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Missbrauch: Die andere Seite der Kirche

Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Katholischen Kirche ist eine einzige Katastrophe. Immer mehr Menschen fragen sich: Kann das die Kirche Gottes sein, wo so etwas geschieht?
Wir hören zu wenig darüber, was die Kirche getan hat, um solchen Entgleisungen ihres Personals entgegen zu wirken. Deshalb will ich hier einen Missbrauchsfall schildern, der anders verlaufen ist, weil er eine schwere kirchliche Strafe nach sich gezogen hätte:

Ein Ordenspriester stand vor Gericht. Er hatte Mädchen betatscht, um sich zu „überzeugen, wie schön ihnen der Liebe Gott einen Busen wachsen lässt.“ Der Fall kam auf und der Mann zeigte sich reuig. Er bat um eine Freiheitsstrafe von mindestens 8 Jahren. Auf die Frage des Vorsitzenden, wie er denn zu diesem Strafmaß gekommen sei, sagte er, ihm sei von seinem Orden ein 8-jähriger Aufenthalt in einem Sühnekloster angedroht worden, auf den die weltliche Strafe angerechnet würde; und wer wisse, wie es in einem Sühnekloster zugehe, würde gerne einen längeren Gefängnisaufenthalt in Kauf nehmen.

Werden unsere Polizisten der Meute „zum Fraß vorgeworfen“?

Ich finde es ganz unglaublich, wie sich unser Staat gegenüber gewalttätigen Demonstranten verhält. Er tut nichts, um seine Polizisten besser zu schützen. Warum gibt es keinen eigenen strengen Straftatbestand für diejenigen, die Flaschen, Molotowcocktails und Ähnliches werfen? (z.B: „… mindestens 6 Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung“? Oder noch strenger?)

Und was ich weiter vermisse, sind die Berichte im Fernsehen und in den anderen Medien über Verurteilungen gewalttätiger Demonstranten. Die könnten doch eine gewisse abschreckende Wirkung haben. Durch das Schweigen der Medien entsteht der Eindruck, als ob solche Taten ohne Folgen bleiben. Im allgemeinen herrscht ja sowieso die Mentalität: „Beim ersten Mal gibt’s auf jeden Fall Bewährung. Also können wir uns leisten, was wir wollen.“

Das blöde Fahrverbot

Jetzt streitet man wieder: Sollen die Raser strenger bestraft werden oder ist doch etwas mehr Nachsicht angebracht?
Was mich am Fahrverbot stört, ist die pauschale Betrachtung dieser „Strafe“: Für den schlichten Betrachter ist jeder ein Raser, der mehr als 20 km/h zu schnell fährt. Aber seien Sie mal ehrlich: Ist es Ihnen vielleicht nicht doch schon mal so gegangen, dass Sie auf einer innerörtlichen freien Straße irrtümlich gemeint haben, schon außerhalb einer Ortschaft zu sein? Deshalb ist man noch kein Raser, sondern ein fehleranfälliger Mensch.
Das Üble an den Geschwindigkeitskontrollen ist ja, dass sie nicht an Gefahrenstellen stattfinden, sondern dort, wo das langsame Fahren eigentlich als unangebracht empfunden wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/04/abkassieren-der-raser-wann-muss-scheuer-endlich-gehen/
Schon deshalb sollte immer die Schwere der Geschwindigkeitsüberschreitung abgewogen werden, bevor ein Fahrverbot verhängt wird.
Und es sollte weiter abgewogen werden, wie hart das Fahrverbot den Betroffenen trifft: Für den LKW-Fahrer kann es den Jobverlust bedeuten, für den Rentner aber nur, dass er das Steuer seiner Frau überlässt.
Schließlich verpufft bei vielen die Wirkung des Fahrverbots, weil zu wenig kontrolliert wird: Ich bin in 6 Jahrzehnten erst einmal nach dem Führerschein gefragt worden.

Mich wundert, dass – soweit ersichtlich – noch niemand nach der Verfassungsmäßigkeit des Fahrverbots gefragt hat. Eine so schwerwiegende Ahndung einer Geschwindigkeitsüberschreitung ist doch eigentlich als echte Strafe anzusehen und deren Verhängung sollte doch in einem Rechtsstaat in die Hand eines Richters bzw. einer Richterin gehören.

Warnung: Coronaregel-Verstoß kann teuer werden

Gerade lasen wir, dass von einer Gaststätte in Leer eine Corona-Infektionswelle ausging und dass gegen den Besitzer ein Ordnungsgeld verhängt werden soll. Das wird sich wohl in Grenzen halten. Was aber zu bedenken ist, ist dies: Wenn jemand einen anderen ansteckt und dieser stirbt, so kann dies durchaus als fahrlässige Tötung bestraft werden.
Auch teuer kann es werden, wenn jemand allein deshalb unter Quarantäne gestellt wird, weil er Kontakt zu einer Person hatte, die durch einen Verstoß gegen Corona-Regeln schuldhaft infiziert wurde. Dann kann der Verursacher durchaus für einen beträchtlichen Verdienstausfall haften.
Dass also ein Missachten der Coronaregeln zu hohen Schadensersatzforderungen führen kann, sollte doch von den Politikern auch einmal erwähnt werden. Nun wird mancher vielleicht einwenden, die Gefahr, Schadensersatz leisten zu müssen, sei gleich Null, weil sich die Infektionskette kaum sicher nachweisen lasse. Allerdings gibt es bei Gericht den „Beweis des ersten Anscheins“. Und wie der sich auswirken kann, hat der Fall Glyphosat gezeigt. Da hat sich Die Herstellerin natürlich auch darauf berufen, die Krebserkrankungen der Kläger könnten ja auch andere Ursachen haben. Es hat aber nichts genützt und die Firma muss gewaltige Summen an Schadensersatz leisten.

Zum Sonntag: Corona und der Liebe Gott


Wenn etwas Schlimmes passiert wie ein Tsunami, Erdbeben, Entgleisung eines Pilgerzugs oder nun der Ausbruch der Corona-Grippe, dann fragen sich die gläubigen Christen: Wie kann Gott so etwas zulassen? Und da erhalten sie von den Predigern verschiedene Antworten. Am ehrlichsten ist es wohl, wenn ein Pfarrer sagt, das sei eben „Gottes unerforschlicher Ratschluss“.
Andere sehen in solchen Ereignissen eine Strafe für menschliche Sünden. Aber kann das sein, wo doch Gott seinen eigenen Sohn geopfert haben soll, um diese Sünden zu sühnen?
Wieder andere schreiben Katastrophen dem Teufel zu. Aber auch da stellt sich die Frage, warum Gott, der ja allmächtig sein soll, zulässt, dass der Teufel so etwas tut. Weil es still geworden ist bezüglich des Wirkens des Teufels, fragte einmal jemand Papst Benedikt XVI, ob es denn den Teufel überhaupt gäbe. Und er antwortete, natürlich gebe es den Satan und er habe manchmal den Eindruck, der sei stärker als Gott. Und so ließe sich Corona einfach erklären
Aber am allereinfachsten haben es die Atheisten bei der Erklärung von Katastrophen: Die seien eben ein Beweis dafür, dass es keinen Gott gebe, denn der würde so etwas nie tun.

Und wenn Sie auch über solche Fragen nachdenken, bewegen Sie sich vielleicht in einer aus der Sicht Ihrer Kirche oder Sekte im Bereich einer „Verbotenen Zone„.

 

 

Alles was recht ist!

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Es gab eine Zeit, da war die Homosexualität strafbar. Die Strafen fielen oft milde aus, weil die Richter sagten: “ Die sind halt so, aber es darf nicht sein.“
Nun schlägt das LGBT-Imperium zurück:
In den USA hat ein junger Mann eine regenbogenfarbige Fahne vom Kirchturm herunter geholt und verbrannt. Er wurde deswegen zu unglaublichen 16 (!) Jahren und einem Monat Freiheitsstrafe verurteilt (Wie haben die Richter eigentlich diesen zusätzlichen Monat berechnet?).
Da sieht man, dass die Amis anders sind als wir. Bei uns bekäme der junge Mann mit Sicherheit eine kleine Bewährungsstrafe. Man hätte Verständnis für ihn, weil es ja in der Bibel heißt: „Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, so haben beide einen Gräuel verübt; sie sollen gewiss getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.“ (3. Mo 20,13). Da ist es natürlich in den Augen bibeltreuer Christen eine Sünde, wenn eine lesbische Pfarrerin eine Regenbogenfahne am Kirchturm aufhängt. Solche Christen fühlen sich verpflichtet, gegen eine solche Tat, die in ihren Augen Frevel ist, einzuschreiten. Und die Richter würden sagen: “ Die sind halt so, aber es darf nicht sein.“

America first!


In mancherlei Hinsicht stimmt dieser Ausspruch. Das sehen wir jetzt bei der unterschiedlichen Behandlung der Dieselaffäre. Gerade hat Richter Sean Cox beim ersten Urteil gegen einen VW-Mitarbeiter im Abgas-Skandal keine Gnade gekannt und ist deutlich über die Forderungen der Strafverfolger hinaus gegangen. Der Konzerningenieur James Liang muss für 40 Monate in Haft und 200.000 Dollar Strafe zahlen. Und was ist inzwischen bei uns geschehen? Ein bisschen Software-Update ist bisher heraus gekommen, wobei sich die Experten einig sind, dass dies zu wenig bringt.
Schon mal haben die USA Europa erschreckt: Sie haben es doch tatsächlich gewagt, 14 Funktionären und Managern des internationalen Fußballs organisiertes Verbrechen und Korruption vorzuwerfen. Die Beschuldigten sollen seit Anfang der 1990er Jahre Schmiergelder von mehr als 150 Millionen Dollar von Vermarktern für die Vergabe von Fußballturnieren erhalten haben. 7 Haftbefehle wurden erlassen.
Und wie war es bei der Bankenkrise? Schauen Sie sich mal diese Liste an:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_h%C3%B6chsten_Strafen_gegen_Banken
Die Strafen lauten hauptsächlich auf Dollar, wurden also in den USA verhängt. Rechnet man die Milliardenstrafen wegen der Dieselaffäre hinzu, so ergibt sich. dass wir ausbluten und die USA kassieren.

Diplomaten unantastbar?

Der Tod eines Radlers, der von einem arabischen Diplomaten verschuldet wurde, wirft doch einige Fragen auf: Wahrscheinlich wird Saudi-Arabien den Mann zurück beordern. Was wir aber von einem Staat, zu dem wir doch einigermaßen gute Beziehungen unterhalten, erwarten müssten, wäre eine Bestrafung des Diplomaten in seinem Heimatland. Und schon jetzt sollte Saudi-Arabien den empörten Bundesbürgern mitteilen, dass selbstverständlich ein Strafverfahren eingeleitet wird.

Raserurteil: Fiat Justitia?

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Fiat Justitia! Zu deutsch: Es geschehe Gerechtigkeit! Aber wenn man das letzte „Raserurteil“ überdenkt, fragt man sich doch, ob der lateinische Spruch nicht so lauten müsste: Fiat Iniuria (Unrecht)! Das Urteil wirft doch einige Fragen auf.
Das passt doch alles überhaupt nicht zusammen: Ein Raser soll genau so hart bestraft werden wie ein Sexualverbrecher, der sein Opfer bestialisch ermordet? Dabei hat der Raser doch gar nicht gezielt gemordet, sondern nur den Tod anderer „billigend in Kauf genommen“.
Noch weniger passt zusammen, dass ein früherer Raser mit einer 9-monatigen Strafe auf Bewährung davon gekommen ist, mag auch die Fallgestaltung etwas anders gelegen haben.
Gänzlich unverständlich ist, dass die bloße Abhaltung eines Rennens ohne Opfer eine bloße Ordnungswidrigkeit ist. Das müsste doch längst geändert werden. Und auch der Mordparagraph soll schon seit ewigen Zeiten neu gefasst werden. Auch Justizminister Maas hat dies wieder versprochen. Warum geschieht das nicht?
Was den Mordparagraphen anbetrifft, erinnere ich mich an einen Fall, in dem eine Bäuerin ihren schlafenden Mann mit der Axt erschlagen hatte. Das Gericht erließ einen Haftbefehl wegen Mordes, weil die Tat heimtückisch war. Die dreiste Täterin schrieb daraufhin an das Gericht: „Etwas Blöderes habe ich noch nicht gelesen. Hätte ich meinen Mann vielleicht vorher aufwecken sollen?
Übrigens stammt das Titelbild von meinem Buch „Adieu Justitia“.

Sorgen um VW

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Ich habe mir ja schon früher Sorgen um VW gemacht und befürchtet, dass auch andere Staaten bi den Strafen so zulangen könnten wie die USA. Und nun sehen wir, wie recht ich hatte:

Der deutsche Autoriese Volkswagen bekommt in der Abgasaffäre nun auch Druck aus Luxemburg. Das dortige Verkehrsministerium stellte Anzeige wegen des Verdachts auf Betrug