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Schluss mit der deutschen Bravheit!


Wir sind ein Volk von „Gutmenschen“ geworden. Diese unterscheiden sich ganz wesentlich von guten Menschen. Der „Gutmensch“ zeichnet sich durch Servilität aus. Zu deutsch: er ist duckmäuserisch und kriecherisch geworden. In voraus eilendem Gehorsam hat er beispielsweise das Wort „Neger“ verboten, das niemals bei uns diffamierend benutzt wurde, denn es gab ja einmal in Deutschland sogar „Negerküsse“ als süße Spezialität. Aber dann kamen die Gutmenschen, die fanden, „Neger“ klinge wie „Nigger“ und müsse daher aus dem Sprachschatz gestrichen werden, und nun traut sich keiner mehr, das Wort zu verwenden
Dasselbe Schicksal wurde dem „Zigeuner“ zuteil, obwohl das Wort eher mit Romantik als mit Verunglimpfung verbunden ist.
Nicht einmal Witze dürfen wir mehr über Minderheiten machen, denn das will uns Grünen-Boss Habeck verbieten:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/03/10/verleihung-des-alten-jammerlappens-an-harbeck/
Oder nehmen wir die Flüchtlingswelle: Die Regierung ließ Massen von Flüchtlingen ohne Kontrollen ins Land, weil sie – wie wir nun erfahren – sonst „schlechte Bilder“ befürchtete.
Dabei wurde in Kauf genommen, dass die Sicherheit der Deutschen gefährdet wurde. Viele haben das mit dem Leben bezahlen müssen. Die Behörden waren bis jetzt nicht in der Lage, Tausende von Hinweisen auf Kriegsverbrecher zu bearbeiten, wie nun offenbar wurde. Der Fall Amri demonstrierte uns deutlich das Versagen der Behörden angesichts der Masse von Fällen. Aber vor lauter Bravheit schloss man bei uns die Augen vor solchen Konsequenzen des damals völlig ungebremsten Zustroms von Flüchtlingen.
Und schließlich zum Stichwort „Bravheit“ noch ein brandheißes Thema, an dem sich nur ein „Bösmensch“ die Finger verbrennt: Wie sollen wir Deutschen mit der Schuld des Nationalsozialismus umgehen? Der erste große Fehler ist der, das wir immer von „unserer“ Schuld reden, obwohl ein Mädchen durchaus nicht ganz unrecht hat, wenn es sagt: „Was geht mich das an, wenn mein Opa Krieg geführt hat?“
Es ist heutzutage kaum davon die Rede, dass das deutsche Volk selbst auch Opfer des Nationalsozialismus geworden ist, denn so eine Ansicht wäre nicht „brav“: Das deutsche Volk wurde betrogen: Es wählte Hitler, weil es in einer Notlage hoffte, dass er für einen Aufschwung sorgen würde. Dass es dann aber so kam, wie es gekommen ist, hat man nicht gewollt.
Wenn man das deutsche Volk von damals und das völlig andere von heute natürlich als eine Einheit betrachtet und wenn man von einer deutschen Schuld spricht, dann fragt sich, wie man damit umgeht. Wiedergutmachung ist das eine. Nicht vergessen! — das ist das andere. Aber was noch?
Holen wir uns Rat bei Psychologen, wie der einzelne sich zu seiner Schuld stellen soll: „Schuldgefühle nützen niemandem. Deshalb befreie dich von deinen Selbstvorwürfen.“
https://www.psychotipps.com/selbsthilfe/schuldgefuehle.html
Auch wir Deutschen sollten daher nicht dauernd im Büßerhemd herum laufen und Dokumentationszentren für die Verbrechen der Wehrmacht bauen oder unsere Städte durch „Stolpersteine“ in Friedhöfe verwandeln. Kein anderes Volk tut so etwas, nicht einmal der Vatikan. Mit solchem Verhalten haben wir den rechten Rand stark gemacht und die Wurzeln für einen neuen Antisemitismus geschaffen.
Wir sollten in die Zukunft blicken und klar sagen, wie diese aussehen soll und was keinesfalls passieren darf. Aber Schluss mit diesem unterwürfigen kreuzbraven Büßertum!

Wie man Rechtsextremismus fördert

Kürzlich wurde in unserer Stadt ein Gedenkstein aufgestellt, der nun nach fast 8 Jahrzehnten an die Vertreibung einer jüdischen Familie erinnert. Und wenn ich dann auf der Autobahn in die Berge fahre, weist mich ein riesiges Schild auf eine Dokumentationszentrum hin, das die Gräueltaten der deutschen Wehrmacht zeigen soll. Und auch in vielen Städten mehren sich die „Stolpersteine“. Man könnte fast von einer „Mode“ des Bekennens sprechen, wenn ein solches Wort dem Thema angemessen wäre. Jedenfalls überbietet man sich nun geradezu  – seltsamerweise nach so langer Zeit – mit solchen Bekenntnissen von Scham und Schuld. Kein anderes Volk konfrontiert sich ständig so mit mit den dunklen Seiten seiner Vergangenheit wie wir Deutschen. Sieht man etwa in den USA Gedenktafeln für die Vernichtung der Indianer oder für den Sklavenhandel? Oder gedenkt etwa die Kirche mit einem Mahnmal auf dem Petersplatz der Hexenverbrennungen? Nein, das waren ja in den Augen der Kirche Verfehlungen einzelner.
Bei uns hingegen scheut man nicht einmal davor zurück, die Geschichte zu fälschen, um die Deutschen in Sippenhaft zu nehmen, indem man ihnen eine Kollektivschuld vorwirft. So wird in einem offiziellen Statistik-Buch behauptet, die Deutschen hätten gewusst, dass die Juden vergast würden. Das wird mit einer Umfrage begründet, bei der die jüngeren Leute dies tatsächlich bejaht hatten. Und dann wurde hinzugefügt, die Alten hätten wohl ihre Schuld verdrängt, wenn sie behaupteten, sie hätten keine Ahnung gehabt. Ich bin 84 Jahre alt, also zu jung, um an der Vergasung schuld zu sein, aber alt genug, um mitbekommen zu haben, wie es damals war: Bis auf die Eingeweihten hat kein Mensch gewusst, was in den KZs geschah. Der normale Deutsche glaubte, die Juden würden genauso interniert wie auch die Angehörigen anderer Fremdstaaten und wie natürlich ebenso die Deutschen im feindlichen Ausland.
Wann endlich traut sich einmal ein Politiker, die Frage zu stellen, ob nicht auch das deutsche Volk ein Opfer der Nazis geworden ist? Das Volk hat einmal in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Not die Nazis gewählt, weil es gemeint hat, es würde dann aufwärts gehen. Und den braven Deutschen wäre nie eingefallen, dass sie von ihrer Regierung belogen würden: Sie haben geglaubt, dass Deutschland  den 2. Weltkrieg nicht begonnen, sondern nur „zurück geschossen“ hat, also sich in einem Verteidigungskrieg befunden hat, in dem übrigens die Kirche die Kanonen geweiht hat. Die Deutschen sind also Opfer eines Betruges geworden. Opfer sind sie auch insoweit, als etwa 6,3 Millionen Deutsche ihr Leben in diesem Krieg verloren haben.
Man stelle sich nun einmal vor, es gäbe Leute, die nun für jedes zivile Opfer der Bombenangriffe auf deutsche Städte, die nach dem Völkerrecht Kriegsverbrechen waren,  ebenfalls Stolpersteine setzen würden. Was wäre dann wohl los? Deutschland wäre gespalten und würde zum Friedhof.
Jedenfalls ist es jetzt schon so, dass wir eine gefährliche Spaltung der Gesellschaft haben: Auf der einen Seite sind die „braven“ Deutschen, die sich teilweise auch selbst schuldig fühlen. Und auf der anderen Seite stehen die Rechtsextremen, die stolz auf ihr „Vaterland“ (neudeutsch: „Heimat“) sind und die finden Krieg ist Krieg, und da haben auch die anderen… Das dürfe man nicht unter den Teppich kehren.
Ich meine daher, man sollte die Vergangenheit ruhen lassen, was nicht heißt, dass man sie vergessen soll. Aber man sollte nicht ständig mit ihren dunklen Seiten konfrontiert werden. Kein Mensch tut dies, kein Volk, nur wir Deutschen. Und alles, was dabei heraus kommt, ist, dass der braune Sumpf immer größer wird.