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Erdogan ausbremsen

Erdogan hat wieder einmal üble Parolen losgelassen. Und da fiel mir mein Zitat von gestern ein:sol
Wie wäre es denn, wenn sich die Deutschen solidarisch verhalten würden, wenn wir also einfach nicht mehr in einem Land Urlaub machen würden, wo man uns als „Nazis“ beschimpft? Wie klein und bescheiden würde Erdogan dann werden.

Hätten Sie auf mich gehört, Frau Merkel!

Merkel

Hätten Sie auf mich gehört, Frau Kanzlerin, hätte es die Massenzuwanderung von Flüchtlingen nie gegeben. Schon vor Einsetzen der Flüchtlingswelle (darf man das überhaupt sagen?) habe ich folgendes geschrieben:

„In den Fernsehnachrichten sah ich schlimme Bilder: In einem Flüchtlingslager im Irak  hausen Menschen auch jetzt im Winter in Zelten. Einige Kinder sind erfroren, andere verhungert. Wie kann so etwas sein? Warum tun wir zu wenig, um diesen Menschen zu helfen? Wir zwingen die Menschen geradezu, die Flucht nach Deutschland anzutreten. Wenn wir sie in der Nähe ihrer Heimat unterstützen würden, wäre das zum einen vermutlich billiger und zum anderen würde das eine ungezügelte Zuwanderung nach Europa verhindern.“

Auch Ihr Entwicklungshilfeminister hatte immer wieder gefordert, mehr für die Flüchtlinge zu tun. Nun bewahrheitet sich das Sprichwort: „Jeder Sparer findet seinen Zehrer.“ Wir zahlen jetzt ein Vielfaches dessen, was wir für den Ausbau der Flüchtlingslager im Irak oder in der Türkei hätten zahlen müssen.

Türkei: Wer glaubt denn so was?

türkei

Bei dem Militärputsch in der Türkei ist es offensichtlich nicht mit rechten Dingen zugegangen: Das ganze Unternehmen erscheint als „getütkt“. Entschuldigung, liebe Türken, aber dieses Wort ist hier ausnahmsweise einmal angebracht.
Drei Indizien offenbaren für mich ganz klar, dass es sich bei dem Putsch um eine von Erdogan inszenierte Veranstaltung handelt:
1. Mein Vater, der Offizier war, pflegte zu sagen: „Ein schneidiger Leutnant und ein paar Mann können einen Staat aus den Angeln heben.“ In der Türkei brachten das nicht einmal größere Teile des Militärs mit einigen der höchsten Führungskräften fertig. So dumm können diese Leute doch gar nicht sein, dass sie einen solchen Putsch so dilettantisch angehen: Das Erste, was sie bei einem solchen Unternehmen hätten machen müssen, wäre die Festsetzung von Erdogan gewesen. Das wäre ganz leicht möglich gewesen, denn er befand sich in Marmaris in Urlaub, wo man einen problemlosen Zugriff auf ihn gehabt hätte. Und man hätte vielleicht auch gleich alle Fernsehsender besetzen müssen, um die Hoheit über die Informationen zu besitzen. Weil man dies nicht gemacht hat, musste der Putsch einfach scheitern. So viel Dummheit kann man dem türkischen Militär nicht zutrauen.

2. In den Putsch waren viele Militärs mit eingebunden. Es kann doch kaum sein, dass die alle dicht gehalten haben und dass Erdogans Geheimdienst nichts davon erfahren hat. Ein Geheimdienst schläft doch nicht.

3. Schließlich hat Erdogan schon am Tag nach dem Putsch fast 3000 Richter und etliche militärische Führungskräfte entlassen. Es kann nicht sein, dass die Beteiligung all dieser Personen am Putsch schon am Morgen nach dem Aufstand bewiesen war. Diese Leute müssen also auf einer von Erdogan geführten schwarzen Liste gestanden sein. Das Ganze erweckt den Eindruck, als sei der Putsch inszeniert worden, um alle unliebsamen Leute los zu werden. Es war von vornherein klar, dass nach der Niederschlagung des Putsches niemand genau hinschaut und fragt, wieso all diese Leute entlassen wurden. Das ist Demokratie auf türkisch. Das Volk wird sagen: Es gehört sich nicht, einem Helden wie Erdogan, der einen Aufstand niedergeschlagen hat, genauer auf die Finger zu sehen.

Sind wir Deutschen Krämerseelen?

Merkel
Erdogan hat es der Kanzlerin ins Gebetbuch schreiben müssen: Wir sollten uns doch erst einmal um unsere eigenen Untaten kümmern, bevor wir der Türkei einen Genozid vorwerfen. Recht hat er, denn Deutschland hat sich eines Genozids an den Hereros schuldig gemacht. Bundestagspräsident Lammert hat dies auch klar anerkannt und bedauert, dass sich der Bundestag bisher nicht dazu bekannt hat.
Woher kommt die unterschiedliche Behandlung der beiden Genozide? Eigentlich müsste die Ermordung der Hereros doch zuerst behandelt werden, denn sie ist älter und wir sind allein dafür verantwortlich.
Hat der Bundestag mit seinem Genozidvorwurf gegen die Türkei verhindern wollen, dass die Türkei in die EU kommt? Wohl kaum, denn wir mit unserem Holocaust sind ja auch dabei. Der Grund für die unterschiedliche Behandlung der beiden Genozide ist offensichtlich ein anderer: Der Genozidvorwurf gegenüber der Türkei macht uns nicht schadensersatzpflichtig auch wenn wir eine Mitschuld einräumen, die sich aber doch wohl mit ein wenig Entwicklungshilfe abfinden lässt. Aber der Genozid an den Hereros würde richtig Geld kosten. Deshalb hatte Deutschland dafür bisher nur ein paar schöne Worte übrig gehabt. Aber nun zwingt uns ausgerechnet Erdogan, tief in die Tasche zu greifen, was wir bei der Frage der Reparationsleistungen an Griechenland ja mit geschickten juristischen Manövern vermieden haben.

Erdogans Drohung

türkei
Es klingt beunruhigend, was man aus der Türkei hört: Dort macht man Deutschland für einen der Terroranschläge verantwortlich und droht mit Maßnahmen, wobei Erdogan darauf hinweist, dass bei uns über 3 Millionen Türken wohnen. Will er die mobilisieren? Bei denen ist er unheimlich beliebt. In Köln findet er 99 % Zustimmung.

http://www.huffingtonpost.de/2014/05/22/erdogan-deutschland_n_5369901.html

Und wenn er redet, füllt er ganze Stadien. Welcher deutsche Politiker bringt das fertig?
Man fragt sich, was passiert, wenn er in deutschen Stadien predigt, dass wir sein stolzes Volk diffamieren, um von unseren eigenen Taten abzulenken: vom Holocaust und Herero-Genozid? Wird sich dann nicht vielleicht das, was wir als Integration ansehen, als ganz dünne Tünche erweisen, mit der bestehende Gegensätze nur ein wenig überstrichen wurden?

Erdogan hat recht…

türkei…mindestens in einer Hinsicht,
Was ich an der Genozid-Resolution nicht verstehe ist dies: An sich ist der Bundestag ja kein Gericht. Wenn er aber schon meint, nach über 100 Jahren darüber Gericht zu halten, was damals im fernen Armenien geschehen ist, dann frage ich mich, wie es dazu gekommen ist. Hätte sich der Bundestag nicht in erster Linie einmal mit dem Genozid an den Hereros befassen müssen? Das ist eine Angelegenheit, an der nur Deutschland beteiligt war und wo es also eigentlich dringlicher gewesen wäre, sich mit der Wahrheit zu befassen. Insoweit hat Erdogan völlig recht. Und damit er nicht recht behält, sollte sich der Bundestag ganz schnell auch einmal mit den Hereros beschäftigen.
Deutschland ist plötzlich von einer Welle der Moral ergriffen: In den Städten sieht man „Stolpersteine“. Dokumentationszentren über Gräueltaten der Nazis entstehen… Ein bisschen einseitig ist das Ganze schon: In Bad Reichenhall wurden beispielsweise Gräber und Kreuze beseitigt, die an die Erschießung von Soldaten durch die Amerikaner erinnerten und auch von den Gräueltaten anlässlich der Vertreibung Deutscher wagt man nicht öffentlich zu reden.
Nicht einmal die Kirche verhält sich wie wir: Hat man je Stolpersteine in Kirchen für verbrannte Hexen gesehen? Oder hat sich die Kirche je zu einem Genozid bekannt, beispielsweise zu dem an den Katharern? Oder gibt es vielleicht im Vatikan ein Dokumentationszentrum für die Gräueltaten der Kirche?

Kriegsschiffe gegen Flüchtlinge

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Nun ist es also so weit: Unsere Kriegsmarine wird gegen die Flüchtlinge eingesetzt. Offiziell richtet sich der Einsatz zwar gegen Schleuser. Aber wohl kein Schleuser wird so dumm sein und sich in ein Schlauchboot setzen, um Flüchtlinge auf eine griechische Insel zu transportieren. Nein, das überlässt er armen Leuten, die er als Personal für diese Aufgabe angeheuert hat.
Nun sollen also die Flüchtlinge abgefangen und gleich wieder in die Türkei zurück gebracht werden. Dagegen könnten sie sich aber mit einem einfachen Mittel wehren, imdem sie  einen Zettel mit sich führen, auf denen nur ein Wort steht: „Asyl“. Dann müsste ihnen jedenfalls ein Asylverfahren zugebilligt werden.
Und was hat Merkel nun mit ihrer Geste der Humanität erreicht? Nichts weiter als eine Ungerechtigkeit, denn nachdem sie die erste Welle der Flüchtlinge nach Deutschland hereingelassen hat, hat sie eine Volkerwanderung ausgelöst und die Nachfolgenden liegen nun in Griechenland im Dreck, weil sie dem „Wir schaffen das!“ der Kanzlerin vertraut haben.

Das stimmt nicht, Herr de Maizière!

Der Innenminister sagte: „Nach bisherigem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise darauf vor, dass der Anschlag gezielt gegen Deutsche gerichtet war.“
Das ist falsch und soll dazu dienen, keine Unruhe in der Bevölkerung auszulösen. Die Indizienlage ist aber eindeutig so, dass der Tourismus in der Türkei und die deutschen Urlauber Ziel des Anschlags waren. Wenn es dem Attentäter nur darum gegangen wäre, möglichst viele Menschen, insbesondere Türken zu töten, hätte er in der Altstadt mehr erreichen können. Dass er aber auf den Platz gegangen ist, der von Touristen stark frequentiert ist, zeigt, dass er gerade diese töten wollte. Und wenn nun 10 deutsche Touristen tot sind, ist das doch ein Hinweis darauf, dass diese auch im Visier des Terroristen waren. Wie sagt man im Strafrecht: Der äußere Tatbestand ist ein Indiz für den Inneren, also für das, was gewollt ist. Der Anschlag sollte also ganz klar die Türkei dafür bestrafen, dass sie ihre Luftwaffenbasen für Angriffe auf den IS zur Verfügung stellt, und er sollte auch Deutsche treffen, weil wir nun Tornados ins Kampfgebiet geschickt haben. Den letzteren Zusammenhang will Herr de Maizière offenbar nur deshalb nicht wahr haben, weil sich die Stimmung im Volk nun gegen eine deutsche Einmischung im Nahen Osten wenden könnte und die Linken mehr Zulauf bekommen könnten.

Grüne Flintenweiber Göring-Eckardt und Roth

Claudia Roth macht zur Zeit keinen guten Eindruck.
Ihr Verhalten ist einer Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages unwürdig. Sie warf der Türkei eine „dreckige Politik“ vor, denn IS-Kämpfer würden in türkischen Krankenhäusern behandelt und Waffen über türkisches Gebiet geliefert.
Bisher dachte ich, dass Ärzte und Krankenhäuser alle Verletzten behandeln – egal von welcher Seite der Front sie stammen. Frau Roths Standpunkt ist unmenschlich: Sie will offenbar, dass man verletzte IS-Kämpfer verrecken lässt. Der zweite Vorwurf, den Frau Roth erhebt, ist der, dass die Türkei Waffenlieferungen an den IS dulde. Wo bleibt der Beweis? Die Bundesregierung hat erklärt, in der Türkei sei der IS seit September 2013 als Terrororganisation eingestuft. Die Türkei habe bereits „6000 Foreign Terrorist Fighters“ mit einer Einreisesperre versehen, sowie 1000 Personen ausgewiesen.
Dass sich die Türkei mit einem Truppeneinsatz zurück hält, kann man verstehen. Ihre Auseinandersetzungen mit kurdischen Aufständischen haben 40.000 Tote gefordert. Allein Öcalan wird für Tausende von Toten verantwortlich gemacht. Und wenn man hier bei den Demonstrationen der Kurden sieht, wie die Leute mit Bildern von Öcalan durch die Straßen ziehen, dann kann man verstehen, dass die Türkei nicht das Leben ihrer Soldaten für solche Bestrebungen opfert.
Nun fordert auch Frau Göring-Eckardt ein Eingreifen deutscher Soldaten im Irak. Damit befinden sich die Grünen auf dem Weg, die Nachfolge der FDP anzutreten, nämlich sich ins Abseits zu stellen. Schließlich haben ja die Grünen ihre Wurzeln auch in der Friedensbewegung. Wenn sie nun die ersten sind, die einen deutschen Militäreinsatz wollen, werden sich viele Wähler von dieser Partei verabschieden.
Übrigens sollten die beiden Damen einmal nachrechnen: Alle 10 Sekunden stirbt auf der Welt ein Kind an Hunger – ganz unspektakulär ohne Fernsehkameras. Deswegen nimmt man dieses Elend nicht so wahr wie das von Kobane. Wenn man aber vergleicht, wie viele Kinder man retten könnte, wenn man das Geld, das ein Militäreinsatz kostet, für Lebensmittelspenden ausgeben würde, dann zeigt sich: Wesentlich mehr Menschenleben würden durch Lebensmittellieferungen gerettet als durch einen Militäreinsatz.
Und noch etwas: die USA haben mit ihrem Irakkrieg das Chaos in Nahost angerichtet. Sollen sie doch auch wieder für Ordnung sorgen. Sie sind in der Pflicht und das sollte man deutlich sagen, statt dass wir unsere Bundeswehr anbieten.

Lachen verboten!

In der Türkei soll das laute Lachen von Frauen in der Öffentlichkeit verboten werden.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-erdogans-stellvertreter-will-frauen-das-lachen-verbieten-a-983400.html
Auch wir deutschen Männer sollten über das Lachen von Frauen nachdenken. Die Frauen haben uns nämlich auch auf diesem Gebiet eindeutig überholt, denn wissenschaftliche Forschungen haben ergeben, dass Frauen offensichtlich nicht nur häufiger, sondern auch ggf. lauter als Männer lachen. Sollten wir vielleicht ein Gesetz machen, das für ein ausgeglichenes Verhältnis beim Lachen sorgt? Oder was ist zu tun? Ich habe schon früher darüber nachgedacht:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/06/17/verdammt-frauen-lachen-mehr-maenner-18680216/
https://autorenseite.wordpress.com/2013/12/26/frau-muesste-n-ii-17483685/
Und hier gibt es auch immer wieder etwas zu lachen. Schauen Sie also noch mal rein.