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Blödsinn der Woche

Mein Senf dazu:

„Sollte die SPD tatsächlich vorhaben, alle Unternehmen mit einer Vermögensteuer zu überziehen, wäre das im Ergebnis ein Konzept, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu ruinieren“, sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU). Dümmer geht’s nimmer: Fianzminister Scholz möchte ein System übernehmen, das in der Schweiz bestens funktioniert, warum nicht bei uns? Einfach lächerlich ist es, wenn Füracker gleich den Standort Deutschland gefährdet sieht.
Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sagt ja dazu: „Fakt ist, dass kaum ein Land Vermögen so gering besteuert wie Deutschland.“
Ich finde es schlimm, wie unsere Regierungen der verschiendensten Couleurs immer zu den Reichen halten, die sowieso schon völlig abgehoben sind: Das war schon einmal so, als der Spitzensteuersatz gesenkt wurde, was niemals rückgängig wird.
Und bei der Erbschaftssteuer blieben die Reichen auch ungeschoren, wenn Sie ihr Vermögen in einem Unternehmen investiert hatten. Man erzählte den Wählern, man wolle die Firmen nicht durch die Erbschaftssteuer ruinieren.
Aber warum hat man es denn nicht so gemacht: Ein Unternehmen wird im Erbfall voll besteuert, aber die Steuerschuld wird so lange gestundet, bis die Firma zu Geld gemacht wird.
Was hat die Geldgier nur aus unserer Republik gemacht?

Spenden für die Kirche? Nein danke!

Wenn man wie ich auf ein langes Leben zurückblickt und sich fragt, was man gut gemacht hat und was man bereut, dann muss ich sagen, dass ich etwas bereue, was in den geldgierigen Augen der Kirche alles andere als eine Sünde ist: Ich habe allein steuerlich betrachtet ca. 1 Jahr ausschließlich für die Kirche gearbeitet und außerdem noch gespendet.
Und nun sehe ich, was die Kirche mit dem Geld so alles anstellt: Da würde ich am liebsten aus der Kirche austreten, wenn es nicht schon zu spät wäre: Wo man hinschaut, werden die mir abgeknöpften Steuergelder, die mir im Leben oft gefehlt haben, missbräuchlich verwendet: Erinnern Sie sich noch, wie Bischof Mixa mit einem Geldkoffer mit 200.000 Euro am Flugplatz erwischt wurde? Aber Näheres haben wir nicht erfahren. Und seine sonstigen Finanztransaktionen waren auch so, dass ich immer noch auf eine Aufklärung warte. Aber dann müsste ich mich wohl noch mehr aufregen, und das ist nicht gut in meinem Alter. Deshalb will ich auch gar nicht daran denken, dass Bischof Schraml einen Alterssitz für eine halbe Million eingerichtet bekommen hat, und das bei seinem exorbitanten Gehalt, das ja auch aus meinen Steuergeldern bezahlt wird.
Wie abgehoben die Führungskräfte der Kirche sind, zeigt sich allein schon in ihren Titeln: Mit „Eminenz“ lassen sich diese Menschen anreden, die doch nur – wie es immer so schön heißt – „“Arbeiter im Weinberg des Herrn““ sind. Auch als Hirten bezeichnen sie sich, wenn auch nicht als schlichte, sondern als „Oberhirten“.
Weil die Kirche nicht weiß, wohin mit dem vielen Geld, verunziert sie alte Klostergärten und Gotteshäuser mit modernen Kunstwerken (Vgl. „Bayern kaputt“). Jahrhunderte lang ließ man ehrfürchtig alles so, wie es war, und erst in unserer Zeit kommt man auf die Idee, auch noch den letzten Freiraum voll zu stellen.
Während irgendwo auf der Welt alle Sekunde ein Mensch verhungert, treibt die Kirche Missbrauch mit meinem Geld.
Bemerkenswert ist, dass ich nicht allein so denke, sondern wenn alte Leute beieinander sitzen und über die Kirche reden, ist der Tenor immer der Gleiche: Kein Geld für die Kirche! Und in den Klingelbeutel gerade nur soviel, dass es scheppert! Über einen bekannten Pfarrer hörte ich, dass er von sehr reichen Leuten, die aus der Kirche ausgetreten sind, Geld in Höhe der Kirchensteuer bekommt, damit sein Orden in einem Entwicklungsland „etwas Vernünftiges damit macht“.
Den jungen Leuten möchte ich den Rat geben: Warten Sie mit ihren Spenden, bis sie alt werden, damit sie nichts zu bereuen haben. Die Kirche hat genug Geld und ist auf ihr Scherflein gar nicht angewiesen. Und wenn Sie das nicht glauben oder widersprechen wollen, lesen Sie doch erst einmal dies: Kirchensteuer.

Freuen Sie sich: Heute ist der Steuerzahler-Gedenktag

Mein Senf dazu: Ab heute gehört das alles Ihnen!

Zum Verständnis des heutigen Freudentags ein Witz vorweg:

Ein Steuerzahler kommt ins Finanzamt und fragt:
„Kann ich bitte zwei Wochen Urlaub haben?“
Darauf antwortet der Finanzbeamte:
„Wieso? Sie sind doch gar nicht hier beschäftigt!“
„Stimmt, aber ich arbeite doch hauptsächlich für Sie.“

Ja, es ist schon so: Bis heute haben Sie nur für die Abgaben an den Staat gearbeitet. Erst ab heute gehört Ihr Einkommen Ihnen ganz allein. Wenn das kein Grund zur Freude ist…

CO2-Steuer-Gutachten – nicht der Weisheit letzter Schluss

Mein Senf dazu:

Die Wirtschaftsweisen haben ihr Gutachten zum CO2-Preis für mehr Klimaschutz übergeben. Ob die darin gemachten Vorschläge etwas bringen, erscheint zweifelhaft. Die Menschen werden weiter heizen müssen, nur eben erheblich teurer. Sicherlich werden manche an ihrem Haus eine Wärmedämmung anbringen oder den Ofen erneuern. Aber auch dies kostet Energie und wird nur allmählich wirken.
Und was die Fahrten zum Arbeitsplatz angeht, wird mehr die Bequemlichkeit als der Preis ausschlaggebend sein: Wer geht schon 10 Minuten zum Bahnhof, wartet 10 Minuten auf den Zug und geht dann 10 Minuten nach Hause, wenn er gleich nach Arbeitsschluss sofort schneller mit dem Auto heim kommt?
Was aber offenbar im Gutachten völlig fehlt, ist die Forderung nach einer Kerosinsteuer. Warum müssen Kreti und Pleti nach Neuseeland billig fliegen, wenn sie nicht einmal ihre Heimat richtig kennen? Die schauen sich die Chinesen an. Was für ein Unsinn, gegen den man offenbar nur deshalb nichts unternimmt, weil die Lobby der Fluggesellschaften zu stark ist.
Sind vielleicht auch die Wirtschaftsweisen ein Opfer der Lobby, wenn sie das Flugbenzin nicht erwähnen? Sie werden wohl ihre Gründe gehabt haben, wenn sie das Thema nicht aufgegriffen haben. Schade; denn steter Tropfen höhlt den Stein.

Ist die Kirchensteuer rechtswidrig?

Die Kirche hat mir den Sonntag verdorben. Im Briefkasten lag der Kirchensteuerbescheid des Katholischen Kirchensteueramts. Und der war genau so,  wie er eigentlich im Verkehr zwischen „Brüdern und Schwestern im Glauben“ nicht ausfallen sollte. Er stammt von einem „Amt“. Bisher dachte ich, dass es Ämter nur bei Staat gibt. Aber der Stil des „Bescheids“ war so, wie er dem früheren obrigkeitsstaatlichen Gebaren entspricht: Keine höfliche Anrede, auch kein Dank im voraus für den beträchtlichen Betrag. Dazu fiel mir den Hl. Hieronymus ein, der sagte:
„Wir brennen wahrlich vor Geldgier!“
Die Kirchensteuer widerspricht nämlich ganz klar dem Kirchenrecht, denn dort heißt es, dass es einem Bischof nur im Falle großen Notstands erlaubt ist, eine außerordentliche und maßvolle Abgabe aufzuerlegen (can 1263). Weil dies so ist, hatten sich schon Papst Johannes Paul II und Bischof Dyba gegen die Kirchensteuer ausgesprochen. Dann hat auch Papst Benedikt Ähnliches von sich gegeben:
„“Die Säkularisierungen – sei es die Enteignung von Kirchengütern, sei es die Streichung von Privilegien oder ähnliches –– bedeuteten jedes Mal eine tiefgreifende Entweltlichung der Kirche, die sich ja dabei gleichsam ihres weltlichen Reichtums entblößt und wieder ganz ihre weltliche Armut annimmt… Die von materiellen und politischen Lasten befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein. Sie kann ihre Berufung zum Dienst der Anbetung Gottes und zum Dienst des Nächsten wieder unbefangener leben. Die missionarische Pflicht, die über der christlichen Anbetung liegt und die ihre Struktur bestimmen sollte, wird deutlicher sichtbar.““
Merkwürdig ist, dass der danalige Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz das Gesagte nicht richtig verstehen will, indem er behauptet, der Papst habe nicht die Abschaffung der Kirchensteuer gemeint. Wer damals glaubte, der Papst würde für eine Klarstellung sorgen, hat sich geirrt. Schade!
Die Kirche sitzt auf so viel Geld, dass sie gar nicht weiß, wohin damit:
Der Kirche gehörte der 1,7 Mrd. schwere Weltbild-Verlag und der soll auch Pornos vertrieben haben. Sogar am Fernsehballett war sie beteiligt.
Die Kirche rechtfertigt die Kirchensteuer damit, dass sie sagt, dadurch würden ihre Verluste durch die Säkularisation ausgeglichen. Nun ist es allerdings so, dass ein großer Teil des Kirchenbesitzes  auf unrechtmäßige Weise erlangt wurde, wie die Konstantinische Schenkung eindrucksvoll vor Augen führt. Heutzutage  hat die Kriminalistik aufgedeckt: Beispielsweise wurde bei den umfangreichen angeblichen Schenkungen Karls des Großen die Unterschrift des Kaisers gefälscht.
Und wenn ich durch meine Kleinstadt gehe, in der, wie die Leute zu sagen pflegen, die Hälfte der Kirche gehört, dann frage ich mich, wie das wohl damals zugegangen ist, als die Kirche zu diesem Besitz kam.
Man dürfte also bei der Ermittlung der Entschädigungssumme für die Säkularisation nur die rechtmäßig erworbenen Güter der Kirche einbeziehen und müsste die Leistungen abziehen, die die Kirche vom Denkmalschutz erhalten hat. Dann würde wohl nichts mehr übrig bleiben. Aber an diese Wahrheit traut sich kein Politiker heran. Das würde nur Ärger geben.
Lesen Sie mehr zur Kirchensteuer hier!

Elster – ein Sch…programm

Ich habe ja schon vor vielen Jahren einen Vorschlag gemacht, wie man die Steuererklärung bei vielen Bürgern praktisch auf Null reduzieren kann:
Man schickt dem Bürger eine ausgefüllte Steuererklärung, in der die vom Finanzamt abgerufenen Daten bereits enthalten sind, und die dann nur noch zu ergänzen ist.:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/31/so-nicht-herr-soeder-2/
Das ist offenbar um Jahre verspätet von der Finanzverwaltung aufgegriffen worden, aber nicht so richtig verwirklicht worden. Stattdessen kann man nun seine vom Finanzamt erhobenen Daten umständlich abrufen. Und wie man sie dann einfügte, war ein weiteres Problem, das die Hilfsseiten gefüllt hat.
Trotzdem habe ich Elster aus zwei Gründen benutzt:
Zunächst einmal möchte ich als alter Mensch auf der Höhe der Zeit sein.
Und dann bemühe ich mich, ein netter Mensch zu sein und will daher dem Finanzamt die Arbeit erleichtern.
Nun staunte ich allerdings, als ich mich mit zwei Computerexperten über das Thema unterhielt: Beide füllten ihre Steuererklärungen mit der Hand aus, „weil das schneller geht.“ Dass es sich bei den erwähnten Personen um echte Experten handelt, kann man im Internet sehen, wo die eine einen Kurs für 600 Euro pro Tag anbietet.
Wenn also solche Leute bei Elster nicht mitmachen, dann kann man doch nur sagen: Das ist ein Sch…programm.

 

 

Warum die Kerninflation für Sie wichtig ist

Kennen Sie die Kerninflation“?
Sicher nicht. Mir war sie auch bisher unbekannt. Sie ist der Maßstab, den die EZB ihrem Handeln zu Grunde legt. Da werden beispielsweise die Preise für Energie und Lebensmitteln weggelassen. Dies sind aber gerade die Preise, die für die Bürger besonders bedeutsam sind. Auf diese Weise erhält man einen Maßstab, der nicht den Verbraucherinteressen entspricht, sondern Geschenke an die Unternehmen ermöglicht: Die EZB kann ihre Nullzinspolitik zu Lasten der Bürger fortsetzen und so den Firmen billigste Kredite ermöglichen. Rücksicht auf die Verbraucher braucht sie nicht zu nehmen, denn die „Kerninflation“ ist ja immer niedrig. So hat der Staat in den letzten 10 Jahren bei den Bürgern die unglaubliche Summe von
368 Milliarden Euro kassiert. Das ist eine gewaltige indirekte Zusatzsteuer, die unsozial ist, weil sie besonders die Alten trifft, deren Ersparnisse so dahin schmelzen, wie hoffentlich bald der Schnee in der Frühjahrssonne.

Im Vergleich dazu: Bund, Länder und Gemeinden erzielten im Jahr 2017 ein Steueraufkommen von 674,6 Milliarden Euro.

So nicht, Herr Söder!

Der verschlafene undankbare Herr Söder

Schon vor 5 Jahren habe ich in meinem Blog (und auch an das bayerische Finanzministerium) geschrieben, dass der Staat die Bürger mit den Steuererklärungen schikaniert. Und ich habe vorgeschlagen, dass das Finanzamt dem Bürger eine vorab ausgefüllte Steuererklärung schickt und ihm Gelegenheit zur Ergänzung gibt.
https://autorenseite.wordpress.com/2013/05/02/staat-buerger-schikaniert-15817445/
Bei mir ist es so, dass das Finanzamt alle meine erforderlichen Daten hat oder abrufen kann und dies auch zu Kontrollzwecken tut:
Meine Krankenkasse schickt automatisch jedes Jahr Angaben über meine Prämienzahlungen an die Behörde und meine Altersbezüge sind für das Finanzamt ein offenes Buch, in dem natürlich gelesen wird.
Wozu soll ich also mit ziemlichem Arbeitsaufwand eine Steuererklärung abgeben?

Nun nach 5 (!) Jahren greift die CSU diese Idee als tolle
eigene Idee auf.
Da sieht man, was für ein verschlafener Behördenapparat da am Werkeln ist:
5 Jahre braucht man, um einen ganz schlichten Wunsch eines Bürgers zu erfüllen.
Und was ich vermisse, ist ein Dank für meinen Vorschlag. Ja, bezüglich der Dankbarkeit hapert es ein bisschen bei Herrn Söder:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/10/soeder-und-die-dankbarkeit-ii/

Senkt die Kirchensteuer!

 

Ich erinnere mich gerade an ein Wort des früheren Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz Zollitsch. Er hat einmal im Fernsehen die zunehmende steuerliche Belastung der Bürger beklagt und sie damit praktisch als unchristlich hingestellt. Ich habe dies kommentiert und geschrieben, dann möge er doch mit der Kirchensteuer anfangen:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/

Nun sieht es bei der Kirchensteuer aus Sicht der Kirchen erfreulich aus: Sie steigt, obwohl bei beiden Kirchen die Zahl der Gläubigen jährlich um eine knappe Million abnimmt. Im übrigen sinkt die Zahl der Kirchenbesucher sowieso ständig. Deshalb wurden hier in der Gegend vier Pfarreien zu einer einzigen zusammen geschlossen. Die Kirche hat durch diese überall stattfindende Vereinigung von Pfarreien wesentlich weniger Ausgaben. Und sie verkauft sogar die Kirchen und Klöster, die nicht mehr gebraucht werden. Müsste sie da nicht fairerweise die Kirchensteuer, die sie Hitler verdankt, ermäßigen? Aber wie sagte schon der Hl. Hieronymus: „Wir brennen wahrlich vor Geldgier!“

Weisheiten und Wahrheiten

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr lesen Sie in dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt:

Zum Schlimmsten, was auf der Welt in der letzten Zeit passiert ist, zählt der Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche: Würde man ein Ranking aller Vereinigungen unter dem Gesichtspunkt aufstellen, welche von ihnen sich den übelsten Ruf erworben hat, stünde die Kirche obenan.
H. Pöll, Aphoristiker und Buchautor

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke.


https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/