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Unsinn in Österreich


Salzburg ist nur einen Katzensprung von uns entfernt. Und so gehört ein gelegentlicher Bummel durch diese schöne Stadt zu unseren Freizeitvergnügungen. Aber zur Zeit können wir nicht hinüber fahren, weil die Österreicher auf den 3 G (geimpft, getestet, geheilt) bestehen.
So ein Unsinn: Wir haben in Deutschland einen besseren Inzidenzwert (12) als Österreich (14.4). Welchen Sinn macht da eine solche Einreisebeschränkung? Sie bringt den österreichischen Touristikunternehmen herbe Verluste.
Vielleicht ist ja das  Dilemma, in dem der österreichische Kanzler steckt, schuld daran, dass er keine Zeit hat. die Einreisebestimmungen den Inzidenzzahlen anzupassen.
Oder ist es womöglich so, dass man in Österreich sagt: Wenn ich mich schon infiziere, dann auf keinen Fall mit einem deutschen Virus. Mit so einem haben wir schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht.

Der Mensch is a Sau!

„Der Mensch is a Sau!“ hörten wir einst schon vom Kabarettisten Qualtinger. Und ich habe festgestellt, dass es immer schlimmer wird: Der Boden ist voll von ausgespuckten Kaugummis, so dass der teuerste Granitbelag schäbig aussieht:

Überall wird herum gesprüht, sogar in der angelegensten Gegend (bei uns):

Und alles wird beklebt:

Die Menschen pieseln in die Schwimmbäder und die Wettkampfschwimmer brüsten sich sogar im Fernsehen damit. Deshalb müssten die Bäder eigentlich solche Schilder aufstellen:

Ja, es sieht schlimm aus überall: https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/12/der-mensch-is-a-sau-aufkleber-ueberall/

Ach, wie schön war es zu Beginn der Corona-Pandemie. So herrlich ruhig und sauber war es in der Natur. Aber dann, als Hotels und Campingplätze geschlossen blieben und die Menschen mehr Bewegungsfreiheit bekamen, brachen Horden von „Naturfreunden“ über uns herein:
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-wohnmobilwahnsinn-im-talkessel-camper-nutzen-oeffentliche-parkplaetze-faekalien-und-muell-_arid,571289.html

Manchmal denke ich an früher zurück: Da war es verboten, den Rasen im Englischen Garten in München zu betreten. Und heute sehen wir die Menschen überall beim Grillen und hinterher müssen ihre Hinterlassenschaften mühsam beseitigt werden. Im Fernsehen sah ich Interviews mit solchen „Dreckbären“. Die hatten überhaupt kein Unrechtsbewusstsein. Der eine meinte, er schaffe Arbeitsplätze, wenn er seinen Dreck hinterlasse und andere diesen beseitigen müssten. Ein anderer sagte, auf seinen hinterlassenen Müll angesprochen: „Das machen doch alle!“

Die Dummheit der Menschen kommt gerade beim Tourismus zum Ausdruck. Er zerstört seine eigenen Wurzeln: die unberührte Natur.

 

Bayern kaputt

Darüber habe ich hier und in etlichen weiteren Beiträgen geschrieben.
So sieht es heute am Hirschkaser aus:

Auf der Berghütte wächst ein Antennenwald und die alten Holzwände wurden mit Reklame verunstaltet wie die Hütten unten. Wo einst hier oben nur ein Kruzifix zur Besinnung einlud, hat nun der Kommerz sein Banner eingepflanzt.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Von allen Industriezweigen ist der Tourismus der schlimmste, weil er sich seine eigenen Wurzeln abfrisst.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Reisen: Das fiel mir auf

Ich war wieder einmal in Nürnberg nach 60 Jahren. Als ich durch die schöne Stadt spazierte, ging ich an einer Gruppe junger Frauen vorbei, die vielleicht ihre Abi-Reise unternommen haben könnten. Eine von ihnen rief gerade aus: „I love Germany! It’s so beautiful!“ Recht hat sie. Und deshalb waren sogar auch Touristen aus dem fernen Japan und China hier unterwegs. Was ich mich dann immer frage: Wohin fährt die deutsche Jugend? Wenn ich mich so umschaue bei den jungen Leuten, die ich im Blickfeld habe, waren die in folgenden Ländern: Israel, USA, Kroatien, Türkei, sogar in Neuseeland, China, Japan… Keiner von ihnen hat sich mal in Deutschland umgesehen. Da kann man nur mit Laotse sagen: „Je weiter einer in die Ferne schweift, um so geringer wird seine Erkenntnis .“
Oder um es mit meinen Aphorismen zu sagen:
Es mag sein, dass Reisen bildet. Tourismus jedenfalls verblödet.“