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Meinungsfreiheit ade!


I N S T I T U T F Ü R D E M O S K O P I E A L L E N S B A C H:
„57 Prozent der Bevölkerung geht es auf die
Nerven, dass einem immer mehr vorgeschrie-
ben wird, was man sagen darf und wie man
sich zu verhalten hat.“
(https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/user_upload/FAZ_Mai2019_Meinungsfreiheit.pdf)

Dieses Umfrageergebnis finde ich alarmierend. Ich fühle mich an die Nazizeit erinnert, als die Gestapo darüber wachte, was die Menschen von sich gaben. Heute sind es die Gutmenschen, die darüber wachen, was die Leute sagen oder schreiben.
Es begann damit, dass man auf einmal nicht mehr „Neger“ sagen durfte, weil es angeblich an das amerikanische Wort „Nigger“ erinnerte. Das bedeutete das Aus für den „Negerkuss“ oder das Lied von den 10 kleinen Negerlein.
Dann wurde das Wort „Zigeuner“auf den Index gesetzt, weil den Sinti und Roma in der Nazizeit viel Leid angetan wurde.  Ob sich jetzt noch jemand traut, den „Zigeunerbaron“ aufzuführen? Vorbei ist es mit der Zigeunerromantik und dem „Zigeunerjungen“.
Dann kamen die Eskimos dran. Und es ging so schnell weiter, dass sich gerade eine Politikerin entschuldigen musste, weil sie das Wort „Indianer“ in den Mund genommen hatte.
Was ist das nur für ein blödes Prinzip, das uns verbietet, Volksgruppen weiter so zu benennen wie bisher, nur weil ihnen etwas angetan wurde? Soll damit das Leid ungeschehen gemacht werden? Immerhin darf man noch „Jude“ sagen trotz Auschwitz und „Araber“ trotz der Kreuzzüge.
Das Wort „Vaterland“ gehört wohl inzwischen nur noch zum Sprachgebrauch der AfD. Und was den Nationalstolz angeht: Wer ist noch stolz, Deutscher zu sein? Dazu gibt es allerdings auch wenig Anlass im Lande des „Merkelismus„.
Wirtschaftliche Stärke, die so auf Kosten der Bürger erkauft wurde, ist wahrlich kein Grund für Nationalstolz.

 

Man sollte einen Verein gründen zur Wiedereinführung von normalem Deutsch

Schon wieder hat sich jemand entschuldigen müssen, weil  er das Z-Wort gebraucht hat:
https://web.de/magazine/unterhaltung/tv-film/volle-kanne-moderator-florian-weiss-entschuldigt-z-wort-36097784
Ich wusste zunächst gar nicht, worum es sich handelt. Dass man nicht mehr „Neger“ sagen darf, ist inzwischen (leider!) Allgemeingut geworden, obwohl das Wort, wie der „Negerkuss“ beweist, keinesfalls diffamierend ist.
Nun ist es also auch dem Zigeuner an den Kragen gegangen. Man darf das Wort nicht mehr benutzen, weil die Sinti und Roma im Dritten Reich verfolgt wurden. Ja, kann man denn Leid dadurch rückgängig machen, dass man ein Wort nicht mehr benutzt? Verbinden wir nicht mit dem Wort „Zigeuner“ auch Romantik, den besungenen „Zigeunerjungen“und den „Zigeunerbaron“?
Aber warum darf man dann noch Jude sagen? Müssten unsere Gutmenschen nicht fordern, von „Israelis“ oder „Mosaischen“ zu sprechen?

Und sollte man nicht das sprachliche Gendern auf die rote Liste setzen? Es gibt halt gewisse Eigenheiten der Sprache, für die auch Feministinnen Verständnis aufbringen sollten. Die männliche Form eines Wortes steht halt üblicherweise sowohl für Männer wie auch für Männer und Frauen. Wenn man also sagt: „Der Mensch“, so ist offensichtlich der Mensch an sich gemeint, also auch die „Menschin“. Oder wenn jemand sagt: „Liebe Zuhörer“, so meint er damit das Wort im Sinne von Zuhörerschaft und will nicht ausdrücken, dass nur die Männer zuhören sollen. So viel Differenzierungsvermögen sollten die Menschen schon haben. Geben wir also das unsinnige Gendern auf! Aber das Traurige ist: Es greift immer mehr um sich. Auch bei den Öffentlich-Rechtlichen finden wir es inzwischen im Beitrag von „Funk“, in dem Braunbären als „Veganer:innen“ bezeichnet werden.
Anscheinend sind die Männer nicht so scharf darauf, auf mehr Beachtung zu drängen, sonst würde als Replik längst die Forderung erhoben, die „Muttersprache“ in „Vater-und-Mutter-Sprache“ umzubenennen.

 

Transgendern im Fernsehen

Gerade las ich, dass die CDU in einer Stadt die Transgendersprache verbieten will. Sie wissen schon, das ist die Schreibweise mir dem Sternchen (Bürger*innen):
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-hamburgs-cduchef-gendern-bei-staatlichen-stellen-verbieten-_arid,634101.html

Überrascht war ich, als in gestern die Nachrichten im Fernsehen anschaute. Da machte die Sprecherin jeweils vor dem „in“ eine kurze Pause, um so das Sternchen auszudrücken. Aber die Pause war denn aber doch wieder zu kurz, um daraus sicher schließen zu können, dass bei den Öffentlich-rechtlichen nun „gegendert“ wird.  Vielleicht stellt man klar, wie man nun verfahren will.

Mir fällt beim Gendern ein Spruch ein, den mein Vater immer zu sagen pflegte: „Der deutsche Kellner ist der Beste“. Damit wollte er nicht sagen, dass er in Deutschland am besten bedient wird, sondern er wollte damit ausdrücken, dass die Deutschen einen Hang zur Servilität haben. Und nun, seitdem bei uns das „Gutmenschentum“ ausgebrochen ist, hat sich dieser Hang noch verstärkt, Man kommt gar nicht mehr mit, was man alles nicht mehr sagen darf: „Neger“, „Zigeuner“, „Eskimo“… Das wissen wir inzwischen. Aber es geht weiter: Gerade entschuldigte sich eine Grünen-Politikerin für den Gebrauch des Wortes „Indianer“.

Wie soll das nur weiter gehen? Man sollte ja auch immer mal alles „vom Ende her“ denken: Müssen wir bald schreiben: der Mensch/die Menschin?
Gott sie Dank gibt es noch keine Männerbewegung als Pendant zu den Emanzen und Feministinnen. Dann hätten wir nämlich schon lange keine Muttersprache mehr, sondern eine Vater-Mutter-Sprache.
Bei der Gender-Diskussion muss ich an eine Kirchenbesichtigung in Malta denken. Vor dem Portal standen zwei Männer mit Hellebarden,, die sie kreuzten, um leicht bekleideten Frauen den Eintritt zu verwehren. Bei einer Frau berieten sie, ob ihre Kleidung noch tragbar, also dem Lieben Gott zumutbar war.
Da klopfte mein Freund einem von ihnen auf die Schulter und sagte:
„Mann, Eure Probleme möchte ich haben!“

 

 

Wie sich die Sprechweise ändert

Über dieses Thema habe ich hier ja schon viel geschrieben.
Gerade waren wir im wunderschönen Kurgarten von Bad Reichenhall. Und als ich dieses Schild sah, musste ich daran denken, was wir schon alles an den Parkflächen zu lesen bekamen:
Zuerst hieß es ganz schlicht:
„Rasen betreten verboten!“
Dann besann man sich aber einer höflicheren Ausdrucksweise und schrieb:
„Bitte Rasen nicht betreten!“
Und wie es bei uns Gutmenschen ist, überschlug man sich sogar mit Höflichkeitsformeln. Da lasen wir plötzlich:
„Danke, dass Sie den Rasen nicht betreten haben.“
Und so freue ich mich, dass man endlich wieder zu der schlichten Beschilderung wie oben zurück gekehrt ist.

Schlechter fernsehen mit dem ZDF

Ich habe mich hier ja schon öfter über das ZDF beklagt:
Aber es nützt nichts.
Grundsätzlich sollte es doch so sein, dass sich jeder, der etwas anbietet, in erster Linie an seine Stammkundschaft wendet und das sind nun mal beim ZDF eben die Alten. Aber ein jüngeres Publikum bekommt man nicht dadurch, dass man die Alten vergrault, sondern man hat halt dann nur weniger Zuschauer.
Wir waren bisher Fans der Sendung „Die Anstalt“, aber was inzwischen daraus geworden ist, ist nur zum Abschalten. Die Sendung beginnt schon mit einem irren Vorspann. Und was dann kam, mag zwar intelligent gewesen sein, aber wir haben das Geschnuschel ausgeschaltet.
Das ZDF ist beratungs- und kritikresistent: Jeder, der etwas auf den Markt bringt, probiert es erst einmal aus, ob es in Ordnung ist. Dieses Prinzip würde für das Fernsehen bedeuten, dass man eine Sendung einmal probeweise einem Publikum vorführt. Und wenn dann Ältere Probleme mit dem Verstehen haben, muss man halt nachbessern, besonders, wenn die Älteren die Mehrheit der Kundschaft sind.
Paradox ist ja, dass ein Ergebnis oft schlechter wird, je besser die Technik ist: Alte Filme sind oft im Ton besser, weil man über die Schauspieler ein Mikrofon mit einem „Galgen“ gehalten hat. Heute stellt man halt irgendwo ein Mikrofon für alle auf und das Ergebnis ist schlechter.
Und dann hapert es halt oft an der Sprache. Wer im Fernsehen auftritt, sollte jedenfalls nicht so nuschelig reden, dass man ihm Sprachunterricht empfehlen muss. Da fällt mir die beste Sprecherin ein, die das Fernsehen je hatte: Eva Herman. Die sagte einmal etwas, was mich sehr überrascht hat nämlich, dass sie von Zeit zu Zeit Sprachunterricht nehme, um Fehler zu korrigieren.

Zitat zum Tag

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Grenzüberschreitungen“ = beschönigender Ausdruck des Missbrauchsbeauftragten der Katholischen Kirche für die Verfehlungen von Priestern.


Sonstige Sprachschöpfungen, mit denen man sich um die Wahrheit herum drückt, finden Sie hier:
https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Politkauderwelsch

Nun also hat er das ganze Osterfest gebraucht, um nachzudenken. Und was ist dabei heraus gekommen? Laschet fordert nun „mehr Tempo!“ und einen „Brücken-Lockdown“. Was ist das anderes als „neuer Wein in alten Schläuchen“? Aber in der Politik macht es sich gut, wenn man mit neuen Schlagworten daher kommt. So forderte Söder ja zuvor einen „Wakeup-Call“. Von Aufbruch war ja schon dauernd die Rede, aber das hat sich schon abgenutzt. In diesem Blog heißt dasselbe gut deutsch: „Deutschland erwache!“ Aber so etwas klingt im heutigen Berlin zu bieder und zu sehr nach Nazi oder AfD. Da muss schon ein Anglizismus her, um up to date zu sein. Deshalb wurde in Berlin auch eine „Task Force“ statt einer Arbeitsgruppe gegen Corona eingesetzt. Ja man muss schon auf Ausdrücke zurück greifen, die die amerikanische Navy im Krieg benutzte. So was kommt eben an.
Wenn ich sehe, wie bei uns die Amerikanisierung um sich greift, muss ich an meine Schulzeit denken. Im Dritten Reich herrschte ein umgekehrter Trend. Alle Worte mit fremdsprachigen Wurzeln sollten ausgemerzt werden. Das gipfelte darin, dass die „Nase“ durch den „Gesichtserker“ ersetzt werden sollte.

Politiker haben ihre eigene Sprache und damit sie diese besser verstehen, habe ich Ihnen ein Lexikon des Politsprechs zusammen gestellt:
https://autorenseite.wordpress.com/lexikon-des-politischen-sprachgebrauchs-und-des-sonstigen-geschwafels/
Da sollten Sie mal rein schauen.

Hang him higher! (Die neue Diskussionsform)

Dieser Titel eines alten Westerns fiel mir ein, als ich las, was für eine Diskussion der BR mit der Sendung „Matuschke – der etwas andere Abend“ ausgelöst hatte. Darin hatte der Moderator die Musiker der südkoreanischen Band BTS  als „kleine Pisser“ bezeichnet. Die Band selbst verglich er mit dem Coronavirus, gegen das es hoffentlich bald eine Impfung gebe.
Der BR hat sich inzwischen für diesen Missgriff entschuldigt.
Es sollte bei einem so angesehenen Sender nicht vorkommen, dass ein Moderator, der offenbar mit dem Altern nicht zurecht kommt, anbiedernd zu einer Beschimpfung greift, die der Halbstarkensprache entnommen ist.
Was aber merkwürdig und für die heutige Zeit typisch ist, ist die Tatsache, dass daraus eine Rassismusdebatte entstanden ist. Was hat denn eine Entgleisung eines Moderators, die nur auf eine Band, aber nicht allgemein auf die Koreaner gezielt hatte, mit Rassismus zu tun?

Wir haben es hier mit einer Sonderform einer Erscheinung zu tun, die auch in der Politik immer mehr um sich greift: mit dem Framing. Diese Sonderform besteht darin, dass man die Dinge höher hängt, als es eigentlich angebracht wäre. Aber so etwas kommt halt besser an und deshalb wird es immer populärer. Die Sachlichkeit gerät bei den Diskussionen von heute immer mehr ins Hintertreffen. Das Denken in Schlagzeilen ist halt viel einfacher.

 

 

Der verlogene „Politsprech“

Die Politik scheut sich, die Dinge beim Namen zu nennen. Deshalb pflegt sie eine eigene Sprache, die „Politsprech“ genannt wird. So wird heutzutage keiner mehr getötet oder erschossen, sondern „ausgeschaltet“, um nur ein Beispiel zu nennen.
Die „Kunst“ der Politik besteht darin, das, was einem nicht passt, mit einer eigenen Wortschöpfung zu desavouieren. Wenn also nun im Zuge der Coronakrise die Reichen ihr Vermögen in einem Jahr um 35 % gesteigert haben und der Ruf nach Gerechtigkeit immer lauter wird, so wird das von der Regierung als „Neiddebatte“ abgetan. Man diffamiert also auf diese Weise ein so berechtigtes Verlangen wie das nach einer Vermögenssteuer oder nach einer höheren Abgabenlast für Reiche. Diese Reichen werden dabei als „Leistungsträger“ bezeichnet, obwohl ihre Leistung oft nur darin besteht, dass sie ihr Geld vielleicht im Ausland angelegt haben. Aber mit dem Wort „Leistungsträger“ erweckt man den Eindruck, als hätten sie eine ähnliche Funktion wie ein Brückenträger, den man natürlich nicht angreifen darf.
Auch das Wort „Aufschwung“ Ist eine typische Bezeichnung aus dem System des Merkelismus: 
Bei genauer Betrachtung handelt es sich um eine Vermögensverschiebung von den Normalbürgern zu den Reichen. Mit der Nullzinspolitik werden die Unternehmer unterstützt zu Lasten der Sparer, die nun keine Zinsen mehr bekommen. Und mit der Inflationspolitik wird das Vermögen vieler Bürger immer geringer.
Es gab einmal eine Zeit, da waren die Unternehmer mit ihren Steuern die Hauptfinanziers des Staates, heute sind es die Bürger mit ihrer Einkommenssteuer. Und aus dem Steuertopf erhalten dann die Unternehmer Milliarden, mit denen man einen Aufschwung finanziert, mit dem sich die Politiker brüsten. Und die ständig subventionierten Unternehmer, die so ähnlich wie ein Schwerkranker am Tropf am Subventionstopf hängen, gelten als Leistungsträger anstatt als Almosenempfänger.
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/02/die-neue-deutsche-sprache/

„Roboterisierung“ der Sprache

lara

Kürzlich kam im Radio ein Bericht darüber, wie viele Jobs in Zukunft dem Computer zum Opfer fallen werden. Es waren erschreckend viele und es fragt sich, was man mit den Massen ohne Job anfangen soll. Da bleibt am Schluss nur das Tittitainment.
Der Sprecher im Rundfunk, der den Bericht verlas, fürchtete auch um seinen Job und meinte, dass die Nachrichten wohl auch einmal von einem Roboter gesprochen werden. Das wird dann so ähnlich sein wie beim Navi: Man kann einstellen, ob man eine Männerstimmer hören will oder lieber eine Frau. Und um das Stichwort Tittitainment aufzugreifen: im Fernsehen wird man bei weiblichen Sprachrobotern einstellen können, wie die Frau aussehen soll, welche Haarfarbe sie haben soll oder welche Oberweite. Das sind Aussichten!
Anscheinend sollen wir jetzt schon auf die Zukunft eingestimmt werden. Ich höre morgens immer ARD-info. Da lesen alle Sprecher die Nachrichten ohne Punkt und Komma herunter. Irgendwie kommt mir das vor wie ein Zeichen der Hektik unserer Zeit. Normalerweise sollte es doch so sein, dass man am Satzende die Stimme absenkt und eine kurze Atempause einlegt, bevor man sich dem nächsten Thema zuwendet. All das ist vorbei. Nicht nur ein Sprecher macht das so, sondern fast alle bei der Info-Sendung. Das hört sich schrecklich an, dann lieber her mit dem Sprachroboter!