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Corona-Urlaub: Bayern überfüllt?

Selten sah ich im Fernsehen Bilder, die einen so falschen Eindruck vermittelten wie die von den angeblich übervollen bayerischen Bergen. Ich weiß ja nicht, woher die Kameraleute die Bilder nahmen, die zeigen sollten, dass die bayerischen Berge und Seen überquellen vor lauter Urlaubern, die wegen der Corona-Krise im Lande bleiben.
Das Gegenteil ist richtig. Das obige Bild zeigt den Chiemsee, wo sich die Badenden zur Zeit locker verteilen – ein Urlaub für Genießer. Wer noch mehr Einsamkeit liebt, findet auch solche Seen:

Und was die Bergwanderungen angeht: Ich habe bei meinen letzten Wanderungen gerade mal ein halbes Dutzend Menschen getroffen.
Wer allerdings dorthin will, wo viel los ist, muss auf einen der Münchner Hausberge gehen: Herzogstand und Heimgarten. Dort oben ist es herrlich und man versteht, warum sehr viele Münchner gerne hinauf gehen.

Neue Form des Rassismus in Bayern?

Die Grippewelle macht den Ärzten zu schaffen: Auch eine Reihe von ihnen fallen wegen Krankheit aus und die Kliniken sind mit schwer Erkrankten überfüllt. Da gibt es nur einen Ausweg und der sieht so aus: In den Kreiskliniken Altötting-Burghausen hat man in einer Notmaßnahme den Aufnahmestopp von Patienten aus anderen Landkreisen beschlossen.
Das ist ja noch schlimmer als bei der Tafel in Essen: Nicht nur Ausländer werden hier ausgeschlossen, sondern auch alle anderen Nicht-Ortsansässigen. Gutmenschen werden hier eine neue Form von Rassismus entdecken.
Aber die meisten bewahren einen kühlen Kopf und kurieren sich selbst (siehe Bild oben) getreu dem altbayerischen Spruch: „A Guata halt’s aus und um an anderen is net schad!“
Ja, so samma halt!