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Hasskommentare – Ich bin entsetzt

Es ist zwar blöde, aber man kann es ja verstehen, dass jemand , der von der Polizei mehrfach hinter Gitter gebracht wurde, die Beamten hasst, auch wenn diese ja nur ihre Pflicht tun.
Was mich aber entsetzt, ist die Tatsache, dass es nach der Ermordung von zwei Polizeibeamten 400 (!) Hasskommentare im Internet gibt. Das ist ein Beispiel für die zunehmende Verrohung unserer Gesellschaft. Und es ist auch ein Zeichen der Spaltung der Gesellschaft: Als ich jung war, herrschte im Volk ein „Wir-Gefühl“. Man baute nach dem Krieg das zerstörte Land wieder auf. Heute gibt  es „die da oben“ einerseits und andererseits ein immer größer und aggressiver werdendes Proletariat, dessen Zerstörungswut bei Demos oft kaum noch zu beherrschen ist.
Und die ganz schäbigen Hass-Posts zur Ermordung der beiden Beamten sind ein Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft krank ist und dass man dringend etwas dagegen tun muss.

Es war nicht alles schlecht bei den Nazis

„Es war nicht alles schlecht bei den Nazis.“ So was darf man eigentlich bei uns nicht schreiben. Ich tue es aber trotzdem:
Ich bin in der Nazizeit groß geworden und wenn ich damals mit heute vergleiche, dann fallen mir gewichtige Unterschiede auf:

> Es gab keine Spaltung der Gesellschaft, sondern man stand im Krieg zusammen und half sich gegenseitig. Wie anders sollte man auch überleben? Ich wohnte damals in Kiel, dem „Reichskriegshafen“. Der wurde dem Erdboden gleich gemacht. Als wir einmal von meinen Großeltern wieder nach Hause fuhren, hielt der Zug weit außerhalb von Kiel, weil der Bahnhof und die Umgebung mit einem „Bombenteppich“ belegt worden waren. Wir hatten Schwierigkeiten, uns zu orientieren, weil die Straßen unter Trümmern begraben waren. So stolperten wir über ein Trümmerfeld nach Hause – vorbei an weinenden Menschen, die ihre Toten und Habseligkeiten bargen. Diese klar völkerrechtswidrigen Terrorangriffe waren ein schwerer Fehler der Alliierten, denn sie schweißten die Bevölkerung zusammen. Wer erlebt hat, wie Tiefflieger die Flüchtlingstrecks und sogar uns Kinder beim Kartoffelnsammeln beschossen haben, der kann verstehen, warum sich Hitler solange halten konnte, denn die Deutschen fürchteten, dass es bei einer Niederlage Deutschlands noch furchtbarer werden würde. So stand man also weiter zusammen.
Ganz anders heute. Wir sehen das an den immer gewaltsamer werdenden Demonstrationen gegen den Staat.

> Im Dritten Reich hat man Vorsorge für den Ernstfall getroffen. Als wir am Anfang des Krieges noch keine Bunker hatten, wurde unser Haus sicherer gegen Bombenangriffe gemacht: Es wurde ein Luftschutzkeller eingerichtet: Vor das Fenster wurde ein Betonblock gestellt. Die Kellertür wurde durch 2 Gasschleusen ersetzt und die Kellerdecke wurde mit Balken abgesichert.  Was für ein Wahnsinnsaufwand für jedes Haus!
Dagegen wäre es höchst bescheiden, wenn unsere Regierung den Bürgern auch eine Vorsorge dadurch gewähren würde, dass jeder eingeschweißte Notverpflegung für 2 Wochen erhalten würde. Dann würden im Krisenfall nicht gleich sämtliche Regale leer gekauft.

 

 

Was Söder nicht mit gekriegt hat

Herr Söder, Sie warnen vor einer Spaltung der Gesellschaft in Besserwisser (Grüne) und besser Verdienende (FDP). Das Wortspiel geht völlig daneben.  Sie haben offenbar nicht mitbekommen, dass die letzte Bundesregierung eine viel tiefgreifenderen Spaltung der Gesellschaft bewirkt hat, nämlich die zwischen arm und reich. Diese Schere ist unter Führung der Union immer weiter auseinander gegangen. Das ist sozialer Sprengstoff und  so werden die Demonstrationen immer heftiger und gewalttätiger.
Damit auch Sie verstehen, von was ich rede: Der von Ihnen mit getragene Merkelismus führt dazu, dass das arme alte Mütterchen beim Einkaufen über die Mehrwertsteuer mit dazu beiträgt, dass die Regierung Milliarden in die Autoindustrie pumpen kann.
Und schauen Sie mal hier, wie der Merkelismus mit Ihrer Beteiligung Deutschland verarmen lässt, damit die Reichen immer reicher werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/30/wie-der-merkelismus-deutschland-verarmen-laesst/

Und wenn Sie bei einer Ampelkoalition eine Massenzuwanderung befürchten: Was reden Sie über ungelegte Eier? Und da frage ich Sie, ob nicht Ihre Partei eine Politik betrieben hat, die nicht nur unmenschlich, sondern auch ein glatter Rechtsbruch ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/10/22/das-verlogene-asylrecht/
Können Sie ruhig schlafen, wenn Sie die Bilder von frierenden Kindern am polnischen Stacheldrahtzaun sehen? Was haben Sie denn getan, um diese schreckliche Lage zu beenden? Nur mehr Polizei an die Grenze!
Das Asylrecht lässt sich als Menschenrecht kaum abschaffen, aber (abgesehen vom ständigen Rechtsbruch) nur aufrecht erhalten, wenn man ein Land findet, das uns gegen viel Geld die Flüchtlinge abnimmt, die wir nicht haben wollen nach dem Muster der Türkei.
Übrigens: Haben Sie sich die Menschen einmal angeschaut, die da am Stacheldrahtzaun stehen? Könnten wir die Masse von ihnen nicht brauchen, wenn wir sie als Pflegepersonal ausbilden?

Was ist der Merkelismus (II)?

Fortsetzung von https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/07/was-ist-der-merkelismus-i/

Wie sieht es denn aus im „Merkelland?
> Man spricht vom Rechtsstaat, aber setzt ihn nach Belieben außer Kraft. Beispiel: Asylpolitik. Wenn es wirklich ein Asylrecht gäbe, müssten die Afrikaner an die Tore der spanischen Exklaven Melilla und Ceuta kommen können, um dort um Asyl nachzusuchen. Moria ist ein Beispiel dafür, dass man durch Abschreckung das Asylrecht außer Kraft setzen will. Aber zum Eintreten für eine Rechtsänderung fehlt der Mut.
> Es gab mal eine Zeit, in der man sich auf das Wort von Staatsmännern verlassen konnte. Bei „Staatsfrau“ Merkel ist die anders: Siehe Verteidigungskosten.
> Bei der Digitalisierung hängen wir weit hinten.
> Man hat das Feld des Internets (also auch unsere Daten) US-Konzernen wie Facebook, Ebay, Instagram, Google usw. überlassen. Ich habe schon frühzeitig davor gewarnt und gefordert, ein deutsches soziales Netzwerk einzurichten, was in der Anfangsphase noch möglich gewesen wäre, wenn die Regierung mit den Medien zusammen gearbeitet hätte und die Devise ausgegeben hätte: „Deutsche Daten auf deutsche Internet-Medien!“
> Engpässe bei Medikamenten hat es früher nicht gegeben. Das kann lebensgefährlich sein.
> Im Krankenhaus erwarten uns heute: mangelnde Hygiene wegen Kosteneinsparungen, unnötige Operationen, zu wenig Plätze in der Notaufnahme und in der Intensivstation und zu wenig Personal. Deswegen sterben bei uns Menschen!
> Heute häufen sich überflüssige Operationen. Eine Geldgier, der die Politik freien Lauf lässt, hat die Ethik verdrängt. Die Krankenhäuser gehören in die Hand des Staates, nicht in die Hände von Spekulanten.
> Noch schlimmer geht es in den Altenheimen zu. Dort fehlt Personal, so dass schon Altenheime schließen mussten. Bei uns müssen die Pflegekräfte doppelt so viele Alte betreuen wie in den Nachbarländern. Der Personalmangel ist zum Hauptproblem in der Altenpflege geworden: 17.000 Stellen in den rund 13.500 Pflegeeinrichtungen können derzeit nicht besetzt werden. In der ambulanten Altenpflege sind weitere 21.000 Stellen noch offen.
> Die Leistungen der Krankenkassen wurden immer mehr reduziert.
> In den Schulen fehlen Lehrer, so dass man Quereinsteiger braucht.
> Gewalt an den Schulen war früher noch kein Problem und das Wort „Mobbing“ gab es noch nicht. Heute braucht man Sozialarbeiter und Psychologen.
> Wie Deutschland abstürzt, sieht man am Ranking der Universitäten. Wir leben von Blaupausen. Aber wie soll das funktionieren, wenn wir bei den Wissenschaften ins Hintertreffen geraten? Und Nobelpreise können wir auch kaum noch erwarten. Die deutschen Universitäten standen einmal an der Spitze und viele Ausländer kamen deshalb zum Studium hierher. Heute bemühen sich diese jungen Leute um einen Studienplatz in den USA.
> Die deutschen Erzeugnisse wurden wegen ihres technischen Fortschritts in aller Welt gern gekauft. Heute müssen wir billig verkaufen und Trump hat uns nicht zu Unrecht vorgeworfen, wir würden unsere Autos zu Dumpimglöhnen produzieren (gemeint sind unsere prekären Arbeitsverhältnisse).
> Die Buchstaben „Bio“ verwandte man einmal im Zusammenhang mit Biologieunterricht bzw. Wissenschaft. Was man zu kaufen bekam, war selbstverständlich früher einmal „Bio“.
> Arten-, Insekten- oder Bienensterben gab es nicht.
> Massentierhaltung gab es auch noch nicht. Große Landwirte werden nun aber am meisten unterstützt.
> Das Wort „Umwelt“ habe ich früher nie gehört. Über Abgase, CO2, Klimaerwärmung, oder Ozonloch sprach man noch nicht, weil man keinen Anlass dazu hatte.
> Das Grundwasser war noch sauber.
> Das Wort Glyphosat kannte man noch nicht.
> Die Kühe hatten noch Hörner und grasten auf den Wiesen.
> Brillenträger oder Pillenschlucker unter Kindern waren bedauernswerte Ausnahmen.
> Die Armen werden nun immer mehr und die Reichen immer reicher. Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander.
> Tafeln gab es früher nicht. Die Kanzlerin will damit nichts zu tun haben und besucht sie daher nicht, obwohl dort nicht nur Worte des Dankes an die Helfer notwendig wären, sondern auch Pläne für deren Überflüssig-Werden.
> Durch die Nullzinspolitik, die die EZB im Einverständnis mit der Kanzlerin betreibt, werden heutzutage die Sparer und Alten enteignet zugunsten der Industrie, die dadurch Kredite fast zum Nulltarif bekommt.
> Der Staat hatte einmal keine Schulden, sondern Rücklagen in einem „Juliusturm“ (so benannt nach dem damaligen Finanzminister). Heute sichern sich die Regierungsparteien einen Wahlsieg durch gigantische Subventionen. D.h.: Die Enkel bezahlen die Wiederwahl.
> Die Unternehmen trugen einmal die überwiegende Steuerlast, aber heute bekommen sie Milliarden-Subventionen. Nun wird der Staat überwiegend von den Bürgern über die Einkommenssteuer finanziert.
> Es gab noch keine Globalisierung mit der Folge, dass die deutschen Arbeitnehmerlöhne von ausländischen Hungerlöhnen gedrückt werden und die deutschen Bauern Konkurrenten in aller Welt bekommen haben, die unter ganz anderen Bedingungen arbeiten können.
> Polizeibeamte waren Respektspersonen und nicht Ziel von Steinwürfen und Molotow-Cocktails.
> Gewalt gegen Schiedsrichter, Sanitäter usw. gab es noch nicht. Heute brauchen sogar Kliniken ein Sicherheitspersonal.
> Nach dem Krieg kamen Gastarbeiter zu uns und keine Flüchtlinge.
> Die prekären Arbeitsverhältnisse werden immer mehr.
> Das hat es früher nicht gegeben, nämlich dass Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht leben konnten und „aufstocken“ mussten.
> Es gab keinen Klimawandel.
> Man lebte ohne Plastik.
> Man hatte Sinn für Anstand und Ordnung und warf daher keine Abfälle auf den Boden.
> Chemie in den Nahrungsmitteln gab es fast nicht.
> Früher waren die meisten Frauen mit ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter voll beschäftigt und zufrieden.
> Die durchschnittlichen Fahrten zum Arbeitsplatz verlängern sich von Jahr zu Jahr. Wie viel Zeit des Lebens wird dadurch verschwendet!
> Im Alter erwarten jeden 5. Bürger Altersarmut. Die Zahl steigt ständig.
> Die Zahl der Wohnungslosen steigt.
> Es gab früher noch das „Wir“ und nicht die Spaltung in „die da oben“ und die „Menschen draußen im Lande“, wie die Politiker uns oft anreden.
> Es gab noch keine Protestwähler, weil die Demokratie noch nicht so kaputt war.
> Man stellte einmal Qualitätsprodukte „made in Germany“ her. Heute baut man oft in Produkte Sollbruchstellen ein.
> Die Zahl der Suizide steigt.
> Die Arbeitsverhältnisse sind so, dass Burnout und psychische Erkrankungen ständig zu nehmen.
> Die Gesellschaft spaltet sich immer mehr in „die da oben“ und den Rest, in Rechtsextreme und Linksextreme. In Arme und Reiche…
> Wir haben einen sozialen Klimawandel. Anstand und Ehrlichkeit werden durch die Geldgier außer Kraft gesetzt. Beispiel: Der „Bankier“, der früher seine Kunden ehrlich beriet, ist vom „Banker“ ersetzt worden, der seine Kunden als Melkkuh betrachtet (Andrehen von Ostimmobilien usw.).
> Die Kanzlerin, die oft als Friedensgarantin gesehen wird, wäre mit Bush in den Irakkrieg gezogen und setzt nun die Bundeswehr im sinnlosen Afghanistankrieg ein, während die wehrfähigen Aghanen hier gemütlich im Asyl leben.
Nicht für alles ist die Kanzlerin verantwortlich. Teilweise reichen die Wurzeln in die frühere Zeit. Aber da fehlt es am Gegensteuern. Insgesamt jedenfalls ist sie für ein Klima verantwortlich, gegen dessen Trend sie sich nie richtig eingesetzt hat. Viel Arbeit für ihren Nachfolger!
Wir brauchen eine völlig andere Stimmung im Land.

 

Katholische Kirche: Aufbruch der Frauen oder Austritt?

Jesus, der gute Hirte, hat schon seine Last an der Kirche. Nun macht der Vatikan Ärger, indem er den synodalen Weg der deutschen Katholischen Kirche kritisiert, also verbietet – wie seinerzeit die Schwangerenberatung.
Nun gibt es Diskussionen, die von Spaltung der Kirche bis zum Austritt reichen. Aber es gäbe noch einen anderen Weg nach dem Vorbild der Lysistrata: Verweigerung.
An sich sind die Frauen das viel frömmere Geschlecht, wie ein Blick in die Gottesdienste zeigt. Aber die Frömmigkeit sollte ihre Grenzen haben, sonst wird sie zur Bigotterie. Die Frauen sollten also mitarbeiten am Weg der Kirche in die neue Zeit. Und da muss man halt etwas tun im Hinblick auf den Priestermangel und die leerer werdenden Kirchen.
Deshalb ist auch im Hinblick auf die Gleichberechtigung eine stärkere Einbindung der Frauen in kirchliche Aufgaben notwendig. Da die Kirche hinter der Zeit zurück geblieben ist (wie sie ja auch Jahrhunderte gebraucht hat, um den Frauen eine Seele zuzugestehen) begreift sie natürlich nicht, dass ein Teamwork von Frauen und Männern der Weg in die Zukunft ist.
Die Frauen sollten sich deshalb nicht gefallen lassen, was da aus Rom gekommen ist. Sie haben eine starke Macht, weil sie es sind, die die Gotteshäuser im wesentlichen füllen und sich sozial engagieren.
Wie wäre es denn, wenn sich die Frauen nach dem Vorbild der Lysistrata weigern würden, die Kirche zu betreten und draußen mitfeiern würden? Nach dem Motto: Wenn ihr uns bei der Mitwirkung außen vor lasst, bleiben solange draußen. Der Segen wirkt doch auch durch die Mauern hindurch. Was schon bei den alten Athenern gewirkt hat, müsste doch auch im Vatikan ein Umdenken veranlassen können.

Polen nun gespalten? Und Deutschland?

Mein Senf dazu:

Es ist ja seltsam, wie ein Wort plötzlich die Runde durch alle Medien macht. Zur Wahl in Polen hört man von überall her, das Volk sei nun tief gespalten. Na und? Ist nicht auch unser Volk „tief gespalten“? Auch bei uns lehnen viele die Ehe für alle ab oder auch die Flüchtlingspolitik. Ist es aber angebracht, deshalb von Spaltung zu reden? Das ist halt die Pluralität der Meinungen, die man ertragen können sollte, ohne daraus ein Drama zu machen.

Wie das „Wir“ in Deutschland kaputt gemacht wurde


Wenn man so alt ist wie ich, sieht man die Welt nicht so statisch, wie es vielleicht die jungen Leute tun. Sondern man sieht, das, was ich in meinen Aphorismen so beschrieben habe:

Heraklit sagte: „Panta rhei“, was soviel bedeutet wie: „Alles fließt bzw. ist im Fluss“. Heute kann man feststellen: „Alles fließt immer schneller.“

Ich habe die Nachkriegszeit miterlebt. Was für eine mitreißende Aufbruchsstimmung herrschte damals, die im Wirtschaftswunder ihren Höhepunkt fand! Ich arbeitete damals in einer Schreinerei, die von Bomben zerstört war. Der Besitzer und seine Arbeiter klopften in den Trümmern die Steine sauber und bauten alles wieder auf. Man war per „du“ und freute sich darüber, das Wirtschaftswunder zu erleben. Da fiel für alle genügend ab.
Aber dann kam die nächste Generation und alles war anders.
Vorbei war der kameradschaftliche Zusammenhalt von einst. Der nachfolgende Chef sahnte als Firmenbesitzer ab und gönnte seinen Arbeitern gerade so viel, wie die Gewerkschaften für sie erstritten. Und so ist es bis heute geblieben.
Ja, eine neue Krankheit ist ausgebrochen: die Geldgier. Die Einkommensschere zwischen Arbeiter und Chef ist in den 60ern 1:16 gewesen, heute verdient ein Dax-Vorstand im Mittel 71 Mal so viel wie die Beschäftigten seines Unternehmens im Durchschnitt, Postchef Frank Appel bezog sogar das 232-fache. Der Soziologe Nikolaus Dimmel spricht sogar von einem Missverhältnis 1:432.
Wie anders war das früher: Mein Großvater war so reich, dass Krupp bei ihm zum Betteln ging. Er opferte im 1. Weltkrieg sein ganzes Vermögen dem Staat:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/02/macht-geld-krank/
Wer würde heute noch so hinter dem Staat stehen?
Und wen interessiert heutzutage schon das Schicksal derer, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen? Wir sind eine gespaltene Gesellschaft geworden.
Haben Sie schon mal gelesen, dass einer unserer Spitzenmanager von seinen vielen Millionen nur eine einzige Tafel unterstützt hätte? Nein das ist Arbeit von bewundernswerten Frauen, die Lebensmittel überall zusammen betteln müssen. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Es gab doch tatsächlich einen Spitzenverdiener mit einem Einkommen von mindestens 40 Millionen im Jahr, der doch tatsächlich1 Million für wohltätige Zwecke opferte und dafür fast wie ein Heiliger verehrt wurde.
Wir sind halt heutzutage nicht mehr ein“Wir“, sondern „die da oben“ einerseits und andererseits die „draußen im Lande“, wie man uns im Bundestag bezeichnet.

CDU: Ideal wäre es ja…


Nun nach der Wahl von AKK geht das Gespenst der Spaltung in der CDU um. Nein Leute, es ist genau umgekehrt: Es tut sich eine Riesenchance auf. Man müsste Merz bei der Stange halten und ihm durch Einbindung ins Kabinett die Chance geben, Kanzler zu werden. Eine Doppelspitze täte der Partei gut, denn AKK und Merz würden ein viel größeres Spektrum der Wählerschaft, als wenn AKK allein am der Spitze stünde. Sie wird ja doch von vielen als Fortsetzung der Ära Merkel gesehen.

Wie die SPD überleben kann

 

Wenn in der Wirtschaft eine Firma ihr Unternehmen an die Wand gefahren hat, ist ihr Firmenname nichts mehr wert. Man beginnt dann neu mit einem anderen Firmennamen. Die Hamburg-Mannheimer Versicherung oder die Citibank sind Beispiele dafür. Auch die SPD ist in einer ähnlichen Lage. Was sind ihr Name und ihre Tradition noch wert, wenn diese belastet sind mit Agenda 2010 und einer GroKo, die zu einem Raubtierkapitalismus geführt hat u.a. mit Mieten, die zu einer Flüchtlingswelle anderer Art geführt haben? Die Menschen können sich das Wohnen in der Stadt nicht mehr leisten.
Was ist zu tun?

1. Die fortschrittlichen Kräfte der SPD könnten sich mit entsprechenden Teilen der Linken verbünden und unter „Aufstehen“ einen Neuanfang wagen:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/14/skandal-staendige-zunahme-der-armut-aufstehen-mit-wagenknecht/

2. Die SPD könnte sich spalten: Wir denken ja zur Zeit an das Ende des Ersten Weltkriegs zurück. Damals teilte sich die SPD in eine USPD und eine MSPD, also in eine konservative und eine weiter links stehende Richtung. Das hat rückschauend betrachtet der SPD nicht geschadet und könnte heute wiederholt werden.
So wie jetzt kann es jedenfalls nicht weiter gehen.