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Tun Sie, was Ihnen Spaß macht?

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In den Nachrichten hörte ich eine Meldung, die mir zu denken gab. Da wurde behauptet, dass die Menschen von heute in der Freizeit immer weniger das tun, was ihnen wirklich Spaß macht. Stattdessen sitzen sie am PC oder daddeln am Handy.
Da frage ich mich doch: Tun sie das denn nicht, weil es ihnen tatsächlich Spaß macht? Und wenn es ihnen keinen Spaß machen würde: Warum tun sie dann nicht etwas anderes?

Ich glaube, da muss man vielleicht unterscheiden zwischen Spaß und echter Freude. So ist beispielsweise ein Computerspiel ein oberflächlicher Spaß, der – wenn er übertrieben wird – keine Zeit mehr übrig lässt, eine echte Freude zu erleben. Und was die Freude anbetrifft, gibt es viele Möglichkeiten: Wandern, Bergsteigen, Musizieren, Malen … Da spürt man seine Seele.
Jeder muss selbst wissen, was ihm gut tut und wo er sich vielleicht auch selbst verwirklichen kann.

Belästigte Frauen?


Wie haben sich doch die Frauen gewandelt. Sie wehren sich heutzutage dagegen, mit vermeintlich flotten Sprüchen von Männern angemacht zu werden. Als schlimm empfinden sie es auch, wenn Männer ihnen nachpfeifen.
Wie anders waren aber die Frauen früher, beispielsweise die Meinige: Die hatte sich zu einer Zeit, als wir uns so etwas eigentlich gar nicht leisten konnten, einen ganz flotten kurzen Tennisrock der Firma Head gekauft. Ein tolles Modell! Wenn sie dann an heißen Tagen so gekleidet an einer Baustelle vorbei zum Tennisplatz radelte, ließen die Arbeiter auf dem Gerüst ihr Werkzeug fallen, um ihr auf den Fingern nach zu pfeifen. Und natürlich riefen ihr allerhand blöde Sprüche hinterher. Meine Frau hat dies sehr amüsiert. Sie hat sich irgendwie darüber gefreut, dass ihr eine solche Aufmerksamkeit zuteil wurde.
Die Frauen von heute wollen dagegen, dass ein Gesetz gegen derartige „Belästigungen“ erlassen wird: Einst hieß es: Ein bisschen Spaß muss sein! Heute dagegen: Kein bisschen Spaß darf sein!
Wie anders die Frauen früher waren, habe ich einmal festgestellt, als ich Rechtspfleger (womit auch *innen gemeint sind) ausbildete: Dabei habe ich eine Klausur schreiben lassen, zu deren Beginn es auch um eine etwas pumpe „Anmache“ ging. Zu meinem Erstaunen bewerteten Frauen das ganz anders als die Männer. Während die Männer so etwas eher als Beleidigung ansahen, waren die Frauen großzügiger und verneinten diesen Tatbestand mit übereinstimmenden Begründungen wie: „Irgendwie muss ein Mann ja anfangen“ oder „Viele Ehen werden wohl so ähnlich beginnen. So etwas ist sozialadäquat.“

Manchmal denke ich an meine Bürozeit zurück: Was da für Sprüche zwischen Männern und Frauen hin und her gewechselt wurden! Es war halt alles ein bisschen Spaß, der den Büroalltag etwas aufheitern sollte, aber heute würde gleich die Frauenbeauftragte auf den Plan treten.

Witz zum Tag

Lach mit!

Der Kare und der Lugge kommen ins Philosophieren:
„Was moanst, wer mehr Spaß am Leben hat: Die Menschen oder die Karnickel?“
„Die Karnickel!“
„Und wieso dös?“
„Weil‘s mehr Karnickel als Menschen gibt.“
„Und warum?“
„Weil die mehr Spaß ham!“

In diesem Sinne: Viel Spaß heute!

Wir prüden Pharisäer

Dieses Bild ist eigentlich verboten, weil Sex nicht zu Werbezwecken eingesetzt werden darf. Aber vielleicht gilt das Bild ja als Kunst.

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Die Menschheit schwankt ständig zwischen Extremen hin und her (Dondolismus):
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/04/tag-des-ungehorsams/
Zur Zeit beobachten wir eine Hinwendung zur scheinheiligen Prüderie. Es ist noch nicht lange her, da hatte jede Nummer der Bildzeitung ein Foto einer Nackten abgedruckt. Das ist nun vorbei.
Wie weit die Prüderie fortgeschritten ist, zeigt dieses Beispiel: Unsere hiesige Brauerei lieferte sich einen heftigen Streit mit dem Deutschen Werberat, weil sie auf einem Bierdeckel den freizügigen Ausschnitt einer Bedienung abgebildet hatte, unter dem die Frau mehrere Bierkrüge trug. „Zu sexistisch!“ hieß es.
Nun brauchen Frauen, die es mithilfe von Sex zu einer erfolgreichen Karriere bringen wollen, quasi eine Entschuldigung für ihre freizügigen Fotos. Zum Beispiel posten sie nun scheinheilig: „Viel Haut für einen guten Zweck“:
https://web.de/magazine/unterhaltung/stars/marie-nasemann-freizuegiger-post-ex-gntm-beauty-zweck-34235686
https://web.de/magazine/unterhaltung/stars/fernanda-brandao-sexy-fotos-umweltzerstoerung-34246088#.homepage.inactivityLayer_treatSimple.Sex-Appeal%20f%C3%BCr%20guten%20Zweck.0
Oder Sylvie Meis sendet uns des öfteren nette Urlaubsgrüße, natürlich immer in einem sehr knappen Bikini. Das ist ja nett von ihr und so etwas kann unsere Sittenpolizei schlecht verbieten. Und so kommt sie immer wieder in die Medien und gibt ihnen das Rätsel auf: Hatte sie eine Brust-OP?
Was sind wir doch für ein trauriger Verein geworden. Warum sollen Frauen nicht zeigen dürfen, was Männern Spaß macht? Das sieht man doch allemal lieber als die trostlose Reklame von Vitasprint.
Wenn das so weitergeht, müssen sich die Damen im Schlosspark von Herrenchiemsee bald anziehen:

Heute ist der Tag des Bloggens

https://autorenseite.wordpress.com/home/

https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Rogenzon

Früher habe ich solche Bücher geschrieben. Schauen Sie mal in die Leseecke.
Dort finden Sie eine ganze Reihe von Kurzgeschichten als Leseproben. Vielleicht haben Sie Ihren Spaß daran und finden sogar ein Weihnachtsgeschenk darunter.
Inzwischen blogge ich lieber. weil ich finde, dass wir in einer Zeit leben, in der man sich einmischen muss. Und beim Bloggen habe ich mehr Echo als mit meinen Büchern.
Übrigens ist heute auch der Tag der Nettigkeit. Also überlegen Sie mal, wem Sie heute eine Nettigkeit gönnen sollten.
Bloggen und Nettigkeit passen eigentlich gar nicht zusammen, aber die Nettigkeit sollte uns jedenfalls daran erinnern, dass wir beim Bloggen nicht ins Gegenteil verfallen: in Unsachlichkeit, Gehässigkeit, Fake…

Haben Sie das im Fernsehen versäumt? Dann klicken Sie hier!

Das war für mich seit langem das Beste, was ich im Fernsehen gesehen habe: Brettlspitzen
Da sah man Bayern in Reinkultur. Aber auch wenn Sie an Bayern kein Interesse haben, werden Sie auf jeden Fall an etlichen Beiträgen der Sendung Ihre helle Freude haben, z.B. „sexuelle Belästigung“ oder ganz anders: „Frau von Format„. Die Beiträge lassen sich einzeln abrufen, so dass sie diejenigen auslassen können, bei denen Sie den Dialekt nicht verstehen.
Viel Spaß! Den werden Sie haben.

Gesundheit: So empfindlich ist der Mensch


Man sollte es nicht glauben, welche Einflüsse Auswirkungen beim Menschen haben. Oft genügen winzige Dosen, um Veränderungen zu verursachen. Auf diesem Prinzip beruht ja angeblich die umstrittene Homöopathie. Aber auch sonst ist der Mensch Einflüssen ausgesetzt, bei denen ihm nicht bewusst ist, was dadurch in ihm geschieht:
Im Radio hörte ich in verschiedenen Sendungen Berichte über Experimente von Universitäten, die Sie sicher auch interessieren:

Zwei gleich starke Gruppen von Studenten hatten eine Arbeit zu schreiben. Die eine Gruppe wurde dem Duft von Kaffee ausgesetzt, die andere nicht. Und siehe da: Allein schon der Duft von Kaffee bewirkte, dass diese Gruppe besser abschnitt.
Ähnlich verhielt es sich bei sportlichen Leistungen: Eine Gruppe musste sich einen Vortrag über Altersarmut, -beschwerden, Demenz und Ursachen von Krebs und Kreislaufversagen anhören. Sie ging dann mit einer gleichstarken Konkurrenz ins Rennen und verlor deutlich.

Gerade kam auch die neueste Statistik über die Lebenserwartung heraus. Die Spanier haben die Italiener von Platz eins verdrängt und wir stehen auf dem kümmerlichen Platz 23. Interessant ist, auf welche Faktoren die unterschiedliche Lebenszeit zurück geführt wird: Natürlich ist in erster Linie die mediterrane Ernährung mit viel Gemüse ausschlaggebend. Aber die Spanier selbst fügen noch etwas hinzu, was sie für bedeutend halten: „Sonne, Siesta, Spaziergänge, Sprechen, soziale Kontakte pflegen, Spaß am Leben haben …“
Und was mich anbetrifft: Ich glaube, dass der Ausblick aus meinem Fenster auf den Hochfelln günstige Schwingungen in meinem Körper bewirkt.

Da staunt man!

Wenn im Fernsehen Reklame kommt, schalte ich meist auf den Video-Text um. Und da habe ich diese Meldung entdeckt:

Da staunt man. Die Menschen haben am liebsten das Fernsehen (50%). Die Familie ist weniger beliebt (6,3%). Ein bisschen vorbereitet war ich schon auf dieses Ergebnis. Ich las nämlich einmal einen Artikel über eine Umfrage, in der nach dem Spaßfaktor gefragt wurde. Da rangierte das Reisen an der Spitze vor Familie und Kindern. Nun ist freilich die Frage nach dem Spaßfaktor von Familie und Kindern eigentlich falsch gestellt. Familie und Kinder sollten eher bei der Frage nach Erfüllung im Leben obenan stehen. Aber diese Frage wird leider immer weniger gestellt.
Immerhin haben solche Umfragen durchaus ihren Sinn: Viele Menschen sind unglücklich, weil sie Singles sind oder keine Kinder bekommen haben. Ihnen wird vorgeführt, dass man auch so Freude im Leben haben kann.

Haben Sie Spaß an der Arbeit?

Arbeit

Mal nachgedacht:
Gerade las ich unter „Gute Zitate“ diese verfehlte Erkenntnis:


„Eine Arbeit die Anerkennung findet, verdient es nicht Arbeit genannt zu werden, sie ist Spaß, Freude und verkörpert die Leichtigkeit einer Sommerbrise.“
Günter Seipp


Das brachte mich auf die Idee, mich einmal selbst mit dem Thema Arbeit zu befassen. Und da bin ich gleich bei meinen eigenen Aphorismen fündig geworden:

Glücklich ist, wer eine Arbeit hat, die ihm so viel Freude macht, dass sie und nicht unbedingt auch der Gewinn die Quelle seines Wohlbefindens ist.
(H. Pöll, Zitat aus dem Buch: Nebenbei bemerkt – Aphorismen über Gott und die Welt)

Ich hoffe, Sie gehören zu diesen Glücklichen. Aber auch wenn Ihnen Ihre Arbeit keine Freude macht, denken Sie mal darüber nach, wie es wäre, wenn Sie nichts zu tun hätten:

„Mit der Arbeit verhält es sich wie mit den Frauen: Wenn du eine hast, nervt sie dich vielleicht gelegentlich, wenn du keine hast, wirst du depressiv.“ (H. Pöll)

Und nun zu Herrn Seipp: Der Mann hat anscheinend noch nie schwer gearbeitet, wenn er meint, dass eine Arbeit die Leichtigkeit einer Sommerbrise bekommt, wenn sie anerkannt wird. Auf so eine Idee kann nur ein Soziologe kommen, der eine lebensfremde Idee als großartige Erkenntnis verbreiten will.
Deshalb will ich Herrn Seipp einmal schildern, wie die Arbeit in meinem Leben aussieht: Schon als Kind musste ich im Krieg mithelfen, für das Überleben der Familie zu sorgen: Die Sommerferien verbrachte ich damit, auf den abgeernteten Äckern noch nach ein paar übrig gebliebenen Kartoffeln zu suchen, und in den Herbstferien siebte ich wie ein Goldsucher auf der Abfallhalde des Gaswerks den Kohlengrus durch, um noch einige kleine Koks-Stückchen für die Heizung zu finden. Natürlich wurde ich von meiner Mutter gelobt, aber deshalb machte mir diese Ferienarbeit keinen Spaß. Und ich hätte es übel vermerkt, wenn meine Mutter gesagt hätte, das Ganze sei doch leicht wie eine Sommerbrise gewesen.
Später habe ich mein Studium auch mit ganz schrecklichen Arbeiten finanziert, denn die brachten am meisten Geld.
Und dann im Beruf wäre ich nie auf die Idee mit der Sommerbrise gekommen: Meinen Dienst bei der Justiz begann ich in einem Referat, in dem sich mein Vorgänger erschossen hatte, weil er die Arbeit nicht bewältigen konnte. Der Justizminister sagte damals: „Meinen Staatsanwälten gehört nur die Nacht, und die auch nicht ganz!“ Das war alles belastend und kein Spaß – bei aller Anerkennung. Und wenn man dann zu schweren Verkehrunfällen oder zu einem Flugzeugabsturz gerufen wurde, dann kann sich der Außenstehende nicht vorstellen, was man da mitgemacht hat – ohne psychische Betreuung, wie sie heute üblich ist.
Schließlich als Richter habe ich schwer an der Verantwortung und der beruflichen Belastung getragen. Glauben Leute wie Herr Seipp wirklich, dass ein Spaß ist und leicht wie eine Sommerbrise, wenn man einen Prozess zu leiten hat wie derzeit der Vorsitzende des Zschäpe-Verfahrens?
Nicht einmal in meiner Freizeit ist mir meine Beschäftigung als Ausbilder bei der Bergwacht immer leicht gefallen. Eine Totenbergung oder auch nur der Abtransport eines Verletzten vom Berg waren oft Tätigkeiten, die einen an die Grenze der Belastbarkeit bringen konnten.
Im Ruhestand kommen dann die Ehrenämter auf einen zu. Aber der Vorstand eines Vereins mit mehreren Hundert Mitgliedern zu sein, das ist harte Arbeit und kein „Honigschlecken“.
Und schließlich wartet im hohen Alter die Aufgabe der Pflege von Angehörigen – auch keine Sommerbrise trotz Anerkennung:
Pflege.jpg

Zusammenfassend kann ich sagen: Ich habe mit all meinen Tätigkeiten Befriedigung und Erfüllung gefunden und – wenn auch nicht immer – viel Freude gehabt. Spaß gab es auch manchmal, aber „die Leichtigkeit einer Sommerbrise“ wäre Kitsch gewesen.

Zum Thema „Ehrenamt“ zum Abschluss ein Gedicht von Wilhelm Busch, der sich offenbar mit der Arbeit besser auskennt als ein Soziologe:

Willst Du froh und glücklich leben,
laß kein Ehrenamt dir geben!
Willst du nicht zu früh ins Grab
lehne jedes Amt gleich ab!

Wieviel Mühen, Sorgen, Plagen
wieviel Ärger mußt Du tragen;
gibst viel Geld aus, opferst Zeit –
und der Lohn? Undankbarkeit!

Ohne Amt lebst Du so friedlich
und so ruhig und so gemütlich,
Du sparst Kraft und Geld und Zeit,
wirst geachtet weit und breit.

So ein Amt bringt niemals Ehre,
denn der Klatschsucht scharfe Schere
schneidet boshaft Dir, schnipp-schnapp,
Deine Ehre vielfach ab.

Willst du froh und glücklich leben,
laß kein Ehrenamt dir geben!
Willst du nicht zu früh ins Grab
lehne jedes Amt gleich ab!

Selbst Dein Ruf geht Dir verloren,
wirst beschmutzt vor Tür und Toren,
und es macht ihn oberfaul
jedes ungewaschne Maul!

Drum, so rat ich Dir im Treuen:
willst Du Weib (Mann) und Kind erfreuen,
soll Dein Kopf Dir nicht mehr brummen,
laß das Amt doch and’ren Dummen.