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Sommerzeit – Winterzeit – Normalzeit


Was ist die EU doch für ein schwerfälliger Apparat! Ihre Bürger wünschen die Abschaffung der Umstellungen zwischen Sommer- und Winterzeit. Also ganz einfach! So denken schlichte Menschen wie ich. Nur die Bürokraten der EU sehen da ein Problem: Soll dauerhaft die Sommer-oder die Winterzeit eingestellt werden? Wir haben uns schon so weit von der Natur entfernt, dass wir nicht mehr wissen, was die Normalzeit ist: Das ist nämlich die Winterzeit. Da steht nämlich die Sonne um 12 Uhr genau im Süden.
Nun gibt es freilich Leute, die die Sommerzeit vermissen würden, weil sie da noch nach ihrer Arbeit zum Baden gehen oder sonst was unternehmen konnten. Das müssten sie aber im Winter mit einer langen morgendlichen Dunkelheit bezahlen, bei der ich jetzt schon weiß, dass wir von Psychologen erfahren werden, wie viele Depressionen dadurch verursacht werden.
Bleiben wir also bei der goldenen Mitte, nämlicdh bei der Normalzeit, in der der High Noon auch wirklich high ist, die Sonne also am höchsten steht.
Übrigens muss sich ja die Arbeitszeit nicht stur nach der Uhrzeit richten: Am Bau sehen wir vorbildlich, dass sich die Maurer oder Straßenarbeiter nach dem Sonnenstand richten: Bei großer Hitze fangen sie schon fast noch im Dunklen an. Aber auch diejenigen, die im Büro arbeiten, könnten ohne weiteres schon morgens um 7 Uhr statt um 8 Uhr anfangen.
Man sieht: Man muss flexibel sein, dann braucht man keine Sommerzeit.

Sommerzeit, Winterzeit, Normalzeit


Nun ist es also entschieden: Die Europäer wollen das dauernde Umstellen der Uhren abschaffen. So weit, so gut! Sie haben sich bei dieser Gelegenheit für die dauernde Einführung der Sommerzeit entschieden.
Was an dieser Umfrage zu bemängeln ist, ist die Tatsache, dass die Bevölkerung vor der Stimmabgabe nicht genügend aufgeklärt worden ist. Die meisten wissen gar nicht, dass die Winterzeit die Normalzeit ist. Da steht die Sonne genau im Süden („High Noon). Der Mensch ist auf diese Art des Tagesablaufs programmiert. Wenn es bei der dauerhaften Einführung der Sommerzeit also morgens länger dunkel bleiben würde, würde dem Menschen der natürliche Taktgeber fehlen, nämlich das Licht: Er hastet – psychisch noch müde – im Dunklen zur Arbeit und ist dabei sicherlich schlecht gelaunt.
Tests an Schulen mit dauernder Sommerzeit haben dementsprechend ergeben, dass die Leistungen dort im Vergleich zu anderen Schulen mit Winterzeit schlechter waren. Besonders interessant wären auch Untersuchungen über die Unfallhäufigkeit bei dauernder Sommerzeit: Es erscheint mir durchaus als möglich, dass Autofahrer, die noch etwas verschlafen sind, mehr Unfälle produzieren.
Man sieht: Es gibt also noch viel Forschungs- und Aufklärungsbedarf, bevor eine endgültige Entscheidung über die Uhreinstellung fallen sollte.
https://web.de/magazine/wissen/zeitumstellung/forscher-warnen-ewiger-sommerzeit-33160232
Es wird doch hoffentlich nicht so laufen, wie bei der Einführung des Fahrlichts: Stromverbrauch bei hellstem Sonnenschein: So ein Unsinn!

Zeitumstellung: Blöde Diskussion

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Nun geht wieder die große Diskussion an: Wie viel Prozent der Bevölkerung sind für bzw. gegen die Zeitumstellung. Die Argumente, die dabei vorgebracht werden, sind immer die selben, wenn sie auch nicht stichhaltig sind: So wird gesagt, die armen Schulkinder müssten nun früher aufstehen und seien geistig noch gar nicht aufnahmefähig. Wenn das so ist, kann man ja die Schule eine Stunde später anfangen lassen, wie es bei der derzeitigen Lage auch schon diskutiert wird.
Im übrigen leben die Menschen sowieso immer mehr gegen ihre innere Uhr. In meiner Jugend gingen wir um 20.00 Uhr zum Tanzen und die Bars in Schwabing füllten sich dann sehr schnell. Heute geht die Jugend erst sehr spät in die Disco und viele brauchen Drogen, um nicht einzuschlafen. Und bei den Übertragungen der Fußballspiele, die um 20.45 Uhr beginnen, frage ich mich immer: Warum so spät? Will man eine übermüdete Bevölkerung, die zu schlapp ist, sich auch noch um die Politik zu kümmern?

Zu blöd zur Uhrumstellung

Ich gestehe es nur ungern. Aber wir leben im Zeitalter des „Outens“. Und so gebe ich also zu: Ich bin zu dumm zur Uhrumstellung.
Da war ich geistig überfordert. Schauen Sie sich mein Display an:
Display
Vesrtehen Sie das? Ich schaute also in die Bedienungsanleitung: Unter „Uhr“ fand ich nichts. Ich las also das ganze Inhaltsverzeichnis bis ich etwas Passendes unter „Display“ fand. Da muss man erst mal drauf kommen.
Und dann kam der nächste Problemfall. Ich habe eine neues Digitalradio. Das schaut so aus:
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Wo würden Sie drücken? Ich musste also erst einmal die Gebrauchsanleitung heraus suchen und da habe ich dann gefunden, dass ich den Infoknopf drei Sekunden drücken muss und dann die Pfeiltasten für den Tuner. Es hat geklappt. Hinterher kam mir der für mein altes Gehirn beachtliche Gedanke, dass das Radio vielleicht im Gegensatz zu meinem alten Auto RDS haben könnte und da hätte sich die Uhr vielleicht automatisch umgestellt. Das werde ich im Herbst am Ende der Sommerzeit mal probieren, wenn ich es bis dahin nicht vergessen habe.

Uhrumstellung: Unfähig zur Abschaffung?

Heute Nacht werden die Uhren wieder umgestellt. Das verdanken wir der Ölkrise vor 30 Jahren. Damals dachte man, wenn man dafür sorgt, dass es abends länger taghell ist, spart man Energie. Das hat sich als Irrtum herausgestellt.
Warum also wird die Sommerzeit nicht einfach wieder abgeschafft? Eine Zeit lang hat man geglaubt, die Menschen hätten sich daran gewöhnt, dass sie am Abend noch etwas unternehmen könnten. Aber auch das ist ein Irrtum. Bei Befragungen hat sich ergeben, dass die Zeitumstellung kaum Freunde hat – außer bei der Presse: Die schreibt nämlich Jahr für Jahr über die Auswirkungen der Uhrumstellung beispielsweise bei den Kühen.
Ein Aspekt ist für mich interessant. Die Beibehaltung der Sommerzeit ist offensichtlich ein Zeichen für die Unfähigkeit der Politik, etwas zu ändern. Selbst wenn die Mehrheit eine Veränderung will, traut man sich nicht an dieses Problem heran, denn das wirbelt bloß unnötig Staub auf. Auf einmal würden sich nämlich die wenigen Befürworter des Status quo lautstark zu Wort melden und es gäbe Streit, den man einfach vermeiden möchte.
Und so werden weiter Millionen Euro für die Uhrumstellung ausgegeben und nachts sitzen Tausende in den Zügen und warten müde darauf, dass sie nach einer Stunde Zwangspause endlich nach Hause fahren können.