Schlagwort-Archive: Unglück

Meine Erinnerungen an die Marmolata

Ich habe die Marmolalta-Südwand durchstiegen und vorher in der Contrin-Hütte übernachtet. Dort hing ein Spruch an der Wand: „Bergsteiger, die die Marmolata-Südwand durchsteigen wollen, werden gebeten, vorher zu zahlen!“ Eine charmante Warnung!
Natürlich war ich oft im landschaftlich schönsten Skigebiet zum Ski fahren. Die Dolomiten mit ihren herrlichen Berggestalten sind einfach einmalig. Und so war ich natürlich auch mit Skiern auf der Marmolata.

Und wenn ich nun von dem Unglück an der Marmolata lese, frage ich mich: Was taten die Bergsteiger um 13.45 Uhr auf dem Gletscher? Wer sich auf einem solchen Eis bewegt, sollte beim ersten Morgengrauen starten und mittags wieder herunten sein. Gerade im Zeichen des schmelzenden Permafrostes sind die Gletscher noch gefährlicher geworden, wie das Unglück zeigt.

Ist Bahnfahren nun gefährlich?

Schon Andi Scheuer sprach von einem maroden Bahnnetz und unser jetziger Verkehrsminister sagte dasselbe und fügte hinzu, dass 4000 Brücken erneuerungsbedürftig sind.
Nachdem uns nun das Zugunglück bei Garmisch drastisch vor Augen geführt hat, welche Gefahren ein marodes Bahnnetz in sich birgt, muss man sich vor dem Einsteigen in einen Zug überlegen, ob man so ein Risiko eingehen will.
Vielleicht passiert ja auch mal ein Brückeneinsturz wie seinerzeit in Genua. Wie will man denn sicher beurteilen, ob Gleise und Brücken gerade noch tragbar sind oder nicht? Da muss man vorsichtig sein, darf aber nicht übervorsichtig sein, denn dann bricht der Bahnverkehr zusammen. In der Haut der Gutachter möchte ich nicht stecken.

S-Bahn-Unfall bei München: Ermittlungen – angeblich kein Technik-Problem?

Bei den Ermittlungen über das Münchner S-Bahn-Unglück hörten wir zunächst, dass kein technisches Problem vorliege. Inzwischen spricht man von einem menschlichen Versagen: Ein Zugführer soll ein Signal missachtet haben.
Dass kein technisches Problem vorliegen soll, will mir nicht einleuchten. Es gibt doch die induktive Zugsicherung, die bei Missachtung eines Haltesignals einen Zug automatisch abbremst. Offenbar existiert ein solches Sicherungssystem auf der Unglücksstrecke nicht. Und da frage ich mich doch, ob der unterlassene Einbau dieses Systems nicht ein Verschulden der Verantwortlichen begründet.
Warum ist nicht einmal ein ganz billiges Warnsystem eingebaut, das ein lautes Signal von sich gibt, wenn ein Haltesignal überfahren wird? Die paar Euro sollte doch die Bahn für die Sicherheit ihrer Kunden übrig haben. Warum äußert sich die Bahn nicht hierzu? Schlechtes Gewissen?

Das darf es nicht geben: Tod durch offene Bahnschranke

Gerade hat es einen tödlichen Unfall in Frankfurt gegeben, weil eine Bahnschranke nicht geschlossen war. Da fragt man sich: Das kann doch nicht wahr sein! Kann es so etwas geben in unserer Zeit?
Die Schranke hätte von einer Bahnwärterin geschlossen werden müssen. Aber gab es denn keine Sicherungen für den Fall, dass die Frau ausfällt, z.B. wegen eines Herzinfarkts? Und musste es das Todesurteil für Verkehrsteilnehmer bedeuten, wenn die Frau einen Zug vergessen hat?
Die Sicherungen für einen solchen Fall wären doch mit primitivsten Mitteln herzustellen:
Es müsste eine induktive Bremsung eingerichtet werden, die vom Schrankenwärter bei Betätigung der Schranke erst ausgeschaltet werden müsste. Oder die offene Schranke müsste beim Stellwerk angezeigt werden, von wo aus man den Lokführer verständigen könnte. Oder ganz schlicht: Ein Draht zu einer 100 m entfernten roten Lampe, die vom Bahnwärter ausgeschaltet werden müsste.
Alles wäre doch so einfach! Warum existiert so etwas offenbar nicht?

Um Gottes Willen – Heute ist Freitag der 13.

Die Hälfte der Bundesbürger ist abergläubisch. Sie glauben, dass ein Vierkleeblatt Glück bringt, und Freitag der 13. soll Unglück bringen.
Auch wenn Sie das für Humbug halten: Fahren Sie auf jeden Fall heute besonders vorsichtig!
Ich bin nicht abergläubisch und hielt auch die Astrologie bisher für Unsinn. Deshalb habe ich früher keine Horoskope gelesen. Aber jetzt, wo ich älter geworden bin und mehr Zeit habe, schaue ich mir auch gelegentlich mein Horoskop an und da staune ich, wie viel ich davon profitieren kann. Heute lese ich treffend für das, was ich heute vorhabe: „Seien Sie pünktlich! Versuchen Sie, einen guten Eindruck zu machen!“ Ich frage mich: kennen mich die Sterne? Anscheinend schon, denn sie wollen mich anscheinend nicht überfordern, indem sie mich nicht auffordern, einen guten Eindruck zu machen, sondern sie verlangen nur, dass ich es versuchen soll.
So, nun kann ich das Thema nicht weiter vertiefen, denn mein Horoskop versetzt mich schon für den Nachmittag auf Trab: Ich soll mir mehr Zeit für die Liebe nehmen. Was? frage ich. Noch mehr?

Tut endlich was dagegen!

SGNDG001

Mal wieder ist so etwas passiert: Ein ICE hat in Sachsen-Anhalt zwei Techniker der Deutschen Bahn erfasst und tödlich verletzt. Dabei wären solche Unglücke ganz einfach vermeidbar: Jeder, der an einer Bahnstrecke arbeitet, müsste ein Signalgerät bei sich tragen, das ihn beim nächsten Stellwerk anmeldet. Von dort wird er gewarnt, wenn ein Zug heran naht. Der Arbeiter an der Strecke müsste dann durch Knopfdruck melden, dass er das Gleis verlassen hat, sonst wird der Zug gebremst.
Vor Jahren habe ich mich schon einmal dieses Themas angenommen, aber es nützt halt leider nichts:
https://autorenseite.wordpress.com/2010/12/27/spart-bahn-kosten-sicherheit-10262569/

Kann mir jemand das erklären?

20160616_081459~1
Gestern stürzte in Nigeria eine Kirche ein und begrub 160 Menschen unter sich. Ebenfalls gestern starben zahllose Menschen bei einem Anschlag auf eine Kirche. Und immer wenn so etwas passiert, frage ich mich: Wenn es einen Gott gibt: Wie kann der das zulassen:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/11/11/gott-19695929/
Bisher hat mir noch niemand eine Antwort geben können. Aber es sollte doch Theologen geben, die uns aus ihrer Sicht sagen können, warum so etwas passiert.

 

Entwürdigendes Schauspiel

JustitiaTitel

Es ist in meinen Augen ein entwürdigendes Schauspiel, das uns da gestern Abend in den Fernsehnachrichten gezeigt wurde: Der Fahrdienstleiter, der das Bahnunglück bei Bad Aibling verschuldet haben soll, wird in Handschellen vor Gericht vorgeführt. Weil er sich deswegen schämt, hat er ein Tuch über seine Hände gewickelt.
Ich frage mich, weshalb der Mann gefesselt sein muss: Er ist geständig und trägt schwer an seiner Schuld. Von so einem Mann ist doch nicht zu erwarten, dass er in irgendeiner Weise ausfällig wird. Hoffentlich klären uns die Medien beim nächsten Termin darüber auf, weshalb diese entwürdigende Maßnahme notwendig war.

PS.: Das obige Titelbild stammt aus dem Buch „Adieu Justitia„.

Lebensgefährliche Busfahrten?

bus.jpg
Das Busunglück in Spanien, bei dem 13 junge Menschen starben, sollte für uns Anlass sein, einmal über die Sicherheit von Bussen nachzudenken. Vielleicht wäre es ja gut, bei Nachtfahrten wie bei dieser Unglücksreise einen Beifahrer vorzuschreiben.
Wenn ich einen Bus sehe, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass er die optimale Sicherheit bietet: Die großen Scheiben und die dünnen Streben dazwischen, die das Dach tragen – das ist eine Konstruktion, die man bei einem PKW nie durchgehen lassen würde.
Es darf doch nicht sein, dass ein PKW-Fahrer, dessen Fahrzeug auf der Seite landet, unverletzt aus dem Auto steigt, während derselbe Unfall beim Bus eine Vielzahl von Toten zur Folge hat. Es hapert schon beim Anschnallen. Airbags gibt es nicht, schon gar nicht an der Seite. Und wenn man den Businsassen schon eine schöne Aussicht bieten will: Gibt es kein Panzerglas, dass die Fahrgäste beim Umkippen im Bus hält? Ich mag mir gar nicht vorstellen, was mit den Fahrgästen passiert, wenn der Bus umkippt und auf der Seite über die Autobahn schlittert. Dann liegen alle Fahrgäste auf der Straße, denn das Glas ist kaputt, und der Bus schabt sie über den rauen Asphalt.
Ist das wirklich der neueste Stand der Technik?

Kann ein Gott so etwas wollen?

Gerade lasen wir in den Medien, dass ein Bus mit Pilgern in Spanien verunglückt ist und dass es dabei 14 Tote gegeben hat. Als Leser fragt man sich: Wie kann so etwas sein? Sollten sich nicht Pilger des besonderen Wohlwollens Gottes erfreuen können?
Am einfachsten lässt sich das Unglück damit erklären, dass man sagt, es sei ein Beweis dafür. Dass Gott nicht existiert.
Man könnte sich aber auch auf den Standpunkt stellen zu sagen, Gott habe die Welt zwar erschaffen, sich dann aber zurückgezogen. Das widerspräche der Bibel.
Und was gäbe es sonst noch für Erklärungen? Wissen Sie eine? Dann schreiben Sie sie doch als Kommentar!