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„Altweibersommer“ und Feminismus

Seit unvordenklicher Zeit gibt es Wetterhäuschen, bei denen grundsätzlich ein Mann mit Schirm schlechtes Wetter anzeigte, während eine Frau als Symbol für Sonnenschein galt. Keinem Mann wäre es jemals eingefallen, dagegen zu protestieren. Doch als dann die Meteorologen den Spieß umdrehten und den Tiefs weibliche Namen gaben, mussten sie dies wegen des Widerstands der Frauen wieder aufgeben.
Man könnte also meinen, die Männer seien das tolerantere Geschlecht.
Nun gibt es aber immer noch den Altweibersommer – und das wundert mich: Sind also Frauen genau so tolerant?
Wo bleibt die voraus eilende Unterwürfigkeit der männlichen Meteorologen, die erwarten ließe, dass dieses Wort aus dem Wortschatz gestrichen würde – etwa so, wie es dem „Neger“ ergangen ist.
Und wenn die Männer dazu zu unsensibel sind, dann möchte man meinen, dass der Altweibersommer jedenfalls dem weiblichen Protest anheim fallen würde.  Nichts dergleichen passiert. Warum das so ist, dazu habe ich eine Theorie:
Der Altweibersommer heißt ja so, weil zu dieser Zeit die Spinnen auf ihren Fäden durch die Landschaft reiten und diese Fäden an graue Haare erinnern. Nun gibt es aber praktisch kaum noch Frauen mit grauen Haaren, denn fast alle lassen sich ihren Kopfschmuck färben. Deshalb fühlen sie sich nicht als alte Weiber, sondern höchstens als Seniorinnen. Und so wird es weiterhin den Altweibersommer geben, weil sich auch keine Feministin davon betroffen fühlt, zumal ja diese barbusige Kampftruppe des weiblichen Geschlechts noch nicht ans Alter denkt.

Warum sind Hurrikans mit weiblichen Namen dreimal gefährlicher?

In der Apotheken Umschau („Rentner-Bravo“) lesen wir von einer sensationellen Entdeckung der Universität Illinois: Bei Hurrikans mit weiblichen Namen sterben dreimal so viel Menschen wie bei solchen mit männlichen Namen. Schuld sind natürlich die Frauen. Aber wieso?
Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als die Meteorologen – aus weiblicher Sicht gesehen – die Unverschämtheit besaßen, den Hochs Männernamen zu geben und den Tiefs Frauennamen. Klar, dass es Proteste der Emanzen gab und dass die Meteorologen (damals meist Männer) einknickten: Nun weiß man, wenn man „Berta“ hört, nicht mehr, ob es sich um ein Hoch oder Tief handelt.
Was nun aber die Hurrikans anbetrifft, stehen die Forscher von Illinois vor einem Rätsel. Sie erklären die höhere Zahl von Toten bei Hurrikans mit weiblichen Namen damit, dass die Menschen glauben, diese seien nicht so gefährlich wie solche mit Männernamen. Da fragen wir Männer uns doch, ob diese These nicht vielleicht von Frauen stammt.
Man sollte den Menschen vielleicht wieder den Spruch ins Gedächtnis rufen: „Hüte dich vor dem Ochsen von vorn, vor dem Esel von hinten und vor dem Weibe von allen Seiten.“ Frauen sind also durchaus gefährlich, wie man in dem Buch „Frauen für Fortgeschrittene“ nachlesen kann. Da erfahren wir beispielsweise: „Was die Gewalt in der Ehe angeht, sind Frauen keinesfalls anders als Männer. Eine statistische Erhebung in Großbritannien ergab, dass Männer genauso oft Opfer weiblicher Gewalt werden, wie umgekehrt. Nur der Prozentsatz der Verletzten ist bei den Frauen etwas höher.“
Vielleicht findet sich nun eine deutsche Universität, die eine ähnliche Untersuchung durchführt wie die von Illinois: Wir haben ja nun dank der Emanzen nicht nur Ampelmännchen, sondern auch Ampelfrauchen. Hat das vielleicht zur Folge, dass die Unfälle bei Ampeln mit Ampelfrauchen dreimal so hoch sind wie bei den Ampelmännchen, weil man die nicht so gefährlich hält?
Am Schluss wollen wir Männer doch darauf hinweisen, dass wir das tolerantere Geschlecht sind. Seit jeher gibt es Wetterhäuschen, bei denen ein Mann mit Regenschirm schlechtes Wetter anzeigt, eine Frau dagegen sagt blauen Himmel voraus. Wäre es jemals einem Mann eingefallen, dagegen zu protestieren?