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Corona: Müssen sich die Traunsteiner schämen?

 

Liebe Traunsteiner, schaut Euch mal diese Karte über die Coronaausbreitung an:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/coronavirus-deutschland-lage-landkreis-34719184
Da seht Ihr, dass Ihr in einem der ganz wenigen finsteren Löcher (dunkelroten Landkreisen) Deutschlands wohnt. Was  ist los mit Euch? Eure Zeitungen schweigen dazu, anstatt zu recherchieren, wo die Ursache liegt. Auch das Gesundheitsamt lässt keinen Aufruf hören, obwohl das bitter nötig wäre. Nun liegt die Inzidenz also schon über 200.

Und da frage ich mich: Was sind das für Menschen, die hier wohnen?
Ich habe immer wegen Corona drei Landkreise im Blick: München, Weilheim-Schongau und Traunstein. In den beiden ersteren sind die Inzidenzzahlen beachtlich gesunken, was besonders für München erstaunlich ist. Dort leben die Menschen ja enger zusammen und sie haben in den Verkehrsmitteln dementsprechend auch engere Kontakte. Trotzdem haben sie bessere und sinkende Inzidenzwerte, während die Zahlen sich im Landkreis Traunstein verdreifacht haben. Sie sind nun sogar fast viermal so hoch wie in München.
Vielleicht liegt es daran, dass der Oberbayer eine Mentalität hat, die sich in dem Sprichwort ausdrückt:
„A Guater hält’s und um an andern is’s net schad.“
Und es kommt noch eine zweite Vermutung hinzu:
In Traunstein gibt es eine aggressive Partyszene. Laufend muss die Stadtreinigung an der Traun die Hinterlassenschaften beseitigen, die die Feiernden dort verstreut haben.
Und auch auf dem Hochberg wird der Sun-down mit entsprechendem Müllanfall gefeiert:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/06/08/der-mensch-is-a-sau-9/

Ich glaube, dass das schöne Wetter und die schöne Landschaft hier die Menschen zu exzessiven Feiern verführt haben und dass die Polizei zu wenig dagegen vorgegangen ist. Man überlässt das Problem der Müllabfuhr. Das dürften die Ursachen dafür sein, dass das Virus einen Boom erlebt hat. Da nützt auch die gesunde Alpenluft nichts mehr.

Das ist Merkelismus: Kinderarmut steigt

Gerade erfahren wir: Die Kinderarmut breitet sich weiter aus: 2,8 Millionen Kinder sind von Armut bedroht. Das bedeutet: jedes 5. Kind ist bei uns inzwischen betroffen – und das in einem so reichen Land wie dem unsrigen. Das ist eben so im Merkelismus, in dem die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer und immer mehr werden.
Zu den Menschen, die ich am meisten bewundere, zählen die allein erziehenden Mütter. die oft noch abends in einem Zweitjob als Bedienung oder Reinigungskraft arbeiten, um ihren Kindern ein einigermaßen normales Leben zu ermöglichen.
Bezeichnend ist für unsere Politik es ja, dass die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz gerade gescheitert ist. Und es würde ja nicht viel kosten, wenn man bei Hartz-IV-Empfängern den Kindern extra das übliche Taschengeld bezahlen würde.
Und bezeichnend ist auch der Umgang der Medien mit diesem Skandal. Googeln sie mal mit dem Wort „Kinderarmut“. Da finden Sie keinem Namen der bekannten Printmedien, ausgenommen die „Süddeutsche„. Da lesen Sie allerdings nur, dass jedes 10. Kind von Armut betroffen ist. Nanu? Wie gibt es das denn? Der Bericht bezieht sich auf eine weltweite Erhebung. Wie es bei uns aussieht, lesen wir da nicht.

PS.: Das Bild oben habe ich aufgenommen, weil man so etwas immer seltener sieht: ein Kind mit Puppe. Viele Mütter wollen ja nicht, dass ihre Mädchen in „so ein Rollenklischee gedrängt“ werden. Dabei geht es um etwas anderes: Die Kinder sollen an Puppen, Teddys usw. das Liebhaben lernen. Aber das braucht man nicht mehr in unserer materialistischen Gesellschaft.