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Wie immer mehr Menschen Analphabeten werden (12%)

Gerade interessierte mich, was die Creme-Symbole auf Kosmetika bedeuten. Das könnte man in einem Satz erklären. Aber heutzutage soll ich mir statt einer kurzen Antwort ein Video ansehen:
https://web.de/magazine/wissen/alltagsfrage/zeigen-creme-symbole-kosmetikartikeln-34475074
Ich hasse so etwas. Man könnte ja auf jener Seite mal kurz verraten, um was es in dem Video geht. Aber man macht ein Geheimnis daraus, denn der Leser soll ja möglichst lange auf der Web-Seite gehalten werden. Wahrscheinlich ist das für die Preise, die der Provider für Werbung verlangen kann, wichtig.
Man soll also unbedingt neugierig werden und das Video über sich ergehen lassen. Das Schlimme an solchen Videos ist meistens, dass man erst einmal eine minutenlange Reklame ertragen muss, bis es endlich zur Sache geht.
Es kommen immer mehr Videos ins Netz. Sogar Zeitschriften wie der „Spiegel“ folgen diesem Trend und die Folge davon ist, dass die Menschen immer weniger lesen. Leider ist es beim Lesen anders als beim Schwimmen und Rad fahren: Lesen kann man verlernen. Wer nicht mehr liest, kennt zwar noch die Buchstaben, ist aber nicht mehr in der Lage, den Sinn von Texten zu erfassen. Zwölf Prozent (!) der Berufstätigen in Deutschland können nicht mehr richtig lesen und schreiben. Betroffen sind vor allem Menschen, die einfachen Hilfstätigkeiten nachgehen.
Entwickeln wir uns zu einem Volk von Analphabeten?
Immer mehr Geräte funktionieren über eine Sprachsteuerung. Bald muss man gar nicht mehr lesen und schreiben können. Kürzlich warf ich einen Blick auf den PC, in den die Bedienungen für die Abrechnung eingeben, welche Speisen sie servieren: Da waren lauter Bilder zu sehen, die angeblickt werden mussten. Lesen überflüssig!
Wussten Sie schon, dass wir sowieso immer dümmer werden?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/02/der-verlust-der-generationenintelligenz/

 

 

 

Einen wunderschönen guten Morgen mit einem Gedicht

    

    Gottes Ebenbild?

Morgens in den Spiegel schauen:
Das ist das große Morgengrauen.
Nicht mal der allerfrömmste Christ
Glaubt noch, dass Gottes Bild es ist,
Das da glotzt von vis-à-vis.
Da müsste doch auch irgendwie
Die Hand des Schöpfers sichtbar sein:
Doch sieht man nichts –– das ist gemein.

(Mehr Gedichte und vieles andere finden Sie in der Fundgrube.)

Ein großes Lob für die ARD

ARD
Wir leben in einem Zeitalter der Analphabetisierung:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/07/31/werden-wir-alle-analphabeten/
Wie dort zu lesen ist, nimmt sogar bei den Print-Medien der Trend zu, anstatt von Artikeln Videos zu veröffentlichen. Spiegelgründer Augstein würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde, dass auch sein Blatt zunehmend mit dabei ist.
Nun ist allerdings auch ein umgekehrter Trend zu beobachten. Während man früher Sendungen wie Monitor, Plusminus usw. von vorn bis hinten anschauen musste, wenn man nur an einem Beitrag interessiert war, half zunächst schon die Videothek dabei, dass man hinterher speziell diesen Beitrag heraus suchen und anschauen konnte.
Noch besser ist es inzwischen bei der ARD geworden. Da kann man in einem kurzen Artikel lesen, um was es in einem Beitrag geht:
Beispiel: Mich interessierte bei Plusminus ein Filmbeitrag über das Thema „Kriselnde Banken und Sparer“. Früher hätte ich eine Dreiviertelstunde vor dem Fernseher sitzen müssen, bis der Beitrag gekommen wäre, jetzt konnte ich ihn gezielt in der Videothek anschauen und was nun noch besser ist: Ich konnte in einer Minute den Artikel über dieses Thema überfliegen.

Was lesen Sie?

Ich habe mir zur Regel gemacht, mich immer auch in den nicht „linientreuen“ Medien darüber zu orientieren, was los ist. Dazu eine kleine Anekdote:
Als ich während der Strauß-Ära meinen Dienst bei der bayerischen Justiz begann, kaufte ich mir in der Mittagspause einen „Spiegel“. Als ich dann mit diesem Blatt in mein Büro zurückkehrte, gab mir ein älterer Kollege einen Rat: „Tragen Sie den ,Spiegelʻ um Gottes Willen doch nicht so offen herum, sonst wird in Ihren Personalakten vermerkt: ,Spiegelleserʻ.“
Heute ist der „Spiegel“ leider im Mainstream untergegangen. Da ist ja sogar die Bildzeitung kritischer.
Wo man aber wirklich etwas erfährt, was von Politik und Mainstream unter den Teppich gekehrt werden soll, liest man beim Kopp-Verlag oder den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Freilich ist dort nicht alles Gold, was glänzt, aber man sieht Manches auch mal von der anderen Seite und das ist gut, wenn man sich selbst ein Urteil bilden will. Natürlich finden Sie auch ungewöhnliche Aspekte in diesem Blog:
https://autorenseite.wordpress.com/blogs/

Hier ist meine „obskure Ecke im Netz“

Herr Fleischhauer, wie tief ist Ihr „Spiegel“ eigentlich inzwischen gesunken? Sie schreiben: „In Dresden können wir erkennen, wie eine Öffentlichkeit aussieht, die ihre Informationen nur noch aus obskuren Ecken im Netz bezieht.“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-ueber-die-demonstrationskultur-von-pegida-a-1010093.html
Bevor man Worte wie „nur“ benutzt, sollte man genauso wie bei den Ausdrücken „alle“ oder „immer“ inne halten und nachdenken. Das vermisse ich bei Ihnen. Sie meinen die armen, durchs Internet verwirrten Demonstranten zögen wohl deshalb gegen die Öffentlich-Rechtlichen zu Felde, weil sie wohl kaum die „Tagesschau“ oder die „Tagesthemen“ sehen würden. Nun, die „Tagesschau“ stellt nichts anderes dar als eine schlichte Nachrichtensendung, wie es sie überall gibt, und die Tagesthemen offenbaren genau das, was viele kritisieren: Politische Sendungen kommen wohlweislich zu Zeiten, in denen der anständige Mensch ins Bett geht. Und was die Informationen aus den „Tagesthemen“ angeht, schreibt Ihr Blatt selbst, dass dort ein fehlerhafter Bericht gelöscht werden musste:
http://www.spiegel.de/kultur/tv/tagesthemen-ziehen-ukraine-bericht-zurueck-a-994999.html
Und dass dies nicht der einzige Fehler war, meinen nicht nur die Demonstranten, sondern auch ich. Ich habe das mehrfach in diesen Blogs dargestellt.
Ist es nicht besser, die Menschen „klauben“ (wie Sie es ausdrücken) sich ihre Informationen aus dem Netz zusammen, machen sich also selbst ein Bild von dem, was gemeldet wird, als dass sie konsumieren, was ihnen die „Mainstream-Medien“ vorsetzen? Haben Sie eigentlich noch nicht darüber nachgedacht, wieso es denn überhaupt dazu gekommen ist, dass der Begriff „Mainstream-Medien“ erfunden und immer mehr benutzt wird? Warum ist der Ausdruck erst jetzt aktuell, obwohl es das Internet doch schon seit Jahrzehnten gibt?
Es gab auch einmal Zeiten, da war der „Spiegel“ das genaue Gegenteil eines Mainstream-Mediums. Es konnte sogar Folgen haben, wenn man ihn las: Als ich meinen Dienst bei der Justiz begann, kam ich mit einem frisch erworbenen „Spiegel“ in die Behörde. Ein älterer Kollege empfahl mir, die Zeitschrift doch lieber zu verbergen, denn sonst würde in meinem Personalakt vermerkt: „Spiegelleser“.
Wie arrogant muss man eigentlich sein, wenn man sich so äußert wie der Herausgeber der FAZ: „Wenn die letzte anständige Zeitung verschwunden ist, bleibt nur noch das Geschwätz.“ Ist der Mann nie im Netz? Schließlich ist beispielsweise auch der Papst im Internet und man sollte das, was er sagt, nicht als „Geschwätz“ bezeichnen. Auch der Herausgeber der FAZ gehört also zu den „Bausch-und-Bogen-Denkern“.
Eigentlich lohnt es sich nicht, dass ich mich weiter mit Ihrem Geschreibsel auseinander setze. Ich darf abschließend nur bemerken: Das Internet ist bekanntlich wie ein Heuhaufen, in dem man eine Nadel finden kann. Die Mainstream-Medien sind zwar auch ein Heuhaufen, jedoch ein kleinerer mit weniger Nadeln. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele Nadelstiche.

Was ist denn mit dem „Spiegel“ los?

Was ist denn mit dem „Spiegel“ los?
Bisher rechnete ich den „Spiegel“ auch zu den Mainstream-Medien. Doch nun auf einmal staune ich. Da lese ich doch tatsächlich in der Online-Ausgabe einen Artikel von Augstein mit dem Titel:
„Ungerechte Gesellschaft: Die Deutschen lassen sich zu viel gefallen.“ Und da schreibt er ganz richtig:
„Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten – und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-ungerechtigkeit-in-deutschland-a-969544.html
Die politische Lage sieht bei uns ja so aus. Der Deutsche wird ja gern als „Michel“ mit einer Schlafmütze auf dem Kopf dargestellt, und jetzt hat man den Eindruck, als wäre er eingeschlafen. „Mutti Merkel“ hat ihm ein Schlaflied gesungen und die Mainstream-Presse hat den Background-Chor gebildet. Sozis und Gewerkschaften sind auf Tauchstation gegangen. Wenn jemand für dieses „Appeasement“ Geld bezahlt hätte, könnte es auch nicht anders aussehen.
Negativ-Schlagzeilen wie die hier im Blog weiter unten interessieren die Leute nicht. Auch wenn immer mehr Menschen in prekären Jobs arbeiten und mehrere davon benötigen, um über die Runden zu kommen – das alles wird hingenommen nach dem Motto: Das ist eben nun mal so.
„Deutschland erwache!“ möchte man gerne sagen, aber leider geht aus bekannten Gründen nicht.
„Michi, wach auf!“ macht sich auch nicht gut.
Und so wird wohl auch der Weckruf des Spiegels ohne großes Echo bleiben. Vielleicht erscheint er ja aus diesem Grund erst jetzt.

Spiegel: Deutsche sind pubertär!

Der Spiegel bringt gerade einen Artikel darüber, warum so viele Deutsche Putin bewundern
Der Artikel hält sich an die üblichen Klischees, die im Westen verbreitet werden. So wird Putin persönlich das angelastet, was das „von ihm kontrollierte Fernsehen“ verbreitet. Das ist etwa so ähnlich, als würde unsere Kanzlerin für die Toten der NSU verantwortlich gemacht. Ja, im Spiegel schneidert man sich die Welt zurecht, wie man sie braucht. Oder glauben die Spiegel-Leute wirklich, dass Putin sich erst einmal persönlich alle Sendungen ansieht, bevor die dann ausgestrahlt werden?
Und dann lesen wir weiter im Spiegel:
„“Nicht trotz, sondern wegen der Erziehung zu Pazifismus, Geschlechtersensibilität und fortwährender Antidiskriminierung ist ein Gutteil der Deutschen so fasziniert von Russland und seinem Anführer.““
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/putin-warum-viele-deutsche-ihn-bewundern-kolumne-von-fleischhauer-a-965052.html
Vielleicht hätte der Spiegel die Leute mal vorher fragen sollen, bevor er solche Thesen vertritt.
Aber noch schlimmer liest man es in einem anderen Artikel:
„„In der Auseinandersetzung mit Russland zeigt sich bei Teilen der deutschen Bevölkerung antiamerikanisches Denken. Das mutet an wie ein pubertärer Komplex.““
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ukraine-und-russland-anti-amerikanismus-in-deutschland-a-965217.html
Wir hatten eine Zeit, in der ein Teil der westdeutschen Presse von der Amerikanern bezahlt wurde. Und wenn man zur Zeit den Spiegel liest, könnte man fast den Eindruck gewinnen, als sei diese Zeit zurück gekehrt.
Es ist eine bodenlose Unverschämtheit dieses Blatts, wenn es bei seinen Lesern einen pubertären Komplex entdeckt, nur weil viele ihr Verhältnis zu Amerika nun kritischer sehen im Hinblick auf das, was sich die USA alles geleistet haben: vom Irak-Krieg angefangen bis hin zur NSA-Affäre. Das was der Spiegel jetzt geschrieben hat, sollte für ihn Anlass sein, sich bei den Lesern zu entschuldigen. Wie kann man nur auf so einen Blödsinn kommen, dass man Leute, die anders denken, als man es für richtig hält, mit dem Ausdruck „pubertär“ zu beschimpfen.
Als einer der „Pubertären“ melde ich mich hier und bleibe mit der Sturheit, die mit dieser Lebensphase verbundenen ist, bei meiner Meinung:
In Deutschland merkt man langsam, dass man von unseren Einheitsmedien, zu denen nun leider auch der Spiegel gehört, mit einem gleichgeschalteten negativen Bild von Putin gefüttert wird. Der Mann kann machen, was er will: er wird auf jeden Fall mit Dreck beworfen, und er bleibt das personifizierte Böse.
Gerade hat er die teuersten Olympischen Spiele veranstaltet, und was führten uns die Medien vor? Das unermessliche Leid, das er denen angetan hat, die in Sotschi enteignet wurden (wenn auch mit großzügiger Entschädigung). Man tut so, als sei dies typisch für die Tyrannei Putins, übersieht aber, dass bei uns im Braunkohlebergbau dasselbe geschieht (und das für eine völlig überholte Technik!). Und welche Häme hat man über die Spiele ausgegossen, weil es eine Toilette mit zwei Schüsseln gab und der 5. olympische Ring nicht recht brennen wollte.
Und nun in der Ukraine ist es wieder dasselbe. Was Putin macht, ist in den Augen der Einheitsmedien übelste Machtgier.
Es geht allerdings um eine Machtfrage: Soll die Ukraine zum Westen oder zum Osten gehören? Als sich die gewählte Regierung für des Osten entscheiden wollte, revoltierte Klitschko mit Oppositionellen. Die westlichen Politiker unterstützten ihn und sprachen von Demonstrationen für Freiheit und Demokratie. Allein das ist schon eine völkerrechtswidrige Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine. Auch der amerikanische Geheimdienst war vor Ort, und ich glaube nicht, dass die Leute ohne einen Haufen Geld kamen. Tatsächlich war das, was man bei uns als legitime Demonstration für Demokratie bezeichnete, ein Bürgerkrieg, bei dem Klitschko Tote ankündigte, ohne dass man beschwichtigende Worte vom Westen hörte (die nun aber auf einmal von Putin verlangt werden). Und als dann über hundert Menschen erschossen wurden und der russische Außenminister eine Aufklärung durch die OECD verlangte, hörten wir stattdessen unisono: Janukowitsch sei verantwortlich. Inzwischen kommt aber so langsam auf, dass es ganz anders war, wie ich hier schon in einem früheren Blog geschrieben habe:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/04/11/respekt-ard-18210531/
Aber wen interessiert schon die Wahrheit, wenn er eine vorgefasste Meinung hat?
Besonders übel war die Behandlung des Falles Timoschenko in den Einheitsmedien und durch die EU. Die Frau war zu Recht verurteilt worden:
https://autorenseite.wordpress.com/2013/11/23/eu-fall-timoschenko-17036479/
Und diese Frau, die uns immer als der blonde Unschuldsengel mit dem Haarkranz verkauft wurde, der unbedingt eine Behandlung durch die Charité brauchte, zeigt nun gleich wieder sein wahres Gesicht und will nun mit einer Kalaschnikow herum schießen.
Schließlich wird in den Medien immer wieder die Machtgier Putins heraus gestellt. Sicher, er hat die Krim geschluckt, was nach dem Völkerrecht nicht ganz korrekt war. Aber das Völkerrecht ist nun eben einmal ein reines Schönwetterrecht, über das sich jeder hinweg setzt, wenn es ihm nicht in den Kram passt. Vergleicht man die Völkerrechtsverletzungen und sonstigen Rechtsbrüche der USA mit denen Russlands, so muss man, wenn man nicht wie der Spiegel Scheuklappen vor den Augen hat, zu dem Ergebnis kommen, dass das, was sich die USA geleistet haben, gewichtiger ist. Nun gut, Putin hat sich die Krim einverleibt, aber das ist durchaus nachfühlbar: Die Krim war von Chrustschow der Ukraine geschenkt worden, was völkerrechtlich wohl nicht korrekt war. Und nun hat Putin diesen Rechtsbruch rückgängig gemacht, wobei er klar im Sinne der Bevölkerung gehandelt hat. Wenn man das als Völkerrechtsbruch betrachtet, so ist das sicherlich einer der leichteren Art.
Die USA hingegen bewegen sich seit dem Irakkrieg, dessen Anlass sie erfunden und der ganzen Welt vorgelogen haben, ständig außerhalb des Völkerrechts. Sie haben einen rechtsfreien Raum in Guantanamo eingerichtet, sie foltern Gefangene, sie entführen fremde Staatsangehörige, sogar einen Deutschen, sie nutzen ihre Airbase in Deutschland, um Häftlinge in üble Diktaturen zu transportieren, sie… ach Sie wissen doch selbst, was los ist.
Was das Völkerrecht angeht, hören wir nichts darüber, ob die jetzige Regierung der Ukraine, die durch einen Putsch an die Macht gekommen ist, überhaupt rechtmäßig ist. Und wir hören auch nichts über den braunen Sumpf, der sich hinter ihr verbirgt:
http://urs1798.wordpress.com/2014/03/07/unsere-medien-verschweigen-wenn-das-faschistische-illegale-putschregime-menschen-enttfuhrt-in-donezk/
Exemplarisch für das Verhalten der Einheitsmedien zu Putin ist sein Verhältnis zur Homosexualität. Ihm wird sogar eine Homophobie unterstellt. Was ist nun aber Realität? Es gibt in Russland ein Gesetz, das Reklame für Homosexualität verbietet. Man mag das für richtig oder falsch halten, jedenfalls lassen sich dafür gute Gründe ins Feld führen, denn schließlich braucht ein Volk ja Nachwuchs. Was aber hören wir nun über dieses Thema in den Medien? „Putins Schlägertrupps gehen auf Homosexuelle los!“ Das ist etwa so, als würde man über Deutschland berichten, Merkels Schlägertrupps griffen Migranten an.
Es gäbe so vieles, was man zurecht rücken müsste, aber wer will das schon alles lesen? Die Leute begnügen sich ja doch mit dem offiziell verlautbarten Einheitsbrei und wollen gar nicht mehr wissen.

Skandal: Halbnackte Frau bei den Festspielen!

Stern, Spiegel und andere Pseudomoralisten, die ihr ständig auf der Suche nach Skandalen und Sexismus seid: Schaut Euch diesen Artikel über die Salzburger Festspiele an und lasst Eure immer so gern empörten Schreiberinnen wie die Himmelreich von der Kette:
http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/osterfestspiele/sn/artikel/das-ist-es-was-wagner-wunderharfe-nannte-102864/
Auf dem Foto seht Ihr die Sächsische Staatskapelle Dresden mit einer Sopranistin bei den Salzburger Osterfestspielen. Die Männer sind gut und warm angezogen, nämlich mit einem Frack. Nur die arme Frau steht halbnackt dazwischen in einem ausgeschnittenen schulterfreien Kleid. Man sieht daran, wer bei den Salzburger Festspielen in Wirklichkeit immer noch Regie führt: der Sexismus. Wann endlich kommt die Zeit, in der auch Frauen einen Frack tragen dürfen? Schließlich hat das weibliche Geschlecht ja auch vor vielen Jahren durchgesetzt, statt eines Rocks eine Hose tragen zu dürfen. Und der Hosenanzug ist inzwischen auch zu einem üblichen Kleidungsstück für die Frau im Beruf geworden.
Wir fordern nun an dieser Stelle Karl Lagerfeld auf, endlich den längst fälligen Frauenfrack zu entwerfen.
Und bei dieser Gelegenheit noch etwas: Auch auf Bällen sieht man Frauen in entwürdigenden Abendkleidern, die oft mehr enthüllen, als sie verdecken. Die armen Frauen sind von der sexistischen Gesellschaft gezwungen worden, sich in dieser Form wie bei der Fleischbeschau zu präsentieren. Wann endlich räumen Stern, Spiegel und Frauen Schwarzer und Himmelreich mit diesen schäbigen Bräuchen auf?
Hier ein Hoffnungsschimmer für Frauen: Ob Bilder wie diesse irgendwann einmal zum Alltag gehören?
http://twitter.com/Ian_Jeffery/status/454533116322127872/photo/1
Vorsicht, Männer! Schaut lieber nicht hin!

Der Spiegel ist schlimmer als der Stern

Erinnern Sie sich noch an jenen läppischen Hype, den eine Stern-Journalistin dadurch ausgelöst hatte, dass sie sich nach Jahr und Tag über ein Kompliment beklagte, das Brüderle ihrem Ausschnitt gewidmet hatte?
Nun setzt der Spiegel noch einen drauf, indem er einen Artikel abdruckt, in welchem behauptet wird, die Juristenausbildung in Bayern sei sexistisch. Es werden dazu auch Beispiele aufgeführt, bei denen ich mich frage: Bin ich vielleicht nicht normal, wenn ich finde, dass ich selten so einen Unsinn gelesen habe?
Urteilen Sie selbst über einige Kostproben:
„…43-jährige Hausfrau … keine Gelegenheit zur Gegenwehr“ Hier wird beanstandet, dass den Frauen oft die Opferrolle zugedacht wird.
„Hanna Haas, 18 Jahre, Hausfrau.“ Dem Spiegel missfällt überhaupt, das Frauen oft Hausfrauen sind.
Aber auch das hätte man nicht schreiben dürfen, nämlich dass ein Mann seiner Frau einen Rolls Royce schenkt. Da seien „die Rollen klar verteilt“, findet der Spiegel. (Mein Kommentar dazu: Die arme Frau!)
Der Schaden an einer Gucci-Handtasche wird als Hinweis darauf verstanden, dass Frauen an Äußerlichkeiten hängen. (Mein Kommentar dazu: Gucci-Aktentaschen für Männer gibt’s halt noch nicht)
Und wenn eine Zeugin sagt: „Ich sehe oft aus dem Fenster, weil ich viel Zeit habe“, dann gönnt man ihr das Vergnügen nicht, sondern sieht darin eine Verunglimpfung der Frau an sich.
Wenn Sie noch mehr von dem Unsinn lesen und sich darüber amüsieren wollen, lesen Sie halt selbst auf den Artikel.
Es lohnt sich wirklich nicht. Da lohnt sich dieser Klick schon eher.

Und nun auch der Spiegel!

Wir haben hier schon früher beklagt, dass eine Unsitte im Internet immer mehr zunimmt: Die Videos setzen sich immer mehr durch. Youtube lebt davon. Man kann es ja verstehen, wenn Fernsehsender ihre Beiträge nicht umständlich in Text umsetzen, sondern einfach so ins Netz stellen. Dennoch gibt es Fernsehredaktionen, die erfreulicherweise Weise das, was sie gezeigt haben, auch als Textbeitrag zur Verfügung stellen. Vorbildlich ist hier Frontal 21.

Den umgekehrten Weg geht der Spiegel. Es bietet immer mehr Video-Beiträge. Dabei ist seine Leserschaft doch eher das Lesen gewöhnt. Wer mag sich denn normalerweise einen Video-Beitrag anschauen, wenn er sich nur kurz über ein Thema informieren will? Ich finde, das ist eine schreckliche Entwicklung, die sich da anbahnt. Der Spiegel setzt auf die falsche Kundschaft, wenn er zu sehr auf die Videos setzt. Solche Leute werden nie Spiegelleser.