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Sind die Österreicher gescheiter als Deutsche?

Die Frage habe ich hier schon öfter gestellt wegen der höheren Renten und billigeren Wohnungen in Österreich:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Die Deutschen nehmen es hin, wenn sie einem Alter in Armut entgegen sehen und wenn der Wohnraum immer unerschwinglicher wird. Der deutsche Michel schluckt all dies, weil er das alles für „alternativlos“ hält, wie ihm eingetrichtert wird. Er braucht halt lange, bis er aufwacht. Die letzten Wahlen zeigen immerhin ein leichtes Aufmucken.

Gerade lesen wir, dass im Land Salzburg Ölheizungen verboten werden sollen wie schon vorher in zwei anderen Bundesländern. Das wäre doch auch wieder ein Vorbild für Deutschland. Aber es wird lange dauern, bis so etwas in unserer Lobbykratie möglich sein wird.

Zum CSU-Parteitag: Der größte Fehler der CSU

Der größte Fehler der CSU hat einen Namen: Söder. Die CSU hat nach einer Umfrage gegenüber der letzten Wahl 12% Stimmenanteil verloren. Dies ist zu einem großen Teil Söder zuzuschreiben. Der Mann ist laut einer Umfrage der unbeliebteste Ministerpräsident Deutschlands. Mit so einem Spitzenkandidaten sind die Wahlchancen schlecht. Söder ist zum einen belastet dadurch, dass er als Finanzminister Sozialwohnungen verkauft hat. Auch wenn er behauptet, es sei nicht anders gegangen, so ist der Sachverhalt für die meisten Bürger undurchsichtig und sie meinen daher, er sei schuld, dass viele aus ihren angestammten Wohnungen durch Luxussanierungen vertrieben werden. Die Bürger haben insofern recht, als Söder jedenfalls vermissen ließ, wie ein bayerischer Löwe für den Erhalt der Sozialwohnungen gekämpft zu haben.
Das Zweite, was man Söder verübelt, ist die Art, wie er sich seinem Widersacher Seehofer gegenüber durchgesetzt hat. Da war ein Machtmensch am Werk, der damit keine Sympathien erworben hat.
Und schließlich versucht Söder, sich als eine Art von Strauß-Nachfolger zu präsentieren. Doch solche Bierzelt-Reden kommen heutzutage nicht mehr so recht an, wo doch die Probleme immer drängender werden und daher Schlagworte keine Lösung bieten.
Hätte die CSU an Stelle von Söder die freundliche Ilse Aigner als künftige Landesmutter präsentiert, so wären die Umfragen ganz anders ausfallen.
Wir wissen jetzt schon, was wir nach der Wahl von Söder zu hören bekommen: Berlin sei schuld am schlechten Wahlergebnis – als wenn die Bayern nicht zwischen Bund und Land unterscheiden könnten.
Übrigens: Schlecht für das Image der CSU ist auch der „Auto-Minister“ Scheuer. Dieser Mann der markigen Worte ist inzwischen fast schon zu einem braven Sprecher der einschlägigen Lobbyisten geschrumpft.