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Zeitumstellung: Normalzeit – sind wir nicht mehr normal?

Man ist sich ziemlich einig, dass die ständige Uhrenumstellung abgeschafft werden soll, da sie nicht das gebracht hat, was man erwartet hat, nämlich eine Einsparung von Energie. Aber die EU ist nicht in der Lage, das einfache Problem zu lösen und stellt sich damit ein Armutszeugnis aus.
Die Normalzeit ist die Zeit, in der die Sonne mittags im Zenit steht. Und es ist gut, dass viele das begriffen haben, wenn sie statt von „Winterzeit“ von „Normalzeit“ sprechen. Warum kann man sich nicht darauf einigen, dass wir uns – wie schon Jahrhunderte lang – nach der Natur richten?
Ein Hindernis scheint zu sein, dass viele es gut finden, wenn sie nach Arbeitsschluss noch den Feierabend genießen können. Aber wer hindert sie denn daran, in ihrem Betrieb oder ihrer Behörde den Arbeitsbeginn auf 7.00 Uhr anstatt auf 8.00 Uhr festzulegen?
Wir haben früher wunderbar mit der Normalzeit leben können. Warum soll das jetzt nicht mehr gehen?

Ein toller Öko-Rasierapparat

 

Gerade lese ich:
„Überzeugend gut: die Produkte aus der „Die Höhle der Löwen“-Show vom 4. Oktober:
Gutes Öko-Gewissen und einfach edles Design“: ein Rasierer ganz aus Metall, also ohne Plastik. Eigentlich nichts Besonderes.
Dazu fällt mir ein echter Öko-Rasierer ein, der in der DDR hergestellt wurde. Der arbeitete ohne Strom und musste einfach nur aufgezogen werden. Warum wird so etwas Einfaches nicht wieder hergestellt? Das wäre doch viel besser als das hoch gelobte Produkt aus  der Höhle der Löwen. Aber wir sind schon zu faul, eine Uhr aufzuziehen und kaufen daher solche mit Batterie. Da würde es beim Rasierer vielleicht kaum anders sein.
Das käme jedoch mal auf ein Experiment an. Inzwischen hat doch ein Umdenken eingesetzt: Die Menschen werden umweltbewusster. Und wenn man sie auf den völlig überflüssigen Anfall von alten Batterien aus Uhren und Akkus aus entsorgten Rasierern hinweist, dann wird sich doch wohl der eine oder andere überlegen, ob er sich nicht etwas zum Aufziehen kauft. Ein solcher Rasierer wäre doch sicherlich cool.

Dauerhafte Sommerzeit?


Die EU-Bürger haben abgestimmt: Sie lehnen die Zeitumstellung ab und wollen die dauerhafte Sommerzeit einführen. Die Abstimmung wurde allerdings ohne die notwendige wissenschaftliche Diskussion durchgeführt. Die müsste nachgeholt werden und dann müsste neu abgestimmt werden. Sonst geht es uns womöglich so wie den Briten, die offenbar inzwischen den Brexit bereuen. Was gegen die dauerhafte Sommerzeit spricht, ist die Tatsache, dass sie gegen die Natur ist, auf die der Mensch programmiert ist: Mittag ist, wenn die Sonne genau im Süden steht.
Würde nun die Sommerzeit auch im Winter eingeführt, dann wäre es morgens sehr lange dunkel. Das geht aufs Gemüt und die Winterdepressionen würden wahrscheinlich zunehmen. Auch dürfte die Dunkelheit am Morgen zu mehr Verkehrsunfällen führen. Man sieht: Es besteht noch Klärungsbedarf.
Auf jeden Fall sollte die Regierung flexibel bleiben und bei Einführung einer dauerhaften Sommerzeit dazu sagen, dass es sich um eine Testphase handelt, nach deren Ablauf die Bürger erneut befragt werden.

Sommerzeit, Winterzeit, Normalzeit


Nun ist es also entschieden: Die Europäer wollen das dauernde Umstellen der Uhren abschaffen. So weit, so gut! Sie haben sich bei dieser Gelegenheit für die dauernde Einführung der Sommerzeit entschieden.
Was an dieser Umfrage zu bemängeln ist, ist die Tatsache, dass die Bevölkerung vor der Stimmabgabe nicht genügend aufgeklärt worden ist. Die meisten wissen gar nicht, dass die Winterzeit die Normalzeit ist. Da steht die Sonne genau im Süden („High Noon). Der Mensch ist auf diese Art des Tagesablaufs programmiert. Wenn es bei der dauerhaften Einführung der Sommerzeit also morgens länger dunkel bleiben würde, würde dem Menschen der natürliche Taktgeber fehlen, nämlich das Licht: Er hastet – psychisch noch müde – im Dunklen zur Arbeit und ist dabei sicherlich schlecht gelaunt.
Tests an Schulen mit dauernder Sommerzeit haben dementsprechend ergeben, dass die Leistungen dort im Vergleich zu anderen Schulen mit Winterzeit schlechter waren. Besonders interessant wären auch Untersuchungen über die Unfallhäufigkeit bei dauernder Sommerzeit: Es erscheint mir durchaus als möglich, dass Autofahrer, die noch etwas verschlafen sind, mehr Unfälle produzieren.
Man sieht: Es gibt also noch viel Forschungs- und Aufklärungsbedarf, bevor eine endgültige Entscheidung über die Uhreinstellung fallen sollte.
https://web.de/magazine/wissen/zeitumstellung/forscher-warnen-ewiger-sommerzeit-33160232
Es wird doch hoffentlich nicht so laufen, wie bei der Einführung des Fahrlichts: Stromverbrauch bei hellstem Sonnenschein: So ein Unsinn!

Zeitumstellung: Blöde Diskussion

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Nun geht wieder die große Diskussion an: Wie viel Prozent der Bevölkerung sind für bzw. gegen die Zeitumstellung. Die Argumente, die dabei vorgebracht werden, sind immer die selben, wenn sie auch nicht stichhaltig sind: So wird gesagt, die armen Schulkinder müssten nun früher aufstehen und seien geistig noch gar nicht aufnahmefähig. Wenn das so ist, kann man ja die Schule eine Stunde später anfangen lassen, wie es bei der derzeitigen Lage auch schon diskutiert wird.
Im übrigen leben die Menschen sowieso immer mehr gegen ihre innere Uhr. In meiner Jugend gingen wir um 20.00 Uhr zum Tanzen und die Bars in Schwabing füllten sich dann sehr schnell. Heute geht die Jugend erst sehr spät in die Disco und viele brauchen Drogen, um nicht einzuschlafen. Und bei den Übertragungen der Fußballspiele, die um 20.45 Uhr beginnen, frage ich mich immer: Warum so spät? Will man eine übermüdete Bevölkerung, die zu schlapp ist, sich auch noch um die Politik zu kümmern?

Zu blöd zur Uhrumstellung

Ich gestehe es nur ungern. Aber wir leben im Zeitalter des „Outens“. Und so gebe ich also zu: Ich bin zu dumm zur Uhrumstellung.
Da war ich geistig überfordert. Schauen Sie sich mein Display an:
Display
Vesrtehen Sie das? Ich schaute also in die Bedienungsanleitung: Unter „Uhr“ fand ich nichts. Ich las also das ganze Inhaltsverzeichnis bis ich etwas Passendes unter „Display“ fand. Da muss man erst mal drauf kommen.
Und dann kam der nächste Problemfall. Ich habe eine neues Digitalradio. Das schaut so aus:
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Wo würden Sie drücken? Ich musste also erst einmal die Gebrauchsanleitung heraus suchen und da habe ich dann gefunden, dass ich den Infoknopf drei Sekunden drücken muss und dann die Pfeiltasten für den Tuner. Es hat geklappt. Hinterher kam mir der für mein altes Gehirn beachtliche Gedanke, dass das Radio vielleicht im Gegensatz zu meinem alten Auto RDS haben könnte und da hätte sich die Uhr vielleicht automatisch umgestellt. Das werde ich im Herbst am Ende der Sommerzeit mal probieren, wenn ich es bis dahin nicht vergessen habe.

Uhrumstellung: Unfähig zur Abschaffung?

Heute Nacht werden die Uhren wieder umgestellt. Das verdanken wir der Ölkrise vor 30 Jahren. Damals dachte man, wenn man dafür sorgt, dass es abends länger taghell ist, spart man Energie. Das hat sich als Irrtum herausgestellt.
Warum also wird die Sommerzeit nicht einfach wieder abgeschafft? Eine Zeit lang hat man geglaubt, die Menschen hätten sich daran gewöhnt, dass sie am Abend noch etwas unternehmen könnten. Aber auch das ist ein Irrtum. Bei Befragungen hat sich ergeben, dass die Zeitumstellung kaum Freunde hat – außer bei der Presse: Die schreibt nämlich Jahr für Jahr über die Auswirkungen der Uhrumstellung beispielsweise bei den Kühen.
Ein Aspekt ist für mich interessant. Die Beibehaltung der Sommerzeit ist offensichtlich ein Zeichen für die Unfähigkeit der Politik, etwas zu ändern. Selbst wenn die Mehrheit eine Veränderung will, traut man sich nicht an dieses Problem heran, denn das wirbelt bloß unnötig Staub auf. Auf einmal würden sich nämlich die wenigen Befürworter des Status quo lautstark zu Wort melden und es gäbe Streit, den man einfach vermeiden möchte.
Und so werden weiter Millionen Euro für die Uhrumstellung ausgegeben und nachts sitzen Tausende in den Zügen und warten müde darauf, dass sie nach einer Stunde Zwangspause endlich nach Hause fahren können.