? Mir fällt nur ein, dass er in Afghanistan war (mit Frau!), aber das ist keine Leistung, sondern eine Selbstverständlichkeit (wenn auch ohne Frau). Und dann hat er noch die Abschaffung der Wehrpflicht initiiert; aber die war sowieso schon im Gespräch. Die notwendigen politischen Beschlüsse wurden von anderen gefasst.
So bleibt von ihm übrig, dass er als Adeliger über ein gutes Auftreten und eine gepflegte Ausdrucksweise verfügt, und dass er eine vorzeigbare Frau hat.
Zusammenfassend: ein Blender, also genau das, was wir in unserer Mediendemokratie brauchen.
Zu seinem Charakter passt, dass er sich im kanadischen Fernsehen als Lichtgestalt präsentiert hat, die besser als andere weiß, wie die Euro-Krise zu lösen ist. Allerdings verrät er nicht, wie.
Sehr erstaunlich finde ich am Wiedererscheinen Guttenbergs, dass sein Fernsehauftritt, seine Buchveröffentlichung und die Einstellung des Strafverfahrens zusammen treffen. Es ist so, als hätte jemand da Regie geführt, der weiß, wie man es in einer Mediendemokratie machen muss.