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Koalitionsverhandlungen: Der Sieger stand schon vorher fest

Wie die National Rifle Association in den USA die Interessen der Waffenlobby durchsetzt, so macht es die FDP in Deutschland mit der Blockierung des Tempolimits im Interesse der Raser. Beiden sind ihre Interessen wichtiger als Menschenleben.

Bei den Koalitionsverhandlungen stehen sich vor allem die FDP und die Grünen diametral gegenüber.  Zu einer Einigung zu kommen, ist so ähnlich wie die Quadratur des Kreises. Die FDP hat die Verhandlungen von vornherein erschwert, indem sie rote Linien gezogen hat. Und die Grünen werden das zu schlucken haben, weil sie mit regieren wollen.
Am Schluss der Verhandlungen werden die Parteien Bilanz ziehen und dem Volk stolz präsentieren, mit was sie sich durchgesetzt haben. Und dann wird das Zählen beginnen.

Es kommt aber nicht auf das Zählen der Themen an, bei denen sich die Parteien durchgesetzt haben, sondern auf deren Gewicht. Und da muss man sagen, von größtem Gewicht wird die Tatsache sein, dass sich die FDP mit ihrem Programm der schieren Unvernunft durchgesetzt haben wird:
> Über das Tempolimit ist genug geschrieben worden. In fast allen Ländern haben sich aus guten Gründen Geschwindigkeitsbeschränkungen durchgesetzt, denn Raserei bedeutet mehr Tote und mehr Abgase. Das steht fest.
https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrsplanung/tempolimit#tempolimit-auf-autobahnen-
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-mit-130-km-h-sinken-die-unfallzahlen-drastisch-a-1249595.html
> Was das Nein der FDP zu Steuererhöhungen anbetrifft, muss ich hier ausnahmsweise drastisch werden: Die Deutschen sind kaum je so „verarscht“ worden wie durch Lindners Behauptung. so etwas schade der Wirtschaft. Ich wiederhole daher hier nochmals, was ich hier schon geschrieben habe, denn Lindner wiederholt gebetsmühlenartig, dass Steuererhöhungen „Gift für die Wirtschaft“ seien. Das Traurige an diesem Mantra der FDP ist zweierlei:
Erstens wird uns die Begründung für diese These nicht geliefert. Und zweitens wird diese Behauptung nicht kritisch hinterfragt. Die Mainstreammedien nehmen das wie üblich widerspruchslos hin. Nur ich alter Quertreiber habe hier schon früher deshalb Lindner angegriffen und die Frage aufgeworfen, ob der Mann nicht lügt, um seinen Schutzschild für die Reichen durchzusetzen.
Zunächst einmal sei Lindner daran erinnert, dass wir bei einer Regierungsbeteiligung der FDP schon höhere Steuersätze gehabt haben, ohne dass deshalb die Wirtschaft gelitten hätte. Bei den Steuererhöhungen ist es ja immer ähnlich wie bei den Erhöhungen des Mindestlohns. Erinnern Sie sich noch an dessen letzte Erhöhung? Da wurde uns prophezeit, dass viele Firmen kaputt gehen würden. Und was ist passiert? Nicht einmal ein lohnintensives Friseurgeschäft musste schließen.
Und nun nehmen wir einmal als Test für Lindners These die Einkommenssteuer eines Reichen unter die Lupe: Er wird sein Vermögen gestreut haben, also je ein Drittel in Aktien, Gold und Immobilien angelegt haben. Was die Aktien anbetrifft, so wird er wohl das Risiko breit gestreut haben und beispielsweise in den MSCI-World investiert haben. Davon hat die deutsche Wirtschaft nicht viel. Auch die Goldkäufe bringen unsere Wirtschaft nicht voran, sondern nur das Geschäft des Goldhändlers. Aber jedenfalls bei den Investitionen in den Immobilienmarkt sieht es anders aus, glaubt vielleicht mancher den Phrasen der FDP, denn mit dem Geld werden ja Wohnungen gebaut. Sicherlich ist das so, aber nur zum Teil, denn das meiste Geld fließt in den Altbestand der Städte. Wer Vermögen hat, kauft sich Wohnungen in in den schönen Altstädten von Paris, Barcelona, London oder Palma di Mallorca. Auch davon hat die deutsche Wirtschaft nichts. Die Folge solcher Immobilieninvestitionen ist, dass es sich die Einheimischen immer weniger leisten können, in beliebten Städten zu wohnen.
So gesehen ist es also Gift für den Wohnungsmarkt, wenn steuerlich geschonte Reiche nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld.
Was Lindner wohlweislich verschweigt, ist die Tatsache, dass das Geld, das der Staat durch Steuererhöhungen einnimmt, viel eher der deutschen Wirtschaft zugute kommt, also kein Gift für sie ist. So haben wir ja einen gewaltigen Investitionsstau: Marode Schulen, Brücken … Auch die Digitaloffensive erfordert viel Geld und das fließt in die deutschen Unternehmen.
Wir sehen also: Lindner hat jetzt bald mit völlig falschen Behauptungen sein Schäfchen der Reichen ins Trockene gebracht, ohne dass dies jemand kritisch hinterfragt hätte. Und das ist sein größter Erfolg.
Was das Schlimme daran ist: Die Schere zwischen arm und reich geht noch weiter auseinander, wobei gerade Corona noch als Beschleuniger wirkt. Und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem das Volk das nicht mehr erträgt. Wir sehen jetzt schon, wie das Protestpotenzial ständig wächst und aggressiver wird. Eines Tages könnte es nicht mehr beherrschbar werden.

 

Beruht die Ampel auf einer Lüge?

Die Medien scheinen sich einig sich einig zu sein: Die FDP ist die Gewinnerin der Ampel-Sondierungsgespräche. Dabei wird allerdings nur gezählt, wer wie viel von seinem Parteiprogramm durchgesetzt hat. Richtiger wäre allerdings, wenn man nach dem Gewicht dessen geurteilt hätte, was nun Grundlage der Koalitionsverhandlungen ist. Und auch da ist die FDP auch eindeutig die Siegerin.
Die FDP ist ja die Schutzpatronin der Reichen und da muss man sich beim Wahlergebnis doch wundern, wie viele Reiche es in unserem Land gibt. Aber auch Menschen, die nur gut situiert sind und sich das Ehegattensplitting erhalten wollten, dürften die FDP gewählt haben.
Die FDP hat daher immer betont, dass zu den roten Linien für Koalitionsverhandlungen für sie gehört, dass die Steuern nicht erhöht werden. Und dazu wiederholt Lindner gebetsmühlenartig, dass Steuererhöhungen „Gift für die Wirtschaft“ seien. Das Traurige an diesem Mantra der FDP ist zweierlei:
Erstens wird uns die Begründung für diese These nicht geliefert. Und zweitens wird diese Behauptung nicht kritisch hinterfragt. Die Mainstreammedien nehmen das wie üblich widerspruchslos hin. Nur ich alter Quertreiber habe hier schon früher deshalb Lindner angegriffen und die Frage aufgeworfen, ob der Mann nicht lügt, um seinen Schutzschild für die Reichen durchzusetzen.
Zunächst einmal sei Lindner daran erinnert, dass wir bei  einer Regierungsbeteiligung der FDP schon höhere Steuersätze gehabt haben, ohne dass deshalb die Wirtschaft gelitten hätte. Bei den Steuererhöhungen ist es ja immer ähnlich wie bei den Erhöhungen des Mindestlohns. Erinnern Sie sich noch an dessen letzte Erhöhung? Da wurde uns prophezeit,  dass viele Firmen kaputt gehen würden. Und was ist passiert? Nicht einmal ein lohnintensives Friseurgeschäft musste schließen.
Und nun nehmen wir einmal als Test für Lindners These einen Reichen unter die Lupe: Er wird sein Vermögen gestreut haben, also je ein Drittel in Aktien, Gold und Immobilien angelegt haben. Was die Aktien anbetrifft, so wird er wohl das Risiko breit gestreut haben und beispielsweise in den MSCI-World investiert haben. Davon hat die deutsche Wirtschaft nicht viel. Auch die Goldkäufe bringen unsere Wirtschaft nicht voran, sondern nur das Geschäft des Goldhändlers. Aber jedenfalls bei den Investitionen in den Immobilienmarkt sieht es anders aus, meint vielleicht mancher, denn mit dem Geld werden ja Wohnungen gebaut. Sicherlich, aber das meiste Geld fließt in den Altbestand der Städte. Wer Vermögen hat, kauft sich Wohnungen in Berlin, Paris, London oder Palma die Mallorca. Auch davon hat die deutsche Wirtschaft nichts. Die Folge solcher Immobilieninvestitionen ist, dass es sich die Einheimischen immer weniger leisten können, in beliebten Städten zu wohnen.
So gesehen ist es also Gift für den Wohnungsmarkt, wenn steuerlich geschonte Reiche nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld.
Was Lindner aber wohlweislich verschweigt, ist die Tatsache, dass das Geld, das der Staat durch Steuererhöhungen einnimmt, viel eher der deutschen Wirtschaft zugute kommt, also kein Gift für sie ist. So haben wir ja einen gewaltigen Investitionsstau: Marode Schulen, Brücken … Auch die Digitaloffensive erfordert viel Geld.
Wir sehen also: Lindner hat mit völlig falschen Behauptungen das Schäfchen der Reichen ins Trockene gebracht, ohne dass dies jemand kritisch hinterfragt hätte. Und das ist sein größter Erfolg.

 

 

Lindners falscher Weg

Lindner hat schon einmal den Fehler gemacht und sich nicht an einer möglichen Regierung beteiligt. Nun wiederholt er ihn, indem er eine rote Linie zieht. Mit der FDP wird es keine Steuererhöhungen geben, sagt er. Die SZ schreibt dazu:
„Hinter dem Nein zu Steuererhöhungen treten alle anderen Anliegen zurück. Es muss der Eindruck entstehen: Was den Grünen das Klima, ist der FDP das Portemonnaie.“
Da kommt es wieder klar zum Ausdruck: Die FDP ist eine Partei der Reichen. Verständlich ist ja, wenn man deren Schonung ins Parteiprogramm schreibt. Aber dass man die Schonung der Reichen zur roten Linie macht, die nicht überschritten werden darf, ist kurzsichtig. Bei Koalitionsverhandlungen muss man Kompromisse machen und die Steuertarife sollten dabei kein Hindernis sein:
Zum einen hatten wir bei einer Beteiligung der FDP an der Regierung für Reichere schon einmal höhere Steuersätze, warum also nicht auch jetzt wieder?
Zum anderen gibt es einen Aufruf von Millionären, die sich eine höhere Besteuerung ihrer Einkommen wünschen. Das ist doch ein Zeichen dafür, dass die steuerliche Belastung von Spitzeneinkommen durchaus ein vernünftiger Diskussionspunkt bei Koalitionsverhandlungen bleiben sollte – ohne striktes „Nein!“ vorweg.  Vielleicht schafft es ja die FDP mit ihrem „Nein“, dass sich eine Regierung bildet, die sie keinesfalls will, nämlich eine rot-rot-grüne. Auch das sollte Lindner im Auge behalten, bevor er rote Linien zieht. Die Linken sind da schlauer.

Entlarvung von Lindner und Co


FDP-Chef Lindner wiederholte bei seinem Fernsehinterview das Mantra seiner Partei: Spitzenverdienende müssten besonders entlastet werden, denn das seien Menschen, die Arbeitsplätze schaffen.
Wir wissen ja, dass im Zeitalter des Merkelismus die Reichen unter dem besonderen Schutz des Staates stehen: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter, besonders nun auch in der Coronazeit. Da will natürlich Lindner nicht abseits stehen. Ihn interessiert nicht, was man dagegen tun muss, dass immer weniger Menschen immer mehr besitzen und dass sie dadurch zu einer Gefahr für die Demokratie werden, denn wer Geld hat, bestimmt, wo es lang geht.

Die These, dass die Spitzenverdiener Arbeitsplätze schaffen, sollte doch einmal von Wissenschaftlern untersucht werden: Nehmen wir einen Fußballspieler, der Millionen verdient: Interessieren den überhaupt die Arbeitsplätze? Wohl kaum! Er investiert dort, wo es am meisten Geld bringt, vielleicht in australische Silberminen oder japanische Container.
Auf jeden Fall aber würden Arbeitsplätze geschaffen und gesichert, wenn man den weniger Bemittelten mehr gönnen würde: Die würden das Geld nämlich ausgeben und damit der Konjunktur eine Spritze verpassen.

Überfällig ist also eine Studie darüber, was aus dem Geld wird, wenn man es den Reichen zuschiebt oder den Ärmeren zukommen lässt. Ich glaube, dann würde Lindner sehr schlecht aussehen.
Übrigens erweckt Lindner mit seiner These den Eindruck, als könnten die reichen Unternehmer das Geld, das sie in ihr Unternehmen investieren und dadurch Arbeitsplätze schaffen, nicht sowieso von der Steuer absetzen.

 

Da muss ich mich schon wieder aufregen: Schlimme Zustände in Deutschland

Gerade lese ich: „Hierzulande leben demnach 2.900 Superreiche mit einem Finanzvermögen von mehr als 100 Millionen Dollar, so viel wie in kaum einem anderen Land.“
https://web.de/magazine/politik/interessiert-cdu-wahlkampf-aermeren-35903152
Und die Reichen sind in der Pandemie noch reicher geworden. Schauen Sie mal hier:
https://www.dw.com/de/reiche-werden-dank-corona-reicher/a-55184720
Natürlich sind umgekehrt die Armen entsprechend ärmer geworden. So ist das eben im Zeitalter des Merkelismus, mit dem ich mich hier öfter beschäftigt habe.
Die Union ist die Schutzpatronin der Reichen und das Volk ist so dumm und glaubt, dass das „alternativlos“ ist. Ihm wird gesagt, dass eine stärkere Besteuerung der Reichen die Konjunktur abwürge. Wieso eigentlich? Die Erklärung bleiben die Politiker schuldig, denn das Volk glaubt es auch so.
Weder Plasberg, noch Will oder Illner hinterfragen das Thema, denn das gehört sich nicht im Staatsfernsehen.
Aber es sollte sich doch ein Wissenschaftler einmal mit folgenden Fragen beschäftigen: Wo investieren die Reichen ihr Geld? In Gold in ausländische Währungen, Rohstoffe, Bitcoins, Aktien… Und ist das wirklich für die deutsche Wirtschaft förderlich?
Wie wäre es vergleichsweise denn damit, dass man den Ärmeren mehr Geld belässt? Würden die nicht ihr Geld auf jeden Fall in Deutschland ausgeben und wäre das nicht eine tolle Konjunkturspritze, die womöglich besser wirkt als die Investitionen der Reichen?
Auf jeden Fall steht eines fest: So wie bisher kann es nicht weiter gehen. Der soziale Sprengstoff wird immer größer, wie man am zunehmenden Radikalismus sieht, der vielleicht irgendwann nicht mehr beherrschbar werden könnte.
Das Traurige ist ja, dass die linken Parteien zersplittert sind und die SPD in eine Koalition eingebunden ist. Da kann sich ja nicht viel ändern. Wir bräuchten halt endlich eine starke Radikal-soziale Partei Deutschlands (RPD). Es wird auf die Dauer nichts bringen, wenn viele Bürger meinen, sie könnten als Protestwähler der AfD etwas ändern.

CDU: Wie oft noch wollt ihr diesen Blödsinn erzählen?

Wir lesen gerade, dass die CDU die Grünen „scharf angreift“ (ein normaler Angriff genügt ja bei dem Umfragetief von Laschets CDU nicht, es muss schon scharf geschossen werden):
Besonders scharf wird die CDU unter dem Punkt »Steuererhöhungen«: Weil die Grünen  höhere Spitzensteuersätze, die Abschaffung der Abgeltung von Kapitalerträgen sowie die Einführung einer Vermögenssteuer fordern, würden sie den wirtschaftlichen Aufschwung gefährden, meint die CDU . Na, so was!
Die CDU, die Schutzpatronin der Reichen, hält mal wieder ihren Rettungsschirm über diejenigen, die gar nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld. Die Partei will also fortfahren mit dem übelsten Regierungsprogramm, dem die Bürger je ausgesetzt waren. Klicken sie mal durch die Beiträge über den Merkelismus, falls Sie Aufklärungsbedarf haben.
Es soll also nach Meinung der CDU weiter gehen mit dem Programm, das Reiche immer reicher und arme immer ärmer macht.
Wenn man schon die Behauptung aufstellt, dass die Erhöhung der Spitzensteuersätze den wirtschaftlichen Aufschwung gefährde, dann sollte man das auch begründen. Wir hatten doch schon einmal Zeiten, in denen nicht die Bürger mit der Einkommenssteuer, sondern die Unternehmer den Staat überwiegend finanzierten. Da ist die Wirtschaft auch nicht zusammen gebrochen und hing noch nicht wie ein Schwerkranker am Tropf der Subventionen. Warum also soll es schädlich sein, zu Steuersätzen zurück zu kehren, die es auch schon unter CDU-Regierungen gegeben hat? Da muss man nicht gleich von Sozialismus reden.

Um das ganze zu demonstrieren: Nehmen wir einen Fußballspieler mit Millioneneinkünften. Der hat seinen „Mister-10%“, der sein Vermögen gegen eine Gewinnbeteiligung von 10% anlegt. Und wo investiert dieser Mann? Doch nicht unbedingt in der heimischen Wirtschaft, sondern beispielsweise bei Tesla. oder er kauft Gold. Was hat das mit einem Aufschwung zu tun, Herr Laschet?
Wenn wir nach dem Modell Österreich leben würden, bei dem die Wirtschaft ja auch gut läuft, dann hätten die Rentner monatlich 400 Euro mehr in der Tasche und die würden in erster Linie in Deutschland ausgegeben.
So wird ein Schuh daraus, Herr Laschet! Warum geht das bei uns nicht? Das sollten Sie mal erklären, Herr Laschet!

Das darf doch nicht wahr sein

In den Salzburger Nachrichten las ich, dass es im Land Salzburg Orte gibt, in denen 40% der Wohnungen unbewohnt sind. Wie sieht es da wohl bei uns aus? Natürlich gibt es auch bei uns vor allem im Osten Orte, die von der Landflucht betroffen sind.
Aber wie sieht es in den Städten aus? In Zeiten wie diesen, in denen es für Erspartes keine Zinsen gibt, investieren viele in Immobilien. Manche davon werden vermietet, andere stehen als bloße Spekulationsobjekte leer. Sollte da nicht neben der Zweitwohnungssteuer eine erhöhte Steuer für Leute eingeführt werden, die noch mehr unvermietete Wohnungen besitzen? Und bräuchten wir nicht eine saftige Leerstandssteuer für Orte, wo Mietwohnungen Mangelware sind?
Die Wohnungsbesetzungen der letzten Zeit zeigen doch deutlich. dass hier Handlungsbedarf besteht-

Wie unsere Demokratie kaputt gemacht wird

Wenn der Mob auf der Straße herum schreit, anstatt mit den Andersdenkenden zu diskutieren, so ist das eigentlich ein Abbild dessen, was so ähnlich – wenn auch abgemildert – in der Politik stattfindet:
Wir verschulden uns zur Zeit in einem beängstigenden Ausmaß. Wir hören von der Regierung, dass die bisherigen Schulden bis zum Jahr 2042 abgetragen werden sollen. Ein Teil von denjenigen, die so belastet werden, ist also noch gar nicht geboren.
Das bürgerliche Recht kennt aus guten Grund keine Verträge zu Lasten Dritter. Aber in der Politik ist das leider anders.
Was das Schlimme an der gewaltigen Verschuldung ist, ist die Tatsache, dass im Parlament nicht sachlich diskutiert wird. Wir hören nur nebulöse Floskeln:
„Wenn die Konjunktur erst wieder richtig anspringt…“
Wir können den Bundestag in zwei Lager einteilen:
Von der SPD, den Grünen und der Linken hören wir: „Breite Schultern können mehr tragen.“ Aber konkrete Pläne darüber, wer wie viel zu zahlen hat, legt man lieber nicht vor.  Der Bürger soll erst mal im Ungewissen bleiben, bis er gewählt hat. Das ist immerhin besser, als wenn er belogen wird wie seinerzeit bei der Wahl des Kanzlers Kohl.
Von der CDU/CSU und der FDP, den Patronen der Reichen, hören wir natürlich wieder dieselbe Leier wie immer: Es sei Gift für das zarte Pflänzchen der Konjunktur, wenn man die „Leistungsträger der Gesellschaft“ belaste. Das würde die Konjunktur abwürgen.
Die Alten erinnern sich aber: Deutschland ging auch nicht unter, als der Höchststeuersatz 53 % betrug. Im übrigen sollte es ein Alarmzeichen sein, wenn selbst eine Reihe von Millionären eine Steuererhöhung gefordert haben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/11/wie-waers-denn-mal-ganz-anders/
Nehmen wir mal einen x-beliebigen Millionär: Da soll uns mal die CDU erklären, inwiefern es der Konjunktur schaden würde, wenn er Gold oder ausländische Papiere verkaufen müsste. Und würde die Konjunktur schlechter laufen, wenn reiche Aktionäre einige Aktien verkaufen müssten?
Natürlich darf eine Reichensteuer nicht dazu führen, dass Besitzer eines Unternehmens belastet werden und so in Schwierigkeiten kommen. Aber das wäre alles eine Frage, wie die Reichensteuer ausgestaltet wird.
Was wir aber auf jeden Fall bräuchten, wäre eine ehrliche, offene und sachliche Diskussion über diese Fragen.
Und wenn wir nur hören, wir hätten die Finanzkrise gemeistert  und würden also auch die Corona-Pandemie bewältigen, so kann von einem „Meistern“ keine Rede sein: In der Finanzkrise wurden viele Bürger um ihre Alterssicherung oder sogar um ihr ganzes Vermögen gebracht. Und so ist es kein Wunder, wenn Verschwörungstheorien grassieren. Misstrauische Menschen fürchten, dass die Pandemie auch wieder dazu dient, dass die Reichen noch reicher werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/09/fdp-chef-lindners-witz-des-tages/

 

Kirchensteuer und Moral

Im 13. Jahrhundert hatte der Salzburger Bischof nach und nach so viele Besitzungen gestiftet bekommen, dass er ein eigenes Staatsgebiet begründen konnte, was in verschiedenen Verträgen mit dem Land Bayern dann auch offiziell festgelegt wurde. Wie das wohl zugegangen ist, dass der Kirche so viel Grundbesitz geschenkt wurde? Ging das nach dem Motto „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“? Es ist kaum vorstellbar, dass dies alles mit rechten Dingen zugegangen ist, wenn man die heutigen moralischen Maßstäbe zu Grunde legt.
Die Kirche hat nicht einmal vor Fälschungen zurück geschreckt, wenn es um die Mehrung ihres
Besitzes ging. Berühmtestes Beispiel ist die Konstantin‘sche Schenkung. Oder anderes Beispiel: Kriminalisten haben jetzt heraus gefunden, dass erhebliche Besitztümer, die angeblich der Kirche von Karl dem Großen geschenkt worden sein sollen, auf gefälschten Urkunden beruhen, was kein Wunder ist, weil im Mittelalter fast nur die Mönche des Schreibens kundig waren.
Was hat das mit der Kirchensteuer zu tun? An sich ist es der Kirche nach ihrem eigenen Recht verboten, Steuern zu erheben. Deshalb rechtfertigt die Kirche diese Steuer mit der Begründung, es handele sich um eine Entschädigung für ihr früheres Eigentum, das ihr im Zuge der Säkularisation entzogen wurde. Nur fragt sich, welches Eigentum stand der Kirche denn wirklich rechtmäßig zu, wenn man es mit den heutigen Maßstäben betrachtet? Zieht man die erwiesenen Fälschungen ab, so ist es wohl verwerflich, wenn die Kirche den Eindruck erweckt hat, der Himmel sei käuflich. Und durfte die Kirche Besitztümer annehmen, die ein Sterbender seinen Kindern nicht gönnte, weil er mit diesen zerstritten war?
All das sind heiße Eisen, an die sich kein Politiker heran traut. So wird auch nicht untersucht, ob die Kirche nicht inzwischen genug Geld erhalten hat, wenn man die Leistungen des Denkmalschutzes einbezieht.
Also bleibt alles beim Alten.

Heute ist der Tag des Kaugummis

Kaugummiflecken auf teurem Granitpflaster

Man könnte den Tag des Kaugummis auch den „Tag der Umweltverschmutzung“ nennen, denn die ausgespuckten Kaugummis auf den Straßen zeigen uns, was der Kabarettist Qualtinger schon besungen hat: „Der Mensch is a Sau!“
https://autorenseite.wordpress.com/2018/09/12/der-mensch-is-a-sau-3/
Wir bräuchten erstens eine Kaugummisteuer, die so hoch ist, dass mit deren Aufkommen leicht alle Kaugummiflecken aus dem öffentlichen Bereich entfernt werden können. Dadurch entstehen Arbeitsplätze.
Und zweitens könnte man versuchen, die Kaugummikauer zur Vernunft zu bringen; Man könnte auf den Packungen einen Appell aufdrucken, die Kaugummis nicht auszuspucken, und man könnte einen kleinen Beutel an die Packung anhängen, in die alte Kaugummis entsorgt werden.