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Weltmeistertitel für Deutschland – aber ein trauriger

Wir sind Weltmeister bei den Preissteigerungen. Die Preise in Deutschland steigen viel schneller an, als im Rest der Welt. Beispielsweise müssen die Deutschen fast dreimal so viel im Vergleich zum internationalen Durchschnitt für den Strom aus der Steckdose bezahlen.
Was tut die Regierung dagegen? Sie kuriert an den Symptomen herum: Es gibt zwar Ausgleichszahlungen. Aber das Problem wird nicht an der Wurzel angepackt. Was tut die Regierung gen die Inflation? Hätte sie nicht langsam mal bei der EZB auf ein Ende der Nullzinspolitik dringen müssen?

Wir leben in einer Illusion – Deutschland stürzt ab.

Gerade erfahren wir aus einer Studie, dass 13 Prozent der Mieter in Großstädten weniger als das Existenzminimum zum Leben haben – eine Folge der verfehlten Wohnungspolitik unserer Regierung.
Und gerade haben wir auch lesen müssen, dass die Kinderarmut wieder steigt:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/15/das-ist-merkelismus-kinderarmut-steigt/
Diejenigen, die sich von Zahlen des sog. „Aufschwungs“ blenden lassen, merken nicht, dass es bei uns steil bergab geht. Ich habe dies hier oft beschrieben unter „Deutschland stürzt ab“ und „Deutschland erwache!“ und werden dies hier demnächst noch einmal zusammen stellen.

Das Beraterunwesen greift weiter um sich – Zahlen wir für faule Beamte?


Eines muss man den Linken ja lassen: Sie offenbaren mit ihren Anfragen immer erschreckende Missstände. Gerade haben sie zu Tage gefördert, dass die Ausgaben für Beraterverträge im letzten Jahr um 50 % gestiegen sind.
Dabei habe ich mich schon damals über die Steigerungen aufregen müssen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/14/die-expertisierung-deutschlands/
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/06/da-muss-ich-mich-schon-wieder-aufregen-3/
Das kann doch nicht so weiter gehen! Können sich Beamte ihre Arbeit einfach vom Hals halten, indem sie Gutachter für sich arbeiten lassen? Leider hören wir von den Regierungsparteien nichts darüber, dass sie etwas dagegen unternehmen wollen. Es ist anscheinend unter ihrer Würde, auf eine Anfrage der „SED-Nachfolgepartei“ zu reagieren.

Sind Sie auch so ein armes Schwein? (Zum heutigen Tag der Akzeptanz)

Die Hilfsorganisation Oxfam berichtet: Die 500 reichsten Menschen auf diesem Planeten haben 2019 ihr Vermögen um ein Viertel gesteigert. Das ist insgesamt eine Vermehrung in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar. Und wo bleiben wir? Wir werden langsam an unsere Verarmung (sprich: Ausbeutung) gewöhnt. Wenn wir fürs Alter oder einen Hausbau sparen wollten, wurden unsere Ersparnisse immer mehr entwertet: Erst sanken die Zinsen unter die Inflationsrate und dann wurden sie ganz gestrichen. Nun verlangen immer mehr Banken sogar Strafzinsen.
Was wir zur Zeit erleben, ist eine Politik der sanften Gewöhnung an Zustände, gegen die wir aufbegehren sollten:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/19/wir-gewoehnen-uns-an-alles-dank-merkel/
Wir finden es normal, dass die Unternehmer ihre Einkünfte ständig wesentlich mehr steigern, als sie ihren Mitarbeitern zum (kaum ausreichenden) Ausgleich der Inflation gönnen:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/23/verdammt-warum-lasst-ihr-euch-das-gefallen/
Darum feiern wir heute den Tag der Akzeptanz für all die armen Schweine, die das alles mit Sanftmut ertragen.
Aber so langsam beginnt doch partiell ein Aufbegehren: bei der Klimapolitik, beim Protest der Bauern oder in Frankreich bei den Gelbwesten.
Wir hatten einmal einen Spitzensteuersatz von 56 %. Der wurde mit
Beteiligung der Sozis auf 42 bzw. 45 % gesenkt. Wieso eigentlich? Was uns zur Begründung dieser Entwicklung erzählt wurde, waren doch Ammenmärchen. Und wenn nun einer eine Rückkehr zu höheren Steuersätzen für Reiche verlangt, wird der als leistungsfeindlicher Neidhammel hingestellt, der nichts davon versteht, dass die Reichen durch ihre Investitionen die Wirtschaft am Laufen erhalten.
In Österreich läuft die Wirtschaft aber auch trotz eines Spitzensteuersatzes von 55 %. Und deshalb sind die Österreicher keine so armen Schweine wie wir:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/31/tu-felix-austria-traurige-mieten-und-renten-in-deutschland/

Schlimme Nachrichten

> Boeing hat durch Sparmaßnahmen zwei Flugzeugabstürze verschuldet:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/12/11/flugangst-ein-zeichen-von-intelligenz/
Nun kommt auf, dass Boeing auch
am Blitzschutz spart: https://web.de/magazine/panorama/whistleblower-erhebt-vorwuerfe-boeing-spart-blitzschutz-3426251
Da kann man nur wünschen: Guten Flug!

> Kennen Sie Methoxymethyltriphenylphosphonium? Dieser gesundheitsschädliche Stoff wurde im Rhein entdeckt. Seine Einleitung wurde nun erfreulicherweise abgestellt. Aber was ist mit den 10.000 anderen Stoffen, die in die Umwelt gelangen und von denen man oft nicht weiß, welche Folgen sie für die Gesundheit haben? Wir haben die Kontrolle darüber verloren.

> Das organisierte Verbrechen hat in Bayern 2018 einen Schaden von mindestens 169 Millionen Euro verursacht. Die Steigerung ist erschreckend: Im Jahr 2017 wurde ein Schaden von nur 12 Millionen Euro von den Behörden bemerkt.

Ich bin entsetzt

Heute Morgen hörte ich in den Nachrichten, dass BMW hundert Millionen Personalkosten einsparen will. Und das soll dadurch geschehen, dass die Essens- und Ruhepausen verkürzt werden. Ist es reine Geldgier, die solche Pläne gedeihen lässt? Der Jahresumsatz der deutschen Automobilindustrie betrug 2013 rund 360 Mrd. Euro (knapp 1 % mehr als 2012). BMW hatte in seiner Autobranche einen Umsatz von über 70 Milliarden. Was sind da schon 100 Millionen, die man dem Personal wegnimmt?
Gemessen am Gewinn war BMW im Verhältnis zum Umsatz Spitzenreiter. BMW verdrängte Hyundai vom Platz eins der profitabelsten Autobauer. Im Jahr 2013 legte der Fahrzeugverkauf bei BMW um 6,4 % zu. Beim Gewinn ergab sich nach Steuern ein Plus von 4,5 %.
Wir drücken die französischen Autobauer an die Wand. Das restliche Europa beklagt sich über uns, weil wir Dumpinglöhne bezahlen würden und damit den Wettbewerb verzerren würden. Unserer Handelsbilanzüberschüsse sind enorm.
Könnte man nicht einmal nun den umgekehrten Weg gehen und sagen: Uns geht es gut, nun sollen auch einmal die Arbeitnehmer etwas davon haben?
Das, was wir hier sehen ist Teil des „Merkel-Prinzips“. Den Menschen wird überall etwas abgeknapst, was sich in der Statistik oft gar nicht auswirkt. Und dann verkündet man dem Volke freudig: Ihr habt 2013 ein Lohnplus von 1,3 % erreicht. (1,5 % frisst allerdings schon die Inflation.)
Ich bin offenbar ein naiver Mensch: Ich dachte einmal, dass unsere Arbeiter sich auch einmal eine so ausgiebige Mittagspause gönnen und das Essen in aller Ruhe genießen können, wie es bei den Franzosen der Brauch war. Stattdessen greifen nun die Franzosen mittags zum Big Mac. Und ich glaubte, dass die Lebensarbeitszeit verkürzt würde. Wenn sie stattdessen verlängert wurde angeblich wegen des demografischen Faktors, so wird dabei immer außer Betracht gelassen, dass sich die Produktivität so gesteigert hat, dass sie eigentlich den demografischen Faktor ausgleichen müsste.

Die Armut zeigt mehr und mehr ihr hässliches Gesicht

Zuerst merken es die wachen Unternehmen, wie beispielsweise Unilever: Weil die Leute immer knapper bei Kasse sind, kaufen sie Dinge des täglichen Gebrauchs immer weniger in Großpackungen. In Krisenzeiten brauchen Menschen keinen Jahresvorrat Klopapier oder Waschmittel. Unilever stellt sich darauf ein – und bietet nun auch in Europa kleinere Packungen zu kleineren Preisen an. Das Dumme daran ist wohl, dass die kleinen Packungen, die sich die Armen nun nur noch leisten können, natürlich im Verhältnis teurer sind als die großen.
Weil die Armut immer mehr um sich greift, ist die Zahl der Ruheständler mit einem Minijob in den letzten 10 Jahren um knapp 60 Prozent oder gut 280 000 auf etwa 761 000 gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Demnach waren 120 000 dieser Minijobber im Jahr 2011 75 Jahre und älter. (Respekt vor den Anfragen der Linken! Was die so alles durch ihre Anfragen zu Tage gefördert haben! Das sollten sie mal als Buch veröffentlichen, um anderen Parteien zu zeigen, was sonst unter den Teppich gekehrt worden wäre.) Die Arbeitgeber erklären die Situation damit, dass das Wissen der Alten eben gefragt sei. Das war aber doch wohl immer so. Wenn nun so viel mehr Alte arbeiten müssen, ist dies ein Zeichen der um sich greifenden Armut.
Uns wird immer erzählt, wir hätten im Jahr 2010 ein Einkommen wie vor 10 Jahren gehabt. Dass dies nicht stimmt, belegt ein neutraler Bericht aus der Schweiz. Schauen Sie sich das mal an:
http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/wirtschaft/sn/artikel/realeinkommen-sinken-einfluss-des-euro-unklar-25651/
Während die Griechen in dieser Zeit Einkommenszuwächse bis zu 40 % zu verzeichnen hatten, verdienten unsere Arbeitnehmer weniger als früher. Dadurch konnte unsere Wirtschaft wachsen mit der Folge, dass die deutschen Arbeitnehmer nach ihrem jahrelangen Lohnzuwachsverzicht nun ein zweites Mal zur Kasse gebeten werden. Sie werden die Rettungsschirme bezahlen müssen, weil wir wirtschaftlich so gut da stehen. Und wenn die Politiker behaupten, die Rettungsmaßnahmen seien ja nur Bürgschaften und Garantien, aber keine echten Zahlungsverpflichtungen, dann erinnern Sie sich bitte an die Bankenkrise oder den Flughafen Berlin. Uns wird immer Sand in die Augen gestreut.
Und noch etwas zum Vergleich der Einkommen: Es werden, wie wir schon in verschiedenen früheren Blogs dargetan haben, viele Faktoren nicht berücksichtigt, die aber auch ausschlaggebend wären, zum Beispiel dieser: Es werden immer mehr Überstunden geleistet, 2010 waren es sogar 2,5 Milliarden Stunden. Dies bedeutet ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berechnete. Damit sind die Deutschen sogar europäischer Rekordhalter. Und sehr viele dieser Überstunden werden überhaupt nicht bezahlt, so dass also die Arbeitnehmer insgesamt gesehen mit den Überstunden mehr arbeiten müssen, um das gleiche Einkommen zu erzielen.