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Corona: Trendwende?

Ich schaue mir jeden Tag die Landkarte mit der Verbreitung der Neuinfektionen an und schaue dabei insbesondere auf den Landkreis Traunstein, in dem ich wohne, den Landkreis Weilheim- Schongau und die Stadt München, wo die Kinder wohnen. Dass München doppelt so viele Neuinfektionen hat wie Weilheim-Schongau, leuchtet ein. Dass wir aber dreimal so viele haben, verstehe ich nicht: Wir müssten doch weniger haben als München, denn bei uns fahren die Menschen meist mit dem Auto zur Arbeit und nicht mit der U-bahn.
Jeden Tag habe ich mich gefreut, dass die Infektionszahlen überall nach unten gingen und ein Ende des Lockdowns absehbar war.

Aber heute bin ich entsetzt: In allen drei Regionen sind die Zahlen wieder gestiegen. Sind wir am Ende der Wirksamkeit des Lockdowns angekommen? Werden die Leute sorgloser und schlagen sie deshalb über die Stränge? Oder bewirken die Mutanten eine Umkehr des Abwärtstrends? Aber warum ist im Süden der Trend anders als im restlichen Deutschland? Liegt das vielleicht am Frühlingswetter?
Gerade hörte ich ein bezeichnendes Gespräch zwischen zwei Bauern: Der eine sagte besorgt: „Bei dem Winter, der bei uns ein Frühling war, in dem es keinen Bodenfrost gab, da werden die Schädlinge alle überleben.“
„Welche Schädlinge? Die sind doch alle vom Artensterben betroffen.“
„Aber Corona nicht!“

 

Aktienkurse: Verstehen Sie das?

 

Das verstehe ich nicht:
Wir hatten im letzten Jahr einen Abschwung von 5 %. Dennoch stiegen die Aktien um 4 %, obwohl die Aussichten für die nähere Zukunft schlecht sind. Können Sie mir das erklären? Ist das eine „Dienstmädchenhausse“? Darunter versteht man eine Hausse nach dem Grundsatz: Die Hausse nährt die Hausse. Und wenn dann sogar die „Dienstmädchen“ Aktien kaufen, gibt es einen Rückschlag, weil man sich auf die hinter den Aktien stehenden Werte besinnt.
Eine Anekdote dazu: Einer der Kennedys fuhr in einem Taxi und der Fahrer fragte ihn, ob er Aktien kaufen sollte. Daraufhin sagte Kennedy, er würde seine Aktien nun sofort verkaufen, denn wenn der Boom schon im ganzen Volk angekommen sei, gebe es eine Überhitzung des Kursanstiegs.
Wie schnell es dann abwärts gehen kann, haben wir im letzten Jahr gesehen: Da haben wir bedingt durch die Corona-Krise einen zeitweiligen Verfall der Kurse um 30-40 % gesehen.
Vielleicht denken aber die Aktienkäufer, dass die Währung infolge der enormen Verschuldung stärker verfällt als die Aktienkurse.
Wie sagt der Bayer in einem solchen Fall?
Nix G’wisses woaß ma net. Schau mir mal, dann seh’n mir’s scho.