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Das christliche Menschenbild der Union

Beim Wahlkampfauftakt der Union sagte die Kanzlerin, ihr Nachfolge-Kandidat stehe für das christliche Menschenbild der Union.
Das steht allerdings auf wackeligen Füßen, denn die Kanzlerin sagte zu Beginn ihrer Karriere etwas, was sie heute sicherlich nicht mehr wahr haben will, nämlich sie könne sich schon vorstellen, dass die CDU das „C“ aufgeben könnte, wenn die Christen einmal nicht mehr die Mehrheit in Deutschland wären. Davon würde sie sich heute sicherlich angesichts der Ausbreitung des Islams distanzieren.

Aber wie sieht denn das christliche Menschenbild der Union aus?
Zunehmendes Armutsrisiko,
zunehmende Kinderarmut und Altersarmut,
zunehmende Tafelbesucher,
zunehmende prekäre Arbeitsverhältnisse und Zweitjobs,
schuften bis ans Grab,
Mieten, die vielen weniger als das Existenzminimum belassen…
mehr hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/

Übrigens zieht das christliche Menschenbild auch nicht mehr so recht seit den Missbrauchsfällen oder seit der Aufdeckung, dass der für die Armen gesammelte Peterspfennig in britische Immobilien gesteckt wurde. Und wie die Kirche mit ihrem Geld umgeht, ist auch nicht gerade vorbildlich:

Kirchensteuer

Kinderschutzbund, Familienverband, Mieterverein, VdK, Rentner, Tafelbesucher… Rafft euch endlich auf! Das ist eure Stunde.


Wir leben in einer Schreihalsdemokratie. Wer nicht über eine einflussreiche Lobby verfügt, muss auf die Straße gehen, um seine Interessen wahr zu nehmen. Sonst rührt sich nichts bei unserer Politik.
Die Entrechteten unserer Politik, die sich beispielsweise ihr Existenzminimum erst beim Bundesverfassungsgericht erstreiten mussten, sind den Politikern ziemlich egal, weil diese Menschen aufgegeben haben: Sie gehen kaum zur Wahl, weil sie meinen, dass sich sowieso nichts ändert. Deshalb werden sie von der Politik zu wenig beachtet.
Das muss sich ändern. Deshalb sollten sich die Organisationen, die die Rechte von den Armen wahrnehmen, zusammen tun und gerade jetzt vor der Wahl eine machtvolle Demonstration veranstalten. Es geht doch nicht an, dass die Kinderarmut ständig steigt und dass dadurch die Chancen der armen Kinder schlechter sind. Wollen die Alten hinnehmen, dass ihre Rente nicht mehr sicher ist? Und wollen die Tafelbesucher nicht auch ein auskömmliches Leben führen?
Ja, es läuft vieles schief in unserem Staat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/
Leisten Sie mit einer machtvollen gemeinsamen Demonstration einen Beitrag dafür, dass sich jedenfalls insoweit etwas ändert!

Ihr Grünen: so geht’s!

Nicht nur mir liegt etwas daran, dass sich in Deutschland etwas ändert. Deshalb hört man von den Parteien unisono das Wort „Aufbruch“. „Unisono“ – das stimmt nicht ganz, denn Söder „brät natürlich seine Extrawurst“. Er gibt sich pseudo-fortschrittlich und spricht von einem „Wakeup-Call“. Ich glaube, das bringt genau so wenig, wie es gebracht hat, dass man gerade eine Versager-Mannschaft „Task-Force“ genannt hat. Ich habe hier ja schon öfter Beiträge unter dem Titel „Deutschland erwache“ geschrieben, aber so etwas trauen sich Politiker nicht zu sagen, weil es nach Nazis klingt, obwohl der Ausruf von Tucholsky stammt.
Kurzum: „Aufbruch“ in allen Variationen bringt nichts, sondern muss mit Inhalt gefüllt werden. Und da unterscheiden sich die Parteien wenig: Alle sind natürlich für den Schutz von Klima und Umwelt, für Fortschritt bei der Bildung und Digitalisierung, …
Da muss also ein Einfall her, bzw. ein einprägsames Schlagwort. Ich würde wählen:

„Schluss mit dem Merkelismus!“

Es ist gut, wenn man die Missstände in diesem Staat an einem Schlagwort fest macht. Was das Wort Merkelismus bedeutet, können Sie hier googeln oder mal beispielsweise hier schauen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/

Und dann würde ich die Antworten auf brennende Fragen geben, die Laschet nicht gegeben hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/15/cdu-csu-nur-so-gehts-aus-dem-tal-der-traenen/
Für die Mehrheit der Bürger ist ja das, was die Politiker so erzählen, ganz nett, aber es trifft zu wenig das, was der Mehrheit unter den Nägeln brennt: Eine Allein-Erziehende, einen Leih- oder Zeitarbeiter oder einen Aufstocker, eine Tafelbesucherin, überforderte Mieter und viele andere interessiert das übliche Blabla wenig. Sie wollen wissen, wie die schwer gestörte Sozialstruktur in Deutschland wieder hergestellt werden kann. Sie ist eine viel größere Gefahr für die Demokratie als die von rechts und links, denn sie ist die Ursache dafür, dass immer mehr Menschen immer aufsässiger demonstrieren. Und diese Demonstrationen könnten einmal unbeherrschbar werden wie kürzlich beinahe in den USA am Capitol. Das ist die eine Seite der Gefahr. Die andere ist die ständig wachsende Vermögensanhäufung in den Händen weniger. Immer öfter bestimmen diese Leute und nicht die Regierung, was zu geschehen hat.

Schlimme Nachricht: Darf so etwas ein?

Das ist ja ganz unglaublich, was man gestern in den Nachrichten hörte: Die Corona-Pandemie hat viele New Yorker so arm gemacht, dass jeder 4. von den Tafeln ernährt werden muss. Und immer mehr Menschen werden aus ihren Wohnungen hinaus geworfen, weil sie die Miete nicht mehr aufbringen können.
Manchmal frage ich mich, ob uns die USA nur voraus gegangen sind und wir auch dort landen. Auch bei uns steigt die Zahl der Tafelbesucher ständig: Derzeit werden 1,65 Menschen dort ernährt:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/08/deutschland-stuerzt-ab-11/
Was für eine Misswirtschaft! Da fliegen die Menschen zum Mond, sind aber unfähig, den Bürgern ein Einkommen zuzubilligen, das ihnen eine ausreichende Ernährung sichert. Und keiner regt sich auf, solange er nicht dazu gehört.

Die neuen Unworte: „systemrelevant“ und „Aufschwung“

Im Zuge der Corona-Krise hören wir dauernd das Wort „systemrelevant“. Doch was ist das eigentlich für ein System, das mit diesem Wort gemeint ist? Zunächst einmal ist damit unsere Wirtschaft gemeint und und das System, nach dem sie arbeitet. Es nennt sich soziale Marktwirtschaft müsste aber richtig heißen: Herrschaft der Blutsauger:

> Mit unserer Wirtschaft stimmt etwas nicht:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/03/31/mit-unserer-wirtschaft-stimmt-etwas-nicht/
> Sie ist ein System, das sogar in der Corona-Krise die Reichen immer reicher macht:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/06/05/corona-bringt-die-schaebigen-prinzipien-der-politik-ans-licht/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/10/07/so-nicht-herr-altmaier/
>  So klafft die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander.
> Die Kinderarmut nimmt ständig zu:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/02/19/deutschland-stuerzt-ab-15/
> Ebenso die Altersarmut. Wie anders ist es da in Österreich:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/26/fridays-gegen-altersarmut/
> Und der Zulauf bei den Tafeln wächst ständig in unserem reichen Land:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/08/deutschland-stuerzt-ab-11/
Das sind nur einige Erscheinungen des Systems, in dem die Rettung der Unternehmen angeblich nach Relevanz erfolgen soll. Richtig müsste es statt „nach Relevanz“ wohl heißen „nach Lobby“. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Lufthansa 9 Milliarden erhält, die Künstler aber am Hungertuch nagen. Wenn es gerecht zuginge, müsste die Unterstützung der Branchen nach Erfolgsaussicht (da sähe es schlecht aus bei der Lufthansa) und nach der Zahl der Beschäftigten erfolgen. Weil das alles nicht so ist, wie es sein soll, ist für mich das Wort „systemrelevant“ ein Unwort, das ich nicht mehr hören kann.

Ähnlich verhält es sich mit dem verlogenen Wort „Aufschwung“, das mir genau so zuwider ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/10/01/zitat-zum-tag-was-heisst-eigentlich-aufschwung/
https://autorenseite.wordpress.com/2020/06/14/der-dauernde-aufschwung-der-nichts-bringt/

Deutschland stürzt ab

Nun muss ich schon wieder zu meiner Serie „Deutschland stürzt ab“ etwas nachtragen:
In der gestrigen Tagesschau kamen drei Meldungen, die uns zeigten, wie es mit uns abwärts geht:
> Der Mangel an Medikamenten hat inzwischen ein erschreckendes Ausmaß erreicht. Und was genau so schlimm ist: Pharmazeutische Forschungen, die notwendig wären, unterbleiben aus Rentabilitätsgründen.
> Der Mittelstand klagt: Seine Erwartungen für die Zukunft sind so schlecht, wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr.
> Aber das Schlimmste ist, dass in unserem reichen Land 1,65 Millionen Menschen auf die Tafeln angewiesen sind. Das sind 10% mehr als letztes Jahr. Vielleicht sollte sich die Kanzlerin dort einmal umschauen:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/03/warum-das-wir-nicht-mehr-funktioniert/
Als alter Mann frage ich mich: Wieso hat es in der Nachkriegszeit keine Tafeln gegeben und keine Menschen, die von ihrer Hände Arbeit nicht leben konnten (Aufstocker)?
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/

Sehen Sie das auch so? Früher war alles besser

Ja, ich weiß schon, was viele denken: Da ist wieder einer der ewigen Meckerer und Vorgestrigen am Werk, die keine Ahnung haben und immer davon reden, dass früher alles besser war. Aber sehen Sie das nicht auch:
> Engpässe bei Medikamenten hat es früher nicht gegeben. Das kann lebensgefährlich sein.
> Im Krankenhaus erwarten uns heute: mangelnde Hygiene,
unnötige Operationen, zu wenig Plätze in der Notaufnahme und Intensivstation und zu wenig Personal. Deswegen sterben bei uns Menschen!
> Heute häufen sich überflüssige Operationen. Die Geldgier hat die Ethik verdrängt.
> Noch schlimmer geht es in den Altenheimen zu. Dort fehlt Personal, so dass schon
Altenheime schließen mussten. Bei uns müssen die Pflegekräfte doppelt so viele Alte betreuen wie in den Nachbarländern. Der Personalmangel ist zum Hauptproblem in der Altenpflege geworden:17.000 Stellen in den rund 13.500 Pflegeeinrichtungen können derzeit nicht besetzt werden. In der ambulanten Altenpflege sind weitere 21.000 Stellen noch offen.
> Die Leistungen der Krankenkassen wurden immer mehr reduziert.
> In den Schulen fehlen Lehrer, so dass man Quereinsteiger braucht.
> Gewalt an den Schulen war früher noch kein Problem und das Wort „Mobbing“ gab es noch nicht.
> Auch das Wort „Umwelt“ habe ich früher nie gehört.
> Die deutschen Universitäten standen einmal an der Spitze und viele Ausländer kamen deshalb zum Studium hierher. Heute bemühen sich diese jungen Leute um einen Studienplatz in den USA.
> Die deutschen Erzeugnisse wurden wegen ihres technischen Fortschritts in aller Welt gern gekauft. Heute müssen wir billig verkaufen und der amerikanische Präsident wirft uns nicht zu Unrecht vor, wir würden unsere Autos zu Dumpimglöhnen produzieren (gemeint sind unsere prekären Arbeitsverhältnisse).
> Die Buchstaben „Bio“ verwandte man nur im Zusammenhang mit Biologieunterricht bzw. Wissenschaft.
> Arten-, Insekten- oder Bienensterben gab es nicht.
> Massentierhaltung gab es auch noch nicht.
> „Umwelt“ war noch kein Thema. Über Abgase, CO2, Klimaerwärmung, oder Ozonloch sprach man noch nicht, weil man keinen Anlass dazu hatte.
> Das Grundwasser war noch sauber.
> Das Wort Glyphosat kannte man noch nicht.
> Die Kühe hatten noch Hörner und grasten auf den Wiesen.
> Brillenträger oder Pillenschlucker unter Kindern waren bedauernswerte Ausnahmen.
> Die Armen werden nun immer mehr. Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander.
> Durch die Nullzinspolitik werden heutzutage die Sparer und Alten enteignet zugunsten der Industrie, die dadurch Kredite fast zum Nulltarif bekommt.
> Es gab noch echte Bankiers, die ihre Kunden fair berieten und die heute von Bankern abgelöst wurden, die nur den Profit ihres Unternehmens im Auge haben.
> Der Staat hatte einmal keine Schulden, sondern Rücklagen in einem „Juliusturm“ (so benannt nach dem damaligen Finanzminister).
> Die Unternehmen trugen einmal die überwiegende Steuerlast, aber heute bekommen sie Milliarden-Subventionen. Nun wird der Staat überwiegend von den Bürgern über die Einkommenssteuer finanziert.
> Es gab noch keine Globalisierung mit der Folge, dass die deutschen Arbeitnehmerlöhne von ausländischen Hungerlöhnen gedrückt werden und die deutschen Bauern Konkurrenten in aller Welt bekommen haben, die unter ganz anderen Bedingungen arbeiten können.
> Polizeibeamte waren Respektspersonen und nicht Ziel von Steinwürfen und Molotow-Cocktails.
> Gewalt gegen Schiedsrichter, Sanitäter usw. gab es noch nicht. Heute brauchen sogar Kliniken ein Sicherheitspersonal.
> Nach dem Krieg kamen Gastarbeiter zu uns und keine Flüchtlinge.
> Während früher beispielsweise ein Handwerker seine Familie allein ernähren konnte, müssen nun beide Eheleute arbeiten.
> Die prekären Arbeitsverhältnisse werden immer mehr.
> Das hat es früher nicht gegeben, nämlich dass Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht leben konnten und „aufstocken“ mussten.
> Es gab keinen Klimawandel.
> Die Luft war sauber.
> Man lebte ohne Plastik.
> Man hatte Sinn für Anstand und Ordnung und warf daher keine Abfälle auf den Boden.
> Chemie in den Nahrungsmitteln gab es fast nicht.

> Eine Wohnung in den Großstädten ist für Normalverdiener unerschwinglich geworden. Die meisten müssen in den Speckgürtel der Städte ziehen.
> Das Einkommen des Mannes reichte aus, um eine Familie zu ernähren. Heute müssen meist beide Eheleute arbeiten, weil einer die Miete verdienen muss.
> Früher waren die meisten Frauen mit ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter voll beschäftigt und zufrieden.
> Die durchschnittlichen Fahrten zum Arbeitsplatz verlängern sich von Jahr zu Jahr. Wie viel Zeit des Lebens wird dadurch verschwendet!
> Im Alter erwarten jeden 5. Bürger Altersarmut. Die Zahl steigt ständig.
> Die Zahl der Tafelbesucher steigt ebenfalls.
> Die Zahl der Wohnungslosen ist allein im letzten Jahr um 4% gestiegen.
> Es gab früher noch das „Wir“ und nicht die Spaltung in „die da oben“ und die „Menschen draußen im Lande“.
> Es gab noch keine Protestwähler, weil die Demokratie noch nicht so kaputt war.
> Man stellte einmal Qualitätsprodukte „made in Germany“ her. Heute baut man oft Sollbruchstellen ein.
> Die Zahl der Suizide steigt.
> Wir steuern auf eine Rezession zu. Trotzdem werden die finanziellen Forderungen der Oppositionsparteien immer größer.
Und da frage ich mich immer: Wie haben wir damals nur so leben können, als die Welt noch in Ordnung war?
Das Seltsame am Ganzen ist, dass sich die Menschen laut Umfragen angeblich glücklich fühlen. Wer hat ihnen das eingeredet? Oder mögen sie es nur nicht zugeben, dass sie nicht glücklich sind, weil sie sonst als Versager da stehen würden?

 

 

 

Wir gewöhnen uns an alles – dank Merkel


Die Kanzlerin betreibt eine Politik der sanften Gewöhnung des Volkes an den Abstieg. Wo wir hinschauen, geht es bergab.
Gerade werden wir damit konfrontiert, dass es bei allen möglichen Medikamenten Engpässe gibt, sogar bei lebensrettenden. In den Salzburger
Nachrichten lesen wir, dass bei einem einzigen Pharmahersteller fast 1000 Medikamente nicht lieferbar waren:
https://www.sn.at/panorama/oesterreich/apotheker-fuer-versachlichung-der-debatte-um-lieferengpaesse-77865649
Bei uns müssen Menschen sterben, weil die Notaufnahmen und Intensivstationen aus Kostenersparnisgründen immer weniger und kleiner werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/26/schlimme-nachricht-2/
Und doie Palliativ-Medizin können wir uns auch nicht mehr recht leisten:
https://ostblog.wordpress.com/2019/10/18/bis-zur-bahre/
Das nehmen die Bürger hin mit stoischer Gelassenheit: Ist eben Kismet (solange sie nicht selbst dran sind).
Daneben fällt es gar nicht besonders ins Gewicht, dass unsere Sparguthaben langsam durch Inflation und Nullzinspolitik enteignet werden – ist ja nur Geld!
Dass die Armen immer mehr werden und die Tafeln immer mehr Zulauf haben, hindert die Bürger nicht, Parteien zu wählen, die „christlich“ und „sozial“ in ihrem Namen tragen.
Und wenn die Reichen und Unternehmer ihre Einkünfte ständig gewaltig steigern können, freuen sich die Arbeitnehmer schon, wenn sie einen kleinen Inflationsausgleich erstreiken können.
Wenn man den Umfragen glauben kann, fühlt sich das Volk trotzdem dank Merkel wohl und die Kanzlerin erzielt die höchsten Sympathiewerte bei den Umfragen.
Nur ein paar Quertreiber wie ich rufen hier öfter auf: „Deutschland erwach
e!“ und fordern eine radikal-soziale Partei. Das einzige, was passiert, ist, dass die AfD immer stärker wird trotz aller organisierten Aufmärsche und aller Vorwürfe, die sogar in Schuldzuweisungen an Morden gipfeln.

Wie das „Wir“ in Deutschland kaputt gemacht wurde


Wenn man so alt ist wie ich, sieht man die Welt nicht so statisch, wie es vielleicht die jungen Leute tun. Sondern man sieht, das, was ich in meinen Aphorismen so beschrieben habe:

Heraklit sagte: „Panta rhei“, was soviel bedeutet wie: „Alles fließt bzw. ist im Fluss“. Heute kann man feststellen: „Alles fließt immer schneller.“

Ich habe die Nachkriegszeit miterlebt. Was für eine mitreißende Aufbruchsstimmung herrschte damals, die im Wirtschaftswunder ihren Höhepunkt fand! Ich arbeitete damals in einer Schreinerei, die von Bomben zerstört war. Der Besitzer und seine Arbeiter klopften in den Trümmern die Steine sauber und bauten alles wieder auf. Man war per „du“ und freute sich darüber, das Wirtschaftswunder zu erleben. Da fiel für alle genügend ab.
Aber dann kam die nächste Generation und alles war anders.
Vorbei war der kameradschaftliche Zusammenhalt von einst. Der nachfolgende Chef sahnte als Firmenbesitzer ab und gönnte seinen Arbeitern gerade so viel, wie die Gewerkschaften für sie erstritten. Und so ist es bis heute geblieben.
Ja, eine neue Krankheit ist ausgebrochen: die Geldgier. Die Einkommensschere zwischen Arbeiter und Chef ist in den 60ern 1:16 gewesen, heute verdient ein Dax-Vorstand im Mittel 71 Mal so viel wie die Beschäftigten seines Unternehmens im Durchschnitt, Postchef Frank Appel bezog sogar das 232-fache. Der Soziologe Nikolaus Dimmel spricht sogar von einem Missverhältnis 1:432.
Wie anders war das früher: Mein Großvater war so reich, dass Krupp bei ihm zum Betteln ging. Er opferte im 1. Weltkrieg sein ganzes Vermögen dem Staat:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/02/macht-geld-krank/
Wer würde heute noch so hinter dem Staat stehen?
Und wen interessiert heutzutage schon das Schicksal derer, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen? Wir sind eine gespaltene Gesellschaft geworden.
Haben Sie schon mal gelesen, dass einer unserer Spitzenmanager von seinen vielen Millionen nur eine einzige Tafel unterstützt hätte? Nein das ist Arbeit von bewundernswerten Frauen, die Lebensmittel überall zusammen betteln müssen. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Es gab doch tatsächlich einen Spitzenverdiener mit einem Einkommen von mindestens 40 Millionen im Jahr, der doch tatsächlich1 Million für wohltätige Zwecke opferte und dafür fast wie ein Heiliger verehrt wurde.
Wir sind halt heutzutage nicht mehr ein“Wir“, sondern „die da oben“ einerseits und andererseits die „draußen im Lande“, wie man uns im Bundestag bezeichnet.

Schlimme Nachrichten: Was ist nur mit der Menschheit los?

Hier ein Sammelsurium der letzten Meldungen, die ich gerade gehört und gelesen habe:
>
Großbritannien ist das fünftreichste Land der Welt – doch 14 Millionen Einwohner
gelten als arm.
Viele hungern in diesem reichen Land. Binnen 10 Jahren stieg die Zahl der Tafeln von 29 auf über 20000.
> In London gab es allein zwischen November 2016 und April 2017 mehr als 400 Angriffe mit Säure, die den Opfern ins Gesicht gegossen wird.
> London ist die Hauptstadt der Messerstecher geworden: Im vergangenen Jahr wurden allein in England und Wales 285 Menschen erstochen. Die Vergewaltigungen haben dort binnen 5 Jahren um 20 % zugenommen.

Auch bei uns sieht es nicht gerade nach Menschlichkeit aus:
>
In der DDR gab es 17 Kurkliniken für Schwangere, nun wurde die letzte geschlossen.
> In Essen wurde ein Bademeister von aggressiven Männern angegriffen. Solche Fälle häufen sich. Auch Sanitäter oder Schiedsrichter leben inzwischen gefährlich.
>
In Dresden haben Unbekannte Nadeln in die Sitzpolster der Bahn gesteckt.
>
In NRW musste die Polizei in einer Woche 40 Mal bei Hochzeiten einschreiten. In 7 Fällen wurden Schüsse gemeldet.

Was ist los in diesem Land?