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Der Wahnsinn in der Psychiatrie

Ich habe einen Fall von schwerer Alzheimer-Demenz zu betreuen. Als die Gewalttätigkeit und Suizidgefahr nicht mehr beherrschbar wurden, ordnete der Hausarzt die sofortige Einweisung in die Psychiatrie an. Typisch für unser medizinisches Sparmodell ist, dass es in unserem Landkreis  keine Psychiatrie gibt. Also machte ich mich kundig und da fiel meine Wahl auf die Uni-Klinik München, weil ich dachte, dass man dort vielleicht am wenigsten ausgenommen wird, und weil mein Sohn dort wohnt. Vorsichtshalber rief ich in der Klinik an, ob man dort einen Notfall aufnehmen könnte. Das wurde bejaht. Also fuhren wir hin.
Man kann ja verstehen, dass die Aufnahmeabteilung bei der Art von Publikum – milde ausgedrückt: – keinen Anflug von Freundlichkeit zeigte. Nach einer gefühlten Ewigkeit gelang es uns, zu einem Psychiater vor zu dringen.
Unbegreiflicherweise bestand der darauf, uns beide gemeinsam zu vernehmen. Ich musste also in Gegenwart meiner Betreuten schlimme Vorkommnisse schildern, die sie natürlich längst vergessen hatte.
Dann gipfelte der Besuch in der Äußerung des Psychiaters, dass man kein Bett frei habe, ich solle woanders hin fahren. Das ging aber im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit und den Zustand der Erschöpfung bei der Betreuten nicht mehr.
Wir fuhren also nach Hause, wo die Betreute unglaubliche Gewalt entwickelte: Sie machte im Sekundentakt eine Tür auf und donnerte sie wieder zu. Als das nicht wirkte, weil ich mich nicht rührte und dachte, sie würde müde, begann sie, das Geschirr zu zertrümmern. Ich habe sie daraufhin mit Gewalt ins Bett befördert und ihr angedroht, dass ich sie noch nachts zwangsweise abholen lasse. Das hat wider Erwarten doch gewirkt.
Man kann sagen: ein voller Erfolg der Psychiatrie.
Und nun? Sie schläft, Gott sei Dank! Und ich sitze an ihrem Bett und weine zum ersten Mal seit meiner Kindheit. Ich weiß nicht mehr weiter.
Am Rande: Wir sind Privatpatienten, aber denen geht es um kein Haar besser, wie immer behauptet wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/12/20/der-arme-privatpatient/

Studium einst und jetzt: Erst Karriere, dann Sinnsuche?

Einst gab es Studenten. Aus ihnen sind nun Studierende geworden . (H.Pöll)

Wie hat sich das Studium verändert: Es gab eine Zeit, in der die Studienzeit mit die schönste Zeit des Lebens war. Viele waren „ewige Studenten“ und warteten in dieser Zeit, bis der alte Vater seine Kanzlei oder Praxis auf sie übertrug. In Goethes Auerbachs Keller sehen wir, wie es damals zugegangen ist.

Als ich in der 50-er Jahren studierte, war es auch noch völlig anders als heute: Das Ziel der Universitäten war, gebildete Menschen heran zuziehen, die den Blick über den Tellerrand ihres Fachs offen hielten. Dazu zwei Beispiele:
> In der Münchner Uni gibt es ein Auditorium maximum, in dem die Kapazitäten der Uni Vorlesungen für alle abhielten. Da kamen die Interessierten aus allen Fakultäten zusammen. Ich hörte damals u.a. Sedlmayr (bekannt durch „Verlust der Mitte) und Romano Guardini, dessen Predigten in der Ludwigskirche ein Magnet waren.
> Ein Jura-Professor sagte in seiner ersten Vorlesung, man wolle keine „Hobojus“ heranziehen. Er meinte damit die meisten Studierenden von heute, die „Hosenbodenjuristen“ sind. Bei meinem juristischen Examen wurde damals auch die Allgemeinbildung abgefragt – nicht nur in einer Klausur, sondern auch in der mündlichen Prüfung.
Für so etwas hat man heute keine Zeit. Man will heute Menschen heran ziehen, die in ihrem Beruf problemlos funktionieren. So ist das Studium immer mehr verschult worden und aus den Studenten von einst sind Studierende geworden. Für viele war früher die Studienzeit mit ihrer grenzenlosen Freiheit nach dem „Gefängnis der Schule“ mit die schönste in ihrem Leben. Heute ist sie eine Zeit extremer Belastung geworden, in der für viele die Blütezeit der Jugend verwelkt.
Das liegt auch ein bisschen daran, dass man nicht das Wichtigste gelernt hat, nämlich wie man richtig lernt:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/21/das-lernen-muss-man-lernen-beim-lernen-ist-es-wie-beim-sex-iii/
Für uns früher war die Begegnung mit anderen Wissensgebieten eine geistige Dehnungsübung fürs Gehirn wie sie Sportler mit ihrer Muskulatur ganz selbstverständlich praktizieren.

Wie traurig das Leben der Studierenden von heute geworden ist, wird uns hier vor Augen geführt:
https://web.de/magazine/ratgeber/job-gehalt/leistungsdruck-finanzielle-sorgen-belasten-studierenden-3633528
Der Blick aufs Studium ist nur ein Teilaspekt für eine Erscheinung, in der sich manche fragen: Wie hat man eigentlich früher viel besser leben können?
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

Interessant finde ich, dass immer mehr Menschen erst Karriere machen und dann sich auf einmal die Sinnfrage stellen. Dann steigen sie aus und werden beispielsweise Biobauer. Gerade hörte ich wieder von so einem aus dem Bekanntenkreis: Der hatte als Workaholic ein gut gehendes IT-Unternehmen aufgebaut, konnte sich Wohnungen in London und Paris leisten und fragte sich plötzlich: „Wozu das alles?“ Er verkaufte sein Unternehmen und lebt jetzt hier glücklich auf seinem Bauernhof. Er ist hier nicht der einzige.

Deutschland stürzt ab: Ranking der Unis


Ich habe schon öfter über diese Themen geschrieben: „Deutschland stürzt ab“ und „Deutschland erwache!“. Hier nun ein Update:

Gerade wird wieder das Ranking der Universitäten der Welt veröffentlicht. Natürlich räumen da die Unis der USA ab, wie wir ja auch bei den Nobelpreisträgern ablesen können, von denen früher viele aus Deutschland kamen,
Aber erstaunlich ist, dass Großbritannien mit seinen altehrwürdigen Universitäten weit vorne liegt, wobei sogar eine den ersten Platz errungen hat.
Und wo bleiben wir? Auf Platz 32.
https://www.timeshighereducation.com/world-university-rankings/2022/world-ranking#!/page/0/length/25/sort_by/rank/sort_order/asc/cols/stats
Warum sind die Briten so viel besser als wir? Es wäre interessant, das einmal zu untersuchen. Und warum sind wir so schlecht? Weil die Unionswähler es so wollen:
„Wir geben wenig für Bildung aus, denn wir Deutschen sind sowieso gescheit.“

Für uns ist es gefährlich, nicht mehr vorne dabei zu sein. Unser Land lebt vom Blaupausenexport und wenn wir da nicht gut sind: Gute Nacht!
Wir haben viele Spitzenplätze in der Wirtschaft verloren: Erinnern Sie sich noch an Agfa, Leica…? Noch halten wir uns mit der gehätschelten Autoindustrie über Wasser, aber nun kam der Paukenschlag: Tesla baut ein Autowerk bei uns!

 

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

„Man sollte die Universitäten ehrlicherweise in Hochschulen umtaufen, denn welche Studierenden werfen heute noch einen Blick über die Grenzen ihres Fachgebiets hinaus?“

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Corona und Globalisierung


In den Augen der Jüngeren bin ich ja einer der uneinsichtigen Alten, die immer behaupten: Früher war alles besser.
So frage ich mich oft: Bringt die Globalisierung mehr Vorteile als Nachteile? Ist nicht auch die Ausbreitung des Corona-Virus über die ganze Welt eine Folge der Globalisierung?

Was haben wir denn von der Globalisierung gehabt? Die gesamte Produktion wandert dorthin, wo es am billigsten ist. Dadurch gingen ganze Industriezweige kaputt wie die Fotoindustrie und viele Werften. Die Bekleidungsproduktion findet nun weitgehend in Bangladesch statt, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und unsere Autoindustrie ist gerade auf dem Weg, das Schicksal der einst so angesehenen deutschen Fotobranche zu teilen.
Outsourcing heißt eine der Devisen der Globalisierung. Die Folge davon ist ein gewaltiger Druck auf die deutschen Löhne. Wenn diese zu hoch sind, wird die Produktion ins billigere Ausland ausgelagert. So ist der Lohn in der Bekleidungsindustrie von Bangladesch zum Maßstab in jener Branche geworden. Und andere Branchen werden folgen: Vielleicht bestimmen bald schon die indischen Arbeiter die Löhne unserer Autoindustrie, bei der die prekären Arbeitsverhältnisse schon jetzt immer mehr werden: Zeitarbeiter, Minijobber, Leiharbeiter, Aufstocker…
Die Folgen der Globalisierung sehen wir gerade in dieser Zeit: Schon vor Corona gab es Engpässe bei den Medikamenten. Deren Herstellung wurde ja zu einem großen Teil nach China und Indien ausgelagert und so gab es auf einmal viele Arzneien – sogar lebenswichtige – nicht mehr, weil ein Werk im fernen Osten ausfiel.
Bei der Autoproduktion ist es nun ähnlich: Die Teile eines deutschen Autos werden ja in den verschiedensten Ländern hergestellt. Ein Bekannter, der in einem deutschen Automobilwerk arbeitet, sagte einmal: „Was sind wir denn anderes als Zusammenschrauber von Autoteilen, die anderswo hergestellt werden. Wenn dann ein Werk in China durch Corona ausfällt, stehen die Bänder still.“ Nun stehen sie sowieso still.
Wir befinden uns also in einer gefährlichen Lage der Abhängigkeit. In der Nachkriegszeit war uns durch die Kriegserfahrungen vor allem wichtig, dass wir wirtschaftlich autark waren: Deutschland sollte sich von seinem eigenen Grund und Boden ernähren können. Und der Steinkohlebergbau wurde aufrecht erhalten, um die Energie zu sichern. Heute sind wir von Gas und Öl aus dem Ausland abhängig. Während wir nach der Ölkrise einen Notvorrat in still gelegten Salzstöcken einlagerten, beuten wir nun unsere eigenen Ölquellen aus, anstatt sie als Reserve im Boden zu lassen.
Und aus den freien deutschen Bauern hat man subventionierte Lohnsklaven gemacht, die in ihrer Not gezwungen sind, das Grundwasser durch Überdüngung zu vergiften. Die negative Entwicklung bei der Landwirtschaft ist eine Folge der Globalisierung: Weil wir von anderen Ländern verlangten, dass sie uns unsere Autos abnehmen, mussten wir natürlich als Gegengeschäft deren landwirtschaftliche Produkte abnehmen. So wurden unsere Bauern dem rauen Wind der Weltwirtschaft ausgesetzt und können nun nur mit Subventionen überleben, die im Grunde genommen Subventionen für die Autoindustrie sind.
In meinen Augen ist die Globalisierung auch eine Art Fortsetzung der Kolonialzeit. Was früher mit Waffengewalt erzwungen wurde, erreicht man nun dadurch, dass man arme Länder mit wirtschaftlicher Überlegenheit ausbeutet: Wir lassen Kinder in Afrika nach Kobalt schürfen. Wir machen in Chile durch Lithiumabbau für unser E-Mobilität die Landwirtschaft kaputt. Wir sichern uns Fischereirechte vor Afrika und nehmen den einheimischen Fischern die Nahrungsgrundlage. Wir vernichten in Afrika Existenzen, indem wir unseren Überfluss dort abladen: Hähnchenflügel, Milchpulver, Altkleidung…
Wir holen uns die Arbeitskräfte, die wir brauchen, aus dem Ausland und zerreißen damit oft viele Familien. Überhaupt ist es unfair, wenn wir Wissenschaftler, die in ärmeren Ländern für viel Geld ausgebildet wurden, zu uns locken, so dass sie in der Heimat fehlen.
Die Globalisierung ist ein Teil des Kapitalismus und daher in der derzeitigen Ausprägung nicht akzeptabel.
Bisher waren wir ja mit unserer wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Überlegenheit auf der Gewinnerseite der Globalisierung, aber nun dreht sich der Wind: Deutschland stürzt ab, wie ich schon in 17 Beiträgen beschrieben habe:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/03/12/deutschland-stuerzt-ab-17/

Unsere besten Wissenschaftler wandern in die USA aus und unsere Universitäten verlieren ihre Spitzenstellung;
https://autorenseite.wordpress.com/2018/01/03/deutschland-stuerzt-ab/

Wir lebten vom Blaupausenexport. Das geht nun zu Ende. Überall findet eine Amerikanisierung statt: in der Filmindustrie, in der IT-Branche, bei Facebook, E.bay, Tesla…
Gerade hieß es, Trump wolle eine unserer Firmen aufkaufen, die einen Impfstoff gegen Corona erforscht, und wolle diesen exklusiv nutzen. Gott sei Dank war dies eine Fake-News in den Mainstream-Medien, die ja sonst über solche Erscheinungen im Internet schimpfen. Aber die Nachricht zeigt doch eine Tendenz an, wohin die Reise geht. Wir werden zu Verlierern der Globalisierung.
Ja, wie schön und gemütlich war es doch bei uns in Deutschland in der Nachkriegszeit.

Deutschland stürzt ab – Kommt ein Börsencrash?


Den Absturz Deutschlands habe ich schon öfter beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/05/12/wie-deutschland-abgehaengt-wird-duestere-wolken-ziehen-auf/
Aber die Menschen glauben das nicht und investieren weiter eifrig in Aktien, obwohl schon düstere Wolken am Konjunkturhimmel aufziehen. Wir erleben eine „Dienstmädchen-Hausse“. Die Leute kaufen Aktien, weil deren Kurse ständig steigen und so nährt die Hausse die weitere Hausse, bis schließlich der große Crash kommt.
Unser Zugpferd, die Autoindustrie, lahmt: Es werden weniger Autos verkauft. Audi und Mercedes müssen Tausende Arbeitnehmer entlassen.
Es gab einmal eine Zeit, in der die deutsche Autoindustrie führend war und die Preise nach Belieben bestimmen konnte:
Ein Journalist fragte für eine Autozeitschrift einmal einen Manager von BMW, was ein bestimmter neuer Typ kosten würde; er meinte, der Manager könne doch wohl auf Grund der Produktionskosten plus Gewinnzuschlag errechnen, wie hoch der Preis würde. Der Manager erklärte, die Frage sei falsch gestellt. Man müsse sehen, zu welchem Preis man das Auto verkaufen könne. Ja, so war es einmal, dass Autoliebhaber bereit waren, für ein deutsches Auto tief in die Tasche zu greifen.
Nun tun dies manche reiche Deutsche für einen Tesla.
Die deutsche Autoindustrie warb einmal mit dem Slogan: „Vorsprung durch Technik“ und konnte hohe Preise für ihre Produkte verlangen. Nun muss sie ihren Umsatz durch knappe Preise zu halten versuchen und ist gezwungen, mit prekären Arbeitsverhältnissen zu arbeiten. Sie war einst die finanzielle Stütze des Staates und muss nun selbst mit Subventionen gestützt werden und ruft immer vehementer auch noch nach steuerlichen Entlastungen, obwohl ihre Aufstocker teilweise vom Staat bezahlt werden.
Die Zukunftsaussichten sind düster: Wie soll
en aus Schülern, die bei der PISA-Studie zurück fallen und nur Mittelmaß sind, einmal Spitzeningenieure werden? Wie sollen wir denn wie bisher weiter vom „Blaupausenexport“ leben können, wenn auch die Leistungen der Unis sinken? „Einen Vorsprung durch Technik“ werden wir wohl auch bei großen Anstrengungen nicht schaffen, denn die Chinesen  und Inder sind auch nicht dümmer.

Zwei völlig gegensätzliche Meldungen

Gestern habe ich etwas gehört, was mir zu denken gab, nämlich zwei ganz verschiedene Standpunkte:
Da waren zum einen die Meldungen darüber, dass de Maizière und Lucke in Universitäten am Reden gehindert wurden. Das ist der Untergang der Demokratie, wenn man nicht mehr hören will, was anders Denkende sagen, und wenn man Interessierte daran hindert, sich etwas abzuhören. Was ich gerne wüsste, ist dies: Anscheinend befindet sich solcher Mob unter den Studenten und es waren offenbar nicht Eindringlinge, die sich so verhalten haben. Sehen so die künftigen Führungskräfte aus, mit denen man es bei uns zu tun hat?
Warum kann man nicht die beiden herren mit einem kurzen „Buh“ begrüßen, um ihnen zu sagen, dass sie einem nicht gefallen. Und warum kann man nich mit einem ebensolchen“Buh“ Äußerungen kommentieren, die man nicht billigt? Aber so etwas, wie nun offenbar einreißt, ist ganz unerträglich. Wo bleiben die mahnenden Worte der Uni-Rektoren?

Auf der anderen Seite schadet es noch mehr der Demokratie. wenn die Meinung des Volkes ständig manipuliert wird.
https://grollnews.wordpress.com/2019/10/24/tagesdosis-20-7-2019-die-luege-die-infame-luege-und-bertelsmann/
Nicht einmal vor Lügen schreckt man zurück. Schon Hitler sagte etwas, was heute noch vielen als Richtschnur gilt:
„So etwas wie „Wahrheit” gibt es nicht. „Wahrheit“ ist eine Lüge, die du den Leuten so lange erzählt hast, bis sie vergessen haben, dass es eine Lüge war.“
Und weil die Fehlinformationen immer dreister betrieben werden, kann man schon fast wieder diejenigen verstehen, die unliebsame Menschen am Sprechen hindern. So geht nicht nur ein Riss durch die Bevölkerung, sondern es entsteht Feindschaft, an deren Ende der Mord steht.

Sind die Österreicher gescheiter als wir?

Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt und ich kann sie nur ganz eindeutig bejahen. Überzeugen Sie sich selbst und staunen Sie!
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Ein anderes Beispiel ist dieses:
Vor dem Gymnasium unserer Stadt standen zwei riesige Plakatwände mit dieser Aufschrift: „Open your mind!“ Es handelt sich um eine Werbeaktion der Universität Linz, in der die Vorteile eines Studiums an dieser Hochschule aufgeführt werden: Kein Numerus clausus, keine Überfüllung usw. Die ca. 1500 Schüler des Gymnasiums werden das lesen und sorgsam erwägen, ob sie sich wirklich an einer überfüllten deutschen Universität einschreiben sollen oder ob sie nicht ein Studium im nahen Ausland vorziehen sollen. Sicherlich werden die Österreicher uns etliche Studenten abwerben. Und wenn sich die jungen Leute einmal im schönen Linz eingewöhnt haben und vielleicht dort eine Bindung eingegangen sind, sind sie für unser Land verloren. An sich könnten wir sie ja dringend brauchen, aber so, wie wir mit unserem akademischen Nachwuchs umgehen, werden wir einen gewaltigen Aderlass haben.
Man sieht wieder einmal: Unsere Nachbarn sind gescheiter: Sie haben der Welt weismachen können, dass Hitler ein Deutscher und Beethoven ein Österreicher war. Und sie haben uns mal für Milliarden eine Schrottbank angedreht (Hypo Alpe Adria).
Da kann man nur sagen: Germany, open your mind!

Deutschland stürzt ab

Die Volkswirte verschiedener deutscher Großbanken stellen erstaunt fest, dass selbst die moderaten wirtschaftlichen Prognosen von vor wenigen Monaten inzwischen schon wieder Makulatur geworden sind. Sie sehen als Ursache die politische Instabilität an. Die Wahrheit sieht aber anders aus: Es zeigt sich immer mehr, dass Deutschland seine Konkurrenzfähigkeit fortlaufend einbüßt, wie ich hier schon mehrfach prognostiziert habe unter dem Titel: „Deutschland stürzt ab“. Commerzbank-Volkswirt Marco Wagner drückte es so aus: „Insgesamt läuft die deutsche Wirtschaft nur noch auf drei von vier Zylindern.“
Wie sollen wir auch wieder auf die Beine kommen, wenn unsere Universitäten im internationalen Ranking immer mehr nach hinten abrutschen:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/01/03/deutschland-stuerzt-ab/

Wir leben vom „Blaupausenexport“, also davon, dass wir Spitzenprodukte herstellen. Das setzt aber voraus, dass unsere Ausbildungsstätten, also die Unis, eine führende Position haben.
Inzwischen hat ein schleichender Prozess stattgefunden: Wir müssen das, was wir an Vorsprung verloren haben durch billigere Produktion ausgleichen. So kam es zu den prekären Arbeitsverhältnissen: Leiharbeit, Minijobs, Billiglöhnen…
Es ist sogar so weit gekommen, dass Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können. So was hat es in Deutschland noch nie gegeben.
Und die Folge ist, dass Trump uns Dumpinglöhne vorwirft und mit Strafzöllen droht.

Keine guten Aussichten!

Wie Deutschland abgehängt wird: Düstere Wolken ziehen auf!

> Schon vor fast 10 Jahren machte ich darauf aufmerksam, wie sich die weit blickenden Chinesen Rohstoffquellen und Agrarflächen in aller Welt sichern:
https://autorenseite.wordpress.com/2010/10/19/chinesen-gescheiter-9674417/
Aber das hat nicht dazu geführt, dass unsere Unternehmer aufgewacht wären. Nun müssen sie zur Strafe das Teuerste an ihren E-Autos, nämlich die Batterien in China kaufen.
> Unser gewichtigster Industriezweig, nämlich die Autoindustrie, von der 1,8 Millionen Arbeitsplätze abhängen, ist bei der E-Mobilität und dem autonomen Fahren hoffnungslos ins Hintertreffen geraten: In China fahren schon 380.000 Elektrobusse und in der restlichen Welt nur 5000. Diese Zahlen zeigen, wie sehr wir im Vergleich zu China abgehängt sind.
> Amerikanische Konzerne sahnen bei uns ab: Amazon, Google, Facebook, Twitter, Ebay,…
Auch hier bei WordPress sind Sie bei einem amerikanischen Unternehmen.
Und das Üble ist, diese Unternehmen zahlen bisher bei uns kaum Steuern. Warum haben wir nicht gleich Amazon und Co. kopiert? Wenn wir den notwendigen Unternehmungsgeist besessen hätten, hätten man bei uns einen Rat befolgt, den ich als „Lidl-Prinzip“ bezeichnet habe: nämlich als ALDI auf den Markt trat, hat Lidl dieses System nachgeahmt und ist ähnlich erfolgreich. Wenn unsere Medien, Politiker, staatliche Einrichtungen usw. bei einer deutschen Kopie von Facebook im Internet unterwegs gewesen wären, dann hätten wir diese Kopie benutzt und hätten in unserem Land die Herrschaft über unsere Daten behalten. So aber haben uns all diese amerikanischen Unternehmen gezeigt, wie schwach wir sind. Wenn wir im Internet unterwegs sind, sind wir fast in einem fremden Land.
> À propos fremdes Land. Ich komme mir auch oft vor wie in einem fremden Land, wenn ich durch eine Innenstadt gehe, die immer mehr verödet. Ein Unternehmen wie Amazon ist schuld daran, dass viele Geschäfte aufgeben. Das, was diese Läden einmal verdient haben, fließt nun als Unternehmensgewinn von Amazon in andere Länder. So werden immer ärmer. Sind wir die Kulis von Morgen?
> Bisher haben wir ja hauptsächlich vom „Blaupausenexport“ gelebt, also von unserer technischen Überlegenheit. Aber mit der sieht es schlimm aus, weil unsere Wissenschaft ihre Spitzenstellung längst verloren hat. Im Ranking der Universitäten fallen wir immer weiter nach unten. Nun ist nur noch die LMU als einzige deutsche unter den ersten 50 Universitäten dabei – hinter den Chinesen, Russen, Briten… Die Nobelpreise gehen an andere und viele unserer Spitzenwissenschaftler gehen wegen der besseren Forschungsmöglichkeiten in die USA.
https://autorenseite.wordpress.com/2018/01/03/deutschland-stuerzt-ab/
Wie sollen wir Spitzenerzeugnisse herstellen, wenn wir unserem Nachwuchs keine Spitzenausbildung vermitteln können? Dann können wir statt mit Topprodukten nur noch mit Billigerzeugnissen im Export erfolgreich sein und das bedeutet: prekäre Arbeitsverhältnisse mit Mindestlohn, Zeitarbeit, Leiharbeit… Wir sehen ja gerade, wie diese Entwicklung im Gang ist. Wenn Söder gerade sagt, dass wir Gefahr laufen, den Anschluss gegenüber den USA und China zu verlieren, dann hat er noch nicht mitgekriegt, dass dieser Anschluss längst verloren gegangen ist.