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Die gefährliche Sicherheit

Gerade lesen wir, dass autonomes Fahren schwere Unfälle mit Tesla-Autos verursacht hat. So hatte beispielsweise die Automatik die weiße Seite eines anderen Autos nicht erkannt. Deshalb weist Tesla ja auch ausdrücklich darauf hin, dass die Automatik den Fahrer nicht von seiner Aufmerksamkeit und Verantwortlichkeit befreit.
Nur wird es halt immer mehr so sein, dass sich die Fahrer auf die normalerweise präzise funktionierende Automatik verlassen und dass sie es daher doch an der notwendigen Aufmerksamkeit fehlen lassen. So ist wahrscheinlich die vermeintlich sichere Automatik in Zukunft Ursache für neue Unfälle anderer Art.
Ich möchte nie ein autonom fahrendes Auto haben. Was habe ich davon, wenn ich sowieso aufpassen muss? Dann fahre ich ja gleich lieber selbst.

Dau fällt mir ein, was mein Vater von der Besichtigung eines der größten deutschen Werke berichtete: Ein Mann ist da verantwortlich für fast ein stadtviertelgroßes Teil des Werkes. Seine Aufgabe besteht nur darin, alles zu überwachen. Und damit er es nicht an der notwendigen Aufmerksamkeit fehlen lässt, gibt es immer wieder Fehlalarme, auf die er reagieren muss.  So was müsste auch in die autonomen Fahrzeuge eingebaut werden. Aber die haben wohl auch eine Augenkontrolle, die Alarm auslöst, wenn dem Fahrer die Augen zu fallen.

Flugangst – ein Zeichen von Intelligenz

Schon in aller Früh streichen die Flugzeuge mit ihren „Chemtrails“ den Himmel durch

Viele Menschen haben Flugangst. Manche trauen sich deshalb gar nicht zu fliegen. Andere lassen sich die Flugangst in einem Kurs austreiben. Wieso eigentlich? Angst ist eine natürliche Reaktion des Gehirns auf eine Gefahr. Und dieses Warnzeichen sollten wir ernst nehmen:
In den Nachrichten wurde heute gemeldet, dass der Flugraum über Deutschland immer enger wird, weil so viele Flugzeuge unterwegs sind. Im letzten Jahr gab es 170 Beinahe-Zusammenstöße in der Luft und die Gewerkschaft warnt: Es sei absehbar, wann es zu einem Unfall kommt. Ich selbst habe dies einmal erlebt, als ein Freund mich zu einem Flug über den Chiemsee einlud. Da donnerte haarscharf an uns ein Düsenjäger der Bundeswehr vorbei. Ich fragte meinen Freund, ob er vielleicht aus Versehen im Luftkorridor  der Düsenjäger unterwegs sei. Da sagte er zu meinem Erstaunen, da gäbe es keine Regelungen. Ich halte das für äußerst gefährlich. Der Pilot eines Düsenjägers muss schon extrem aufmerksam sein, wenn er bei seinem Wahnsinnstempo auf ein Kleinflugzeug stößt, das sich farblich kaum von der Landschaft abhebt.
Die zweite Gefahr für Flugreisende zeigte sich bei den Abstürzen der beiden Boeing 737: Überall wird gespart, auch bei der Sicherheit: Das Zulassungsverfahren für diesen neuen Typ war sehr gekürzt und lag teilweise in den Händen des Herstellers. Und die Ausbildung der Piloten erfolgte nur in einem Schnellkurs anstatt im Simulator.
Man ist also keineswegs hysterisch, wenn man bei solchen Verhältnissen Flugangst bekommt.

Keine Düsenjäger mehr am Chiemsee

Bis vor ein paar Jahren wurde der Chiemsee zweimal am Tag von Düsenjägern heimgesucht, die im Tiefflug über die Landschaft donnerten. Das konnten bayrische Politiker inzwischen abstellen – Gott sei Dank!
Wie gefährlich diese Fliegerei ist, wurde mir bewusst, als ich einmal bei einem Bekannten in einem Kleinflugzeug mit flog. Dabei sauste einer dieser Düsenjäger ganz knapp an uns vorbei. Das wunderte mich, denn ich dachte, dass es für so schnelle Flugzeuge spezielle Korridore gäbe. Die gibt es jedoch nicht, sondern es wird auf Sicht geflogen. Wie leicht kann da ein Düsenjägerpilot ein Kleinflugzeug übersehen, dass sich farblich nur wenig vom Boden abhebt.
Kaum zu glauben, dass es da bisher noch keinen Unfall gegeben hat.

Unglaublich!


Mein Senf dazu:
In den Nachrichten kam die Meldung, dass von 20 kontrollierten Bussen 19 (!) beanstandet werden mussten: die meisten wegen Überschreitung der Lenkzeit und einige auch wegen Mängeln an den Bremsen (!). Wenn wir also gerade wieder von einem Unfall eines Busses in der Schweiz lesen, dann liegt die Vermutung nahe, dass Ursache des Unglücks die Überschreitung der Lenkzeit ist: Entweder war der Fahrer dadurch unaufmerksam oder womöglich kurz eingenickt.
Anscheinend gibt es viel zu wenig polizeiliche Kontrollen, denn anders ist das schlimme Ergebnis der Überprüfung nicht zu erklären. Und die Strafen dürften auch zu milde sein, sonst würden sich die Verkehrsverstöße nicht so häufen. Auch die Busreisenden sollten es nicht hinnehmen, wenn sie mit einem übermüdeten Fahrer unterwegs sind.
Es wäre auch durchaus zielführend, wenn Busreisende eine Entschädigung verlangen könnten, falls ihr Fahrer zu lange unterwegs ist, denn eine Reise mit Gefährdung ist halt weniger wert als eine korrekt durchgeführte.

Mein Absturz


Gerade lese ich in den Salzburger Nachrichten, dass eine Frau von der Leiter gefallen ist und sich verletzt hat:
http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/landwirtin-stuerzt-von-aluleiter-drei-meter-auf-betonboden-261247/
Das selbe Schicksal hat mich auch getroffen, als ich den wilden Bewuchs an meinem Balkon beschnitt. Aber darüber schreibt hier kein mitfühlender Lokalreporter.
So ein Sturz hätte eigentlich nie passieren dürfen. Aber manchmal ist man halt etwas blöde. Wenn man so alt ist wie ich, findet man oft, dass es sich nicht mehr lohnt, etwas Neues anzuschaffen, und so habe ich halt auf einer zu alten Leiter gearbeitet, die mich nicht mehr ausgehalten hat. Für diese Sparsamkeit habe ich teuer bezahlen müssen. Nach 5 Wochen bin ich immer noch in der Reha.

Zum Urlaubsbeginn: Erschreckende Bilanz

Übermüdung ist in Kombination mit Unachtsamkeit die Hauptursache für tödliche Unfälle auf der Autobahn. Nach Angaben der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (Asfinag) ist bereits jeder zweite Unfall auf Österreichs Straßen auf diese Ursache zurückzuführen. Dies hat die Asfinag veranlasst, die Fahrtüchtigkeit der Leute zu untersuchen, die auf Urlaubsreisen mit dem PKW unterwegs waren. Das Ergebnis war erschreckend:
Aus medizinischer Sicht waren normalerweise rund 30 Prozent der Autofahrer zu müde, um sich wieder hinters Steuer zu setzen. An vier Testtagen stieg der Wert sogar auf 50 Prozent an.
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/chronik/sn/artikel/muedigkeitstest-jeder-zweite-faellt-durch-158538/
Wundern muss man sich nicht, denn ein Drittel aller Urlaubsreisenden startet nachts. An diesem Samstag beispielsweise war schon morgens um 4.00 Uhr praktisch die ganze Autobahn A8 von München bis Salzburg verstopft.

Altersdiskriminierung

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Wenn sich Verkehrsunfälle ereignen, wird normalerweise nicht das Alter der Beteiligten mitgeteilt. Eine Ausnahme bilden zwei Gruppen von Unglücken: Da sind zum einen die Disco-Unfälle junger Leute. Und zum anderen wird uns auch immer mitgeteilt, wenn ein älterer Fahrer am Unfall beteiligt war. Dadurch wird suggeriert, dass die Alten eigentlich aus dem Verkehr gezogen werden müssten.
Ich meine: Entweder schreibt man bei allen Unfallbeteiligten das Alter dazu oder gar nicht. Sonst laufen die Verkehrsunfallberichte auf eine Diskriminierung der Alten hinaus, denn was denkt wohl jeder, wenn er von einem Autofahrer, dessen Alter nicht angegeben ist, lesen muss, der habe ein anderes Fahrzeug übersehen? Er wird einen solchen Unfall natürlich auch einem Alten zuschreiben und finden, dass die Alten nicht mehr ans Steuer dürfen.

Groteske Meldung:

Gerade lese ich in den Online-Nachrichten: Nach dem Chemieunfall beim Lebensmittelkonzern Kraft hat sich die Lage im niedersächsischen Bad Fallingbostel wieder zugespitzt. „Es ist wieder zu einer Verschärfung gekommen“. 1800 Personen mussten evakuiert werden.
Bisher hatte ich mir die Lebensmittelproduktion etwas anders vorgestellt – ohne so ein kleines chemisches Fukushima.