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Feiern Sie mit: Heute ist der Tag…

Heute gibt es viele Anlässe zum Feiern. Dem Kalender der kuriosen Feiertage können Sie entnehmen, was es alles heute zu feiern gibt:

Tag der Gloria Dei – der National Peace Rose Day in den USA
Tag gegen Lärm – der International Noise Awareness Day 2020
Tag des Reißverschlusses – National Zipper Day in den USA
Welttag des Tanzes – der UNESCO International Dance Day 2020

Was das Tanzen anbetrifft: Können Sie es? Wenn nicht, lernen Sie es, denn wie sagte der Hl. Augustinus:
„Mensch lerne Tanzen, denn sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen.“

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Im Tanz kommt das Lebensgefühl der Zeit zum Ausdruck: Früher waren es harmonische, fließende Bewegungen, die man erlernen musste; heute sind es oft nervös anmutende Zuckungen wie von Stromschlägen.
H. Pöll, Autor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.

Allerheiligen und Halloween

Halloween oder die Rache der Heiligen

Es gibt den Reformationstag, Allerheiligen und Allerseelen. Früher wurde an Allerseelen der Verstorbenen gedacht. Da dieser Tag aber kein Feiertag ist, verlegte man das Totengedenken auf den Feiertag davor, also auf Allerheiligen. Die Heiligen wurden dadurch ihres eigenen Festtages beraubt, der an sich ein recht fröhlicher sein sollte. Aber es wurde ein trauriger daraus. Morgens geht es schon an mit getragener Musik im Bayerischen Rundfunk. Tanzverbot herrscht auch, obwohl der Hl. Augustinus einmal gesagt hat: „Mensch, lerne Tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen!“
Und nun regt sich Widerstand gegen den traurigen Festtag. Nicht nur die Atheisten, sondern auch die Christen wehren sich dagegen, dass ihnen vom Staat vorgeschrieben wird, wie sie den Tag verbringen sollen, nämlich ohne Tanz und Disco.
Vielleicht ist die Übernahme von Halloween gerade dem Umstand zuzuschreiben, dass sonst nichts los ist in dieser tristen Novemberzeit, in der nun Volkstrauertag und Totengedenktag folgen.
Oder rächen sich vielleicht doch die Heiligen dafür, dass man ihnen ihren Festtag zum Trauertag gemacht hat?

Halloween oder die Rache der Heiligen

Es gibt den Reformationstag, Allerheiligen und Allerseelen. Früher wurde an Allerseelen der Verstorbenen gedacht. Da dieser Tag aber kein Feiertag ist, verlegte man das Totengedenken auf den Feiertag davor, also auf Allerheiligen. Die Heiligen wurden dadurch ihres eigenen Festtages beraubt, der an sich ein recht fröhlicher sein sollte. Aber es wurde ein trauriger daraus. Morgens geht es schon an mit getragener Musik im Bayerischen Rundfunk. Tanzverbot herrscht auch, obwohl der Hl. Augustinus einmal gesagt hat: „Mensch, lerne Tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen!“
Und nun regt sich Widerstand gegen den traurigen Festtag. Nicht nur die Atheisten, sondern auch die Christen wehren sich dagegen, dass ihnen vom Staat vorgeschrieben wird, wie sie den Tag verbringen sollen, nämlich ohne Tanz und Disco.
Vielleicht ist die Übernahme von Halloween gerade dem Umstand zuzuschreiben, dass sonst nichts los ist in dieser tristen Novemberzeit, in der nun Volkstrauertag und Totengedenktag folgen.
Oder rächen sich vielleicht doch die Heiligen dafür, dass man ihnen ihren Festtag gestohlen hat?

Warum sind Tänzer intelligenter als Nichttänzer?

Heute Abend gibt es gleich zwei sehenswerte Sendungen im Fernsehen: „Let’s dance“ in RTL und „Dancing Stars“ im österreichischen Fernsehen. Die Sendungen haben hohe Einschaltquoten. Was mich daran wundert, ist die Beliebtheit der Shows, obwohl immer weniger Menschen zum Tanzen gehen. Ich beobachtete im Café unserer Kurstadt, dass früher dort jeden Abend getanzt wurde und der Laden brechend voll war. Inzwischen wird nur noch am Wochenende getanzt, und es werden immer weniger, die da mitmachen, denn die Alten sterben aus und die Jungen mögen nicht.
Wenn die jungen Leute nicht mehr tanzen gehen, ist das ein Fehler.
Das habe ich auch einmal einer Frau gesagt, die ich sehr bewundere. Sie hat es inzwischen zur Vizechefin eines bedeutenden Unternehmens gebracht und dabei hat sie auch immer sehr auf ihre körperliche Fitness geachtet, indem sie morgens häufig zum Joggen ging. Ich merkte, dass ihr das keinen Spaß machte, und ich fand, dass es dann auch nicht gesund sei; sie solle es doch einmal mit Tanzen versuchen: Bewegung zu schöner Musik – das sei etwas, was die Menschen schon zu Urzeiten mit Freude gemacht hätten. Sie schaute mich etwas mitleidig an, wie wenn ich ihr als Mathematikerin vorgeschlagen hätte, einen Volkshochschulkurs im Rechnen zu besuchen. Ich versuchte, sie damit zu überzeugen, dass ich ihr sagte, ein flott getanzter Quickstepp entspreche einem 800-m-Lauf. Da wurde sie schon etwas nachdenklicher. Und dann berichtete ich ihr von einer Beobachtung, die ich gemacht hatte: Ich machte einmal einen Volkstanzkurs mit und stellte zu meiner Überraschung fest, dass sich die Akademiker besonders dumm anstellten. Was die Bauernmädchen und -burschen sofort begriffen hatten, brachten die „Studierten“ nicht hin. Warum war das so? Sie waren zu reinen „Kopfmenschen“ geworden, was ein Architekt verzweifelt so ausdrückte: „Im Kopf hab‘ ich’s ja, aber ich bring’s nicht so schnell in die Füße runter.“
Die Frau, der ich das alles so erzählte, schaute mich dabei etwas skeptisch an, aber ich merkte, dass sie schon ein wenig darüber nachdachte.
Dann passierte etwas, was sie nicht erwartet hatte. Ihre Firma beschloss, einen großen Ball zu veranstalten. Und deshalb machte sie einen privaten Schnellkurs im Tanzen mit. Sie hatte ganz unerwartet so viel Spaß daran wie die „Dancing Stars“. Als sie mir das erzählte, fügte sie hinzu: „Ich habe dabei entdeckt, dass ich auch zum reinen Kopfmenschen geworden bin. Das ist nicht gut für eine Frau. Und wenn ich ehrlich bin, ist es tatsächlich so, dass bei mir gewisse Leitungen im Gehirn eingerostet sind. Da hoffe ich doch sehr, dass die nun wieder in Schwung kommen.“
Macht also Tanzen intelligenter? Ganz sicher! Auf jeden Fall macht es Spaß, denn:
„Das beste Sportgerät für den Mann ist die Frau.“ (und umgekehrt)

Der Weg zum inneren Gleichgewicht

Leistungsdruck, Existenzangst, Reizüberflutung, Schlaflosigkeit, Stress, nervöse Unruhe… Was liest man nicht alles über die schrecklichen Bedrohungen, denen der moderne Mensch ausgesetzt ist. Dabei wäre es ganz einfach, dies alles von sich abzuschütteln. Man geht einmal wieder zum Tanzen. Die Bewegung zur Musik bringt Körper Geist und Seele wieder ins Gleichgewicht. „Mensch, lerne Tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen“, hat schon der Hl. Augustinus gesagt und der muss es wohl wissen. Fast alle Naturvölker haben ihre eigenen Tänze und das hat auch seinen guten Grund. Und haben sie einmal Kinder beobachtet, wenn die Musik spielt? Sie fangen gleich an, sich im Takt zu bewegen oder zu drehen. Wir haben nur diese Natürlichkeit verlernt
Merkwürdig ist, dass die Sendung „Let’s dance“ zu den beliebtesten gehört, aber nur wenige ziehen daraus die Konsequenz, es doch auch einmal zu versuchen. Wie wär’s denn mit Ihnen?

Diskussion um Karfreitag

Die Piraten fordern die Aufhebung des Tanzverbots am Karfreitag. Ich bin zwar katholisch, finde diese Forderung aber richtig.
Der Staat sollte sich den Religionen gegenüber neutral verhalten. Warum sollen nicht diejenigen, die gerne tanzen wollen, in einer Discothek diesem Vergnügen nachgehen dürfen? Das stört doch keinen. Warum zwingt man die Atheisten, mit den Christen zu trauern?
Man kann ja verstehen, dass aus Respekt vor den Gläubigen diejenigen Festivitäten verboten werden, die in aller Öffentlichkeit stattfinden, beispielsweise Rockkonzerte auf Plätzen oder im Stadion. Aber muss die aufgezwungene Trauer auch noch bis in alle Räumlichkeiten ausgedehnt werden?
Irgendwie erinnert mich ein solches Tanzverbot an eine alte Geschichte aus dem Ötztal. Die Leute waren früher zu arm, um sich selbst Musikinstrumente zu kaufen. Daher schaffte die Kirche welche an. Aber die wurden damals weggesperrt, nachdem man sie im Rahmen der Messe benutzt hatte. So sollte verhindert werden, dass sie zu „sündigem Treiben missbraucht“ wurden.
Und hier in den Chiemgauer Bergen gibt es eine Tanzalm, wo ebenfalls – wie der Name sagt – „schwer gesündigt“ wurde. Sogar Adelige aus München kamen auf diese Alm zum Feiern. Und die Polizei war machtlos, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Wenn nämlich die Gendarmen anrückten, hatte man das längst oben auf der Alm mitbekommen und war ins benachbarte Österreich ausgewichen.
Eines Tages wird man das derzeit noch bestehende Tanzverbot auch in diese Kuriositäten einreihen. Die Hälfte aller Deutschen weiß überhaupt nicht, was am Karfreitag gefeiert wird. Warum sollen die nicht ihrem Vergnügen nachgehen dürfen? Wenn Sie Christ sind, werden Sie vielleicht finden, es schade den Leuten nicht, wenn sie mal darüber nachdenken würden, dass Jesus gekreuzigt wurde? Das tun sie aber nicht.
Der Karfreitag ist sowieso in Auflösung begriffen: Im Fernsehen laufen Komödien wie die „Zweiohrhasen“. Wenn man konsequent wäre, müsste man mal für einen Tag das Fernsehen mal ganz abschalten, was überhaupt gut täte. Aber das traut sich keiner. Bundeskanzler Schmidt hat ja einmal gewagt, einen solchen Versuch zu unternehmen, ist aber gescheitert.