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Ehetherapie: Zwei Frauenschicksale

Manche Ehepaare, die sich in einer Krise befinden, suchen nach einem Ausweg und finden keinen oder den falschen. Da kommt es dann oft vorschnell zu einer Scheidung. Aber Vorsicht: Ein Drittel bereut hinterher diesen Schritt und ein Drittel fühlt sich in einer neuen Ehe auch nicht anders. Jemand sagte einmal zum Thema Scheidung:
„Wenn du auf einem Golfplatz schlecht gespielt hast, nützt es nichts, den Golfplatz zu wechseln.“
Die Emanzipation der Frauen hat bei manchen zu der Folge geführt, dass sie bei einem Streit weniger zum Einlenken oder gar Nachgeben bereit sind. Die vermeintlich moderne Frau nimmt sich oft den Film „Club der Teufelinnen“ zum Vorbild und rächt sich fürchterlich, wie schon Nietzsche festgestellt hat:
„Im Zustande des Hasses sind Frauen gefährlicher als Männer, zuvörders weil sie durch keine Rücksicht gehemmt werden, sondern ihren ungestört ihren Hass bis zu den letzten Konsequenzen anwachsen lassen…“
Wie so etwas ausgehen kann, können sie in der Geschichte „Zerbrochenes Glück“ lesen. Aber weiter hinten in der Leseecke folgt dann die versöhnliche Geschichte „Die alte Tante“. Wenn Sie die gelesen haben, brauchen Sie keine Ehetherapie mehr.

Stoppt Spahn! Gesetzentwurf für das Verbot sogenannter Konversionstherapien

Der schwule Spahn ist der falsche Mann für das Verbot sogenannter Konversionstherapien. Er ist nicht objektiv.
Über das Thema habe ich ja schon geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/06/18/der-schwule-spahn-ist-der-falsche-mann/
Nochmals zum Mitschreiben: Zunächst einmal verstehe ich die Eile nicht, mit der das Gesetz ohne ausreichende wissenschaftliche Untersuchungen durchgepeitscht werden soll. Hat Spahn Angst, dass die GroKo nicht hält?
Spahn sieht das Problem sehr einseitig. Er wirft alles in einen Topf: Vom Exorzismus bis zur Psychotherapie soll alles verboten werden, weil Homosexualität nach seiner Meinung keine Krankheit ist und daher Therapien Schaden anrichten, ja Menschen in den Selbstmord treiben können.
Zunächst einmal ist Spahns Denkansatz völlig falsch. Ob die Homosexualität eine Krankheit ist oder nicht, spielt für die Frage, ob jemand sich in Therapie begeben darf, keine Rolle. Schließlich gibt es ja auch Paartherapeuten, obwohl die Paarbeziehung keine Krankheit ist.
Spahn denkt auch sehr einseitig, wenn er meint, dass Therapien zum Selbstmord führen können. Dasselbe gilt
doch auch für das Unterbleiben von Therapien. Es ist nicht bei allen Schwulen so, wie Wowereit es ausgedrückt hat: „Ich bin schwul und das ist gut so.“ Es gibt auch Menschen, die unter ihrer Andersartigkeit leiden, weil sie auch so leben wollen, wie sie es als „normal“ betrachten: Sie wollen eine Familie gründen mit Vater und Mutter und sie wollen selbst Kinder zeugen. Auch dieses Leiden kann Menschen in den Selbstmord treiben.
Unstreitig dürfte sein, dass die Homosexualität verschiedene Ursachen haben kann: biologische, psychische,und soziale. Warum soll nicht in den beiden letzteren Fällen der Versuch unternommen werden, eine „Umpolung“ zu erreichen? Dass dies möglich ist, habe ich in dem verlinkten Beitrag beschrieben.
Wenn Spahn sein Gesetz richtig abfassen würde, würde er bestimmen, dass solche Therapien nur von Psychotherapeuten vorgenommen werden dürfen. Diese Leute wissen genau was sie tun. Schade, dass sich keiner meldet und Spahn Kontra gibt. Aber zu verstehen ist das schon: Wie würde man über ihn her fallen!
Jedenfalls sollte Spahn Kontakt zur Deutschen PsychotherapeutenVereinigung aufnehmen, was offenbar nicht geschehen ist.
Es ist jedenfalls völlig unangebracht
und unverhältnismäßig, einem Berufsstand eine Therapie zu verbieten. Dann müsste Spahn beispielsweise auch die Homöopathie verbieten, die ja nur einen Placebo-Effekt hat und viele Menschen verleitet, eine allein Erfolg versprechende schulmedizinische Behandlung abzulehnen. Und wieso wird die Beschneidung bei uns nicht verboten, obwohl schon öfter Kinder beinahe verblutet wären?

Keine unnützen Diskussionen in der Ehe!

Männer empfinden das Problemewälzen als schlichte Zeitverschwendung. Das ist zumindest das Ergebnis einer Untersuchung, die  im Fachmagazin „Child Development“ zu lesen war.
Da muss man doch entschieden widersprechen. Männer wissen genau, wo eine Diskussion sinnvoll ist und wo nicht. Hier ein Beispiel aus meiner Lyrik-Sammlung:

Ehekrach (Normalversion)

Es war ein junges Ehepaar
In seinem ersten Ehejahr:
Ganz plötzlich war es dann soweit –
Es kam der erste Ehestreit.
Die beiden waren jung und dumm
Und blieben dann zwei Wochen stumm,
Bis er sich schließlich doch erbarmt,
Indem er sie ganz zart umarmt
Und damit auch das Schweigen brach,
Indem er die zwei Sätze sprach:
„In der Ehe gibt es Pflichten.
Die muss ein Ehepaar verrichten!“
Kaum hörte dies die junge Frau,
Da sagte sie zu ihm: „Genau –
Das habe ich mir auch gedacht.“
Dann haben beide laut gelacht.
Und was die beiden noch getrieben,
Das sei hier nicht aufgeschrieben.

Ehekrach (Version mit Emanzenfrau)

Es war ein junges Ehepaar
In seinem ersten Ehejahr:
Ganz plötzlich war es dann soweit –
Es kam der erste Ehestreit.
Da hub sie an in kühlem Ton:
„Der Streit bedarf der Diskussion
Über dich und dein Verhalten.
Es lässt die Zuneigung erkalten.
Wie konnte es nur so weit kommen,
Dass du dich so vorbei benommen!“
Er sagte drauf: „Ich denke immer:
Was du getan hast, war viel schlimmer!“
Und weil sie sich nicht einig waren,
Ging’s ihnen so wie vielen Paaren:
Kurzum –es ließen sich die beiden
Schon nach dem ersten Jahre scheiden.

Über den Sinn von Diskussionen in der Ehe lesen Sie bitte den Eheratgeber!

Besser als jede Paartherapie ist die Geschichte „Die alte Tante“ in der „Leseecke„.

Hier lesen Sie mehr Gedichte.

Übrigens: Wussten Sie, dass der 7. Himmel ein Loch hat?
Näheres hier: https://autorenseite.wordpress.com/home/

Streit in der Ehe muss nicht sein

Der 7. Himmel muss ein Loch haben, durch das jemand, der nicht aufpasst, direkt in die Hölle hinunterfallen kann.
H. Pöll, Autor

Von Experten hören wir oft die Botschaft, dass Streiten zur Ehe gehöre, und diese Leute warnen davor, nicht zu streiten. Denn wenn man Angst vor einem Streit habe, sei die Ehe schon kaputt.
Also, da muss ich doch etwas klar stellen: Streiten gehört nicht zur Ehe, wohl aber muss es Diskussionen geben. Man sollte sich im Konfliktfall immer vor Augen halten, wie man mit seinem Chef oder Kunden umgehen würde und dann wird man sich doch wohl sagen, dass man seinen Partner nicht schlechter behandeln kann.
Manche Ehen sind sehr zerbrechlich: Es sollen Ehen daran gescheitert sein, dass Frauen eine Tube Zahnpasta beim Zähneputzen vorn gedrückt haben, während der Mann es für richtig hielt, mit dem Drücken hinten zu beginnen. Gott sei dank ist diese Gefahr für manche Ehe inzwischen dadurch beseitigt, dass die Zahnpastatuben heute aus Plastik sind.
Aber Gefahren für eine Ehe lauern überall, wie uns der Humorist James Thurber in der großartigen Kurzgeschichte „The Breaking up of the Winships“ (Die Winships trennen sich) vor Augen führt: Da schwärmt Frau Winship von der göttlichen Greta Garbo und ihr Mann bemerkt dazu sarkastisch, er finde Donald Duck besser. Darüber bricht nun ein Streit los, der dann letztlich zur Scheidung führt.
Man sollte jeden Streit so betrachten, wie man ihn 10 Jahre später sehen würde. Und da wird man ihn vielleicht so finden wie den der Winships: einfach lächerlich.
Sehr viele Ehepaare haben später nach einer Scheidung gefunden, dass die Trennung eigentlich nicht hätte sein müssen. Manche glauben zwar, dass sie mit einem neuen Partner ein neues Glück finden könnten, doch ist das oft so ähnlich, wie wenn ein Golfspieler auf einen anderen Platz gehen würde, wenn er schlecht gespielt hat.
Manche Eheleute suchen einen Paartherapeuten auf und fragen ihn um Rat. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass diese Leute ausweislich der Statistik ihre eigene Ehe auch nicht besser hinkriegen.
Ich bin auch schon öfter unfreiwillig in die Rolle eines Ehetherapeuten geraten und habe daher die Kurzgeschichte „Die alte Tante“ geschrieben, die Sie als letzte in der kostenlosen „Leseecke“ finden. Wenn Sie die gelesen haben und befolgen, brauchen Sie keine Therapie mehr.
Und schauen Sie mal hier, ob das Buch „Der 7.Himmel hat ein Loch“ nicht vielleicht eine geeignete Lektüre für Sie wäre.